Was hast du heute gemacht?

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    • Offizieller Beitrag

    Um den Muskelkater vom Skilanglauf zu bekämpfen und das sonnige Wetter zu nutzen, habe ich heute nachmittag einen kleinen Spaziergang gemacht. Da konnte ich gleich mal ausprobieren, wie sich die neue Umhängetasche so schlägt.

    Als "Ballast" hatte ich eine Hängematte eingepackt. Wer läuft schon mit 'ner leeren Tasche rum?

    So, die eine Seite der Aufhängung ist befestigt.

    Jetzt hängt auch der Rest. Ich freue mich immer wieder, wie schön die von Hammock Fairy genähte Hängematte aus braunem Argon 1.6 mit dem oliven 3/4 langen Vega-Underquilt optisch harmoniert.

    So, jetzt noch ein bißchen Schnee heiß machen und dann gibt's einen leckeren Tee. Mann, das dauert! Ehe der Schnee endlich schmilzt ... Ach, ich lege mich inzwischen ein bißchen in die Hängematte.

    Es kam, wie es kommen mußte. 8|
    Als ich wieder aufwachte, war der Ofen aus. Na ja, wenigstens war das Wasser in der Tasse noch nicht wieder gefroren. Ein bißchen Birkenrinde lag auch noch rum, so daß es gar nicht lange dauerte, bis ich dann doch noch zu meinem Tee kam.
    Die Umhängetasche hat also ihre Bewährungsprobe bestanden. Hängematte, Underquilt, Hobo und Tasse passen rein. Selbst ein Tarp ließe sich noch mit reinquetschen. Als Topquilt diente mir eine Rettungsdecke. Vom Packmaß unschlagbar. Raschelt zwar ein bißchen, aber das höre ich immer erst nach dem Aufwachen. :P

    • Offizieller Beitrag

    Beim Aufräumen fiel mir ein alter verdreckter roter Beutel in die Hände. Irgendwie fand ich ihn zu schade zum Wegwerfen. Also habe ich ihn erst mal gewaschen. Danach sah er ganz passabel aus. Doch wofür verwende ich ihn? Egal, jetzt mache ich erst mal eine Pause und lege mich ein bißchen in die Hängematte. He, das ist es! Ich nähe mir ein Kissen! Rasch alle Kopfkissen untersucht, ob nicht vielleicht eines überfüllt ist und von der Last befreit werden möchte. Ich würde fündig. Kordel raus aus dem Beutel, Füllung rein und ab unter die Nähmaschine. Gerade Nähte kann ich schließlich. Okay, bei mir werden sie selten gerade, aber mit rotem Garn auf rotem Stoff fällt das nicht so auf. :)

    Ist es es nicht schön geworden? Sogar eine kleine Schlaufe habe ich dem Kopfkissen spendiert. Mit Gummischnur an der Ridgeline befestigt, bleibt das Kopfkissen immer in Reichweite, auch wenn es mal rausfällt.
    Tut mir leid, wenn der Beitrag so kurz ausfällt, aber ich muß jetzt das Kopfkissen testen gehen. Nähen macht müde. :D

  • Ich habe vor kurzer Zeit ebenfalls ein Kissen genäht. Ich hatte noch etwas Argon .67 in Brick Red übrig (45cm x 40cm). Da ich kürzlich im Supermarkt Füllwatte aus silikonisierter Kunstfaser gekauft hatte (in weiser Voraussicht, wie es scheint), die rund 21cm breit ist, hat das wunderbar gepasst, um ein Kissen mit den Massen 39cm x 21cm zu nähen. Auch ich habe (nach dem Vorbild der Kissen von Hammock Gear) eine in der Länge verstellbare Kordel daran befestigt, um es an der Ridgeline der Hängematte einhängen zu können. Auch mein Kissen ist sehr schön geworden, wie ich finde.

    Ich habe drei Lagen der Füllwatte verwendet, die ich einfach lose aufeinander gelegt und ins Kissen geschoben habe. Das fertige Kissen mit Gummikordel wiegt etwa 91g.

     

     

  • Ich habe letzte Woche wieder einmal Bärlauch-Pesto gemacht. Mein Rezept ist gegenüber den üblichen Pesto-Rezepten etwas abgewandelt: So verwende ich keinen Käse und auch keine Pinienkerne. Dafür kommt der Geschmack (und Duft!) des Bärlauchs bei diesem Rezept sehr schön zur Geltung!

    Bärlauch-Pesto :)

    Rezept
    100g Bärlauchblätter*
    100g Pflanzenöl (ca. 2/3 Sonnenblumenöl, 1/3 Olivenöl)
    50g Cashew-Kerne
    10g Salz

    • Den Bärlauch gründlich waschen, Wasser abschütteln und die Blätter in grobe Stücke schneiden.
    • Alle Zutaten gut mischen und mit dem Pürierstab fein hacken.
    • In frisch gewaschene Gläser abfüllen und sofort verschliessen.

    Ist im Kühlschrank mehrere Monate haltbar.

    * Bitte nicht mit dem Maiglöckchen oder anderen giftigen Pflanzen verwechseln!

    PS: Ups, das hat ja gar nichts mit dem Thema "Hängematten" zu tun... ;)

  • Am Samstag habe ich mir ein Schächtelchen Stecknadeln gekauft. Leider gab es im Supermarkt keinen dazu passenden Magneten. Also habe ich mir aus zwei Stoffresten (Hexon 1.6, Forest Green / Charcoal Grey) ein Nadelkissen genäht (15cm x 13cm). Gefüllt habe ich es mit etwas silikonisierter Füllwatte aus dem Supermarkt (siehe weiter oben):

    Für den Farbwechsel habe ich einmal eine vollständige Kappnaht (oben im Bild), einmal eine "vereinfachte" Kappnaht (unten im Bild) verwendet.

    Jedes noch so kleine Nähprojekt hilft mir dabei, meine frisch in Stand gestellte Bernina Record (530-2) aus dem Jahr 1962 besser kennen zu lernen und meine Nähtechnik zu verfeinern. Der Transportbereich der Maschine ist zwar eher klein, doch für Hängemattenstoffe und auch für Moskitonetz scheint er völlig ausreichend zu sein. Zudem macht die Nähmaschine einfach schöne Nähte.

    Wie das dann mit dem rutschigen Silnylon oder Silpoly klappt, wird sich zeigen. Ich mache bald einen Packsack aus dem rutschigen Material für das Bugnet, an dem ich gerade arbeite.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe heute vorsorglich die Nähmaschine mit in den Garten genommen, weil ich keine Lust zum Unkrautjäten hatte. :)
    Nach 3 Kopfkissen, 2 Hängematten und 8 Packsäcken habe ich mich heute mal an einer einteiligen Snakeskin aus Moskitonetz versucht. Das noch vorhandene Reststück von 90x120 habe ich in drei Streifen zu 30 cm zerschnitten und diese an den kurzen Enden zusammengenäht, so daß der fertige Schlauch auf eine Länge von etwa 3,50 m kommt. Das erste Segment ist konisch geschnitten (Umfang von 13 auf 28 cm), die anderen beiden haben einen konstanten Umfang von 30 cm. Es paßt wunderbar ans Superfly. Ich bin zufrieden.

    • Offizieller Beitrag

    An meinem letzten Urlaubstag habe ich den Werksverkauf von LIROS in Lichtenberg besucht. Neben Dyneema für Whoopi-Slings hatte mich das Dyneema-Gurtband interessiert.

    Leider hatten sie weder das eine noch das andere im Angebot. Vielleicht verkaufen sie immer nur Reste, die keine volle Spule / Rolle ergeben? Schade! Ich verließ den Laden dennoch mit einem Beutel voller Schnüre (die übrigens nach Kilogramm verkauft werden). Für Segler mit einem Bedarf nach dickeren Leinen ist der Werksverkauf wahrscheinlich das Paradies auf Erden, für Hänger und ihre dünnen spleißbaren Schnüre nicht so sehr. Dennoch empfehle ich jedem, der mal in der Nähe ist, bei LIROS vorbeizuschauen.

    • Offizieller Beitrag

    Heute war ich mal wieder im Garten. Zum Unkraut zupfen hatte ich keine ähm ... Möglichkeit (leichte Rückenschmerzen), also mußte ich mich notgedrungen in die Hängematte legen. Aus medizinischen Gründen. :)
    Dummerweise hatten die Nachbarn Gäste zum Grillen eingeladen. Die Gäste hatten Kinder mitgebracht. Ungezogene Kinder. Ungezogene, ballspielende, sich ständig streitende Kinder. Die Eltern wollten lieber grillen, statt erziehen. Also spielte sich die Pädagogik als akustische Fernwartung ab. "Pahaaaul! Hör ahaaauf! Du sollst aufhören! Pahaaaul! Schackeliiinäh! Du sollst dat Käwien nicht mit die Hammer auf dat Kopp haun! Pahaaaul! Hörst du endlich auf?" Die Spiel- und die Fernwartungsgeräusche überlagerten sich. :cursing:
    Nach einer Viertelstunde lag ich immer noch wach in der Hängematte. Wirklich! Ich schwöre! Ich! Wach! In der Hängematte! An Schlaf war nicht zu denken. Na gut, denken schon. Mehr aber auch nicht. Ich sehnte mich nach dem lieblichen Kreischen einer Kreissäge oder dem sanften Donnern eines startenden Düsenjets. Aber vergeblich. :(
    So lag ich da in meiner Hängematte, beide Zeigefinger in die Ohren gesteckt, und blickte nach oben zur Ridgeline. Da überkam mich ein Geistesblitz! Hurtig sprang ich auf (es sind ja nur leichte Rückenschmerzen) und stürmte ins Gartenhaus, wo meine Spleißkiste steht. Tür zu. Ruhe. Ja fast Stille. Sollte ich meinen Hörnerven diesen abrupten Wechsel zumuten oder doch lieber die Rammstein-CD einlegen? Ach was, Stille ist etwas natürliches. Die Vogelstimmen-CD tut es auch.
    So hatte ich weder meinen Mittagsfrostschlaf bekommen, noch das vor sich hinwuchernde Unkraut dezimiert, dafür aber eine Whoopie sling mit zwei Soft shackles gebastelt.
    Na ja, weil basteln müde macht (oder war es das nebenbei getrunkene Bier?) und das Vogelzwitschern so schön beruhigt, habe ich mich im Anschluß noch auf's Sofa gelegt. :saint:

  • Seit vielen Jahren hat mich eine solche Schirmmütze von Chaskee begleitet: in den Farben navy/hell. Der Schirm ist aus Neopren gefertigt - eine gute Idee.

    Die Mütze ist leicht und kann auch mit der Innenseite nach aussen getragen werden. Das habe ich aber nie gemacht, weil mir die helle Innenfarbe für diesen Zweck nicht gefallen hat. Zudem war mir die Mütze doppellagig schnell einmal zu heiss. So habe ich eines Tages spontan den Innenstoff herausgetrennt.

    Leider ist sie in den letzten Monaten am Übergang von Mütze zu Schirm immer mehr eingerissen:

    Kurz, über kurz oder lang muss eine neue Mütze her!

    Kürzlich fiel mein Blick auf Reste des Vorhangsstoffes von IKEA, die noch herumlagen. Nach kurzer Bedenkzeit war klar: Daraus wird eine neue Mütze geschneidert. Klar, der Stoff ist für eine Mütze wohl eher zu dick und vermutlich wird sie genau so warm werden, wie es das Original ursprünglich war. Aber was soll's.

    Ich setzte mich also an die Nähmaschine und im zweiten Anlauf* ist nun diese Mütze entstanden, die wie angegossen passt. Allerdings ist es mir erst im dritten Anlauf gelungen, das Dach der Mütze so in den Rand einzunähen, dass am Schluss kein Stoff übrig blieb. Ich bin zufrieden!


    Der Schirm ist mit einem passend zugeschnittenen Stück 3mm-Evazote-Matte gefüllt, damit er die Form behält. Während das abgespeckte Original 32g wiegt, bringt mein "Nachbau" exakt 41g auf die Waage. Ich denke, beim Schirm habe ich einiges an Gewicht eingespart. Nun bin ich mal gespannt, wie warm sie sich an einem heissen Tag anfühlt. Und natürlich auch, wie zuverlässig sie mich vor der Sonne schützt.

    * Im ersten Anlauf habe ich die "Wände" aus zwei Schichten Stoff gemacht. So konnte ich den Schirm und oben den Deckel einfach zwischen die beiden Schichten nähen. Die Mütze ist eigentlich gut geworden, nur ist es oben mit der inneren und der äusseren Lage Stoff leider nicht richtig aufgegangen, so dass sich starke Falten bildeten. Deshalb im zweiten Anlauf der Versuch, alles einlagig zu gestalten.

    • Offizieller Beitrag

    Sieht richtig gut aus, Glückwunsch!
    Was ich noch optimieren würde, ist der Tanka. Wenn Du wieder mal bei Dutch oder Extremtextil bestellst: dort gibt es kleine leichte Kordelstopper. Das wäre dann noch das Tüpfelchen auf dem auch so schon sehr schönen "i".

  • Nicht heute, aber über die vergangenen Tage.

    Mich hatte ein bißchen erschreckt, wie Gewichte und Packmaße sich läppern, wenn man eine vollständige Aurüstung für Hängemattenübernachtungen im Wald einpackt. Also habe ich mal angefangen, ein bißchen herum zu optimieren.

    Die TttM Double, die ich habe, wiegt vollständig, von Haken zu Haken :) ca. 650 g. Die schmalen Seitenpanele, zwischen Längssaum und Mittelstück sind mir schon länger auf die Nerven gegangen, weil sie um Gesicht und Füße herumschlabbern. Alles, was jenseits, oder außerhalb der beiden Längsnähte ist, scheint sowieso nicht so gut zum Liegen beizutragen, sondern hängt immer locker in der Gegend herum. Also habe ich das ganz dicht an der Naht abgeschnitten, sodaß die Mittelnähte zum Saum wurden. Der Mittelbeutel ist dabei gleich mit weggegangen. Die Matte ist jetzt, im Stoffmaß, 295x160 cm groß. Das scheint mir auszureichen.

    Die Seilschlaufen, im Original irgend ein "Nautical Rope", habe ich durch Endlosschlaufen aus Amsteel ersetzt. Ich habe gelernt Dyneema zu spleißen und mußte das ja nun auch mal zur praktischen Anwendung bringen. Die Firstleine, die ich mal aus Paracord gemacht hatte, habe ich ebenfalls durch einen Rest Amsteel, an beiden Enden mit einem Augspleiß versehen, ersetzt.

    Dann noch die Stahlhaken durch Alukarabiner (stabile, natürlich) ersetzt.

    Das Ergebnis gefällt mir. Die neuen Materialien und Teile sehen deutlich wertiger aus (das Auge ißt mit), die neue Breite funktioniert ausgeezeichnet, und die Matte ist jetzt von Haken zu Haken nur noch 450 g schwer. 200 g gespart.

    Ich habe auch schon mit der Aufhängung experimentiert. Im Moment benutze ich die chinesische Variante im Stil der Atlas-/Gorilla-/Pythonstraps. Gute 360 g mit Beutel. Ich habe bei einem Satz, der mir sowieso nicht so recht gefallen hat, weil er einfach nur doppelt abgenäht ist, anstatt richtige Schlaufen zu haben, die Abnäher aufgetrennt, die Riemen bei 240 cm abgeschnitten, aber die Endschlaufe drangelassen. Aus Alurohr, das ich noch liegen hatte (ein Stück Rohrsegment von einem Ally Kanu, das mal ersetzt werden mußte) Knebel gemacht. Jetzt warte ich, bis man wieder Amsteel kaufen kann und mache mir dann Whoopieslings. Das wird dann mit Beutel bei ca. 250 g liegen, weil diese Gurte doch recht robust, aber auch schwer sind. Vielleicht besorge ich mir ja irgendwann mal dünneres Band und leichtere Aluröhrchen, dann kriege ich das bestimmt noch 50 g leichter. Kürzer will ich die Riemen aber nicht wirklich machen. Hier im Süntel ist viel Buchenhochwald, und die Stämme sind manches Mal nicht sehr dünn.

    Aber wie auch immer, sobald alles fertig ist, werde ich an Hängematte und Aufhängung ca. 300 g eingespart haben, ohne groß viel kaufen zu müssen und ohne Funktionseinbußen.

    Das gleicht mir gewichtsmäßig das Mückennetz aus, das ich mir neulich gekauft habe (das wiegt nicht 450 g, wie angegeben, sondern nur 300 g nachgewogen). Auch vom Packmaß. In den Moonbag der Hängematte paßt jetzt die Hängematte mit montiertem Mückennetz hinein. Der Moonbag des Mückennetzes ging in den Fundus (vielleicht mal eine Hülle für ein Nackenkissen?), und wenn ich das Netz getrennt verpacken will, nehme ich dafür jetzt den Seitenbeutel der Hängematte.

    Und jetzt mache ich mir mal so langsam Gedanken über Tarps und Isolation. Mal schauen.

    Mein Ziel ist jedenfalls, daß Hängematte, Aufhängung, Mücken- und Wetterschutz zusammen nicht schwerer als mein Einmannzelt sind. Das ist hinzukriegen, denke ich. Im Sommer, wenn ich Mückenschutz haben möchte, kann ich ein leichteres, etwas kleineres Sommertarp benutzen. Im Winterhalbjahr fällt das Mückennetz weg, dafür kann ich dann mein derzeitiges Tarp, etwas größer, robuster und schwerer einpacken.

    Und um Isolation kümmere ich mich auch noch. Da will ich erstmal noch mit dem Vorhandenen rumprobieren. Weil, bei Isolation kann man ja richtig Geld lassen, und das will wohl überlegt sein.

    Ich werde noch richtig zum Hänge-Nerd ... :scared:

    Aber es ist eben wirklich viel mehr, als einfach nur mal eine Hängematte anschaffen ... :) Macht schon Spaß. :good:

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    Ich weiß daß ich hing
    im windigen Baum,
    neun lange Nächte.
    --
    Waldgänger, Süntelhänger

  • Ich habe am Wochenende mal versucht, das Tarp direkt an der Hängemattenaufhängung zu befestigen, da diese Möglichkeit kürzlich hier im Forum mal diskutiert worden ist.

    Vor einiger Zeit hatte ich das schon einmal gemacht. Damals hatte ich allerdings Hängematte und Tarp in einen dicht am Baum sitzenden Karabiner eingehängt, was nicht schlecht funktioniert hatte. Dieses Mal habe ich versucht, das Tarp zusammen mit der Hängematte über den Dreisteg zu hängen.

    Zuerst habe ich dafür das dehnungsarme dynaGlide verwendet. Damit hatte ich dann aber - relativ schwer kontrollierbar - ordentlich Spannung auf dem Tarp. Das Tarp übernimmt dabei quasi die Funktion der Ridgeline. Auch wenn man dabei nicht gleich auf eine Belastung von 20kg oder 30kg kommt, fand ich das doch etwas riskant. Ich habe dann leider gar nicht versucht, das Tarp vollständig abzuspannen. Ausgesehen hat das so:

    Ich habe dann versucht, das Tarp mit dickem, starkem Gummiseil anzubringen, um etwas mehr Spiel zu haben. Das sah dann so aus:

    Hier konnte ich den Zug aufs Tarp besser kontrollieren / abfedern. Allerdings verlor das Tarp - nicht am First, sondern auf der Fläche - stark an Spannung, sobald ich mich in die Hängematte setzte oder legte.

    Ich vermute, dass die Absenkung des gesamten Systems, verbunden mit dem eher flachen Hängewinkel der verwendeten Hängematte von unter 30° der Grund war.

    Welchen Schluss habe ich für den Moment daraus gezogen? - Ich halte die Idee, Hängematte und Tarp gemeinsam abzuspannen hinsichtlich des Baumschutzes und aus Gewichtsgründen zwar nach wie vor für sinnvoll. Ich würde dazu aber wieder dazu übergehen, beides möglichst nahe am Baum zu befestigen und das Tarp nicht nahe an der Hängematte an der Aufhängung derselben zu befestigen.

    So wie ich es früher ausprobiert hatte, scheint es besser zu funktionieren. Je näher am Baum Hängematte und Tarp eingehängt werden, desto besser funktioniert es!

    Hier war es nicht ideal:

    PS: Diese Bäume stehen leider nicht mehr. Sie sind im Winter Anfang Januar 2018 dem Sturmtief Burglind zum Opfer gefallen. :(

  • Hier ist es mir gut gelungen:

    Das war übrigens meine bisher kälteste Nacht: 7./8. April 2015 im Kaltbrunnental (Name beachten!), mit einer sehr schmalen Isomatte und 20°F-Topquilt. Am Morgen war der Boden gefroren und beim Zusammenpacken sind mir fast die Finger abgefroren. Den Tee habe ich erst gekocht, als ich etwas warmgelaufen war und die Sonne zu wärmen begonnen hatte.

  • Ich habe letzte Nacht den Versuch gemacht auf meinem Balkon in der HM zu übernachten, weil ich testen wollte ob mein neuer Wooki warm genug ist. Ich habe also die HM mit Wooki aufgehängt, eine Fleecehose und einen Fleecepullover angezogen plus dicke Socken, mich in meinen Schlafsack gelegt und sicherheitshalber noch eine Decke drübergelegt.

    Da ich in den Sternenhimmel schauen wollte habe ich kein Tarp aufgespannt, obwohl ich mir dachte, dass es feucht werden würde. (Meine Dachflächenfenster sind zur Zeit morgens naß, obwohl es nicht regnet.) Aber der Reiz des in-den-Himmel-schauens wäre unter dem Tarp einfach weg gewesen und deshalb wollte ich es ohne Tarp probieren.
    Nachts um 4 Uhr bin ich dann aber in meine Wohnung umgezogen, weil die HM (außer an den Stellen, wo ich lag) extrem feucht/ zum Teil sogar schon naß war. Die Luftfeuchtigkeit war sehr hoch und ich hatte dann auch wegen der Daunen im Wooki Bedenken, ob denen die Feuchtigkeit schaden würde.
    Außerdem habe ich festgestellt, dass es mir in der HM zu eng wird, wenn ich so viele Klamotten und Decken brauche. Ich fand es einfach etwas unbequem. Gefroren habe ich allerdings nicht. Die Temperatur wäre angenehm gewesen und wenn ich mehr Platz gehabt hätte (und ich habe schon einen eiförmigen Schlafsack) wäre ich sicher auf dem Balkon geblieben.

    Seitdem weiß ich jetzt also, dass ich zwar sehr gern in HM schlafe, nicht aber, wenn es draußen so kalt ist. (Das Thermometer hatte 7 Grad gezeigt.)
    Wie geht euch das denn? Es gibt hier doch eine ganze Reihe von Hängern, die gern im Winter draußen sind: fühlt ihr euch nicht eingeengt? Oder stört euch das einfach nicht?

  • Nachdem alle Planungen für das WE irgendwie den Bach runter gegangen sind habe ich zur Frustbewätligung einen Platz gespottet, der auch bei kahler werdendem Hauswald und beginnender Jagdsaison noch unsichtbar und sicher ist.

    Bei vollständiger Dunkelheit bin ich dann losgetalpt und prompt mitten auf einem Wanderweg - kurz vor erreichen meines Ziels - in eine Rotte Wildschweine geplatzt, die mit Getöse ins Unterholz verschwand.

    Den genauen Standort wieder zu finden war im dunkeln eine echte Challenge - aber am Ende hing ich (beinahe) am richtigen Baum:
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    Mein umgebautes, blaues Monster untenrum - obenrum den amtlichen Schlafsack meiner besseren Hälfte.
    Temperaturmäßig wirklich in Ordnung allerdings störten die Leinen, die meine Spezialkonstruktion mit der RL verbinden, gehörig.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":38147}[/ATTACH]

    ... es half nichts - ich musste weniger diagonal liegen als ich es sonst tue.
    Und was soll ich sagen... Super Sache! Das Plätschern des Bachs (in dem ich zum fotografieren stand) war der einzige Laut für Stunden:thumbup:
    Weiterer Vorteil von Wasserplätschern: Man dreht sich nicht nach jedem Geräusch im Gehölz um, weil man nach 3 Minuten eh' nicht mehr unterscheiden kann, was Wasser, Einbildung oder Knacken ist :D.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"medium","data-attachmentid":38148}[/ATTACH]
    Unmittelbar vor der Nachtruhe...

    Der Wecker war auf Sommerliche 5 Uhr gestellt, was eindeutig zu früh war - keine Spur von Dämmerung, also auch keine Spur von aufkommendem Betrieb im Wald.
    Naja - ich habe trotzdem zusammengepackt und bin Richtung Auto. Dort angekommen stellte ich fest: AUTOSCHLÜSSEL VERLOREN!!!:diablo::ninja::spiteful::shok::cursing:
    Was nun? Im dunkeln zurück und mit der Stirnlampe im Matsch rumsuchen??? Auf keinen Fall! Also Fußmarsch nachhause...

    Nach einer weiteren Mütze Schlaf hat FlowFish mich dann eingesammelt und wir sind zum gemeinsamen suchen aufgebrochen. Beim checken der Bilder habe ich den Schlüssel tatsächlich unter der HM entdeckt - also würde er noch da liegen!

    Und so war's dann auch - innerhalb weniger Minuten hatten wir ihn. Ganz nebenbei stellte ich fest, daß ich meine eigentliche Base um 50m verfehlt hatte:-)
    Schwamm drüber - war auch so gemütlich:-))

    Aber jetzt freue ich mich doch auf mein erstes UQ/Sookie-Projekt..... damit ich mal den vollen Komfort meiner HM über Nacht genießen kann.......

    :thumbup:

  • Ich habe das gute Wetter heute genutzt, um ein für mich neues Aufhängesystem anstelle der Whoopies zu testen: Im Prinzip ist es die Muletape-Aufhängung von AntiGravityGear, nur das ich eben kein Muletape sondern das 3mm ummantelte Dyneema von extremtextil benutzt habe.
    Das "Einstellen" der richtigen Seillänge und die Befestigung am ContinuousLoop der Hängematte mittels Becket Hitch ging schnell und problemlos, auch nach längerem Probeliegen mit Bewegung in der Chameleon hielt alles tadellos - nichts rutschte oder riss :D

    Das anschließende Öffnen des Knotens ging einwandfrei - soweit so gut. Allerdings fiel mir auf, dass das Amsteel des ContinuousLoops wohl recht arg komprimiert wurde: Es sah an der Stelle wo der Knoten war schon fast "verbacken" aus. Ich bin mir nicht sicher, ob das normal ist bzw. sich nachteilig auf die Stabilität/Lebensdauer des CLs auswirkt. Andererseits wird es ja bei jeder Aufhängung stellenweise komprimiert...
    Ob es bei der Nutzung mit Muletape ähnlich aussieht weiß ich nicht, da ich keins besitze.

    Ingesamt bin ich aber mit dem Test zufrieden: Diese Aufhängung ist schneller als Whoopies und genauso gut justierbar. Momentan überlege ich entweder einen zweiten CL an den schon vorhandenen anzubringen, damit das Amsteel nicht immer der selbe Stelle belastet wird (entweder ebenfalls aus Amsteel oder aus dem oben beschriebenen ummantelten Dyneema, dann jedoch geknotet). Oder ich steige doch auf Muletape um sobald ich eine deutsche Bezugsquelle gefunden habe...

  • Das ist Bühnentechnik. Ich glaube, ich habe es mal bei Musicstore in Köln gekauft.
    sechs Meter Spannweite, stabil, das du in der Mitte immer noch einen Kleinwagen angeheben kannst.
    allerdings machen diese Belastung die Stative an den Enden nicht mit. Aber 300-500kg (-> da muss ich aber nochmal nachgucken) können die dennoch tragen. Außerdem lassen sich die Stative über eine Drahtseil Umleitung auf 3-4m Höhe hoch setzen.
    Falls du dir zuhause sowas statisch aufbauen möchtest, dann gibt es die auch einfacher als Dreieck, zusammen mit einer Wand - oder Decken Halterung.
    Kostenpunkt? Keine Ahnung, nicht so ganz billig. Aber die werden oft von Bühnentechnikern nach Ablauf des TÜV billig verkauft. Da kann man dann ein Schnäppchen machen, wenn man keinen großen Wert auf Optik legt.
    Ich habe Traversen auch aus Stahl gesehen mit langen Spannweiten. Die werden oft auch in der Antennentechnik verwendet.

    und jetzt verraten uns doch mal, woher dein Interesse kommt...

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