Beiträge von MeisterGrimbart

    > Ich habe mich bisher noch nie in den Quilt gesetzt, weil ich ihn visuell mit der Hängematte verwechselt hätte. <

    Ich schon, gerade erst neulich. Alles schön waldgrün. Mein nächstes Underquilt wird außen auch sowas unauffälliges, aber innen orange.

    Auch weil's herrich viel wärmer ist. :)

    Ich benutze im Moment auch das Snugpak-Set und werde wohl später im Jahr etwas anderes haben.

    Speziell die Underblanket ist nicht so schlecht, wenn sie erstmal hängt (direkt an den Enden der Hängematte, nicht an den Bäumen) und eingestellt ist. Mit dem Quilt und in Hose und Fleece, vielleicht mit Mütze auf, geht das bei mir gerade so bis um die 5°C. In Mengerschied, vor ein paar Wochen war das grenzwertig.

    Der Fußsack des Topquilts ist sehr kurz, geht nur kurz über den Knöchel, etwa bis dahin, wo die Wade dick wird. Da bin ich schon gelegentlich mal rausgerutscht, in der Nacht.

    Das Problem ist, wenn man mit den Sachen wandern will.2 1/2 kg schwer, zusammen, und fast der halbe Rucksack voll, für den Temperaturbereich ... deshalb suche ich ja nach etwas anderem, mittelfristig.

    Ansonsten sind die Sachen gut gemacht, robust, sorgfältig genäht, etc. Keine Klagen, was das betrifft. Und nicht so teuer.

    Ein kleiner Nachteil noch, wie ich dieses Wochenende festgestellt habe, ist die Farbe. Innen wie außen waldgrün, was ja gut zum Wildcampen ist. Allerdings werde ich in Zukunft darauf achten, daß innen eine helle Kontrastfarbe ist, damit man einerseits sieht, auch in der Dämmerung, wo innen und wo außen ist, aber auch, so daß ich mich nicht statt in die Hängematte bloß ins Underquilt setze. Da sitzt man dann ganz plötzlich sehr tief ...

    Aber das Underquilt (die Aufhängung) hat das klaglos ausgehalten. Also nicht, wie ich mal irgendwo gelesen hatte, daß da Teile schon abreißen, wenn man das Underquilt nur straff befestigt und sich dann in die Hängematte gesetzt hatte. Keine Ahung, wie die das geschafft hatten.

    Ich glaube, das Snugpak Set ist nicht das Schlechteste, wenn es nicht so sehr auf Gewicht und Packmaß ankommt und wenn man erst einmal oder auch überhaupt nicht so viel Geld ausgeben will. Und wenn sich der Einsatz auf den Sommer beschränkt und man bereit ist, auch mal in voller Kleidung (minus Stiefel) zu schlafen.

    So ein PLUQ hatte ich mir auch mal gemacht. Das hat mir aber gar nicht getaugt. Zu kurz, zu fummelig und eher symbolischen Wärmewert. Liegt jetzt rum ...

    Ich nehme zum (gelegentlichen) Spleißen von Amsteel ein Stück Klingeldraht (von dem ich zufällig noch einiges im Keller liegen habe), einmal in der Mitte gefaltet, sodaß sich ein schmales Auge ergibt.

    Genau dort bricht der Draht dann irgendwann, und ich nehme ein neues Stück.

    Ein bißchen fummelig wird das beim dünnen 2 mm Material. Aber weil das bei mir eben nur gelegentlich mal vorkommt (eigentlich habe ich jetzt alles, was zu spleißen wäre), kann ich damit ganz gut leben.

    Für Pfuscher wie mich völlig ausreichend. Für Profis wahrscheinlich zu nervig, zu fummelig und zu langsam.

    Die Holznadel zum Einfädeln sieht wunderschön aus. Fühlt sich bestimmt auch so an. :)

    Die Tuchlänge der TTTM ist 295 cm.

    Ich habe meine Firstleine jeweils am Ende des Tuches an der Aufhängeschlaufe befestigt (Punkt 2, s.o.). Dann wäre die Standard- oder Anfangslänge bei Dir also etwa 83% von 295 cm, das macht dann so ungefähr 245 cm.

    An dieser Frage bin ich auch interessiert, weil ich (Häresie! :o) vielleicht auch mal mit der Ausstattung am Boden, unter dem Hängematten- oder einem anderen Leichttarp schlafen will. Sei es im Notfall, wenn man mal nichts zum Aufhängen findet, oder aber wenn man aus irgendeinem Grund einmal sehr leichtes und kleines Gepäck haben will. Dafür habe ich mir neulich erst eine gebrauchte kurze Neoair Xlite Matte besorgt, weil man die ohne sich das Kreuz zu brechen noch zusätzlich mit einstecken kann (so klein und leicht! :D).

    Wie auch immer: ich nehme an, es hat noch niemand wirklich ausprobiert, bis zu welcher Temperatur der Taiga 360 hinunter geht, wenn er am Boden benutz wird? Ich hatte bei Cumulus - ohne daß mir diese Diskussion hier bewußt war, angefragt, und diesselbe Antwort bekommen - wie beim Quilt 350. Also +2°C Komfort. Das ist schon ein Unterschied.

    Wenn das wirklich so wäre, dann wäre das schade, weil ich eigentlich die Vorstellung hatte, mir mit dem Quilt einen Schlafsack für um und etwas unter 0 zu sparen.

    Ich müßte dann ja die nächst wärmere Variante wählen. €30 und 125 g mehr ... immer noch billiger und auch leichter als ein Extra Schlafsack in der Qualität. Und das dann zusammen mit dem Selva 450 und der halben Matte. Machbar. Aber schöner wäre es schon, wenn es wie inzwischen geplant klappen würde.

    Ich habe ein Snugpak Set - Underquilt und Topquilt, die zusammen mit einer Temperatur von -12°C angegeben waren.

    Das stimmt schonmal nicht - vielleicht als Extremwert, aber der ist für mich nicht so interessant.

    Ich habe mal, Ende letzten Sommers, auf dem Weg von 10°C zu 5°C in Unterwäsche und leichtem Fleece genug gefroren, daß ich mir die Hose wieder anziehen mußte. Dann ging's.

    Ansonsten ist das kein so schlechtes System, wenn mir auch besonders das Topquilt ein bißchen dünn vorkommt. Aber im Sommer - kein Problem. Vorsichtshalber und gemütlichkeitshalber vielleicht bis 10°C runter. Robust scheint es mir auch zu sein, und als Kunstfaserdings sicher auch nicht so feuchtigkeitsempfindlich.

    Mein Problem damit ist aber, daß es relativ schwer ist und ein relativ großes Packmaß hat. Relativ dazu, was man damit machen will. Zum Campen, Treffen und dergleichen ist das in Ordnung. Zum Kanufahren auch (Feuchtigkeit!). Vielleicht (!) noch für Fahrrad- oder Motorradtouren. Zum Wandern eher nicht, und das ist es, was ich eigentlich gern machen würde.

    Ich für meinen Teil werde in Bälde machen, was Treegirl weiter oben schon erwähnt hat - ich werde mir etwas anderes - leichter,kleiner und wärmer - kaufen und das Snugpak Set ... im Zweifel einlagern, wenn es dann keiner haben will. Und ich habe mir damals gleich zwei gekauft, für den Fall daß meine Frau auch mal mitwollen sollte. Das liegt da jetzt neu rum. Naja, Lehrgeld.

    Ich will dieses Jahr auch endlich mal wieder anfangen zu wandern und weil ich in der Hängematte nicht auf einer Isomatte schlafen will, habe ich mir neulich relativ günstig eine gebrauchte Leichtluftmatraze mit 1,20 m Länge gekauft und ein Stück dünne Isomatte als Sitzmatte und Hängemattenvorleger (das hätte ich dafür eh dabei) und am Boden für die überhängenden Beine zurechtgeschnitten. Das wiegt zusammen keine 300 g, aber eben nur 200 g extra, packt klein und reicht mir - so jedenfalls der Plan - für eine Bodenübernachtung aus, wenn man mal keine guten Bäume finden sollte. Und das Tarp und die Greisenschubstangen sind ja sowieso dabei.

    Sollte klappen - vielleicht wäre das für Dich ja auch was.

    Darf halt nur kein ULer sehen, daß ich deren gute Konzepte dafür benutze, mir den Rucksack noch extra vollzuknallen. :p:)

    Ich esse nichts, was Augen oder eine Mutter gehabt hat. :) Eier und Milchprodukte auch nicht, aber Spuren davon kann man in manchen Situationen nicht immer mit vertretbarem Aufwand vermeiden, und deshalb sehe ich das dann auch ab und zu mal nicht so eng.

    Aber ich erwarte auch nicht, daß alles darauf Rücksicht nimmt und bin es deshalb gewohnt, genug selbst dabei zu haben, um im Zweifel nicht zu verkommen. Wenn natürlich sowieso was geeignetes da ist, dann esse ich davon auch gern mit. Mithelfen (aber nicht selbst für andere kochen) kann ich auch, man muß mir dann halt sagen, was gerade gebraucht wird, oder gemacht werden muß.

    Muß ja nicht gleich rohes Fleisch zerhacken sein. :eek:

    :)

    Hallo zusammen!

    Ich überlege gerade mal wieder, was ich nächsten Sommer wohl als Isolation von unten benutzen soll.

    Hat jemand von Euch mal die Klymit Hammock V - isoliert oder nicht - ausprobiert, oder sogar regelmäßig benutzt?

    https://www.klymit.com/insulated-hammock-v-sleeping-pad.html

    Sehr schön ist natürlich, daß man damit auch mal ungeplant am Boden übernachten könnte, wenn es notwendig wäre. Das Gewicht ist so-so, aber selbst in der isolierten Variante nur 2/3 von dem Underquilt, das ich im Moment benutze. Wenn auch mehr als ein gutes(!) Underquilt hätte.

    Ist die Matte bequem? Rutscht sie in der Hängematte herum? Funktioniert das mit den Seitenflügeln? Bleibt man - im jeweiligen Temperaturbereich - warm? Und generell - funktioniert ein Topquilt eher gut oder eher schlecht mit einer Luftmatte, sowohl am Boden wie in der Hängematte?

    Vielen Dank für Erfahrungsberichte und Einschätzungen!

    Eine kostengünstige, wenn auch nur wenig coole Option: Wenn es Dir bis 5° reicht, Kunstfaser ok ist, und Du ein knappes Pfund mehr Gewicht in Kauf nehmen könntest, dann sieh' Dir mal die verschiedenen "Bushcraft"-Underquilts an. Zum Beispiel das von Snugpak. Das *könnte* Dir evtl. reichen und wäre ziemlich kostengünstig, ohne Fummelei und Näherei.

    Ansonsten, wenn Dir das doch zu schwer ist, oder sonst nicht gefällt, dann ignorier das. :)

    Nicht heute, aber über die vergangenen Tage.

    Mich hatte ein bißchen erschreckt, wie Gewichte und Packmaße sich läppern, wenn man eine vollständige Aurüstung für Hängemattenübernachtungen im Wald einpackt. Also habe ich mal angefangen, ein bißchen herum zu optimieren.

    Die TttM Double, die ich habe, wiegt vollständig, von Haken zu Haken :) ca. 650 g. Die schmalen Seitenpanele, zwischen Längssaum und Mittelstück sind mir schon länger auf die Nerven gegangen, weil sie um Gesicht und Füße herumschlabbern. Alles, was jenseits, oder außerhalb der beiden Längsnähte ist, scheint sowieso nicht so gut zum Liegen beizutragen, sondern hängt immer locker in der Gegend herum. Also habe ich das ganz dicht an der Naht abgeschnitten, sodaß die Mittelnähte zum Saum wurden. Der Mittelbeutel ist dabei gleich mit weggegangen. Die Matte ist jetzt, im Stoffmaß, 295x160 cm groß. Das scheint mir auszureichen.

    Die Seilschlaufen, im Original irgend ein "Nautical Rope", habe ich durch Endlosschlaufen aus Amsteel ersetzt. Ich habe gelernt Dyneema zu spleißen und mußte das ja nun auch mal zur praktischen Anwendung bringen. Die Firstleine, die ich mal aus Paracord gemacht hatte, habe ich ebenfalls durch einen Rest Amsteel, an beiden Enden mit einem Augspleiß versehen, ersetzt.

    Dann noch die Stahlhaken durch Alukarabiner (stabile, natürlich) ersetzt.

    Das Ergebnis gefällt mir. Die neuen Materialien und Teile sehen deutlich wertiger aus (das Auge ißt mit), die neue Breite funktioniert ausgeezeichnet, und die Matte ist jetzt von Haken zu Haken nur noch 450 g schwer. 200 g gespart.

    Ich habe auch schon mit der Aufhängung experimentiert. Im Moment benutze ich die chinesische Variante im Stil der Atlas-/Gorilla-/Pythonstraps. Gute 360 g mit Beutel. Ich habe bei einem Satz, der mir sowieso nicht so recht gefallen hat, weil er einfach nur doppelt abgenäht ist, anstatt richtige Schlaufen zu haben, die Abnäher aufgetrennt, die Riemen bei 240 cm abgeschnitten, aber die Endschlaufe drangelassen. Aus Alurohr, das ich noch liegen hatte (ein Stück Rohrsegment von einem Ally Kanu, das mal ersetzt werden mußte) Knebel gemacht. Jetzt warte ich, bis man wieder Amsteel kaufen kann und mache mir dann Whoopieslings. Das wird dann mit Beutel bei ca. 250 g liegen, weil diese Gurte doch recht robust, aber auch schwer sind. Vielleicht besorge ich mir ja irgendwann mal dünneres Band und leichtere Aluröhrchen, dann kriege ich das bestimmt noch 50 g leichter. Kürzer will ich die Riemen aber nicht wirklich machen. Hier im Süntel ist viel Buchenhochwald, und die Stämme sind manches Mal nicht sehr dünn.

    Aber wie auch immer, sobald alles fertig ist, werde ich an Hängematte und Aufhängung ca. 300 g eingespart haben, ohne groß viel kaufen zu müssen und ohne Funktionseinbußen.

    Das gleicht mir gewichtsmäßig das Mückennetz aus, das ich mir neulich gekauft habe (das wiegt nicht 450 g, wie angegeben, sondern nur 300 g nachgewogen). Auch vom Packmaß. In den Moonbag der Hängematte paßt jetzt die Hängematte mit montiertem Mückennetz hinein. Der Moonbag des Mückennetzes ging in den Fundus (vielleicht mal eine Hülle für ein Nackenkissen?), und wenn ich das Netz getrennt verpacken will, nehme ich dafür jetzt den Seitenbeutel der Hängematte.

    Und jetzt mache ich mir mal so langsam Gedanken über Tarps und Isolation. Mal schauen.

    Mein Ziel ist jedenfalls, daß Hängematte, Aufhängung, Mücken- und Wetterschutz zusammen nicht schwerer als mein Einmannzelt sind. Das ist hinzukriegen, denke ich. Im Sommer, wenn ich Mückenschutz haben möchte, kann ich ein leichteres, etwas kleineres Sommertarp benutzen. Im Winterhalbjahr fällt das Mückennetz weg, dafür kann ich dann mein derzeitiges Tarp, etwas größer, robuster und schwerer einpacken.

    Und um Isolation kümmere ich mich auch noch. Da will ich erstmal noch mit dem Vorhandenen rumprobieren. Weil, bei Isolation kann man ja richtig Geld lassen, und das will wohl überlegt sein.

    Ich werde noch richtig zum Hänge-Nerd ... :scared:

    Aber es ist eben wirklich viel mehr, als einfach nur mal eine Hängematte anschaffen ... :) Macht schon Spaß. :good:

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    Vielen Dank, alle, für die Erfahrungen, Anregungen und Ideen.

    Das klingt alles gut, und hilft mir, drüber nachzudenken, bis ich das Geld zusammenhabe :) . Besonders die Idee mit dem -7°C Setup. Das müßte ja eigentlich wirklich meist reichen, realistisch betrachtet, und macht es vielseitig. Mit der -7°C-Grenze ist Komfortbereich gemeint, ja? In dem Fall könnte man das ja sogar nochmal etwas nach unten dehnen, wenn ich meine in kälteren Nächten meine Fleeceunterwäsche und vielleicht meine wattierte Jacke tragen würde,

    Tut mir leid, für das Kapern des Fadens.