kilosierra : Danke für's Teilen - ich finde es sehr eindrucksvoll, dass du trotzdem immer wieder raus und auf Tour gehst.
ZB024 Als Frau draußen allein unterwegs (Diskussionsfaden)
Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
-
-
kilosierra : Danke für's Teilen - ich finde es sehr eindrucksvoll, dass du trotzdem immer wieder raus und auf Tour gehst.
Ja,ich stimme ihr zu.
Du hast Mut.
Mut um trotzdem rauszugehen um dir deine Freiheit und Freude nicht zu nehmen.
Mut um es mitzuteilen. Starkes Vorbild , ganz Stark!!
-
Ich fühle mich eigentlich nie in Sicherheit, wenn ich draussen bin.
Genau das wäre auch mein Problem, wenn ich solche Touren machen würde. Deshalb nehme ich halt mit Campingplätzen vorlieb und wenn ich da in Frankreich kleine, eher abgelegene und städtische Plätze ohne jeden Luxus nehme, ist es trotzdem ganz schön. Die sind oft sehr naturnah, nicht überlaufen und im Gegensatz zu Deutschland sind die einzelnen Stellplätze viel größer und haben fast immer guten Sichtschutz.
-
Schön, dass hier im Nachklapp noch verschiedene Wege, die die Einzelnen für sich gefunden haben, aufgezeigt werden, um mit diesem unbehaglichen Gefühl im Hinterkopf umzugehen. Vielleicht motiviert oder inspiriert ja vor allem das noch andere. Gibt es da noch mehr?
Ist denn jemand deshalb unterwegs, aber schlicht nicht alleine, sondern mit Begleitung? Es muss ja nicht der eigene Partner sein, bis zur Bekanntschaft - ist sogar einem/r gebuchten WanderführerIn ist ja alles denkbar.
Ich habe wie die Meisten auch begonnen, zu zweit zu wandern. Erst, als es schwieriger wurde, passende Begleitung zu finden für meine Vorhaben, habe ich es aus der Not heraus ausprobiert, um mir das nicht nehmen zu lassen.
Auch ich habe gemerkt, dass das auch was hat. Aber - ich hatte auch Bedenken im Kopf, wenn auch als Mann etwas anders gelagerte. Geholfen hat mir für mein Unbehagen auch, es zunächst in einem Land überhaupt in Erwägung zu ziehen, dass für seine kaum vorhandene Kriminalität und hohe Sicherheit bekannt ist (Japan). Dann in der Praxis zu merken, dass das mehr gefühlte Gefahr war - und was im Wanderalltag Aspekte sind, die Sicherheit oder Sorge auslösen, machen es mit der Zeit dann einfacher, damit umzugehen.
Noch ein anderer Gedanke - könnten Wege, mit klaren Etappen und festgelegten Biwakplätzen, an denen dann eben auch andere Wanderer nächtigen noch ein weiterer möglicher Kompromiss sein, um sich das Draußensein nicht nehmen zu lassen? Forststeig etwa - oder die großen US Wege?
-
Die Erfahrungen von Christine Thürmer (@GermanTourist) sind dazu auch sehr instruktiv. Sie sucht sich offensichtlich immer versteckte Übernachtungsplätze oder nimmt sich ein Zimmer in gefährlichen Bärengebieten (Rumänien) und ist damit den letzten 10 Jahren immer gut gefahren.
Wenn ich mit meiner Tochter unterwegs war habe ich mir immer für den Fall, dass neugierige locals nach dem woher und wohin gefragt haben mir schon vorher eine gefakte Alternativroute ausgedacht, um Rückschlüsse auf den wirklichen Weg und mögliche Übernachtungsplätze zu verhindern.
Zum Thema „Stealth-Biwak“:
Auch nach den Erfahrungen von Christine fühle ich mich am sichersten in nicht einsehbaren Verstecken. Entweder man geht ins dichte Unterholz
oder sucht sich einen Hängeplatz in einer Senke
oder auf der Kuppe eines Hügels, weil man damit auch vor einer Entdeckung durch Wärmebildoptiken geschützt ist, die inzwischen manche Jäger verwenden.
-
... habe ich mir immer für den Fall, dass neugierige locals nach dem woher und wohin gefragt haben mir schon vorher eine gefakte Alternativroute ausgedacht, um Rückschlüsse auf den wirklichen Weg und mögliche Übernachtungsplätze zu verhindern.
Das habe ich auch immer so gemacht. Man weiß nie, mit wem man spricht, oder an wen das weitergetragen wird. Wenn ich auch sonst eher "unvorsichtig", manchmal gerade zu mutig agiere, in diesem Fall bin ich sehr vorsichtig.
-
aber aus meiner Sicht haben Frauen schon spezifische Ängste wenn sie allein draussen übernachten. Die Angst vor Vergewaltigung ist uns allen sicher geläufig und sie ist recht frauenspezifisch
Da stimme ich Dir absolut zu!
Pfefferspray
Hatte ich mal, und als es abgelaufen war, habe ich es auch mal ausprobiert und fand es sehr enttäuschend. Ganze 3 sec kam ein kleiner Strahl da raus. Da gibt's bessere Möglichkeiten.
Hier mal eine Hitliste meiner größten Ängste draußen alleine:
1. Jäger. Nicht nur weil sie daneben schießen könnten, sondern wie sie i.d.R. ziemlich verärgert sind, wenn man "ihr" Wild stört. Kann ich ein bisschen verstehen.
2. Wölfe
3. Wildschweine
...
17. Zecken - die gefährlichsten Tiere in unseren Breiten, ist nach einschlägigen Erfahrungen in meiner Hitliste ein wenig nach oben gerutscht, weshalb ich mich regelmäßig mit entsprechendem Spray einsprühe.
Routine macht viel aus. Auf längeren Touren merke ich immer wieder, wie ich mir mit jeder Übernachtung ein dickeres Fell zulege und weniger Sorgen habe.
-
Es muss ja nicht der eigene Partner sein, bis zur Bekanntschaft - ist sogar einem/r gebuchten WanderführerIn ist ja alles denkbar.
Statistisch gesehen geht die größte Gefahr für Übergriffe von sog. "Nicht-Freunden" aus. Fiel mir spontan zu "Bekanntschaft" ein.
festgelegten Biwakplätzen
Ich bin immer noch voll geflasht vom "dänischen System": Über 2000 Hütten auf's ganze Land, wo man einfach schlafen kann: https://www.udinaturen.dk
-
Hatte ich mal, und als es abgelaufen war, habe ich es auch mal ausprobiert und fand es sehr enttäuschend. Ganze 3 sec kam ein kleiner Strahl da raus. Da gibt's bessere Möglichkeiten.
Danke für den Hinweis, ich habe immer noch keins gekauft. Wenn man in der Hängematte liegt und das Mückennetz geschlossen hat, dürfte der Einsatz von Pfefferspray auch nicht gerade einfach sein.
Letztens war ich im Dunkeln in einer Stadt unterwegs, da hätte ich mich mit so einem Fläschchen in der Tasche etwas sicherer gefühlt. Aber ohne ist mir ja auch nichts passiert.Alles anzeigenHier mal eine Hitliste meiner größten Ängste draußen alleine:
1. Jäger. Nicht nur weil sie daneben schießen könnten, sondern wie sie i.d.R. ziemlich verärgert sind, wenn man "ihr" Wild stört. Kann ich ein bisschen verstehen.
2. Wölfe
3. Wildschweine
...
17. Zecken - die gefährlichsten Tiere in unseren Breiten, ist nach einschlägigen Erfahrungen in meiner Hitliste ein wenig nach oben gerutscht, weshalb ich mich regelmäßig mit entsprechendem Spray einsprühe.
Routine macht viel aus. Auf längeren Touren merke ich immer wieder, wie ich mir mit jeder Übernachtung ein dickeres Fell zulege und weniger Sorgen habe.
Da bin ich weitgehend einverstanden.
Jäger gehören auch zu meinen grössten Sorgen. Morgens sind sie noch halbwegs nüchtern, aber daneben schiessen können sie trotzdem. Hier ist die Jagd noch unkontrollierter als in D glaube ich.
In erster Linie fürchte ich mich vor Menschen, Männern und angetrunkenen Jugendlichen.
Dann habe ich grosse Angst vor Waldbränden. Zur Not könnte ich ja in mein Kayak hüpfen und nur meine Sachen verlieren , Mist ist es aber immer.Dann erst kommen tierische Gefahren, in der Reihenfolge: Wildschweine, Hirsche, Rehböcke
Zecken weniger, damit hatte ich in letzer Zeit wenig zu tun. Ich habe aber immer einen Zeckenentferner dabei.
Hier könnten auch Mücken (Tigermücke) zur Gefahr werden, aber im Oktober ist das auch nicht mehr so schlimm. Ich habe keine einzige Mücke bemerkt.
Sprays benutze ich nie.Woher kommt deine Angst vor Wölfen?
Hast du schlechte Erfahrungen gemacht, oder kennst du jemanden?
Als Möchtegern-Tierfotograf würde ich mich freuen, mal einem Wolf zu begegnen. Ich habe noch nicht mal einen gehört.
In meiner Vorstellung sind Wölfe grosse Hunde, die Angst vor Menschen haben und ich mag Hunde. -
Das oben beschriebene gilt teilweise m.M.n. auch für psychopatische Serienkiller und Vergewaltiger.........ich habe in mittlerweile tausenden Nächten draußen im Wald auf jeden Fall noch keinen getroffen ( passe bei den Vergewaltigern wohl auch nicht so ins Beuteschema 🙂).
Welcher dieser Typen würde nachts im Wald rumlaufen und dort seine Opfer suchen?! Da wäre er/sie/es wohl wenig "erfolgreich" oder?!
Wenn Opfer im Wald gefunden werden, wurden sie fast immer von den Tätern von irendwoanders dort hingebracht.......
Die bösen Menschen suchen sich ihre Opfer wohl eher in den Städten, Stadtparks o.ä. Orten und nicht im tiefen Wald.
Würde ich nachts im Wald jemanden hängen sehen (damit meine ich jetzt in der Hm
) würde ich nicht einfach dort hingehen um mal zu gucken wer das ist .........man weiß ja nicht wie derjenige so drauf ist 
Viel eher könnte ich mir vorstellen, dass man nachts von einem Jäger durch seine Wärmebildkamera entdeckt wird und er dann mal nach dem rechten schaut......... ist mir persönlich aber auch noch nie passiert.
-
Wenn ich in der HM verschwunden bin, sieht niemand, ob ich Männchen oder Weibchen bin.
Selbst ein Vergewaltiger, der zufällig vorbei käme, käme wohl nicht auf die Idee dort eine Frau zu vermuten, dazu sind wir zuwenig Frauen, die solche Ausflüge machen. Er riskiert ja, an einen kräftigen Mann zu geraten.Als Gefahr schätze ich eher Leute ein, die mich am Tag gesehen haben und dann mein Kayak am Strand wiederfinden. Zum Glück sind das nie allzu viele.
Auf den Fotos seht ihr, dass mein Kayak einen 'Tarnüberzug' zur Nacht bekommt. Das ist sicher kein Allheilmittel, macht es aber weniger auffällig aus der Entfernung.Eine andere Gefahr sind Gruppen, die auftauchen um Party zu machen. Nach genug Alkohol muss man mit jedem "Blödsinn" rechnen.
Im letzten Jahr bestand die Gefahr in einem Lagerfeuer, mitten in einem Kiefernwäldchen. Im August, alles rappeltrocken. Der Rauch zog die ganze Nacht auch zu mir. Ich habe kaum geschlafen, wollte aber im Dunkeln nicht wieder abhauen und einen neuen Platz suchen müssen. Morgens schliefen sie alle, das Feuer brannte immer noch. -
Ich habe die stark ausufernde Wildschweindiskussion verschoben: Wildschweinbesuch
Sie hat ja nichts mit dem Podcast zu tun und ist auch nicht frauenspezifisch.
-
Zum Thema Frau unterwegs gibt es eine interessante Podcast-Folge mit Christine Thürmer:
Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt. -
Ich bin vor 10 Jahren (2014 - 2016) auch allein auf dem lykischen Weg unterwegs gewesen. Negative Erfahrungen habe ich nur an einer einzigen Stelle machen müssen: Als mich am Ortsrand ein Rudel streunender Hunde gestellt hatte. Ist aber gut ausgegangen... Ansonsten hatte ich ausnahmslos nette Begegnungen, auch bei den Übernachtungen draußen. Übrigens war es in einem dieser Jahre, als ich das erste Mal auf einen Hängemattisten getroffen bin, der noch bis in den Iran trekken wollte (Uff). Irgendetwas scheint damals eingesickert zu sein, es mal mit Hängematten zu versuchen.
Auch in Deutschland bin ich fast immer allein unterwegs und übernachte gelegentlich draußen, allein oder gern auch in weiblicher Gesellschaft. In einer Juninacht im Odenwald habe ich mangels geeigneter Hängeplätze ausnahmsweise in einer Wanderhütte übernachtet. Gegen 23:30h kam noch ein Auto den Waldweg hochgefahren und hat ziemlich in der Nähe geparkt. Dies war ziemlich sicher kein Räuber, Vergewaltiger oder Kettensägenmörder, sondern ein Jäger, auf den ich aber auch gut hätte verzichten können. Ich war jedenfalls froh darüber, dass ich 1.) sicher in der Pausenhütte war, statt irgendwo frei zu hängen und 2.) in der ganzen Nacht nichts mehr zu hören war, auch kein Schuss. Die Tiere und ich wurden also nicht gesehen und hatten Glück.
Wirklich mulmige Situationen habe ich in der Natur sonst nicht erlebt; da dürften abendliche Parkhäuser, in denen mein Auto steht, gefährlicher sein..... -
Zum Thema Frau unterwegs gibt es eine interessante Podcast-Folge mit Christine Thürmer:
Danke für den Tipp, jetzt hatte ich endlich Zeit zum Anhören, sehr gute Folge!
-
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!