Heijo,
ich bin Tristan aus Wien.
Vor einigen Jahren habe ich mir eine Ticket to the Moon Single (320 x 155) zugelegt und ein paar Nächte, mal alleine mal zu zweit in der Hängematte, im Wald verbracht. Motiviert ein vollständiges Setup zu basteln hab ich daraufhin ein Tarp (400 x 150) aus Silnylon genäht, mit schönen Gurtbandschlaufen zum Abspannen. Da ich ohnehin nur im eher windstillen Wald übernachtet habe ist der Regen auch brav nur senkrecht von oben gekommen, dadurch reichte das Tarp auch bei heftigen Regenschauern. Wenig später folgte ein selbstgenähtes Moskitonetz, welches ich mit Klettverschluss mückendicht an der Hängematte befestigt und mit drei Häckchen an der Ridgeline aufgehängt habe. Dazu sechs Streifen Klettverschluss am Mikrofaserbadetuch um es als improvisierten Underquilt zu nutzen, das war allerdings nicht wirklich erfolgreich. Die letzten beiden Jahre war ich dann hauptsächlich mit dem Zelt (Nordisk Halland 2 LW) in Schottland und Dänemark unterwegs und habe die Hängematte eher vernachlässigt. Nun bin ich aber aufs Thema UL gestoßen und grade für eine Nacht beim Wandern wäre ein leichtes warmes Hängematten-Setup schon super - und dafür bin ich nun hier gelandet, um mich durch die endlosen Weiten der Kauf- und MYOG-Lösungen zu wühlen auf der Suche nach dem für mich perfekten Setup.
Mein bisheriges Setup:
720 g Hängematte inkl. Aufhängung (TicketToTheMoon Single)
380 g Tarp (selbstgenäht)
150 g Moskitonetz (selbstgenäht)
335 g "Underquilt" Mikrofasertuch
900 g Schlafsack (Trestles Elite Eco 30)
845 g Isomatte (Exped Synmat XP 7 M)
Ich bin Seitenschläfer, 55 kg auf 1,75 Meter mit entsprechend wenig körpereigener Isolation.
Anforderungen ans neue Setup:
leichter als das bisherige
mind. 150 kg Traglast um zu zweit in der Hängematte zu übernachten
Temperaturen bis 5°C (bin sowieso nur in den wärmeren Monaten unterwegs, wenn ich Wanderungen mache dann immer barfuß daher längere Touren eh erst ab +10 °C Tagestemperatur)
momentan tendiere ich eher zu Gathered End als zu 90° aber das liegt mehr daran dass ich Angst davon habe die vielen Schnüre hoffnungslos zu verwurschteln xD
generell habe ich vor die Hängematte als Übernachtungsmöglichkeit beim Wandern zu nutzen, seltener "zum chillen", daher ist der Transportfaktor höher als der Aufenthaltsfaktor
Ob fertige Lösung oder was zum selber basteln ist mir nicht so wichtig, am Ende soll ähnlich wie mein Zelt-Setup alles fix fertig im Kasten liegen um es in den Rucksack zu schmeißen und loszugehen. Das Nähen ist für mich eher Notwendigkeit um ein gutes Setup zu haben, mir macht das Hängematten-Nutzen deutlich mehr Spaß als das Hängematten-Machen.
Wovon ich (noch) keine Ahnung habe: Underquilts & Isolierung, Hängemattenmaterialien, aktuelle Modelle am Markt. Aktuell auch ein wenig Erschlagen von der Unendlichkeit an Optionen und der Ahnungslosigkeit was davon zu mir passt.
Zu mir persönlich: ich bin 26, arbeite in einer Weizenmühle als gelernter Müller und bin gerne auf Tageswanderungen (15 - 25 km) durch Österreich und Deutschland unterwegs. Dabei wandere ich immer barfuß und fotografier für iNaturlist die Tier-, Pflanzen- & Pilzwelt die mir dabei begegnet.
Als ich vor paar Jahren mein Setup genäht habe dachte ich nicht, dass es so eine große Hängemattenwelt zum recherchieren und austauschen gibt, das Lexikon und ein paar Beiträge habe ich inzwischen gelesen aber für konkrete Empfehlungen welche Threads einsteigerfreundliche Orientierungshilfen geben wäre ich dankbar!
Tristan (Wario512)