Superior Gear Voyager - KuFa-Daunenimitation

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  • Moin,

    wie Hammock Fairy ja schon erwähnt hat, ist das waschen selbst nicht sehr kompliziert (große Waschmaschinentrommel mit Daunenwaschprogramm) aber das trocknen ohne geeigneten Wäschetrockner ziemlich aufwendig.

    Wichtig ist auch ein geeignetes Waschmittel zuverwenden...........

    Die Längskammern der Superior Gear Hm haben zwischen den Kammern jeweils einen Steg aus Gaze eingenäht (im Differential Cut gearbeitet) und sind nicht durchgesteppt um Kältebrücken zu verhindern. Die Daunen können sich also innerhalb einer Längskammer bewegen bzw geschüttelt werden, aber nicht von einer Kammer zur anderen.

    Man kann doch Daunen und Kufa normal waschen, sogar bei 60C°. Superior Gear hat eine 2. Lage als Oberstoff wo man drauf liegt. Das hat vornehmlich mit dem Komfort zu tun. Die Nähte Kratzen immer ein bisschen u. viele Hänger wollen einen total sanften bzw. geschmeidigen Stoff haben worauf sie liegen.

    Bei mancher Kunstfaser kann sich beim waschen über 40°C die (Silikon) Beschichtung der einzelnen Faser lösen und die einzelnen Fasern können sich dann leichter ineinander verhakeln und verlieren so an Bauschkraft und/oder können dann auch brüchig werden.

    Gute Markenfasern kann man öfter nach Pflegeanleitung waschen bevor sie nach und nach an Bauschkraft verlieren als günstige Kunstfasern die, um das verhakeln zu reduzieren, nur mit Acryl besprüht sind.

    Daunen Produkte würde ich selbst niemals über 40°C waschen um möglichst lange Beschichtung bzw. Brüzelfett zu erhalten was die Daunen mehr oder weniger wasserabweisend macht um ihre Bauschkraft zu erhalten.

    Gruß von der Ostsee

    Gruß von der Ostsee

  • Hat man keinen Trockner , dann ggf. auf einen warmen Sommertag warten und die Daunendecke in die Sonne hängen. Gibt nichts besseres als Wind u. Some um etwas richtig trocken zu bekommen.

    Ich bin nach wie vor der totale Wolle-Fan. Solange einem die Motten nicht das Material zerfressen, ist Wolle in meinen Augen unschlagbar. Bestes Schlafklima, sehr warm, langlebig, stinkt nicht, wärmt trotz Nässe usw.

    Ja, ist sehr schwer und voluminös und fällt damit heute durch...

    Hat aber seinen Grund warum im Mittelalter alle Wolle getragen haben.

  • Hat man keinen Trockner , dann ggf. auf einen warmen Sommertag warten und die Daunendecke in die Sonne hängen. Gibt nichts besseres als Wind u. Some um etwas richtig trocken zu bekommen.

    Ich bin nach wie vor der totale Wolle-Fan. Solange einem die Motten nicht das Material zerfressen, ist Wolle in meinen Augen unschlagbar. Bestes Schlafklima, sehr warm, langlebig, stinkt nicht, wärmt trotz Nässe usw.

    Ja, ist sehr schwer und voluminös und fällt damit heute durch...

    Hat aber seinen Grund warum im Mittelalter alle Wolle getragen haben.

    Ich wasche Daunen, wenn es sich nicht vermeigen lässt auch nur an heissen Sommertagen. Auch dann lasse ich sie meist mehrere Tage trocknen und gehe regelmässig aufschütteln.

    Bei Wolle bin ich ganz deiner Meinung, ich trage wenn es kalt wird (auch zum Schlafen) selbstgemachte Wollunterwäsche (gesponnen und gestrickt) aus Schafwolle, Alpaka, Angora und Seide. Wollfilz ist auch Klasse, sehr dicht, fast winddicht, aber auch schwer.
    Mit loser Wolle (kardiertes Vlies) habe ich die Erfahrung, dass sie sich doch auf Dauer zusammendrückt und dann eher wie Filz wird. Einen Schlafsack, TQ oder UQ daraus kann man nicht so gut komprimieren, wie Daune. Er wird sich nicht wieder vollständig aufplustern.

  • Moin,

    da ich selbst keinen Trockner besitze gehe ich zum Schlafsack/Underquilt waschen meistens in einen Waschsalon.........dort gibt es große Industrie Waschmaschinen und Trockner.

    In Eckernförde gibt es leider keinen Waschsalon mehr und ich fahre dann für den Waschtag nach Kiel. Manchmal gibt es dann auch noch nette "Hausfrauen" Gespräche als Bonus🙂

    Gruß von der Ostsee

  • Als Wäsche (1. und 2. Schicht trage ich auch sehr gerne Wolle. Gerade unter feuchtkalten Bedingungen hat Wolle einige Vorteile 👍

    Einen Schlafsack oder Underquilt aus Wolle habe ich bisher noch nie probiert.........

    Allerdings habe ich schon schwere Militär Wolldecken als zusätzlichen Underquilt genutzt. Die sind aber recht schwer und voluminös.........funktioniert aber recht gut.



  • Bei Wolle bin ich ganz deiner Meinung, ich trage wenn es kalt wird (auch zum Schlafen) selbstgemachte Wollunterwäsche (gesponnen und gestrickt) aus Schafwolle, Alpaka, Angora und Seide. Wollfilz ist auch Klasse, sehr dicht, fast winddicht, aber auch schwer.
    Mit loser Wolle (kardiertes Vlies) habe ich die Erfahrung, dass sie sich doch auf Dauer zusammendrückt und dann eher wie Filz wird. Einen Schlafsack, TQ oder UQ daraus kann man nicht so gut komprimieren, wie Daune. Er wird sich nicht wieder vollständig aufplustern.

    Wolllvlies wird einfach gesteppt und dann als Decke verarbeitet. Das geht schon . Habe so eine Decke. Man kann es nicht so leicht komprimieren wie Kufa und so warm hält es dann auch nicht in der Relation zum Gewicht. Am besten sind dicke Wolldecken mit ca. 800gr/qm und einem kleinen Anteil Polyester o. Viskose. Die sind eigentlich unzerstörbar und halten top warm.

    Vielleicht kriegen wir ja mal ein Forum-Projekt hin wo die Wollfans einen UQ aus Wolle entwickeln. Es gibt ja Lavalan. Bislang habe ich noch kein Equipment damit gesehen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (28. Dezember 2024 um 23:17)

  • schön, dass das Wollthema so viel Resonanz findet. Wenn es irgend geht, vermeide ich Plastik, weil ich klar beobachtet habe, dass ich darin erst schwitze und dann stärker auskühle...

    1. Ich habe in in der Schweiz gelebt und war jedes WE auf der Piste. Teuerste Plastikkleidung, nach wenigen Stunden total ausgekühlt, weil die Kufa feucht nicht mehr isoliert hat.

    2. erste Lapplanderfahrung: flott auf Skiern bei ca. -20 Grad mit Fleecemütze und Fleecehandschuhen unterwegs. als ich aus dem Windschatten eines Berges herauskam hatte ich starken Wind, der meinen Kopf derartig schnell heruntergekühlt hat, dass ich kaum noch denken konnte... Auch die Finger waren eiskalt, so dass ich kaum meinen vereisten Rucksack aufbekommen habe, um die Wollmütze zu holen.

    3. Ich habe später auch bei -30 grad immer nur die von der eisbrechenden Firma hergestellten dünnen layer handschuhe getragen. Als ich einmal bei ca. -20 grad meine Skier neu wachsen musste, habe ich diese ausgezogen und auf den Tisch der unbeheizten Schutzhütte gelegt. In den wenigen Minuten der Skipräparation waren sie hartgefroren. Ich habe sie einfach trotzdem angezogen, hatte sofort warme Finger und das blieb auch so...

    4. meine letzte Tour habe ich nur aufgrund meiner Wollkleidung knapp überlebt... Ich möchte daher besser nicht dran denken, wie das mit Plastikkleidung ausgegangen wäre... Ich hatte ich dort die größten Probleme mit meinem Dauenschlafsack, denn es war mit knapp über dem Gefrierpunkt zu warm und viel zu feucht, so dass die Daunen verklumpt sind. Hier hat dann der 2. layer Kufa Schlafsack gepunktet, weil ich den doch immer etwas funktional halten konnte und zusammen mit allen Wollklamotten, die ich dabei hatte, hat es dann doch gepasst... Das brauche ich nicht noch mal...

    Das ganze Thema Hängematte ist derartig anders und spannend, dass ich vieles neu lernen darf...

    Ich freue mich daher erst mal auf gemütlich warme Hängemattenerlebnisse bevor ich die -40 anpeile. ;)

  • Moin,

    Ich habe mit Kunstfaser und Fleece Produkte bei feuchter/nasser Kälte durchaus gute Erfahrungen gemacht.

    Selbst wenn z.B. meine Polarguard HV Jacke oder diverse Fleece Wäsche sehr feucht bis nass war hat sie mich unter einer winddichten Schicht darüber immer noch einigermaßen warm gehalten.

    Der "Trick" dabei ist die nicht zirkulierende Luft in den Hohlfasern oder zwischen den Fasern des Materials die zusätzlich vor Wind geschützt wird. Ohne einen guten Windschutz kühlt man allerdings schnell aus.

    Ich trage bei schwerer körperlicher Anstrengung auch bei tiefen Temperaturen nur wenig Kleidung am Körper. Achte aber auf eine dünne möglichst winddichte und atmungsaktive äußerste Schicht.

    Wenn ich so los gehe ist es die ersten Minuten zwar ziemlich frisch aber der Körper produziert schon nach kurzer Zeit genug Wärme daß es angenehm wird. Dafür schwitze ich dann weniger als wenn ich gleich zu Anfang dicke Sachen trage. Die hebe ich mir für Pausen und für abends im Nachtlager auf wenn ich mich nicht mehr so viel bewege.

    Sollte die tagsüber getragene Wäsche abends sehr feucht sein, ziehe ich sie aus und versuche sie so gut es geht über Nacht zu trocknen.

    Im Lager ziehe ich dann trockene warme Kleidung an. Vor allem bei den Socken finde ich es sehr wichtig, bei tiefen Temperaturen abends und über Nacht möglichst trockene und warme Socken zu tragen sonst hat man im Schlafsack oft sehr lange kalte Füße.

    Bei Temperaturen so ab ca unter -15°C hat man mit Feuchtigkeit von außen keine Probleme mehr. Dann schneit es auch nicht mehr und auch die Luft ist überwiegend sehr trocken ( da gibt es nur wenige Ausnahmen wie z.B. auf hoher See oder in der Nähe von heißen Quellen o.ä.). Die Feuchtigkeit kommt dann fast immer von innen vom Körperschweiß.


    Insgesamt finde ich Wolle (vor allem als 1. Schicht) unter feuchtkalten Bedingungen sehr gut. Sie wärmt immer noch gut auch wenn sie feucht ist und bietet ein angenehmes Körperklima. Auch muffelt sie nicht besonders stark wenn man sie mal mehrere Tage hintereinander trägt ohne sie zu waschen.

    Außer sehr dichter Wollfilz/Loden ist Wolle aber nicht winddicht und man braucht bei Wind noch einen zusätzlichen Windschutz um warm zu bleiben.

    Nach meiner Erfahrung ist es unter kalten Bedingungen am wichtigsten so trocken wie möglich zu bleiben.

    Mit der richtigen, trockenen Isolierschicht friert man dann auch bei Pausen und abends und in der Nacht im Lager selten.

    Für die Füße und im Schlafsack kann ein Vapour Barrier Liner sehr hilfreich sein um Socken und Schlafsack von innen trocken zu halten. Iss für mich persönlich aber eher unangenehm und nicht so mein Ding.

    Gruß von der Ostsee

  • 2. erste Lapplanderfahrung: flott auf Skiern bei ca. -20 Grad mit Fleecemütze und Fleecehandschuhen unterwegs. als ich aus dem Windschatten eines Berges herauskam hatte ich starken Wind, der meinen Kopf derartig schnell heruntergekühlt hat, dass ich kaum noch denken konnte...

    Ich war noch nicht im Winter in Lappland, aber Schwitzen ist bestimmt keine schlaue Idee.

    Oder so wie wuppitom schreibt:

    "Nach meiner Erfahrung ist es unter kalten Bedingungen am wichtigsten so trocken wie möglich zu bleiben."

    Aber Wolle ist trotzdem klasse.

  • Habt Ihr Grüezibag auf dem Schirm? Falls nicht: https://www.gz-bag.de/products/biopod-downwool-quilt


    Also mich überzeugt der Kram von denen (und das Auftreten der Firma) nicht unbedingt.


    1: Ware kommt aus China zu fast europäischen Preisen

    2: Nur 700 Cuin

    3: Nur 70% Daunen - von Enten, nicht von Gänsen... und 30% Wolle

    4: Namensgebung als kämen sie aus der Schweiz (beabsichtigt um hochwertiger zu klingen? -

    Webseitenzitat: "Wer hat´s erfunden? Grüezi bag!") - sitzen aber in Deutschland

    5: Geben sich als hätten sie das Rad neu erfunden. Zitat "Grüezi bag® ist DIE Innovation bei Isolationsfüllung" und "Was nicht gut genug ist, wird neu erfunden"


    Neee... in Kombination ist das nicht mein Fall


    Ich habe später auch bei -30 grad immer nur die von der eisbrechenden Firma hergestellten dünnen layer handschuhe getragen.

    Die Merinounterwäsche von Icebreaker begleitet mich auch seit 15 Jahren. Jeden Cent wert.

  • Klasse, wir sind jetzt mit dem Woll Thema schon etwas OT gelandet, trozdem freue ich mich über den tollen Austausch und die vielen Inspirationen, die ich aus diesem Faden geschenkt bekommen habe...

    Ich habe jetzt auch viele Ideen die ersten Isolationsversuche und spätere (Woll) Experimente zu starten...

    Herzlichen Dank

  • Insgesamt finde ich Wolle (vor allem als 1. Schicht) unter feuchtkalten Bedingungen sehr gut. Sie wärmt immer noch gut auch wenn sie feucht ist und bietet ein angenehmes Körperklima. Auch muffelt sie nicht besonders stark wenn man sie mal mehrere Tage hintereinander trägt ohne sie zu waschen.

    Wolle muss man egentlich gar nicht waschen. Das ist ja das Verrückte im Gegensatz zu Kufa. Wolle nimmt keine Gerüche und kaum Schmutz auf. Natürlich kann man seine Wollsachen mal per Kaltwäsche waschen, aber solange sie nicht objektiv dreckig sind, ist es nicht wirklich erforderlich. Oberteile einfach über Nacht raushängen zum Lüften reicht oft.

    Ich habe mir vor einigen Wochen eine Kufa lange Unerwäsche Kombo bei Amazon gekauft. 100% Polyester. Hält warm aber nach 10 Std. tragen riecht das Oberteil unangenehm. Hätte natürlich lieber Merino, aber preislich ist das reine andere Welt.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (31. Dezember 2024 um 10:42)

  • Bei allen Lobliedern hier auf Wolle, die absolut gerechtfertigt sind: Wolle hat einen immensen Nachteil, der für mich das Ausschlußkriterium ist: sie kratzt unangenehm auf der Haut. Für mich nicht auszuhalten, so dass ich kuscheligen Fleece ganz klar vorziehe :love:, obwohl er verglichen mit Wolle, die von euch o.g. Nachteile hat ;(

  • Bei allen Lobliedern hier auf Wolle, die absolut gerechtfertigt sind: Wolle hat einen immensen Nachteil, der für mich das Ausschlußkriterium ist: sie kratzt unangenehm auf der Haut. Für mich nicht auszuhalten, so dass ich kuscheligen Fleece ganz klar vorziehe :love:, obwohl er verglichen mit Wolle, die von euch o.g. Nachteile hat ;(

    Merino und Kashmir kratzen kaum. Deshalb auch der hohe Preis. Nachfrage ist hoch. Kaum jemand will europäische Wollle. Die kriegt man als Rohstoff hinterhergeschmissen.

  • Also mich überzeugt der Kram von denen (und das Auftreten der Firma) nicht unbedingt:

    4: Namensgebung als kämen sie aus der Schweiz (beabsichtigt um hochwertiger zu klingen? -

    Webseitenzitat: "Wer hat´s erfunden? Grüezi bag!") - sitzen aber in Deutschland

    Ergänzung mit Zitat von der Webseite:

    Über Grüezi bag

    Woher kommt der Name?

    Grüezi bag war ursprünglich halb schweizerisch und halb deutsch. Als einer der Partner
    ausstieg, wurde Grüezi bag zu 100 % bayerisch, behielt aber den etablierten Namen.

  • Ergänzung mit Zitat von der Webseite:

    Über Grüezi bag

    Woher kommt der Name?

    Grüezi bag war ursprünglich halb schweizerisch und halb deutsch. Als einer der Partner
    ausstieg, wurde Grüezi bag zu 100 % bayerisch, behielt aber den etablierten Namen.

    OK,wo ist der halbe deutsche Anteil? Stammt der Begriff Bag nicht aus dem englischsprachigen Raum?

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