schön, dass das Wollthema so viel Resonanz findet. Wenn es irgend geht, vermeide ich Plastik, weil ich klar beobachtet habe, dass ich darin erst schwitze und dann stärker auskühle...
1. Ich habe in in der Schweiz gelebt und war jedes WE auf der Piste. Teuerste Plastikkleidung, nach wenigen Stunden total ausgekühlt, weil die Kufa feucht nicht mehr isoliert hat.
2. erste Lapplanderfahrung: flott auf Skiern bei ca. -20 Grad mit Fleecemütze und Fleecehandschuhen unterwegs. als ich aus dem Windschatten eines Berges herauskam hatte ich starken Wind, der meinen Kopf derartig schnell heruntergekühlt hat, dass ich kaum noch denken konnte... Auch die Finger waren eiskalt, so dass ich kaum meinen vereisten Rucksack aufbekommen habe, um die Wollmütze zu holen.
3. Ich habe später auch bei -30 grad immer nur die von der eisbrechenden Firma hergestellten dünnen layer handschuhe getragen. Als ich einmal bei ca. -20 grad meine Skier neu wachsen musste, habe ich diese ausgezogen und auf den Tisch der unbeheizten Schutzhütte gelegt. In den wenigen Minuten der Skipräparation waren sie hartgefroren. Ich habe sie einfach trotzdem angezogen, hatte sofort warme Finger und das blieb auch so...
4. meine letzte Tour habe ich nur aufgrund meiner Wollkleidung knapp überlebt... Ich möchte daher besser nicht dran denken, wie das mit Plastikkleidung ausgegangen wäre... Ich hatte ich dort die größten Probleme mit meinem Dauenschlafsack, denn es war mit knapp über dem Gefrierpunkt zu warm und viel zu feucht, so dass die Daunen verklumpt sind. Hier hat dann der 2. layer Kufa Schlafsack gepunktet, weil ich den doch immer etwas funktional halten konnte und zusammen mit allen Wollklamotten, die ich dabei hatte, hat es dann doch gepasst... Das brauche ich nicht noch mal...
Das ganze Thema Hängematte ist derartig anders und spannend, dass ich vieles neu lernen darf...
Ich freue mich daher erst mal auf gemütlich warme Hängemattenerlebnisse bevor ich die -40 anpeile. 