DIY Hängematte - Foot Box vs. Knotty Mod und verschiedene Whipping-Methoden

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  • Hallo zusammen,

    ich plane gerade mein erstes richtiges DIY-Projekt.

    Was Hängematten angeht, habe ich bisher nur eine sehr einfache Matte selbst genäht. Die ist aber eher zum Abhängen im Park gedacht. Jetzt möchte ich eine HM zum Übernachten nähen, außerdem habe ich Lust ein paar kleine Features einzubauen.

    Dazu würden mich eure Erfahrungen interessieren. :)

    Zunächst einmal die Randbedingungen:

    • Ich bin 1,85 m groß und wiege knapp 90 kg.
    • Die HM soll möglichst leicht sein, trotzdem soll der Stoff genug Stabilität bieten, sodass ich ruhigen Gewissens daran übernachten mag.

    In einigen Punkten bin ich mir schon sicher:

    • Es soll eine Gathered-End HM werden
    • Ich möchte ein Whipping, statt einem dreifach vernähten Tunnel verwenden
    • An die Enden kommen Continuous Loops aus Dyneema
    • Ich werde eine integrierte Ridgeline vorsehen.
    • Die Matte soll kein integriertes Moskitonetz haben.

    In anderen Punkten bin ich mir relativ sicher (lasse mich aber auch gerne eines Besseren belehren):

    • Die Maße sollen im fertigen Zustand 350 x 175 cm sein.
    • Als Stoff möchte ich Hexon Wide 1.6 verwenden, in der Hoffnung dass dieser möglichst leicht ist, gleichzeitig aber nicht zu dehnbar und vom Gefühl auf der Haut her nicht zu plastikmäßig.
    • Ich möchte an Fuß- und Kopfende Features einbauen. Momentan denke ich an eine Foot Box am Fußende und einen Knotty Mod am Kopfende, ähnlich wie in diesem Video https://www.youtube.com/watch?v=xExXE648aIs

    Dann wiederum gibt es Punkte bei denen ich mir noch unsicher bin:

    1. Ich bin mir nicht sicher an welcher Stelle bzw. auf welcher Höhe ich die Mods für Kopf und Fußteil anbringen möchte. Wo Kopf und Füße (und damit der ganze Körper dazwischen) platziert sind, würde ja zum Beispiel auch die Platzierung der Isolation auf einem Wooki bedingen. In der ein oder anderen Anleitung für Wookies habe ich gesehen, dass die Isolation ein wenig in Richtung Fußende verschoben ist.

      In meiner jetzigen Hängematte habe ich seitliche Haken die symmetrisch angebracht sind und oftmals sind mein Kopf und meine Füße ungefähr in der Höhe von sich schräg gegenüberliegenden Haken, sodass ich eigentlich eher mittig in der HM liege, nicht etwas weiter in Richtung Fußende. Vielleicht ist meine Liegeposition auch nicht optimal..:/


    2. Ich überlege auch, statt dem Knotty Mod am Kopfende und der Foot Box am Fußende, an beiden Enden jeweils eine Foot Box vorzusehen. Ich habe die Hoffnung, dass ich dadurch ein noch größeres Raumgefühl hätte. Ich bin mir aber auch unsicher, ob der zusätzliche Stoff der "Wand" für den Kopf genau so ein Zugewinn ist wie an den Füßen, wo die Fußflächen die Wand ja wirklich ausnutzen. Hat jemand schon Erfahrungen mit Foot Boxen am Kopfende gemacht?

      Beim Knotti Mod bin ich auch nicht ganz sicher wie lang der Tunnelzug werden soll. Ich habe da alles Mögliche, von 30 cm bis 100 cm gelesen. Hier tendiere ich zu 100 cm weil das auch der Länge meiner Fußbox entspricht. Dann könnte ich den Knotty Mod auch nachträglich noch durch eine Fußbox austauschen, ich möchte nämlich bei beiden die gleiche "Cord-Lock-Befestigung" verwenden. Wenn der Knotty Mod mir aber prinzipiell zusagt, soll er mit einem Meter auch nicht zu lang, bzw. unnötig lang sein.


    3. Ich würde eigentlich gerne die Möglichkeit haben verschiedene Whippings auszuprobieren, oder auch unterschiedliche Wippings an Kopf- und Fußende zu verwenden. Davon habe ich schon mal im US-Forum gelesen. Bisher habe ich aber nur Erfahrung mit dem Warbonnet Whip. Mein Plan wäre es dünne Tunnel für den WB Whip an die Enden zu nähen, falls ich eine andere Whipping-Technik anwenden möchte, würde ich vermuten, dass die Tunnel nicht stören.

      Ich frage mich allerdings wie unterschiedlich der Längenverlust bei anderen Whippings ausfällt. Wenn ich die Länge des Stoffs also nach einem WB Whip auslege, könnte es ja sein, dass die Matte bei einem anderen Whip zu kurz wird. Gibt es eurer Meinung nach die Möglichkeit eine Zugabe zur Länge so zu wählen, dass damit mehrere verschiedene Wipping-Techniken möglich sind, ohne das die HM bei einem der Whippings deutlich zu kurz würde? Ein paar Zentimeter Längenunterschied würde ich nicht so kritisch sehen.

      Und hat vielleicht schon jemand Erfahrung mit verschiedenen Whipping-Methoden für Kopf- und Fußende? Gibt es vielleicht eine Kombination die ihr besonders bequem findet? Mit gekonntem Whipping soll man ja sogar etwas gegen Calf Ridge tun können..


    Ein paar kleinere Dinge habe ich auch noch nicht final entschieden. Zum Beispiel wie dick das Shock Cord sein soll. Gerne möglichst dünn was Packmaß und Gewicht angeht, allerdings soll es auch genügend Halt und Stabilität geben, so dass die Foot Box bequem ist und nicht zu sehr nachgibt. Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher welche Art von Kordelstoppern bzw. Cordlocks ich verwenden möchte.

    Fragen über Fragen.. Ich hoffe das ist nicht zu viel auf einmal gewesen und dass ich es halbwegs nachvollziehbar formuliert habe :saint:

    Schon mal vielen Dank vorab für eure Erfahrungen, Tipps und Ratschläge.

    Grüße Alex

  • Mittagsfrost 10. September 2024 um 18:42

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ich bin überfragt mit dieser Footbox, ob das wirklich Sinn ergibt. Durchgesetzt hat es sich scheinbar nicht. Kann mir schlecht erklären wie noch mehr Komfort entstehen soll, wenn man doch bereits diagonal liegt und die Füße nicht über die Seiten hinausragen.

    Probier es aus, aber mach es so, dass Du im schlimmsten Fall die Nähte wieder öffnen kannst und wieder eine Standard-HM-Form hast.

    Hört sich ein bisschen so an, als ob Du bislang noch nicht gut diagonal liegst.

  • Ich werde eine integrierte Ridgeline vorsehen.

    Was verstehst du unter einer integrierten Ridgeline?

    Ich möchte an Fuß- und Kopfende Features einbauen. Momentan denke ich an eine Foot Box am Fußende und einen Knotty Mod am Kopfende, ähnlich wie in diesem Video

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    Was verstehst du unter einer Footbox? Einfach einen Knotty Mod im Fußbereich? Oder eine Warbonnet Footbox?

    Ich habe einige Hängematten mit Knotty Mod im Fußbereich und Kopfbereich gehabt, und habe sie verkauft, weil der Knotty Mod nur gestört hat. Durch die Konstruktion verringert er die Liegebreite beträchtlich und hat Druck auf die Füße ausgeübt. Wenn deine Hängematte breit genug ist, hat der Knotty Mod nur einen einzigen Vorteil: er sorgt dafür, dass dein Quilt nicht über die Kante rutscht. Das tut mein UQP aber auch, ohne meinen Liegekomfort einzuschränken.

    Ich bin mir nicht sicher an welcher Stelle bzw. auf welcher Höhe ich die Mods für Kopf und Fußteil anbringen möchte. Wo Kopf und Füße (und damit der ganze Körper dazwischen) platziert sind, würde ja zum Beispiel auch die Platzierung der Isolation auf einem Wooki bedingen.

    Deshalb würde ich die Hängematte erstmal ohne Knotty Mod nähen, und mit Whippings experimentieren. Wenn du eine Variante gefunden hast, bei der du bleiben willst, kannst du immer noch einen Knotty Mod anbringen - falls du dann überhaupt noch das Gefühl hast, einen zu brauchen. Dann weißt du auch, wo du liegst.

    Beim Knotti Mod bin ich auch nicht ganz sicher wie lang der Tunnelzug werden soll. Ich habe da alles Mögliche, von 30 cm bis 100 cm gelesen. Hier tendiere ich zu 100 cm weil das auch der Länge meiner Fußbox entspricht. Dann könnte ich den Knotty Mod auch nachträglich noch durch eine Fußbox austauschen, ich möchte nämlich bei beiden die gleiche "Cord-Lock-Befestigung" verwenden. Wenn der Knotty Mod mir aber prinzipiell zusagt, soll er mit einem Meter auch nicht zu lang, bzw. unnötig lang sein.

    Wenn du trotzdem gleich einen Knotty Mod anbringen möchtest mach es wie ich bei meinem letzten full-length UQP (quasi ein Wooki ohne Isolierung): besorg dir Prym Ösen, und bringe auf der ganzen Saumlänge Ösen im Abstand von ca. 50 cm (oder welcher Abstand dir sinnvoll erscheint) an. Dann kannst du die Gummikordel an verschiedenen Längen einsetzen und experimentieren.

    Ich frage mich allerdings wie unterschiedlich der Längenverlust bei anderen Whippings ausfällt. Wenn ich die Länge des Stoffs also nach einem WB Whip auslege, könnte es ja sein, dass die Matte bei einem anderen Whip zu kurz wird. Gibt es eurer Meinung nach die Möglichkeit eine Zugabe zur Länge so zu wählen, dass damit mehrere verschiedene Wipping-Techniken möglich sind, ohne das die HM bei einem der Whippings deutlich zu kurz würde? Ein paar Zentimeter Längenunterschied würde ich nicht so kritisch sehen.

    Bei einem echten Whipping verlierst du viel Länge. Ich würde pro Seite mindestens 20 cm zur gewünschten Endlänge dazurechnen. Mein Tipp: kauf 4 m Stoff und nähe erstmal nur die langen Seiten. Dann teste deine Whippings. Wenn du dich für ein Whipping entscheidest, säume nachträglich die kurzen Seiten. Wenn du dich für einen Warbonnet Whip entscheidest, kannst du den Stoff kürzen und den Tunnelzug nähen.

    Mit gekonntem Whipping soll man ja sogar etwas gegen Calf Ridge tun können..

    Die Calf Ridge entsteht immer dort, wo ein höheres Gewicht den Stoff tiefer drückt - sprich um den Torso. Der Wulst ist immer da und kann auch nicht verhindert werden. Nur die Lage lässt sich verändern. Die meisten Leute empfinden den Wulst vor allem dann unangenehm, wenn er sich unter dem Knie oder der Wade befindet. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Position des Wulstes zu verschieben: entweder du liegst weniger diagonal, so dass der Wulst über eine größere Beinfläche verläuft, oder du liegst mehr diagonal, so dass der Wulst unter den schwereren und unempfindlicheren Oberschenkeln liegt. Beide Liegepositionen lassen sich nur indirekt mit einem Whipping beeinflussen. Mehr Einfluss hat der Durchhang der Hängematte - also die Ridgelinelänge. Längere Ridgeline = straffere Hängematte = weniger diagonale Liegeposition. Kürzere Ridgeline = mehr Durchhang = diagonalere Liegeposition.

    Zum Beispiel wie dick das Shock Cord sein soll. Gerne möglichst dünn was Packmaß und Gewicht angeht, allerdings soll es auch genügend Halt und Stabilität geben, so dass die Foot Box bequem ist und nicht zu sehr nachgibt.

    Mindestens 2,4 mm, evtl. 3 mm. Aber letztendlich wird die Gummikordel immer nachgeben. Die Kordelstopper müssen zur Gummikordeldicke passen.

  • Zur Konstruktion hat Hammock Fairy schon so ziemlich alles abgedeckt, daher nur eine Anmerkung zum Stoff: in Deiner Gewichtsklasse könnte Hexon 1.6 schon etwas zu dehnbar sein - geht mir zumindest so. Hast Du den Stoff schon irgendwo testen können?

    "Ist es dir schon einmal in den Sinn gekommen, dass du möglicherweise falsch liegst?" Snoopy/Charles M. Schulz

  • Vielen Dank für eure Antworten! :)

    Ich bin überfragt mit dieser Footbox, ob das wirklich Sinn ergibt. Durchgesetzt hat es sich scheinbar nicht. Kann mir schlecht erklären wie noch mehr Komfort entstehen soll, wenn man doch bereits diagonal liegt und die Füße nicht über die Seiten hinausragen.

    Ich stelle es mir so vor, als wäre es eine Art Verlängerung in Liegerichtung, da man ja die Füße so weit herausstrecken kann, dass sie ohne die Box über die Seite hinausgeragt hätten.

    Probier es aus, aber mach es so, dass Du im schlimmsten Fall die Nähte wieder öffnen kannst und wieder eine Standard-HM-Form hast.

    Hört sich ein bisschen so an, als ob Du bislang noch nicht gut diagonal liegst.

    Genau :)

    Das diagonal Liegen muss ich wohl nochmal üben..

    Was verstehst du unter einer integrierten Ridgeline?

    Eine ganz normale Ridgeline, das war komisch ausgedrückt.

    Was verstehst du unter einer Footbox? Einfach einen Knotty Mod im Fußbereich? Oder eine Warbonnet Footbox?

    Ich meine keinen Knotty Mod im Fußbereich. Auf dem Bild von Gironimo ist es zu sehen, auf dem Thumbnail vom YouTube Video auch rechts neben dem Play Zeichen. Im hängenden Zustand kehrt sich die Form des halben Ovals quasi um und bildet eine Wand, die sich in die Biegung des Stoffs einfügt.

    Deshalb würde ich die Hängematte erstmal ohne Knotty Mod nähen, und mit Whippings experimentieren. Wenn du eine Variante gefunden hast, bei der du bleiben willst, kannst du immer noch einen Knotty Mod anbringen - falls du dann überhaupt noch das Gefühl hast, einen zu brauchen. Dann weißt du auch, wo du liegst.

    [...]

    Bei einem echten Whipping verlierst du viel Länge. Ich würde pro Seite mindestens 20 cm zur gewünschten Endlänge dazurechnen. Mein Tipp: kauf 4 m Stoff und nähe erstmal nur die langen Seiten. Dann teste deine Whippings. Wenn du dich für ein Whipping entscheidest, säume nachträglich die kurzen Seiten. Wenn du dich für einen Warbonnet Whip entscheidest, kannst du den Stoff kürzen und den Tunnelzug nähen.

    Das ist wahrscheinlich die schlauste Idee. Das werde ich wohl so machen, danke :)

    Die Calf Ridge entsteht immer dort, wo ein höheres Gewicht den Stoff tiefer drückt - sprich um den Torso. Der Wulst ist immer da und kann auch nicht verhindert werden. Nur die Lage lässt sich verändern. Die meisten Leute empfinden den Wulst vor allem dann unangenehm, wenn er sich unter dem Knie oder der Wade befindet. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Position des Wulstes zu verschieben: entweder du liegst weniger diagonal, so dass der Wulst über eine größere Beinfläche verläuft, oder du liegst mehr diagonal, so dass der Wulst unter den schwereren und unempfindlicheren Oberschenkeln liegt. Beide Liegepositionen lassen sich nur indirekt mit einem Whipping beeinflussen. Mehr Einfluss hat der Durchhang der Hängematte - also die Ridgelinelänge. Längere Ridgeline = straffere Hängematte = weniger diagonale Liegeposition. Kürzere Ridgeline = mehr Durchhang = diagonalere Liegeposition.

    Das macht Sinn. Ich habe trotzdem oft das Gefühl, dass Calf Ridge nahezu willkürlich auftritt. Die Ridgeline hab ich immer gleich lang, aber manchmal fällt es mir richtig auf, manchmal überhaupt nicht. Vielleicht ist meine Empfindlichkeit in den Beinen ja tagesformabhängig. Bei mir sind meistens die Kniekehlen betroffen.

    Mindestens 2,4 mm, evtl. 3 mm. Aber letztendlich wird die Gummikordel immer nachgeben. Die Kordelstopper müssen zur Gummikordeldicke passen.

    Alles klar. Vielleicht hätte ich ohne den Hinweis zu 2 mm tendiert.

    Ich finde die Idee gut, und es scheint auch Anwender zu geben, aber ob der Aufwand sich lohnt, ist die große Frage:

    Danke für das Bild :) Ich glaube auf den Aufwand habe ich in diesem Fall sogar Bock :D

    Zur Konstruktion hat Hammock Fairy schon so ziemlich alles abgedeckt, daher nur eine Anmerkung zum Stoff: in Deiner Gewichtsklasse könnte Hexon 1.6 schon etwas zu dehnbar sein - geht mir zumindest so. Hast Du den Stoff schon irgendwo testen können?

    Oh nein! Probiert habe ich ihn nicht, ich dachte wegen der möglichen Traglast könnte es passen. Ich meine auch, dass ich den Stoff mal als "schwerere" Option für eine gekaufte Matte gesehen habe.

    Der Hinweis ist gut, danke. Mit zu viel Dehnung würde ich wahrscheinlich nicht eine ganze Nacht lang happy sein..

  • Mit so einer (leichten) Kurve fühlt sich ein dehnbarer Stoff etwas fester an. Aber der Aufwand ist recht gross. Und bei der von dir geplanten Länge macht eine Kurve auch nicht mehr so viel aus. Du kannst die Kurve ins Whipping integrieren und testen, was für dich angenehm ist.

    Eine Fussbox kann helfen, dass der Quilt nicht so leicht aus der Matte fällt. Allerdings wird die Hängematte dadurch ein ganzes Stück schwerer. Verwende dafür deshalb besser einen dünneren Stoff (z.B. Hexon 1.0 oder einen stabilen Netzstoff).

  • Mit so einer (leichten) Kurve fühlt sich ein dehnbarer Stoff etwas fester an. Aber der Aufwand ist recht gross. Und bei der von dir geplanten Länge macht eine Kurve auch nicht mehr so viel aus. Du kannst die Kurve ins Whipping integrieren und testen, was für dich angenehm ist.

    Interessant! Meinst du mit "Kurve ins Whipping integrieren", dass ich den Stoff aus der Mitte nach dem Raffen noch etwas mehr herausziehe? Also die Kurve beim Whippen sozusagen simuliere, bevor ich sie tatsächlich aus dem Stoff herausschneide, falls sie mir gefällt?

    Eine Fussbox kann helfen, dass der Quilt nicht so leicht aus der Matte fällt. Allerdings wird die Hängematte dadurch ein ganzes Stück schwerer. Verwende dafür deshalb besser einen dünneren Stoff (z.B. Hexon 1.0 oder einen stabilen Netzstoff).

    Ich habe gehofft, dass der extra Stoff nicht so sehr zu Buche schlägt, aber einen dünneren Stoff für die Box zu nehmen ist eine super Idee, da hatte ich bisher nicht dran gedacht.

  • Interessant! Meinst du mit "Kurve ins Whipping integrieren", dass ich den Stoff aus der Mitte nach dem Raffen noch etwas mehr herausziehe? Also die Kurve beim Whippen sozusagen simuliere, bevor ich sie tatsächlich aus dem Stoff herausschneide, falls sie mir gefällt?

    Da habe ich im Faden eine Möglichkeit mit einem Faden gezeigt (hier und hier). Das ist eine gute Möglichkeit zum Testen.

    Wenn du denkst, dass eine Kurve sich lohnt:

    Vom tatsächlichen Schneiden der Kurve bin ich ganz weggekommen. Schau dir dazu die letzten Posts im Faden an (hier und hier) : einfach fürs Whipping die Kurve aufzeichnen und den (schmalen) Tunnelzug bis zur aufgezeichneten Kurve umschlagen und festnähen.

  • Hammock Fairy ist die Footbox bei Warbonnet eckig geschnitten?

    Bei der Blackbird (XLC) wird die Fußbox durch das Zusammenspiel von Hängematte und Moskitonetz gebildet. Der Hängemattenstoff ist ein ganz normales Rechteck, der Schnitt des Moskitonetzes hingegen ein ausgeklügeltes Kunstwerk.

    Wie Mittagsfrost schon schrieb: die Warbonnet Footbox ist Teil des integrierten Netzes. Deshalb ist die Form nicht so einfach zu bestimmen. Ich habe versucht, eine netzlose Hängematte mit einer dreieckigen Footbox zu nähen, habe aber nach 2 Prototypen vorerst aufgegeben. Beide Hängematten waren nicht mit der Blackbird vergleichbar.

  • Wie Mittagsfrost schon schrieb: die Warbonnet Footbox ist Teil des integrierten Netzes. Deshalb ist die Form nicht so einfach zu bestimmen. Ich habe versucht, eine netzlose Hängematte mit einer dreieckigen Footbox zu nähen, habe aber nach 2 Prototypen vorerst aufgegeben. Beide Hängematten waren nicht mit der Blackbird vergleichbar.

    Interessant. Danke.

    Ich nehme an WB hat sich dieses Konzept überlegt, um ihre Matten kürzer zu halten, bei gleichem Liegekomfort. Das spart Material was dem Hersteller und dem Hänger zu Gute kommt

    Ich würde allgemein dieses Footbox-Konzept auch nicht weiter verfolgen, aus dem einfachen Grund weil eine 160er o. 175er Breite bei einer 350er Länge so oder so genügend Platz für die Füße bietet. Den Mehr-Aufwand und die Mehrkosten würde ich eher in einen DIY UQ oder DIY-Tarp investieren.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (11. September 2024 um 13:22)

  • Da habe ich im Faden eine Möglichkeit mit einem Faden gezeigt (hier und hier). Das ist eine gute Möglichkeit zum Testen.

    Wenn du denkst, dass eine Kurve sich lohnt:

    Vom tatsächlichen Schneiden der Kurve bin ich ganz weggekommen. Schau dir dazu die letzten Posts im Faden an (hier und hier) : einfach fürs Whipping die Kurve aufzeichnen und den (schmalen) Tunnelzug bis zur aufgezeichneten Kurve umschlagen und festnähen.

    Mega gut, vielen Dank!

    Da hast du ja richtig viel herum experimentiert und Gehirnschmalz reingesteckt :)

    Den Testlauf mit dem dicken Faden mache ich auf jeden Fall, du schreibst dort ja auch, dass du die kleinen Löcher wieder zusammenschieben konntest. Aber die sind ja eh immer im gerafften Bereich, denke ich.

    Wenn durch den Trick eventuell doch der dünne Stoff eine Option ist, wäre das natürlich richtig cool!

    Bei deiner geplanten HM Breite ragen die Füße nicht über den Rand. Da brauchst du dir keine Sorgen machen.

    Ich habe ja eine ähnlich große (bzw. sogar etwas größere) HM. Du hast Recht, die Füße ragen nicht raus, trotzdem hab ich das Gefühl, dass da noch etwas mehr Komfort rauszuholen ist.

    Vermutlich ist der Grund aber eher meine nicht optimale Liegeposition :huh: Ich frage mich, was ich da falsch mache, es kann doch eigentlich nicht so schwer sein sich schräg hinzulegen, sollte man meinen..

    Ich würde allgemein dieses Footbox-Konzept auch nicht weiter verfolgen, aus dem einfachen Grund weil eine 160er o. 175er Breite bei einer 350er Länge so oder so genügend Platz für die Füße bietet. Den Mehr-Aufwand und die Mehrkosten würde ich eher in einen DIY UQ oder DIY-Tarp investieren.

    Das sind beides auch DIY Projekte die ich irgendwann machen will. Vor allem mit Tarps habe ich mich aber noch nicht so viel auseinandergesetzt. Ich würde wenn gerne ein Tarp ohne Ridgeline machen, aber da ist bestimmt viel Zug auf den Abspannpunkten am "Dachfirst" und auch am First selber. Da habe ich bestimmt noch einen Weg vor mir, bis ich die nötigen Skills habe.

    Aber Probieren geht ja bekanntlich über Studieren..:)

  • Ich nehme an WB hat sich dieses Konzept überlegt, um ihre Matten kürzer zu halten, bei gleichem Liegekomfort. Das spart Material was dem Hersteller und dem Hänger zu Gute kommt

    Ah, ich glaube das mit dem kurz halten habe ich auch mal in einem Kommentar von Hammock Fairy gelesen. Das heißt WB schafft es durch die Box eine Matte zu machen, die zwar eigentlich kürzer, aber genauso bequem ist wie eine 11 Fuß HM, richtig?

    Macht WB die Matte dann auch entsprechend schmaler?

  • Ah, ich glaube das mit dem kurz halten habe ich auch mal in einem Kommentar von Hammock Fairy gelesen. Das heißt WB schafft es durch die Box eine Matte zu machen, die zwar eigentlich kürzer, aber genauso bequem ist wie eine 11 Fuß HM, richtig?

    Macht WB die Matte dann auch entsprechend schmaler?

    Ist meine Vermutung. Ich habe noch nicht in einer WB gelegen. In was für einer Matte hängst Du denn momentan?

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (11. September 2024 um 17:33)

  • Vermutlich ist der Grund aber eher meine nicht optimale Liegeposition :huh: Ich frage mich, was ich da falsch mache, es kann doch eigentlich nicht so schwer sein sich schräg hinzulegen, sollte man meinen..

    Manche Leute liegen am Anfang zu diagonal. Wenn du Kopf links, Füsse rechts liegst stell dir auf einem Uhrenzifferblatt 5 nach halb 1 Uhr vor. Wenn du andersrum liegst: 5 vor halb 12.... (ein bißchen diagonaler wäre auch noch okay ;))

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