Umgang mit nächtlicher Feuchtigkeit im Herbst?

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  • Ich könnte als 11.) noch ergänzen:

    Häng Dich niemals neben ein Gewässer. Liegt die Wassertemperatur über der der Luft, steigt an der Wasseroberfläche Nebel auf, der sich unmittelbar als Tau überall absetzt.

    Das alles kann doch niemand umsetzen geschweige denn sich merken...

    Ich sage die einfachste Lösung ist: Wasserdichter u. atmungsaktiver TQ u. UQ, dann hast Du wenigstens ein angenehmes u. stabiles Klima in Deiner HM. Egal wie stark die Luft mit Wasser gesättigt ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (12. September 2024 um 12:18)

  • Häng Dich niemals neben ein Gewässer. Liegt die Wassertemperatur über der der Luft, steigt an der Wasseroberfläche Nebel auf, der sich unmittelbar als Tau überall absetzt.

    Moin,

    Oh Schreck 😟 wie soll ich denn das ganze Wasser aus der Bucht bekommen.............hat hier jemand ein paar leistungsstarke Pumpen?

    Gruß von der Ostsee

  • Bitte versteh meine Widerrede nicht falsch. Ich versuche nur das zu beschreiben was ich kenne.

    Same same, alles gut :thumbup: Ich versuche ja auch nur zu verstehen, was denn nun korrekt ist, denn das 'normalerweise zu vernachlässigen' wird halt auch selten konkret, wann das nicht der Fall ist.

    Leuts das ist ja alles echt schwerer interessant aber neben der Grundlagenforschung sollte auch die praktische Anwendung nicht vergessen werden.

    Können wir aus den aufgestellten Zusammenhängen Verhaltensregeln ableiten die einem Hänger ermöglich morgens möglichst trocken aus der Matte zu kommen?

    Was aus der Anwendung bekannt ist, ist ja alles bereits als Allererstes auf der ersten Seite in diesen Thread gekippt worden.
    Übrigens gefolgt von Zweifeln, ob das denn wirklich alles so ist - und ob das wirklich alles so eine Auswirkung hat ;)

    Hier sind wir uns aber eben aus der Praxis nicht sicher, welche Auswirkungen der Luftdruck in großer Höhe im Unterschied zum Flachland nun wirklich hat und versuchen das daher nachzuvollziehen - eben um daraus dann Rückschlüsse für die Praxis zu ziehen.
    Du hättest trotzdem gerne schon mal eine Verhaltensregel?
    Kein Problem! In höheren Lagen immer im möglichst tiefen Entengang watscheln, um dort unten einen etwas geringeren Luftdruck zu haben und dadurch möglicherweise den Taupunkt positiv zu verschieben. Schick doch bitte ein Foto und gib unbedingt Rückmeldung aus der Praxis, wie das so für Dich gelaufen ist. 8o
    Aber mir fällt gerade ein - mit dem motorisierten Wanderwagen und dem halben Hausstand darauf ist das Thema Alpin für Dich wohlmöglich sowieso gar nicht relevant? :/:?:

    Dann wohl doch noch mal zum Erkenntnisinteresse für die, die es gern in höhere Lagen zieht:
    Wann ist der Luftdruck für Kondensation und Feuchtigkeitsaufnahme zu vernachlässigen ist und wann nicht.
    'Normalerweise', also auf Meeresspiegel und etwas darüber ist das wohl irrelevant, denn da treten ja auch nur geringe Veränderungen auf. Aber wie verhält es sich nun mit Druckunterschieden um und bei -200hPa in Richtung Baumgrenze?
    Fällt das auch noch unter 'normalerweise' oder eben nicht? Da liest man eben wenig, da das für den Alltag eben tatsächlich kaum relevant ist. Aber da hat Waldläufer70der KI ja ein paar Anhaltspunkte entlockt: :thumbup:

    Zitat

    * Bei sehr hohen oder sehr niedrigen Luftdrücken, wie in Flugzeugen oder in tiefen Bergwerken.


    Auf Auf Meereshöhe beträgt der Luftdruck etwa 1013 hPa. Und in einem Flugzeug, liebe KI?

    Zitat

    In einem Passagierflugzeug wird der Kabinendruck typischerweise auf ein Niveau eingestellt, das dem Druck in etwa 1.800 bis 2.400 Metern Höhe über dem Meeresspiegel entspricht. Das entspricht ungefähr einem Druck von 700 bis 800 hPa (Hektopascal).

    Wir sind also auch hier bei etwa 200hPa Differenz - wie auch in Höhen der Baumgrenze im Vergleich zum Meeresspiegel.

    Sollte dem so sein, sollten Druckunterschiede in diesen Bereichen in ihrem Einfluss auf Kondensation und Feuchtigkeitsaufnahme also nicht zu vernachlässigen sein.

    Nur wie weiter?
    Eine ungefähre Daumenabschätzung, wieviel weniger Feuchtigkeitsaufnahme das nun bedeutet wäre für die Überlegungen der Lagerwahl in der Praxis grandios, aber vielleicht ist das tatsächlich nicht mal als Rule of Tens möglich, wie Motte148 anmerkt, das kann ich nicht beurteilen.

    Wie kam es dazu?
    Der Prompt dahin war relativ nichtssagend. Ich hatte zunächst nach einer modellartigen Formel/Berechnung gefragt, wieviel weniger Feuchtigkeit die Luft aufnehmen kann, wenn der Druck abfällt und die anderen Faktoren konstant bleiben.
    Ergebnis war daraufhin besagte Clausius-Clapeyron Gleichung - die eben nicht dahingehend hilfreich ist, wohingehend auch meine Nachfrage ging, nochmals auf den Faktor Luftdruck eingehend.
    Daraufhin bekam ich die obige vereinfachte Betrachtungsweise genannt (hoffentlich nicht fabuliert). Aber inwiefern die genannte Vereinfachung der KI - Sättigungsdampfdruck vereinfacht proportional zum Umgebungsluftdruck - tatsächlich noch als grobe Daumenregel noch zulässig ist oder nicht - ni idea!

    Aber vielleicht bin ich da ja tatsächlich eher einsam mit meinem Praxisinteresse für die Höhe, wie es die herrliche Einsamkeit in höheren und beschwerlicheren Lagen fernab vom Trubel der Wanderautobahnen ja auch andeuten würde - dann nevermind. :thumbup:
    Aber vielleicht finden sich ja auch noch ein paar andere Alpenveilchen mit Interesse an den spannenden Lagerstellen mit unschlagbarem Panorama! 8)

    Danke für's Mitdenken jedenfalls erstmal Waldläufer70 und Motte148 - und wer noch über etwas relevantes stolpert -immer her damit! :)

  • Moin,

    Oh Schreck 😟 wie soll ich denn das ganze Wasser aus der Bucht bekommen.............hat hier jemand ein paar leistungsstarke Pumpen?

    Gruß von der Ostsee

    Abdecken oder Auspumpen helfen da wohl eher nicht. ^^

    Was aber am Meer zu beachten wäre, ist der Wind. Ablandiger Wind, der besonders nachts und in der kalten Jahreszeit auftritt, ist in der Regel trockener als auflandiger.

    Wenn Du also im Winter an der Bucht übernachtest, kann Dir nichts passieren. 8)

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • hangloose Ich freue mich, dass der Thread dich dazu angeregt hat, noch einmal tiefer in dieses Thema einzusteigen. Und auf der theoretischen Ebene fände ich eine Klärung tatsächlich ebenfalls interessant. Allerdings werde ich als Strandcamper in Schleswig-Holstein nicht die 2000m Meter Grenze knacken. Da ist knapp unter 170m Schluss.

    Nicht verstanden habe ich, inwiefern das relevant ist. Geht es dir darum, ob du bei entsprechender Luftfeuchtigkeit lieber noch etwas weiter wanderst, um dann einige hundert Meter tiefer deine Matte aufzuhängen?

    Aber ich kann bei meinem nächsten Flug fragen, ob ich im Frachtraum mitfliegen kann und dort die Hängematte aufhängen darf. Ich muss dann nur noch wissen, wie ich was messen soll ;)

  • So in der Art, ja. Auch wenn der Temperaturabfall in der Höhe immer den größeren Anteil ausmachen wird, gibt es ja im Hochsommer dann auch in der Höhe noch Temperaturen, die eher unproblematisch sind.

    Wenn der niedrigere Luftdruck in der Höhe aber darüber hinaus ein relevanter Faktor ist, sollte man den even bei der Lagerwahl je neben den sonstigen Faktoren im Hinterkopf behalten, um keine unerwarteten Überraschungen zu erleben, wenn lediglich auf die Temperatur geschaut wird.

    Manchmal hat man ja eh einfach noch Luft und überlegt, ob man den nächsten Auf- oder Abstieg noch mitnimmt oder sich für morgen aufhebt.:)||

  • Ich bin ja so ein Alpencamper und in der Praxis habe ich mir noch nie Gedanken über den Luftdruck gemacht, sondern nur über die Temperatur und auch da nie wegen der Feuchtigkeit.

    Wenn Nebel angesagt ist, wird kurzfristig meist dessen Obergrenze prognostiziert, falls möglich ist es also besser drüber zu schlafen (ist auch schon schief gegangen und ich erwachte am Morgen in einem tropfenden Wald, doch da hat das Moskitonetz das allermeiste aufgefangen).

    Ich finde die Überlegungen zu Luftdruck und Feuchtigkeit ja interessant, nur stellt sich mir die Frage, inwiefern die unterwegs relevant sein könnten. Messt ihr unterwegs die Luftfeuchtigkeit und berechnet dann die zu erwartende Luftfeuchtigkeit für verschiedene potentielle Lagerplätze in verschiedenen Höhenlagen bei Annahme der zu erwartenden Temperatur? Und entscheidet euch dann aufgrund dieser Resultate für einen Lagerplatz?

    Wenn ich oben schlafen will, dann schlafe ich oben, wenn unten, dann unten und Hinweise darauf, was schlauer ist, ziehe ich aus der Beobachtung der Natur, also ob es gewittrig ist, es irgendwo Nebel hat oder zu erwarten ist, wie der Wind weht, wie warm es ist etc. Und natürlich, falls möglich, aus der Wettervorhersage.

  • Äußerst spannend dieses Thread, Physik habe ich immer gemocht :saint:

    Ich habe hier öfters von wasserdichter und atmungsaktiver TQ und UQ gelesen. Was meint ihr damit? Ich meine welche Materialien und in welcher Kombination?

    Ich habe mir bis jetzt mühsam paar Daunenquilts zugelegt, haben aber keine Membran a la goretex oder ähnliches. Ein UQ-Protector soll auch mal dazu kommen, der ist aber idR wasserABWEISEND „nur“.

  • Häng Dich niemals neben ein Gewässer. Liegt die Wassertemperatur über der der Luft, steigt an der Wasseroberfläche Nebel auf, der sich unmittelbar als Tau überall absetzt.



    So ungefähr war das gemeint? Ist halt so schön am Wasser...! War aber zum Glück eine sehr warme Nacht gestern. Kein Nebel, kein Tau. :thumbup: Dafür ein paar Sturmböen. ;)

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