Perfekter improvisierter Underquilt auch für Dauereinsatz? DIY

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  • Hallo zusammen,

    keine Ahnung ob ich etwas Neues erfunden habe, oder ob das in der Art schon unzählige Andere verwenden. War mir zumindest vorher nicht bekannt.

    Ich möchte euch hier ein extrem unkompliziertes , vielseitiges und verstellbares Aufhängesystem vorstellen, dass einem innerhalb von max 5 min aus jeder rechteckigen Decke, ein perfektes Unterquilt zur Verfügung stellt. Es müssen nur einmalig 5 min investiert werden. Danach ist das ganze System als voll funktionsfähiges Unterquilt verpackbar und unterwegs verwendbar.

    Es sind keinerlei besonderen Kenntnisse erforderlich das Aufhängesystem zu bauen.

    Es benötigt folgende Materialien:

    2x kleine Materialkarabiner

    Baumarkt

    4x Minikarabiner

    z.B. auf Amazon "Temlum 2,5 cm Mini Karabiner Set"

    4x Leinenspannerblitzverschlüsse

    extremtextil
    ✔ Stoffe Meterware ✔ Bänder ✔ Kordeln ✔ Klettband ✔ Reißverschlüsse Spezialist für Outdoor- und Sportausstattung
    www.extremtextil.de

    6x Klemmen

    z.B. auf Amazon "YIXISI 50PCS Zelt Clips"

    4x kurze Stücke Paracord (hier schwarz)

    2x 5mm Gummikordel (hier rot)

    5mm Durchmesser
    &#10004; elastische Kordeln 5mm Meterware &#10004; dicke Kordeln 5mm &#10004; dünne Kordeln 5mm &#10004; Nähbedarf. <br>extremtextil: Spezialist für Outdoor-…
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    2x 3mm Gummikodel (hier schwarz)

    3mm Durchmesser
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    Ersteinmal sende ich euch ein paar Fotos der Aufhängung an sich:

    Das ist das fertige System. Dieses wird natürlich zwei mal benötigt.

    Für den einfacheren Nachbau sende ich noch ein paar Detailaufnahmen, die das Ganze selbsterklärend darstellen sollten:

    Erstes werden zwei kurze Stücke Paracord zu ei er Schlaufe geknotet. An einem Ende ein Knoten, am anderen Ende eine kleine Schlaufe. Zwischen die beiden Knoten wird die eine Hälfte der Blitzverschlüsse eingesetzt.

    Die schwarze 3mm Gummikordel erhält an einer Seite einen Minikarabiner (der später in eine Schlaufe am Paracord eingeclipst wird) und am anderen Ende das Gegenstück der Blitzverschlüsse. Die Leine kann in der Länge darin frei verstellt werden. In die Mitte kommen mindestens 3 der Klemmen.

    Die rote 5mm Gummikordel erhält ebenfalls an einer Seite einen Minikarabiner (der später in eine Schlaufe am Paracord eingeclipst wird) und am anderen Ende das Gegenstück der Blitzverschlüsse. Die Leine kann in der Länge darin frei verstellt werden.

    Zusammengesetzt werden die drei Bauteile wie auf dem ersten Bild weiter oben ersichtlich.

    Zusätzlich benötigt man jetzt irgendeine rechteckige Decke. Probiert habe ich es mit Wolldecken, einem Daunen-Deckenschlafsack, wasserabweisenen Outdoordecken von Voited und sogar mit normalen Decken die man zuhause im Bett verwendet. Funktioniert jedesmal perfekt. Ich habe nun stets das perfekte Underquilt, dass zu jeder Situation passt. Das Ganze mit minimalen Kosten. Das tolle ist, ich habe immer eine Decke und gleichzeitig ein Underquilt dabei. Quasi Multiuse.

    Egal welche Situation und welche Hängematte. Ich habe immer eine Decke zuhause die gerade perfekt zu meinen Bedürfnissen passt.

    Nun zur eigentlichen Installation des Systems:

    Ich nehme eine beliebige Decke. Diese wird an der schmalen Seite gedanklich geviertelt. Die beiden äußeren Viertel werden jeweils zusammengerafft und mit den beiden Paracordstücken aus dem zweiten Bild eingeschlauft. (Da rutscht nichts raus, da sich die Schlaufen selber zuziehen)

    Man verbindet nun die schwarze und die rote Gummikordel mit den Paracordstücken, wie oben ersichtlich.

    Die Klemmen an der schwarzen Gummikordel werden nun so an der Decke befestigt, dass die Decke an die Hängematte gepresst wird. Die warme Luft kann somit im Einsatz nicht entweichen.

    Da Bilder mehr erklären als 1000 Worte, hier ein paar Aufnahmen der Aufhängung im Einsatz:

    Ich bin hemmungslos begeistert. Das System ist wochenlang indoor und auch Outdoor erprobt. Meine Daunen-Underquilts von Cumulus bleiben seit dem meistens zuhause.

    Wie man sieht kann man das so entstandene Quilt noch mit weiteren Klemmen an der Hängematte befestigen, dass sie an Ort und Stelle bleibt.

    Wer nach diesem Post noch überteuerte Underquilts kauft, ist fast schon selber schuld. :D

    Ich freue mich dass ich hier mal wieder etwas sinnvolles beisteuern konnte und empfehle den Nachbau wärmstens. ;)

    Viele Grüße

    3 Mal editiert, zuletzt von Basti G. (12. Juli 2024 um 23:46)

  • Gute Sache, aber: Ein Wookie-Typ DIY-UQ ist fast genauso schnell gemacht und das Isoliermaterial liegt besser am Körper an als durch einzelne Schnüre die eine Decke auf Zug halten. Die islolierenden Fasern sollten sich genauso an den Körper anschmiegen, wie bei einer Decke mit der man sich zudeckt, und solten daher nicht aufgespannt werden. Dafür ist das meiste isolierende Material nicht konzipiert.

    "irgendeine rechteckige Decke" würde ich auch nicht empfehlen, sondern Polyesther-Fasern mit einem dünnen Außenmaterial, wie man es aus dem Outdoorbereich von den meisten Schlafsäcken kennt. Das ganze noch winddicht zu kriegen ist auch nochmal eine Herausforderung.

    Denke nicht, dass Du mit der gelben Decke bei 5-8C° mit etwas Wind noch gut schläfst. Der Loft muss gut anliegen und darf nirgends Luft ziehen (Wind).

    Hast Du Spaß am DIY empfehle ich Dir definitiv mal einen DIY "Sookie" (synthetic) zu nähen, weil ich glaube der wird Dir von der Passform und Komfort noch besser gefallen.

    Ich sehe es genauso wie Du. Verstehe auch nicht wieso man sich für viel Geld teure UQs bestellt, wenn man sich relativ einfach selbst etwas nähen kann, womit man sehr gut schläft, mit Material was man teilweise geschenkt bekommt.

    Finde Deinen DIY-UQ gut gelungen, aber meinen Ansprüchen würde es als DIYler nicht (mehr) genügen.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (12. Juli 2024 um 14:28)

  • Ich sehe es genauso wie Du. Verstehe auch nicht wieso man sich für viel Geld teure UQs bestellt, wenn man sich relativ einfach selbst etwas nähen kann, womit man sehr gut schläft, mit Material was man teilweise geschenkt bekommt.

    Vielleicht weil es eine bequeme Lösung ist, wenn man viel Geld aber wenig Zeit hat?

  • OT

    Alter Falter,

    was geht denn hier ab?

    Da ist einer von seiner DIY-Idee total begeistert, macht sich in seiner grossen Freude echt die Mühe, Fotos zu erstellen, hilfreiche links und Empfehlungen zusammenzutragen, einen Faden für alle aufzumachen und dann...

    "Anderes Thema..."

    "Gute Sache, aber..."

    Vielleicht erstmal die Mühe des TE anerkennen, mitfreuen und danke sagen?

    Vielleicht erst danach etwas vorsichtig mit konstruktiven Anmerkungen daherkommen und nicht sich dabei auch noch selber auf die Schulter klopfen?

    Ja, ich bin hier weder Admin noch Mod (und die dürfen diesen Post auch gerne löschen, wenn sie ihn hier unangemessen finden). Ich bin hier auch "nur User" wie jeder andere.

    Aber irgend etwas hat mich hier grad ordentlich getriggert.

    Was ich an dieser Forengemeinschaft wirklich ausserordentlich schätze und geniesse, sind der tolle Umgangston und die beeindruckende Hilfsbereitschaft. Unterschiedlichkeiten werden hier in aller Regel konstruktiv diskutiert, vor allem aber respektiert.

    Und ich wünsche mir sehr, dass es auch so bleibt!

    Grüsse von jenshelge,

    der leider überhaupt nicht nähen und knoten, dafür eben andere Sachen ziemlich gut kann und der sich sein Hängemattenzeugs nach und nach erkauft und dafür ziemlich eisern zusammengespart hat.

    Back2Topic, ich bin wieder still hier.

  • Hey Basti G. lass dich von den Kommentaren oben nicht verwirren, das war bestimmt nicht bös gemeint.....

    Aus meiner Sicht hast du hier ein perfektes Beispiel für eine gut durchdachte und sauber umgesetzte Bastelarbeit vorgestellt.

    Mit einfachen Mittelen, die man normal zu Hause hat, eine Funktionalität zu erreichen (oder zumindest sehr nahe drann zu kommen) die sonst nur mit deutlich mehr Investitionen ( Material / Fertigung / Arbeit / Zeit) zu erreichen ist sehe ich als die Krönung des Bastelns an.

    Die Flexibilität in deinem System liegt ja darin das es auf einfachste Art an jede Hängematte angepasst werden kann und das es durch die Wahl der Decke auch an jede Temperatur oder Einsatz adaptiert werden kann. Das geht bei den meisten käuflichen System in derart nicht.

    Don't Panic

  • Mittagsfrost 12. Juli 2024 um 17:28

    Hat den Titel des Themas von „Perfektes improvisiertens Underquilt auch für Dauereinsatz? DIY“ zu „Perfekter improvisierter Underquilt auch für Dauereinsatz? DIY“ geändert.
  • Dann ist das falsch rüber gekommen. Ich find es auch sehr gut gelungen, und es funktioniert ja auch. Das ist die Hauptsache.

    Ich habe am Anfang auch echt lange gesucht bis ich dann beim Sookie hängen geblieben bin. Das war als Anregung gedacht, sonst nichts. Bin den gleichen Weg gegangen und habe erstmal Decken mit Schnüren genommen.

  • Basti G. mir gefällt deine Konstruktion sehr gut und ich finde, dass du dir viel dabei überlegt hast. Mir gefällt vorallem, dass du das Projekt so ausführlich und gut nachvollziehbar dargestellt hast und dass bei deinem System keine seitlichen Gummizüge nötig sind, die mich nämlich bei fast allen gekauften UQ (bis auf den Wooki) stören, weil sie an Kopf und Füßen entlanglaufen.

    Auf den Fotos sieht es auch so aus, als ob die Decke überall gut an der HM anliegt und wer nicht gerade bei 0 Grad draußen übernachtet, hat damit sicher eine gute und flexible Möglichkeit (durch die Verwendung von verschieden warmen Decken) einen wärmemäßig passenden UQ mit relativ wenig Aufwand zu fabrizieren. :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Decken haben fast alle Leute und da dein System an jeder beliebigen Decke befestigt werden kann, ist das eine gute Möglichkeit sich einen passenden UQ (vor allem für zu Hause oder den Besuch bei Freunden) zu machen. Und da die meisten Freunde auch Decken haben, braucht man den eigenen UQ dann nicht mal mitbringen, knipst einfach das System an deren Decken und fertig... insofern spielen dann Packmaß und Gewicht auch keine Rolle :)

  • Freut mich, dass meine Bastellei bei dem ein oder anderen Anklang findet.

    Es ist schon klar, dass ein komplett selbst genähter Underquilt wesentlich optimierter sein kann. Gewichtsoptimiert, perfektes Packmaß, anständiger Wärmekragen usw.

    Wenn ich mit Rucksack oder Fahrrad unterwegs bin, werde ich auch weiterhin einen meiner Cumulus Underquilts mitnehmen. Dafür sind sie gedacht und auch optimiert. Allerdings ist mir die Länge von nur 150 cm immer ein Dorn im Auge. Entweder wird der Kopf oder die Füße kalt, wenn man nicht zusätzliche Maßnahmen ergreift.

    Ich wollte also was längeres zum gemütlichen chillen, fernab von Ultraleicht.

    Babamm...hier ist die simple Lösung!!!! :thumbup: 8)

    Ich habe das System nun seit Monaten im Einsatz. Je nach verwendeter Decke funktioniert das sehr wohl auch bei richtig tiefen Temperaturen. Hängt man zum Beispiel die Voited Cloudtouch drunter ist das richtig mollig warm und cozy.

    Für zuhause, Carcamping am Bulli, im Garten usw. ist das für mich eine super funktionierende und flexible Lösung. Vielleicht auch als Zweit oder Drittlösung.

    Auch ist es toll, wenn man eine richtig große Isolierung unter eine 4 Meter Hängematte spannen will. Selbst unter meiner mexikanischen Netzhängematte oder meiner 12ft Onewind funktioniert es bombe.

    Im Sommer am Meer bei ner steifen Brise reicht es auch einfach mal auf die Schnelle die Wolldecke drunter zu hängen. Ich hab auf jeden Fall nun immer ein Set der Aufhängung im Bulli liegen. Irgend ne geeignete Decke ist eh immer im Gepäck.

    Alles muss immer zum Einsatz und zu den persönlichen Bedürfnissen passen, das ist ja klar.

    Von daher bin ich definitiv nicht beleidigt, wenn einer schreibt, dass sein eigenes Nähprojekt viel besser ist. Sei jedem gegönnt. :thumbup: :*

    Ich hätte aus der Ferne sicher auch nicht vermutet wie gut das Ganze abdichtet und funktioniert.

    Hab ja auch schon diverse Lösungen durch...aber diese Bastellei begeistert mich wirklich aufgrund der Einfachheit und Vielseitigkeit sehr.

  • Anderes Thema

    Was für ein Ständer ist das? Ich habe bisher keinen günstigen gefunden der gut für 11&12 Fuß Matten gepasst hat 😅

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    Ist dieser Ständer. Habe ihn etwas mit Klebefolie in Holzoptik aufgehübscht. Funktioniert auch mit 4 Meter Hängematten und lässt sich sehr platzsparend und schnell verstauen.

  • Schaffell nutze ich selbst in 2x1m im Winter indoor. Dazu gibt es hier auch irgendwo einen Faden. Auch sehr gemütlich in der Matte. Zum drunterspannen ist das Fell sicherlich zu steif, bzw.Für meine Aufhängung auch zu schwer.

    Basti G.
    1. November 2020 um 23:55

    Einmal editiert, zuletzt von Basti G. (14. Juli 2024 um 01:00)

  • wie sieht es mit einem Schaffell aus als Unterlage / Underquilt?

    Also zum kuscheligen reinlegen ist das Schaffell super. Verrutscht aber schnell und das hineinlegen finde ich bei der GE Matte auch fündig. In der Crosshamock geht's einfacher.

    Als Underquit Stelle ich es mir Recht kompliziert vor das Fell unter die HM zu fixieren. Zudem sind die Felle nicht lang genug.

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