Fahrradanhänger BOB YAK

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  • Guckt Euch bitte den Radanhänger BOB YAK an.

    jenshelge : klar hatte ich und habe ich ihn auf dem Schirm. Die gefederte Variante ist gerade im Angebot, kostet neu aber immer noch gemschmeidige 649,-- Euro und wiegt ca. 7,5 KG. Das ist so ziemlich das Gewicht, was ich üblicherweise auf dem Rücken habe (ohne Wasser). Daher macht das für mich keinen Sinn. Und das Rad mit Anhänger den Berg hochschieben ist bestimmt kein Spaß. Auch wenn Du mal eine Strecke mit den Öffis fährst, musst Du den Anhänger auch noch irgendwie mitbekommen. Für mich und vor allem für meine Touren macht er daher keinen Sinn.

    Bei längeren Touren, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, bin ich üblicherweise alle 1 bis 2 Tage irgendwo im Lebensmittelladen und kaufe Nachschub oder eben frische Sachen. O.k., beim Bob nimmst Du die gelbe Tasche mit rein, bei meinem Rad zwei Satteltaschen. Ich frage mich immer, wie die Bikepacking-User das machen. Alle Taschen abmontieren? Vertrauen, dass nichts geklaut wird? Das Rad einfach mit in den Laden nehmen? Und wie macht Ihr das, wenn es mal in die Pension geht?

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  • Moin ins Forum,
    ich nehme diesen Post mal aus seinem ursprünglichen Faden raus, damit es da nicht OffTopic weitergeht.

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    Zitat
    Zitat von jenshelge Guckt Euch bitte den Radanhänger BOB YAK an.

    jenshelge : klar hatte ich und habe ich ihn auf dem Schirm. Die gefederte Variante ist gerade im Angebot, kostet neu aber immer noch gemschmeidige 649,-- Euro und wiegt ca. 7,5 KG. Das ist so ziemlich das Gewicht, was ich üblicherweise auf dem Rücken habe (ohne Wasser). Daher macht das für mich keinen Sinn. Und das Rad mit Anhänger den Berg hochschieben ist bestimmt kein Spaß. Auch wenn Du mal eine Strecke mit den Öffis fährst, musst Du den Anhänger auch noch irgendwie mitbekommen. Für mich und vor allem für meine Touren macht er daher keinen Sinn.

    Bei längeren Touren, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, bin ich üblicherweise alle 1 bis 2 Tage irgendwo im Lebensmittelladen und kaufe Nachschub oder eben frische Sachen. O.k., beim Bob nimmst Du die gelbe Tasche mit rein, bei meinem Rad zwei Satteltaschen. Ich frage mich immer, wie die Bikepacking-User das machen. Alle Taschen abmontieren? Vertrauen, dass nichts geklaut wird? Das Rad einfach mit in den Laden nehmen? Und wie macht Ihr das, wenn es mal in die Pension geht?

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    Quelle: RE: 66-Seen-Wanderweg: Eine Reise in Etappen

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    Dazu hatte ich dann erst per interner Konversation geschrieben, aber vielleicht ist das ja auch für andere von grundsätzlichem Interesse:


    "7.5kg auf dem Rücken oder hinter dem Rad sind ein Unterschied wie Tag und Nacht. Den leeren Anhänger hinter dem Rad spürst Du nicht.

    Öffis damit sind shice, bei der DB sind Anhänger (wie auch eBikes und Trikes) nicht mal erlaubt. Demontiert passt er in einen 120l Müllsack und geht als Handgepäck mit - trotzdem zugegeben doof: Rad, Gepäcktasche und Anhänger (im Müllsack) allein zu händeln*.

    Rolltreppe mit Gespann geht in beide Richtungen (runter habe ich anfangs jemanden zum Festhalten gebeten, war bei meinem Gespann aber nicht nötig). 24" BMX und Anhänger "rasten" ziemlich sauber in die Treppenstufen ein. Bei 28" Reifen mag das anders sein, aber das Vorderrad stellt man ja eh quer.

    Die Tasche hab ich vor Geschäften immer im Hänger gelassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand klaut. Lediglich das Rad habe ich abgeschlossen.

    In Unterkünften habe ich Rad und Hänger aneinander geschlossen. Den sperrigen Klumpatsch will niemand wegschleppen.

    Die gefederte Version ist unnötig teuer und unnötig schwer. Einfach den ungefederten Anhänger nehmen und den Mantel "Big Apple" von Schwalbe draufziehen. 2bar drauf und gut. Federt gut und hoppelt nicht. (Ich halte das Federbein für einen absoluten Marketing-[ZENSUR].)

    Der Big Apple ist ein beliebter Reifen extra für Lastenräder. Mglw. in der richtigen Größe (14"?) schwer zu bekommen. Ich habe ihn in keinem Hamburger Laden auftreiben können und letztlich über kleinanzeigen.de erstanden.

    Für den Apple spricht außerdem, dass er nahezu profillos und leise ist. Wozu braucht der da hinten den Stollengrip des Originalschlappens? - eben.

    Ich will Dich nicht überzeugen, nur Erfahrungen mitteilen. Es spricht auch einiges für "Gepäck am Rad", z.B. in Fahrstühlen oder eben Öffis. Auf Radfahrt selber erachte ich den Hänger als komfortabler - obwohl immer alles in nur einer großen Tasche steckt, was auch mal nervig sein kann. Aber es ist ja eine Radtour und keine Reise im Campingmobil.

    so long

    jenshelge

    * durch die Griffschlaufen kann man die Tasche für kurze Strecken auch mal als Rucksack tragen. Z.B. beim Einsteigen in den Zug oder wenn man das Gespann mal eine Treppe hochziehen und die Tasche gleich dabei haben will."


    So, hier noch das Video (mit 21kg beladen und gefahren wird ab 2`18)

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  • Schöner Bericht von der Seentour 👍

    Ich frage mich immer, wie die Bikepacking-User das machen. Alle Taschen abmontieren? Vertrauen, dass nichts geklaut wird? Das Rad einfach mit in den Laden nehmen? Und wie macht Ihr das, wenn es mal in die Pension geht?

    Weil ich mich da angesprochen fühle: Beim Einkaufen lass ich alles ausser Geldbeutel und Handy (=Navi und Kamera) am Rad und vertraue auf das Gute im Menschen, respektive darauf, dass es ein bisschen mühsam ist, da an etwas ranzukommen, was einigermassen wertvoll ist. Mir ist in über 20 Jahren nie etwas weggekommen; ich bewege mich da aber allerallermeistens auch nicht in Grossstädten.

    Bei Pensionen gibt es meist die Möglichkeit, das Rad irgendwo unterzubringen.

  • Ich finde das Video von jenshelge zum BOB super. Wenn ich einen Anhänger bräuchte würde ich ihn sofort kaufen. Allerdings habe ich eigentlich keine größeren Lasten zu transportieren und für meine Einkäufe (ich wohne so, dass Lebensmittelmärkte jederzeit erreichbar sind) reicht mein Fahrradkorb - evt. mal ne Packtasche dazu.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es sich mit dem Anhänger viel besser fahren läßt, als mit einem vergleichbar schwer beladenem Rad.

    Zitat
    504-9e12f5c3a2ba378c337779a9a933cd2e1a7baf22.webp Zitat von Levi wiegt ca. 7,5 KG. Das ist so ziemlich das Gewicht, was ich üblicherweise auf dem Rücken habe (ohne Wasser).

    Beim Anhänger liegt das Gewicht aber auf der Strasse. Das muss man zwar ziehen, aber ich glaube, dass 7 kg auf dem Rücken unangenehmer sind.

    Besonders toll finde ich, wie gut der Anhänger hinterherläuft, was man bei dem Slalomfahren und der Drohnenaufnahme sehr gut sieht. Das hätte ich mir voher nicht vorstellen können.

    Einmal editiert, zuletzt von barfuß (26. Oktober 2023 um 22:52)

  • Ich habe den Anhänger "BoB YAK" seit einem Jahr auch. Das Rad fährt sich damit sehr angenehm. Allerdings finde ich, dass man das Gewicht des beladenen Anhängers in jeder Steigung sehr deutlich spürt. Den von jenshelge erwähnten Reifen könnte ich mir aber mal anschauen, auch wenn die Last dadurch natürlich nicht leichter wird. Meine bisherige Erfahrung mit dem Anhänger bezieht sich auf ein paar wenige Ausfahrten mit dem für längere Touren zu erwartenden Gepäck. Vorstellen könnte ich mir mit dem Anhänger eine längere Tour einem Fluss entlang, insbesondere in Richtung Meer. (PS: Ich lebe in der Schweiz, wo längere flache Strecken abseits von Flüssen eher selten sind.)

  • Allerdings finde ich, dass man das Gewicht des beladenen Anhängers in jeder Steigung sehr deutlich spürt

    Das ist sicher richtig. Allerdings fand ich das auch, wenn ich mit voll beladenem Fahrrad eine leichte Steigung hinauffuhr. Ob es einen Unterschied macht, ob das Gepäck am Rad befestigt ist oder auf dem Anhänger liegt, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr das Gewicht als solches ist. Wer mal mit einem Kind im Kindersitz über dem Gepäckträger gefahren ist, weiß, was ich meine....

  • Ich habe zwar kein Yak, aber häufig einen anderen Anhänger.

    Im Zweifelsfall verzichte ich immer auf den Anhänger, weil er einfach 10Kg Zusatzgewicht bringt - oder vielleicht 8kg, wenn man den Gepäckträger und die Taschen, die man sonst braucht, abzieht. Bei mir geht es immer bergauf und da merkt man das Zusatzgewicht.

    Abgesehen davon ist ein Anhänger natürlich eine tolle Sache. Ich brauche ihn v.a. für den Hund, aber auch um allerlei zu transportieren. Auf längeren Touren ist er cool, weil man, wenn man ihn abkoppelt und zB auf dem Camping stehen lässt, wieder ein sportliches Rad hat und kein Trekkingrad mit Gedöns.

    Ich habe keine Erfahrung mit einspurigen Anhängern, kann mir aber vorstellen, dass das Fahrverhalten da noch besser ist. Das Zusatzgewicht bleibt halt bestehen.

  • Das ist sicher richtig. Allerdings fand ich das auch, wenn ich mit voll beladenem Fahrrad eine leichte Steigung hinauffuhr. Ob es einen Unterschied macht, ob das Gepäck am Rad befestigt ist oder auf dem Anhänger liegt, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass es mehr das Gewicht als solches ist. Wer mal mit einem Kind im Kindersitz über dem Gepäckträger gefahren ist, weiß, was ich meine....

    Ich habe da eher auf "den Anhänger spürst du nicht" reagiert. Das stimmt in flachem Gelände. Sobald es bergauf geht, wird es anstrengend. Der Vorteil des Anhängers gegenüber Packtaschen ist, dass der Schwerpunkt tief bleibt und das Rad selber nicht zusätzlich belastet wird (ausser die Bremsen, wenn es runtergeht). Im Vergleich zum Wandern: Der leere Anhänger wiegt bereits gute 6 kg, ein Rucksack für die gleiche Ausrüstung wiegt oft weniger als 1 kg.

  • Bei längeren Touren, egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, bin ich üblicherweise alle 1 bis 2 Tage irgendwo im Lebensmittelladen und kaufe Nachschub oder eben frische Sachen. O.k., beim Bob nimmst Du die gelbe Tasche mit rein, bei meinem Rad zwei Satteltaschen. Ich frage mich immer, wie die Bikepacking-User das machen. Alle Taschen abmontieren? Vertrauen, dass nichts geklaut wird? Das Rad einfach mit in den Laden nehmen? Und wie macht Ihr das, wenn es mal in die Pension geht?

    Back to topic.

    OT: Wie remorque schon sagt: Gepäck dran lassen, Wertsachen mitnehmen - habe ich schon zu Schwerlastzeiten in vielen Ländern Europas so gehandhabt und nie ist was weggekommen, jetzt mit Gravels und Bikepackingtaschen ebenso. Wir haben für die Gravels ein einfaches, ummanteltes längeres Kettenschloss, damit werden die Bikes zusammengeschlossen, der Rest bleibt dran. Das Schwerlastrad hatte ich früher für kürzere Einkäufe noch nicht mal abgeschlossen, weil ich mit Bepackung so schlecht an das am Rahmen befestigte Schloss kam.

    Wenn wir in einer Pension oder im Hotel übernachten, nehme ich die Arschrakete ab, die Lenkertasche bleibt dran, die ist mir zu fummelig zum täglichen Abnehmen, QR hin oder her. Inhalt der Lenkertasche, die wir im Zimmer benötigen, kommt in einen Faltrucksack. Und die Räder selbst können immer irgendwo unter kommen. Neulich, in einem Hotel in Zürich, durften wir sie im Mini-Aufzug hochkant gestellt in den Abstellraum im 1. Stock mitnehmen.

  • Der leere Anhänger wiegt bereits gute 6 kg, ein Rucksack für die gleiche Ausrüstung wiegt oft weniger als 1 kg

    Den Vergleich verstehe ich nicht:

    - den Anhänger muß ich - im Gegensatz zum Rucksack - ja nicht tragen. (Vielleicht entspricht der Kraftaufwand um 6 kg hinterherzuziehen dem 1 kg, das ich sonst tragen müsste?)

    - der Anhänger trägt doch viel mehr und schwereres Gepäck. Wenn ich nur wenig und leichtes Gepäck habe, brauche ich schließlich keinen Anhänger, oder?

  • Den Vergleich verstehe ich nicht:

    - den Anhänger muß ich - im Gegensatz zum Rucksack - ja nicht tragen. (Vielleicht entspricht der Kraftaufwand um 6 kg hinterherzuziehen dem 1 kg, das ich sonst tragen müsste?)

    - der Anhänger trägt doch viel mehr und schwereres Gepäck. Wenn ich nur wenig und leichtes Gepäck habe, brauche ich schließlich keinen Anhänger, oder?

    Wir reden ja nicht von flachem Gelände, sondern von Steigungen. Und da merke ich die zusätzlichen rund 7 kg (mit Packtasche) deutlich stärker als mit dem (nur etwa 1 kg schweren) Rucksack beim Wandern.

    Wenn ich 10 kg Ausrüstung mitnehmen möchte, dann wuchte ich - in meinem Vergleich - 11 kg zu Fuss den Berg hoch. Mit dem Anhänger sind es um die 17 kg (die wasserdichte Packtasche ist vergleichsweise schwer). Auch ist der Schub des Anhängers im Gefälle stark spürbar. Die zu bewältigende Energie nimmt ja im Quadrat zur Geschwindigkeit zu.

    Bergauf darf ich mit dem Fahrrad eine gewisse Mindestgeschwindigkeit nicht unterschreiten, ohne absteigen zu müssen. Die rund 17 kg muss ich dann in diesem Mindesttempo den Berg hochwuchten. Den Berg hoch wandern kann ich demgegenüber beliebig langsam.

  • Für Touren auf üblichen Radwegen ggf. eine Überlegung wert. Insbesondere für Langzeitreisende, die für sehr lange Touren viel Equipment mitnehmen möchten bzw. müssen. Da würde ich den auch in Betracht ziehen, wobei ich den Coho XC auch spannend finde.

    Auf meinen mehrtägigen Sommertouren (bis zu zwei Wochen) aus folgenden Gründen eher unpraktisch, weil:

    - Hindernisse wie Treppen, Umlaufgitter erfordern mehr Zeit und werden alleine kompliziert

    - bei schwerwiegendem Pannenfall hat man zusätzlich noch den Anhänger am Hacken, was eine Heimkehr mit Öffis schwieriger macht

    - es wird wieder mehr mitgenommen als nötig

    Beim ziehenden Gefährt von jenshelge bleibt ja quasi keine andere Wahl als auf einen Anhänger zu setzen. Aber mit solch einem Gerät sind auf ambitionierten längeren Touren sicherlich die wenigsten (freiwillig) unterwegs. 8o Aber klar, cool (Übersetzung für jenshelge : kuhl 😎) ist das natürlich schon mit so ner BMX Kiste.

    Am Ende ist es eben genauso individuell und anwendungsfall-abhängig wie beim Thema Hängematte. Und vor allem sind Theorie und Praxis zwei Paar Schuhe.

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (28. Oktober 2023 um 09:18)

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