Nachdem ich letztes Jahr nicht mit dabei sein konnte, war diesmal die Vorfreude auf das Segeln wieder groß.
Begonnen hat die Tour wieder in Altefähr, an der Südseite von Rügen, wo die Crew hinter dem Hafen abends die Zelte aufschlug - ich habe mich an zwei Bäumen fixiert, leider war es dann für ein Bild schon zu dunkel.
Das Wetter war ziemlich durchwachsen, aber dafür gab es viel Wind, mit dem wir in einem Rutsch bis Hiddensee durchsegeln konnten.
Die Hängematte habe ich wie üblich an den Masten zwischen zwei unserer Katamarane aufgebaut, was aber nur mit 5 m langen Bändern möglich ist.
Später kam noch ein Wintertarp dazwischen, weil es nicht nur reichlich Regen, sondern auch richtigen Sturm gab.
In seiner Art war das einer der spektakulärsten Sonnenuntergänge, die ich erlebt habe.
Am nächsten Tag kam endlich die Sonne raus.
Weil der Wind immer heftiger blies, habe ich mich am nächsten Tag hinter die Kiefern verkrümelt.
Das Flehen zum Wettergott hat uns zwar nur wenig Sonne, aber dafür reichlich Wind beschert.
Und so ging es einmal um die Insel herum zur Boddenseite, wo der Hafenmeister mir einen unkonventionellen Platz genehmigt hat.
Auch hier war wieder ein Tarp vonnöten, das nachts im Sturm heftig schlug.
Am nächsten Tag stand die längste Segelstrecke um das Kap Arkona herum an. Bei phänomenalem Wind waren die 50 km in knapp drei Stunden abgesegelt.
Am dortigen Anlegeplatz herrschte trotz Windstärke 4 nahezu Windstille, weil das Steilufer die Bucht abschirmt.
Auch hier waren die Boote wieder meine Aufhängung.
Direkt am Strand war aufgrund der Nässe auch ein Feuerchen vertretbar.
Am nächsten Morgen.
Die letzte Segelstrecke nach Sassnitz fand noch mal bei bestem Segelwind statt.
… und führte um die schönen Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund herum.
Mein Fazit: Obwohl ich hier schon oft unterwegs war, wird mir die diesjährige Tour wegen der spektakulären Winde noch lange in Erinnerung bleiben!