Mit der Hängematte auf Segeltörn (4)

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  • Nachdem ich letztes Jahr nicht mit dabei sein konnte, war diesmal die Vorfreude auf das Segeln wieder groß.

    Begonnen hat die Tour wieder in Altefähr, an der Südseite von Rügen, wo die Crew hinter dem Hafen abends die Zelte aufschlug - ich habe mich an zwei Bäumen fixiert, leider war es dann für ein Bild schon zu dunkel.

    Das Wetter war ziemlich durchwachsen, aber dafür gab es viel Wind, mit dem wir in einem Rutsch bis Hiddensee durchsegeln konnten.

    Die Hängematte habe ich wie üblich an den Masten zwischen zwei unserer Katamarane aufgebaut, was aber nur mit 5 m langen Bändern möglich ist.

    Später kam noch ein Wintertarp dazwischen, weil es nicht nur reichlich Regen, sondern auch richtigen Sturm gab.

    In seiner Art war das einer der spektakulärsten Sonnenuntergänge, die ich erlebt habe.

    Am nächsten Tag kam endlich die Sonne raus.

    Weil der Wind immer heftiger blies, habe ich mich am nächsten Tag hinter die Kiefern verkrümelt.

    Das Flehen zum Wettergott hat uns zwar nur wenig Sonne, aber dafür reichlich Wind beschert.

    Und so ging es einmal um die Insel herum zur Boddenseite, wo der Hafenmeister mir einen unkonventionellen Platz genehmigt hat.

    Auch hier war wieder ein Tarp vonnöten, das nachts im Sturm heftig schlug.

    Am nächsten Tag stand die längste Segelstrecke um das Kap Arkona herum an. Bei phänomenalem Wind waren die 50 km in knapp drei Stunden abgesegelt.

    Am dortigen Anlegeplatz herrschte trotz Windstärke 4 nahezu Windstille, weil das Steilufer die Bucht abschirmt.

    Auch hier waren die Boote wieder meine Aufhängung.


    Direkt am Strand war aufgrund der Nässe auch ein Feuerchen vertretbar.


    Am nächsten Morgen.



    Die letzte Segelstrecke nach Sassnitz fand noch mal bei bestem Segelwind statt.


    … und führte um die schönen Kreidefelsen des Nationalparks Jasmund herum.

    Mein Fazit: Obwohl ich hier schon oft unterwegs war, wird mir die diesjährige Tour wegen der spektakulären Winde noch lange in Erinnerung bleiben!

  • Danke für eure Resonanz! Hängen kann ich tatsächlich unter verschiedenen Gegebenheiten. Aber diesmal habe ich doch festgestellt, dass bei starkem Wind das Hängemattencamping an seine Grenzen kommt. In zwei Nächten musste ich gegen Morgen auch im Zelt Zuflucht suchen. Einmal, in Altefähr, weil es zu regnen begann und ich kein Tarp aufgespannt hatte, und einmal auf Hiddensee, weil der Wind einfach zu stark wurde.

    Die Sachen wurden durch den Wind immer recht schnell wieder trocken, aber es war schon merkwürdig, von Freunden und Verwandten zu hören, dass sie im Mittelmeerraum wegen Waldbränden ihren Urlaub abbrechen mussten, während man selbst mit Regen und Temperaturen unter 20 Grad zu kämpfen hat.

  • hangloose Ich hatte tatsächlich die Befürchtung, dass das dünne DCF-Tarp im Wind zerreißt. Außerdem habe ich die Türen mit Gummikordeln abgespannt, die sich so weit dehnten, dass effektiv kein Schutz mehr gegeben war. Letzteres werde ich zukünftig ändern, indem ich auch an den Türen ZingIt! verwende.

  • Tolle Tour, schöne Fotos! Habt ihr den Regen am Sonnabend noch mitgenommen? Das Problem mit dem Wind an der Küste habe ich öfters. Bei der Crosshammock habe ich den Schlafsacküberzug dabei, bei der GE die windsocke - auch bei unserer Rügen Runde, da habe ich sie aber nicht gebraucht. Portwein gehört natürlich auch dazu

  • .....Ich hatte tatsächlich die Befürchtung, dass das dünne DCF-Tarp im Wind zerreißt.

    Das kann ich nachvollziehen.

    Habe auf Croatien an meinem schönsten Strandhängeplatz ,den für mich

    stäksten Sturm "duchschaukelt".

    Mein System , das Tarp zu einem Cocoon zu schliesen , hat sich bewehrt.

    Da ich keine Abspannungen zum Boden habe , kann auch nichts ausreißen.

    Leider habe ich kein brauchbahres Foto gefunden.

  • Ich hatte tatsächlich die Befürchtung, dass das dünne DCF-Tarp im Wind zerreißt.

    Ist DCF nicht extra für Wind gemacht, also für Segel? Damit das zerreißt müsste es ja so stark stürmen, dass man mit dem Segelboot eigentlich nicht mehr raus fährt, oder? Oder hast du eine UL Variante des Stoffs genommen? Das mit den Gummis, die sich dehnen, versteh ich eher. Zwischen den Masten muss die Befestigung auch nicht so ganz fest gewesen sein. Wegen der Länge der Seile/Gurte. Viel Möglichkeit zum hoch Schaukeln. Rein theoretisch versteht sich. Kenne mich mit Hängematten noch nicht so aus.

  • Achhisan DCF kommt zwar ursprünglich aus dem Segelsport, aber die Ultraleicht-Trekking-Gemeinde nutzt eine abgespeckte und extrem leichte Grammatur dieses Materials, die nur 18 g / m2 wiegt. Vor Jahren hat Extremtextil eine Ausschusscharge davon verkauft, die nur 17 g wiegt und folglich noch etwas leichter/empfindlicher ist. Mein daraus gefertigtes Tarp hat zwar schon einiges abgehalten, aber der Sturm von der offenen See war mir gegen Morgen einfach zu heftig.

    Das Hauptproblem (das war auch die Frage von hangloose) resultierte aber daher, dass der Sturm die Daisy Chains, also die Aufhängebänder zum Vibrieren brachte, sodass ich mich in der Hängematte (die diese Schwingungen übertrug) wie in einer Rüttelmaschine fühlte. Da blieb dann nur das Zelt…

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