Klappmesser für Bushcraft - Empfehlungen?

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  • Inzwischen ist das Messer angekommen, aber es wird wieder zurück gehen. Das ist mir zu massiv. Ich wusste gar nicht, dass 4mm Klingenbreite so viel sind.

    Hinzu kommt, dass der Griff für meine Hände zu groß ist. Und von der Ausgewogenheit ist die Klinge deutlich schwerer als der Griff.

    Ausgeklappt kann es mit einem feststehenden Messer gleichziehen, zumindestens optisch.

    Insofern werde ich euch einen Test schuldig bleiben. Ich habe jetzt eine Alternative ins Auge gefasst und werde berichten, wenn sie da ist.

  • Leicht OT:
    Vermutlich dürften mir die meisten hier zustimmen, wenn ich sage, dass ein Messer eh zu wenig ist. Ein stabiles Messer, mit dem ich auch mal mit ein paar Schlägen Äste entferne oder etwas dünnere Äste durchhacken kann, ist mir für feine Schnitzarbeiten und insbesondere für die "Küchen-" Arbeit deutlich zu grob, durch die stabile/dicke Klinge ist es für viele reine Schneidarbeiten nicht die erste und nicht einmal die zweite Wahl.

    Neben einem solch stabilen Messer wirkt ein Taschenmesser dann wahre Wunder, die sowohl sehr scharfe, als auch dünne Klinge eines Opinels ist fürs Schneiden von Gemüse sooooo viel angenehmer. Aber auch eine ordentlich gepflegte (und scharf gehaltene) Klinge eines klassischen Victorinox ist dafür sehr gut geeignet und es bietet noch den Komfort der kleinen Säge, die in meinen Augen für kleinere Lagerarbeiten oft unterschätzt wird. Insbesondere die Säge an den etwas größeren 110er Victorinox Messern¹ ist prima (leider fehlt mir da öfter die kleine Klinge). Stöcke, die sich damit nicht flugs absägen lassen brauche ich weder zum Aufstellen des Tarps, noch um Holz für ein kleines Feuer und/oder einen Hobokocher zu machen. Selbst ein Dreibein für das Aufhängen eines größeren Topfes über dem Feuer ist kein Problem.

    Zum Holz für ein ordentliches Lagerfeuer im Winter zu machen ist mir dann eine ordentliche, große Säge und eine Axt (notfalls ein Beil) lieber - so langsam frage ich mich warum ich überhaupt einige feststehende Messer im Regal liegen habe, benutzen dürfte ich die nach meiner Ausführung ja nie - und das tue ich auch viel zu selten (dann aber sehr gerne)... :) 8)


    ¹ Vorsicht, die Klinge arretiert ist jedoch kürzer als 12cm und damit aus meiner Sicht auch in Deutschland nutzbar; jeder möge sich selber über §42a Waffengesetz informieren!

  • Das mit dem 42a wird immer aufgebauscht, so schwierig ist es allerdings nicht.

    - Klinge >12cm - verboten

    - einhändig zu öffnen und arretierend - verboten (Klingenlänge egal, auch 1cm nicht erlaubt)

    Mit Dolchen und Karambits wird hier wohl keiner in den Wald rennen.

  • Inzwischen ist das Messer angekommen, aber es wird wieder zurück gehen. Das ist mir zu massiv. Ich wusste gar nicht, dass 4mm Klingenbreite so viel sind.

    Hinzu kommt, dass der Griff für meine Hände zu groß ist. Und von der Ausgewogenheit ist die Klinge deutlich schwerer als der Griff.

    Ausgeklappt kann es mit einem feststehenden Messer gleichziehen, zumindestens optisch.

    Insofern werde ich euch einen Test schuldig bleiben. Ich habe jetzt eine Alternative ins Auge gefasst und werde berichten, wenn sie da ist.

    Schade, dass es Dir nicht gefällt und gut, dass du es umschicken kannst. Falls meine Empfehlung für Dich in die falsche Richtung ging, tuts mir Leid. Jetzt hast du zumindest eine Vergleichsmöglichkeit.

  • Moin,

    da bin ich mal auf dein nächstes Messer gespannt Sundance :)

    4mm Klinge wäre mir für die Hauptaufgaben im Lager auch zu wuchtig. Deshalb habe ich meist auch 2 Messer mit.

    Ein feststehendes für gröbere Arbeiten mit Scandi-Schliff und ein Klappmesser mit Flachschliff oder ein Neckknife für z.B. Küchenarbeiten oder kleine Schnitzereien. Oft nehme ich auch ein kleines Beil und eine Klappsäge mit.........jenachdem was ich so vor habe.

    Neckknives finde ich sehr praktisch, da immer schnell zur Hand und man merkt/sieht kaum daß man eins trägt.

    Ich achte bei Neckknives sehr auf eine stabile Messerscheide, Leder mit Kunststoff Insert oder eine stabile Kunststoff Scheide. Damit, falls ich mal nach vorne stürze, sich die Klinge nicht durch die Messerscheide drücken kann wenn ich aufs Messer falle...........tut bestimmt weh.

    Gruß von der Ostsee

    Einmal editiert, zuletzt von wuppitom (4. Mai 2023 um 14:26)

  • Ich hoffe auch, dass ich Dir da mit dem Scandi-Anschliff nicht auch einen für Dich falschen Floh ins Ohr gesetzt zu haben. Bedingt durch den Anschliff wird es sicherlich schwer einen dünneren Messerrücken zu bekommen, ohne dass die Klinge nicht zu zerbrechlich wird, also auch nicht bushcrattauglich.

    Tut nichts, was ich nicht auch täte

  • So, ich habe mich nun entschieden und es ist das EKA Swede 10 (Bubinga) für EUR 45,-- geworden. Schön fand ich auch, dass hier eine Gürteltasche mit dabei ist. Auch hat die Klinge eine Microfase und ich stelle mir vor, dass man es unterwegs so leichter scharf hält.

    Angesehen hatte ich mir ebenfalls das Cold Steel Finn Wolf 20NPF. Hier gefiel mir die Klingenform noch besser, aber es war mir von der Gewichtsverteilung zu klingenlastig.

    Attraktiv fand ich ebenfalls noch das Civivi Praxis C803H und auch das Civivi Elementum C907W (Ebenholz). Aber da hatte ich mir schon das EKA Swede bestellt und nun ist auch gut.

    Ich gebe zu: Vielleicht ist die Bezeichnung "Bushcraft-Messer" inzwischen etwas irreführend, weil es nun doch eher tendenziell ein EDC Messer geworden ist, aber nun denn.

    Jetzt steht die Praxis an.

    Danke noch mal für die Beratung.

  • Moin,

    Dann wünsche ich dir viel unblutigen Spaß mit deiner Wahl 👍🙂

    Ich denke wie ein Messer bezeichnet/eingeordnet wird ist letztlich egal. Hauptsache es gefällt dir und das Messer arbeitet wie es soll............

    Gruß Thomas

  • Jipp - und so spaltet es sich selbst mit deutlich zu wenig männlich anmutenden Messerchen erstaunlich gut.

    Treibt man dann noch einen (Holz)Keil dem Messerrücken hinterher, lassen sich so durchaus sehr ordentliche Kandidaten entzweien :thumbup:

    Ausrüstung durch skills ersetzen sagt man in der UL Philosophie ;)

  • Voll witzig wie dieses Thema so viele Beiträge triggert. In den Bushcraft Foren sind Themen wie "welches Messer heute? " mit tausenden Posts gefüllt. Ich kann die Faszination für schöne Messer gut nachvollziehen, habe mir selbst viele Rumlieger gekauft. Wenn man sich ehrlich macht, reicht das Victorinox für ( fast) alles. Hier mal reinhören: https://www.youtube.com/@FelixImmler

    Einmal editiert, zuletzt von noodles (16. Mai 2023 um 16:03)

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