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  • Ich war letzte Woche von Dienstag bis Samstag auf dem Niebelungensteig.

    Das Ganze war ein Test für den Sommer, wo ich mit ein paar Leuten 2 Wochen in Schweden unterwegs sein werde. Ziel des Tests war zu gucken wieviel Futter ich wirklich einpacken muss, da wir im Sommer auch bis zu 5 Tage ohne Resuply haben werden und ich sonst eigentlich gerne Unterwegs esse.

    Da mein Schlafsack für die Crosshammock noch nicht angekommen war, war das relativ schwere XLC Setup mit Minifly dabei.

    Scheiß Wetter war angesagt und ich wollte meinen Schirm etwas besser kennen lernen. Dazu mein STS Nanosil Ponchotarp, das auch noch getestet werden wollte. Das neue Solarpanel war auch dabei. Insgesamt viel zu schwer 🥵. Aber wie gesagt, war es mehr Testlauf als Ausrüstung für die Tor und die Gegend.

    Los ging es am Dienstag Nachmittag in Freudenberg, also eigentlich am Ende des Weges. Das Wetter war bis auf ein paar Tropfen super.

    Erstmal ging es rauf mit herrlichem Blick ins Tal.

    Um ca. 5 hab ich dann Pause gemacht, etwas gekocht und den Blich auf die Orte Miltenbach und Bürgstadt genossen.

    Dann ging es weiter durch die Orte und auf Suche für‘s Nachtlager.

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  • Der Mittwoch ging mit Regen los. Dazu so viel Wind, dass der Schirm alleine nicht gereicht hat. Dazu hatte ich die hands-free Befestigung am Schultergurt wenig optimal angebracht. Also den Poncho raus. Ich habe eine echte Hassliebe zu dem Teil entwickelt. Das nassen Teil alleine bei Wind über den Rucksack zu bekommen, ist eine echte Herausforderung. Dazu gehen ständig die Druckknöpfe auf. Aber er tut was er soll und das bei Schlanken 230g. Mit Schirm zusammen etwas over the Top. Regenrock hätte auch gereicht. Zumal nach einem ganzen ducking Tag Regen sowieso alles nass ist.

    Nach ein paar km habe ich einen Mini Hobo gefunden (und natürlich da gelassen).

    Nach einer Weile dann Kaffeepause und Tarp trocken in einer Hütte.

    Dann den Rest des Tages weiter durch den Regen und über Forststraßen.

    Wenigstens einige Wegbegleiter wussten das Wetter zu schätzen.

    Gegen Abend klarte es dann auf, so dass ich im Trockenen aufbauen konnte. Ich war komplett nass, inkl. Schuhe und trotz Poncho. Lob an die Zehensocken. Trotz aufgeweichter Haut keine Blasen. Abends stieß dann ein Bekannter dazu.

  • Zu zweit ist es geselliger deswegen etwas weniger Landschaftsfotos. Aber ich konnte die Schuhe, die immer noch nass waren etwas trockenlaufen.

    Am Bach wurde Wasser aufgenommen für die Nacht.

    Die Lagersuche mit Bodenbrüter war dann auch etwas schwieriger, aber auch erfolgreich.

    Gepackt Faden nächsten morgen sollte der dritte Tag beginnen. Mit dummer Aktion aber dazu später mehr…

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  • An diesem Tag verließ mich meine Begleitung und es ging alleine weiter. Die Nacht war spannend. Ich merkte nämlich das ich morgens quatschenderweise meine Ridgline für’s Tarp am Lager hatte hängen lassen. Da wurde dann mit Guylines ausgeholfen, aber was hab ich mich geärgert. Als ich dann gemütlich fast eingeschlafen war gab es Besuch von Wildschweinen . Es grunzte auf einmal laut und ich hatte wieder Puls und etwas die Hosen voll. Statt cool zu bleiben hab ich dann kurz die Lampe angemacht. Danach war Ruhe.

    Da meine Frau samt Auto am Ende der Etappe zwei verweilte und ich keine Lust mehr auf Forstautoban hatte, habe ich dann am Sa entschieden die letzte Etappe zu streichen und stattdessen meine Ridgeline zu holen. Also gab es noch Frühstück und 18 km. Anschließend Hotel mit Sauna und wieder richtiges Essen.

    Fazit: Wieder ein paar Gear Teile besser kennengelernt. Don‘t pack your fears. Ich hatte im letzten Moment doch noch meine Daunenjacke eingepackt (zusätzlich zur Fleecejacke), die ich am Ende nur einmal benutzt habe, um sie über die Beine zu legen. 🥴 Dafür hab ich meine Windjacke richtig lieben und ihr zu vertrauen gelernt. Unglaublich was dieses fragil wirkende Miniding ausmacht. Das erste mal die Navigation mit der Fenix ausgiebig getestet. Mit Clip-On Stöcken einfach nur geil. Die Powerbank war leider nur an einem Tag (+ der letzte halbe) wirklich im Einsatz, aber ich meine, dass da trotz sehr durchwachsen Wetter trotzdem ordentlich was rein ging. Jedenfalls war die 10 k Bank noch halb voll am Ende.

    Planung mit Essen für 5 Tage hat ziemlich gut gepasst. Aber nächstes mal definitiv wieder so leicht wie möglich. Wahnsinn wie einen ein paar Kilo ausbremsen.

    Am Ende kann ich sagen: Auch Schietwetter macht Spaß.

    Nur den Niebelungensteig kann ich sehr eingeschränkt empfehlen. Ich hatte ihn ausgewählt weil es ein „zertifizierter Qualitätswanderweg“ ist. Zwar ist es landschaftlich ganz ok, jedoch läuft man überwiegend auf Forstautobahnen durch Wirtschaftswald. Es waren wenig Leute unterwegs, was aber auch am Wetter gelegen haben dürfte.

  • Schön, dass Du so viel mitgenommen und auch dem Mistwetter was abgewinnen konntest!

    Mir schlägt das immer auf die Stimmung und ich trotte dann so unlustig vor mich hin.

    Und ja, Qualitätswanderwege müssen so viele Kriterien erfüllen, dass das quasi immer Wanderautobahnen sind und damit meist eher eine abschreckende Warnung ^^

  • Wahnsinn wie einen ein paar Kilo ausbremsen.

    Das kann ich nur unterschreiben, besonders wenn Futter für mehrere Tage dabei ist und mangels ausreichender Quellendichte auch noch mehrere Liter Wasser dazu kommen......

    Deshalb habe ich auf Wanderwagen umgestellt, da fällt das Gewicht nicht so auf....... Was dazu führt das noch mehr Zeugs eingepackt wird....

    Don't Panic

  • Schwarzwaldine Gut erkannt. Ich liebe die Schuhe, da sie sau bequem sind. Ich laufe sie ohne die Einlage, was bis auf grobe Schotterpisten auch gut geht. Am letzten Tag habe ich meinen rechten Mittelfuß etwas gemerkt, was eher an meinem Hohlspreizfuß und zu viel Gepäck liegt. Grundsätzlich sollte das kein Problem für “eingelaufene” Barfußläufer sein.

    Allerdings haben sie eine Konstruktionsschwäche. Die umlaufenden Nähte an der Sohle, scheuern relativ schnell durch, weil die doch sehr exponiert sind. Deswegen waren sie bereits mehrfach beim Schuster, der das dann durch das Innenfutter nachgenäht hat. Die Naht durch die Membran macht sie dann natürlich anfällig für Wassereinbruch, wenn man viel in Schlamm/Wiese unterwegs ist, wo die Nähte durchgehend benetzt werden. Trockenlaufen bei gutem Wetter dauert einen halben Tag.

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  • Levi Du hast die Stöcke an die Hand geclippt und kannst, ohne diese zu lösen, aufs Navi schauen.

    Alternative mit Handy: Stock ausclippen, in die andere Hand nehmen, Handy rausholen, und rückwärts das Ganze.

    Dazu wesentlich weniger Akkuverbrauch als das Handy (2-3Tage pro Ladung) und kein Stress mit Regen + Vibration bei Streckenabweichung.

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  • Deshalb habe ich auf Wanderwagen umgestellt

    Ich habe da etwas gefunden. Ich habe den gleichen Velo-Shopper von Andersen und auch schon vesucht, den als Wanderwagen zu nutzen. Die originale Deichsel ist mir dazu zu kurz. Du nutzt anscheinend auch Stöcke als Verlängerung. Magst du, so sich das System für dich noch immer bewährt, den mal in einem gesonderten Faden näher vorstellen?

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