Swagman roll

  • Noch einmal hallo und noch eine Frage an euch lieber Community! komm noch nicht ganz zu meiner Entscheidung bez „3 Jahreszeiten underquilt“ :) hat jemand von euch Erfahrungen mit dem swagman roll? Habe schon wertvolle Infos von einem hmf Kollegen bekommen und wollte mir noch ein zwei Meinungen dazu holen. Wer hat denn sonst noch erfahren mit dem swagman roll besonders im Frühling und Herbst ? Ist das möglich oder doch zu kalt?

    lieber Grüße und wie die letzten Male auch vorab vielen Dank :)

  • Swagman Roll hat eine Füllung von Apex 67, das ist maximal (!!!) bis 10 Grad okay, wenn Du warm schläfst, eher so 12-14 Grad. Ob das für Dich reicht, musst Du selbst wissen/rausfinden. Alternativ zum Swagman gibt in leichter und günstiger auch noch den Lesovik Otul Lite, selbe Füllung, 450 gramm schwer für 99€.

  • Also jetzt mal im Ernst, warum hängst du so an diesem Swagman Roll? Das ist doch nichts Halbes und nichts Ganzes. Als Underquilt sicherlich eine absolut schlechte Lösung mit Gefummel ohne Ende und für obenrum hat man doch eine Daunenjacke. Im erster Linie ist das Ding doch ein Poncho. Will man dann abends, wenn es arschkalt ist, erstmal seinen Poncho wieder ausziehen, damit man ihn an der Hängematte befestigen kann? Das ist doch Mist. Zumal das Teil dafür auch das Gegenteil von optimal ist. In meinen Augen ist das ne klare Luftnummer, die du rasch gegen einen vernünftigen Underquilt ersetzen willst.

  • Kälteempfinden ist hoch subjektiv, da hilft es Nutzer C null, wenn Nutzer A mit etwas zurecht kommt und Nutzer B nicht.

    Mir wurde auf der letzten Tour mal wieder klar, wie groß die Unterschiede sind, als ich in shorts und T-Shirt mit Windjacke unterwegs war, als der Wanderpartner bereits mit Handschuhen, fleece, tights und Mütze hantierte.

    Und beim Schlafen gibt es explizit Kalt- und Warmschläfer.


    Darüber hinaus - was ist denn überhaupt das Ziel, der Anwendungskontext, wie soll sich das in's Gesamtsetup als System einfügen etc.?

    Ohne Kontext wird das hier zu bloßer orakelei.


    • Was ist der Anwendungskontext? Tour, Region etc.?
    • Multiuse zur Gewichtsersparnis? Bei fast 800g für einen hochsommer-UQ mit für das Gewicht absolut unwürdiger isolation kein guter Ansatz.
    • Ist Kufa ein Muss? Auch dann gibt es deutlich leichtere quilts.


    Will man dann abends, wenn es arschkalt ist, erstmal seinen Poncho wieder ausziehen, damit man ihn an der Hängematte befestigen kann?

    will man extra den ganzen Tag eine Isojacke mit 2-300g mitschleppen für ne halbe Stunde abends bei Lageraufbau und Nahrungsaufnahme, ehe man umfällt und schläft - und morgens andersrum?

    Multiuse macht an dieser Stelle absolut Sinn.


    Allerdings nicht, um ihn an der Hängematte zu befestigen.

    Ich setze da eher auf den Topquilt setzen - das würde auch dem GE Schläfer das Gefriemel als UQ sparen (sagt der Isomattenschläfer aus der Theorie und Beobachtung).

    Da ist dann auch die Breite weniger ein Problem, gibt's mit oder ohne Kopfloch, lässt sich beides als Poncho tragen, hier schon oft verlinkt:

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    Da drehen sich die Vorzeichen dann auch über die Gewichtsersparnis hinaus:

    Will man morgens aus dem warmen quilt in die kalten Klamotten steigen?

    Ich verlasse so die Hängematte samt Quilt - und wechsele erst in die Klamotten, bevor es los geht und bereits wärmer ist und ich gleich in Bewegung bin.

  • Wie schon an anderer Stelle geschrieben, ist ja beim Swagman die Frage was man will und braucht. Ich bin begeistert vom "Multiuse". Auch das anbringen an der Hängematte ist für mich kein elendiges gefummel, sondern geht bei mir genauso fix wie bei anderen Underquilts. Zusätzlich nutze ich ihn tatsächlich auch als Ponco, Schlafsack, Decke, Kissen und Lean-To Windblocker. Ich nehme in Kauf, dass ich ihn nicht gleichzeitig als Poncho und als UQ nutzen kann... aber in seiner Temperaturrange brauche ich für gewöhnlich auch keinen warmen Poncho zusätzlich zu dem was ich eh anhabe. Er ist allerdings nur was für eher schlanke Menschen, denn als Schlafsack ist er nicht sonderlich geräumig. Als UQ ist seine Breite aber völlig in Ordnung.

    Und als Topquilt ist er ja noch einfacher zu nutzen. Meine Empfehlung auf Sicht ist jedoch auch: gleich einen Daunen Top-und Underquilt, gleich welcher Marke. Ggf. noch einen UQ Protector als Wind und Nässeschutz- dann spricht nun wirklich nichts mehr gegen Daune -außer eventuell der Preis.

  • Ist ja auch immer ne Frage was man machen will....na klar bei Trekkingtouren oder Bike-Packing will man möglichst wenig Gewicht und Volumen transportieren.

    Bei Bushcraftern wird ja wohl eher n festes Lager aufgeschlagen und gecraftet....Carcamping sieht nochmal anders aus. Geht alles mit Hängematte.

    Ich persönlich halt das Dingens für unnötig und würde es trotzdem gerne haben.

    Auch wenn Temperaturempfinden sehr unterschiedlich ist, find ich die folgende Formel Recht stimmig. Sie geht davon aus, das nicht das Material sonder die Lofthöhe den Temperaturbereich der Isolierung bestimmt.

    Für Männer:

    17- (Lofthöhe in cm • 3,5) = T Comf in ⁰C.

    Gilt nur für oben oder unten, bei Schlafsack müsste 17- (Lofthöhe in cm • 3,5 : 2) rechnen.

    Bei Frauen dann eher mit 21 statt 17 Rechnen.

  • Ich nehme in Kauf, dass ich ihn nicht gleichzeitig als Poncho und als UQ nutzen kann... aber in seiner Temperaturrange brauche ich für gewöhnlich auch keinen warmen Poncho zusätzlich zu dem was ich eh anhabe.

    Dann hast Du einen zu schätzen sonst UQ dabei, dessen Gewicht sich bei der Wärmewirkung halbieren bis dritteln ließe - und vom multiuse bleibt nichts mehr übrig, die anderen Funktionen sind ja nur anstelle der UQ-Funktion realisierbar ;)

  • Der UQ hängt ja nur zum Schlafen drunter, den Rest des Tages kann ich andere Sachen nutzen. Aber ich vertrete ja auch die Meinung, wenn nur eins, dann UQ und Topquilt vernünftig, den Swagman eher als Option oder bei gemäßigten Temperaturen.

  • Danke für euer einbringen :) werde für den Anfang auch eher zu einer uq tq Variante tendieren allerdings finde ich das Teil sehr praktisch und in gewissen Situation sicher sinnvoll wie sinnvoll im Endeffekt werde ich noch herausfinden ^^

  • Moin zusammen,

    Ich habe mir vor einiger Zeit ja den Swagman Roll Poncho Liner gegönnt und bin mit dem Teil bis jetzt sehr zufrieden..........

    Hauptsächlich nutze ich den Poncho Liner als Jacken Ersatz Abends im Lager ( vorsicht vor Funkenflug) und bei Temperaturen über +10°C dann Nachts als TQ..........so habe ich 2 Anwendungen in einem Teil. Ich habe den Swagman auch schon als zusätzlichen Schlafsack Liner verwendet.............das bringt meinen Schlafsack dann nochmal ca 6-8 Grad tiefer.

    Eine andere Möglichkeit ist es auch den Poncho Liner als zusätzlichen Windblocker und/oder für Dunkelschläfer als "Vorhang " über die Hm Ridgeline zulegen. Als wärmende Decke für Hund Molly oder Frauchen musste der Poncho Liner auch schon herhalten........ :thumbup:

    Hauptaufgabe ist aber eigentlich ein wärmender Liner für einen Regenponcho zu sein.

    Gewicht und Packmaß sind für mich wirklich ok. Wenn man sich vorher überlegt wofür und wann man den Poncho Liner einsetzen möchte kann man vielleicht den ein oder anderen Ausrüstungsgegenstand zuhause lassen.

    Als alleinigen UQ würde ich den Swagman Roll eher nicht verwenden.

    Insgesamt für mich nicht unbedingt notwendig........aber ich bin froh dass ich ihn habe :thumbup: :)

    Gruß von der Ostsee


  • Mal eine ernst gemeinte Frage von einem Unwissenden: Wozu braucht man für einen Regenponcho einen wärmenden Unterzieher?


    Ich habe eher das entgegengesetzte Problem. Mir ist es unter dem Regenponcho zu warm und schwitzig und ich ziehe meist die Jacke aus, bevor ich unter den Poncho schlüpfe.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Moin,

    Ursprünglich stammt der Poncho Liner in der heutigen Form vom Militär..........

    Für den US Poncho der US Army z.B. gibt es den Liner (woobie) schon lange. Einmal gedacht als wärmender Liner unter nasskalten Bedingungen in der Regen-Poncho Funktion und dann soll der Woobie auch als Notschlafsack (zusammen mit dem eigentlichen Poncho eine recht wasserfeste aber nicht sehr atmungsaktive Notlösung) darstellen.........

    Wasserfeste Ponchos aus Waxed Cotton oder Oilskin gibt es schon seeehr lange............manchmal in Verbindung mit einem Woll/Fell Liner.

    Gruß von der Ostsee

  • Context is everything. Im Militärischen Bereich ist halt statisches Rumstehen/Sitzen und warten auf irgendwas in widrigem Wetter ein Ding das passiert, unsereins verkrümelt sich einfach unters Tarp und in die Hängematte bzw ist halt auf dem Weg von A nach B bei einer Wanderung/Trekkingtour wo es durch die Bewegung warm wird.

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