Baumgurt bei geteilter Tarp-Ridgeline mit V Anbindung

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  • Um ein Abknicken der Gurtaufhängung der Hängematte beim Austritt aus dem Loop zu vermeiden, bemühe ich mich den Gurt immer möglichst tangential bzw seitlich Richtung Hängematte verlaufen zu lassen. Siehe Bild.

    Um ein Tarp mit geteilter Ridgeline und V Anbindung (mit Stingerz) möglichst niedrig hängen zu können, wäre es jedoch besser die Gurtaufhängung mittig vom Baum in Richtung Hängematte verlaufen zu lassen, damit sich die beiden Aufhängungen nicht berühren. Das sorgt dann jedoch fast für einen rechtwinkligen Knick im Gurt und eine höhere Belastung des Loops.

    Wie löst ihr diesen Konflikt? Oder ist dieser Rechte Winkel noch akzeptabel/unkritisch?

  • Die Schlaufe mittig am Baum zu platzieren ist nicht so schlimm. Bei dir sind ja auch noch die Shackles dazwischen, also brauchst du dir dabei keine Sorgen zu machen.

    Danke dir! Bei diesen Textilthemen fehlt mir jegliches Einschätzungsvermögen, was robust bzw. kritisch ist. Einen Karabiner würde ich hier als deutlich robuster einschätzen, wüsste aber dennoch nicht, wie unverträglich diese Belastung dann trotzdem noch für den Gurt wäre.

  • Ich komme mit den Evo-Loops sehr gut zurecht. Bis jetzt hat mich das Überwerfen über den Knoten noch nicht gestört und es geht gut und schnell von der Hand. Spätestens nach dem dritten Mal vertraut man sich und der Sache dann auch und kann entspannt abhängen. :P

  • Kirche im Dorf lassen, die Gurte haben laut Dutch eine Bruchlast von 1500 Pfund. Da sind auch bei ungünstiger Aufhängung durchaus noch ausreichend Reserve. Dass irgendwem die Dinger mal gerissen wären ist mir auch nicht bekannt. Klar, weniger Belastung ist besser, aber einen großen Kopf musst Du Dir da auch nicht machen.

  • Wie löst ihr diesen Konflikt? Oder ist dieser Rechte Winkel noch akzeptabel/unkritisch?

    Es geht dabei ja nicht um die Belastung des Gurts, sondern um die Belastung der genähten Schlaufe. Aber wenn du den Gurt mittig platzierst, dann wirst du einen 120°-Winkel mit gleichmässiger Belastung in alle drei Richtungen haben. Es werden alle Richtungen grob mit deinem Körpergewicht belastet. Ich denke nicht, dass die 90°, die du nennst, dauerhaft 90° bleiben.

    Wie gesagt, befestige ich das Tarp entweder direkt am Baumgurt: Das Problem stellt sich gar nicht.

    Oder ich befestige es mit einem Mini-Karabiner direkt am Baum und kann dann auf die gleiche Seite ausweichen: Das Problem stellt sich wiederum nicht.

  • Wenn ich das richtig sehe, hast du den Knoten der Evo-Schäkels innen, gegen den Baum. Ich würde nur aufpassen, dass du den Knoten nach außen legst. So wird er im Falle des Falles nicht durch die Schlaufe gedrückt (was den Schäkel lösen würde), sondern im Gegenteil verhindern, dass er durch die Schlaufe rutscht.

    Ansonsten musst du dir keine Bedenken machen, glaube ich.

  • Fagorian

    Danke, dass Du Dir das Foto so genau angesehen hast und diesen guten und wichtigen Hinweis gegeben hast! Es ist echt lohnenswert seine (Anfänger-)Fehler fotografisch festzuhalten und dann von den Erfahrungen und Tipps hier zu profitieren. :thumbup: :)

    Warum sich der Knoten da so Richtung Baum gedreht hatte, ist mir leider auch nicht (mehr) klar. Diverse andere Male ist das nicht passiert. Gelegentlich war der Knoten direkt an der Stelle positioniert, an der der Gurt durchläuft (rot). Mittlerweile handhabe ich es aber so, dass der Knoten etwas zur Seite verschoben ist, damit er besser sicht- und kontrollierbar ist (grün). Ob es aus Stabilitätsgründen notwendig bzw. sinnvoll ist, kann ich nicht beurteilen.

    In der eben erfolgten Trockenübung war der innenliegende Knoten auch nicht reproduzierbar.


    BTW: Ließe sich ein (hier eingespleisster) Evo Loop auch zweifarbig herstellen? Dann ließe sich doch deutlich besser erkennen, dass die Schlaufe korrekt und stramm über den Knoten gelegt wurde.

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (20. August 2022 um 11:10)

  • Moin,

    wenn ich das richtig erkenne führst du das Loopschlaufenende "einfach" über den Knoten?!

    Ich mache es etwas anders ( wenn ich denn mal Evo Loops verwende :)) ..........

    Entweder ich bilde eine Art Ankerstich Schlaufe und führe den Knoten dort durch und ziehe dann alles stramm..........oder ich führe das Schlaufenende erst durch sich selbst bevor ich das Ende zurück über den Knoten lege.

    Einmal belastet löst sich die Schlaufe niemals selbständig egal wie sie am Baum liegt und lässt sich trotzdem leicht wieder lösen :thumbup:

    Auch knote ich mir überwiegend meine Dyneema Schlaufen mit einem Achterknoten anstatt sie zu spleißen ...........hat immer gehalten.

    Da es mittlerweile sehr leichte und dennoch enorm haltbare Karabiner gibt, verwende ich diese deutlich lieber. Schneller und wohl auch sicherer kann man eigentlich keinen Gurt am Baum bzw. Hm an Gurt befestigen

    Gruß von der Ostsee

  • wuppitom Moinsen an die Ostsee! :)

    Ja, die Loopschlaufe geht nur einmal über den Knoten. So hatte ich es mir aus den Videos von Jeff Myers zum Evo Loop abgeleitet.

    Die Lösung "eingespleisster Evo Loop" ist eine der vier Baumgurtbefestigungs-Varianten, die im Shop von Hammock Fairy wählbar sind. Mir war irgendwie danach dieses Variante auszuprobieren, da sie leicht und unverlierbar und irgendwie cool 8) ist.

    Karabiner kannte und "konnte" ich ja schon :D und hatte diese Variante auch als Backup im Hinterkopf, falls ich nicht klarkomme oder mir das alles unsicher erscheint.

    Aber bisher gab's noch keine Bruchlandung und ich möchte diese auch unbedingt vermeiden. Hier nehme ich persönlich und im Prinzip gerne 40 g mehr in Kauf, wenn das eine entsprechende Sicherheit bietet. Bisher habe ich jedoch keine Zweifel, aber jeder Ausschluss eines Risikos (z.B. Knoten NICHT am Baum) hilft natürlich. Super Fotos wieder von Dir! :thumbup:

    2 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (20. August 2022 um 18:03)

  • wuppitom, deine zweite in den Fotos gezeigte Möglichkeit scheint mir genau die gleiche zu sein, die BX.33 verwendet. Ich nutze - mit der nötigen Vorsicht - eine weitere Möglichkeit, die aber anscheinend problematisch sein kann, also unter Umständen nicht zu empfehlen ist. Hier die Möglichkeit mit der zusätzlichen Vorsichtsmassnahme:

    Waldläufer70
    2. August 2021 um 11:47
  • Moin zusammen,

    als ich kürzlich ( zum wiederholtem Male ^^) einem Kumpel mit meinen Fahrradanhänger Spanngurten "aushelfen " musste weil er seine Schlaufen Gurte zuhause vergessen hat, ist mir aufgefallen daß diese Aufhängemöglichkeit auch ein V am Baum bildet.

    Die verwendeten 25mm Zurrgurte mit Gussklemme sind aus Polyester mit einer Tragkraftangabe von 250 kg in der Umreifeung und 125kg im geraden Zug. Das hat bis knapp über 100kg bisher ohne Probleme gehalten.

    Es gibt diese fertigen Zurrgurte in verschiedenen Längen, Farben und Tragkraftstärken (bis 800kg in der Umreifung und 400kg im geraden Zug).

    Man bekommt auch für ein paar Euro nur die Klemmen (Aluguß, Stahlguß, Edelstahl) und kann so eigene 25mm Gurte verwenden.

    Beim montieren lege ich den Gurt nach Möglichkeit 2x um den Baum damit der Gurt ohne Belastung nicht nach unten rutscht und halte die Verschlussklemme dicht vor dem Baum beim stramm ziehen. Wer mag kann am Klemmverschluss noch mit einem Quick release Knoten sichern. Das musste ich bisher aber nicht unbedingt machen. Ich/wir haben diese Aufhängung auch immer ohne Sicherheitsknoten getestet. Dabei ist nie ein Gurt verrutscht 👍

    Von NiteIze gibt es die vielleicht noch einfacher zu handhabenden Dual CamJams 1" ( von NiteIze angegeben mit 580kg in der Umreifung). Die werden von NiteIze in einem Video u.a. auch als Hängematten tauglich vorgestellt :thumbup:

    Und bevor ich jetzt von den UL Philosophen in meine Augen geschrien bekomme: Dat iss doch alles viel zu schwer...........wer soll dat denn alles schleppen =O ^^ Nein so eine Möglichkeit ist wohl nicht für UL Menschen geeignet.........außer für Vergessliche vielleicht :)

    Gruß von der Ostsee

  • Genau so habe ich das mit meinen ersten HM-Versuchen auch gemacht - ganz einfach, weil ich gar keine anderen Gurte oder Seile da hatte. Aber bestimmt 8 Zurrgurte im Keller. Fand ich immer super praktisch. Doch dann habe ich gelernt, dass ich Titan benötige, man das Zeug "Bling" nennt und Puristen nur mit Knoten oder Stöckchen hantieren ;)

  • Moin,

    ich weiß nicht ob jede Schnalle halten würde?! Aber die ich verwendet habe, hielten bisher alles gut aus. Wie erwähnt: die 25mm Klemmverschluss Schnallen kenne ich bis 800kg Traglast........das sollte für jeden reichen 🙂

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