Continous Loops in einer Hängematte austauschen

  • Eine Hängematte von Thermarest soll (anstelle der schweren Original Baumgurte) mit Whoopie Slings aufgehängt werden.

    Aktuell befinden sich in der Hängematte die originalen Continous Loops aus Gurtband, in die ein Karabiner eingehängt wird, der dann wiederum in einen Baumgurt eingehängt wird. Diese Loops sind nicht mit dem Hängemattenstoff vernäht und frei beweglich.



    Im Shop von Hammock Fairy lässt sich der Mini Dog Bone erwerben.


    Ist der Mini Dog Bone tatsächlich bei jeder beliebigen Gathered End Hängematte (unabhängig von Stoffart und Aufbau etc.) nutzbar?

    Oder muss dieser Stoffkanal irgendwelche besondere Eigenschaften haben? Gibt es ggf. doch etwas zu beachten?


    Für die Verbindung zu den Whoopie Sling Schlaufen hatte ich an Dutch Biners gedacht.


    Oder wäre es noch eleganter die aktuellen Continous Loops durch Evo Loops zu ersetzen und dort die Whoopie Slings anzuknoten?

    Vorteil: Die Dutch Biners entfallen. Nachteil: Funktionsprinzip für Ungeübte ggf. nicht selbsterklärend.


    Oder gibt es eine noch bessere, aber auch sichere und einfache Lösung?

  • Ja, die Continuous Loops und Mini Dog Bones sollten funktionieren. Eine Hängematte, die du mit einem Whipping kaufst, würde ich auch wieder mit einem Whipping versehen. Deine Hängematte scheint aber so genäht zu sein, dass du den Tunnelzug für die Aufhängung nutzen kannst. Ein Loop hat sogar den Vorteil, dass da nichts rutscht: Es entsteht eine haltbare Verbindung, die sich bei Bedarf aber auch wieder öffnen lässt.


    Ich würde eher zu einer Lösung mit Gurtband tendieren. Dann entfallt die Kombination mit Baumgurten (Baumschutz) und du kannst mit der Hängematte bei Bedarf näher an den Baum ran. Whoopie Slings brauchen auf jeder Seite mindestens 30 cm Platz.


    Wenn du bei den Whoopie Slings bleiben möchtest, kannst du auch die Evo Loops verwenden. Frage bei Bedarf einfach nach, wie du die Verbindung sicher hinbekommst. Das geht schnell und einfach.


    Die Dutch Biners sind eine einfache Lösung und wirken auch gleich als Abtropfschutz, aber nicht zu 100%. Dafür solltest du "Drip Lines" (Abtropfschnüre) verwenden.

  • Wenn ich es richtig sehe, hat die Hängematte ein integriertes Moskitonetz? In dem Fall würde ich die Gurtschlaufen nicht ersetzen, bzw. wenn, dann die Schlaufe in den Tunnelzug spleißen. Du könntest auch normale Dog Bones verwenden - die bleiben dann allerdings offen und können leicht herausgezogen werden. Wenn du die Schlaufen durch den Tunnelzug ziehst und mit einem Ankerstich fixierst, verlierst du die Flexibilität des Stoffes. Meiner Erfahrung nach wirkt sich das negativ auf das Liegegefühl aus - vermutlich, weil du die Hängematte effektiv kürzt.

  • zu 1.

    Whipping! Danke, wieder etwas dazugelernt, Waldläufer70.

    Jetzt verstehe ich auch endlich, warum die Blackbird XLC bzw. vermutlich alle Warbonnet-Hängematten diesen "merkwürdigen Gnubbel" haben. Ggf. wäre ja der wertvolle und von Mittagsfrost angestossene Faden Whipping-Methoden eine Verlinkung im Lexikon wert?!


    zu 2.

    Das habe ich vielleicht noch nicht gänzlich verstanden. Wäre die Variante Mini Dog Bone in diesem Fall auch ein Loop für Dich? Oder geht es tatsächlich nur um den Evo Loop? Es würde sich ja beide (alternativ in den Tunnelzug eingefädelten) Varianten (im Gegensatz zum jetzigen Gurtband) unter Zug quasi selbst straffen und festziehen.


    zu 3.

    Klar, alternativ kommen diese Gurte in Betracht. Hier sind dann Dutch Clips und Dutch Beetle Buckles meine Favoriten. Interessanterweise wäre diese Kombi mit 165 g sogar "deutlich" leichter als die Whoopie-Sling-Kombi mit Dutch Clips und den Dutch Biners (193 g).


    zu 4.

    Wird aufgrund 3. jetzt auch klar. Mit dem Beetle Buckle geht es tatsächlich fast bis an den Baum heran. Super!


    zu 5.

    Mich faszinieren die Slings irgendwie und sie verringern das Packmaß (Bikepacking). Und weiterhin könnte eine Hardware (Bettle Buckles) entfallen. Jedoch sind die Gurte viel besser zu händeln. Insbesondere vermutlich, wenn es nass oder kalt oder beides ist.

    Es ist zwar so, dass bei größeren Baumabständen und Bäumen mit großem Durchmesser (z.b. ca. 60 cm) die Slings etwas mehr Restlänge zum Aufhängen hätten (200 cm), aber die Gurte (160 cm Restlänge) ließen sich ja im Fall der Fälle mit zwei Dog Bones verlängern. Das ist zumindest meine jetzige Einsteiger-Vision. Becket Hitch und weitere Kunstgriffe muss ich mir für später aufheben. Erstmal soll es sicher und möglichst intuitiv sein.


    ---


    Die Frage, wie elegant sichergestellt werden kann, dass die Loops nicht aus dem Tunnelzug rutschen, war jetzt noch offen ... aber sehe gerade Post von Hammock Fairy. Da steht wohl was ... :)

    Edited once, last by BX.33 ().

  • Wenn ich es richtig sehe, hat die Hängematte ein integriertes Moskitonetz? In dem Fall würde ich die Gurtschlaufen nicht ersetzen, bzw. wenn, dann die Schlaufe in den Tunnelzug spleißen. Du könntest auch normale Dog Bones verwenden - die bleiben dann allerdings offen und können leicht herausgezogen werden. Wenn du die Schlaufen durch den Tunnelzug ziehst und mit einem Ankerstich fixierst, verlierst du die Flexibilität des Stoffes. Meiner Erfahrung nach wirkt sich das negativ auf das Liegegefühl aus - vermutlich, weil du die Hängematte effektiv kürzt.

    Ja, die Matte hat tatsächlich ein integriertes Netz.


    Spleißen? Also Spleißen gehört für mich aktuell noch zur Kategorie Raketenwissenschaft. Auf gar keinen Fall! ^^ :D ;)


    Ok, nachvollziehbar, dass der Stoff sich dann anders verhält als in einer Gurtschlaufe. Eine sich nicht selbst verzurrende Schlaufe aus 7/64 AM Steel ist zwar möglich mit einem Dog Bone, hängt dann aber lose im Kanal. Auch einleuchtend. Danke für die Hinweise!


    Hmmmm ... Ich habe noch zwei Black Mama Soft Shackles. Damit ließen sich die Schlaufen im Tunnelzug sehr einfach an die Dutch Beetle Buckles (oder Whoopie Sling) adaptieren. Aber natürlich war ja eher das Ziel hier keine unschöne "Adapterkette" aufzubauen, auch wenn sie mit dem o.g. Shackle recht kurz ausfiele.

  • Die Gurtschlaufen vertragen das dann aber vermutlich auch nicht so gut, wenn sie unter Zug mit einem Shackle gequetscht werden. In einen Karabiner eingehängt sehen die deutlich enstpannter aus und liegen mit der vollen Fläche auf. *grübel*

  • Ich sehe kein Problem darin, einen Soft Shackle oder sogar eine Seilschlaufe an den Gurtschlaufen zu befestigen. Aber letztendlich verstehe ich nicht, warum du die Gurtschlaufen überhaupt austauschen willst. Viel Gewicht sparst du damit nicht. Wenn dir die Aufhängung zu schwer ist, empfehle ich dir UHMWPE Webschlaufengurte mit eingespleißten Evo Loops am Baumende. Diese Aufhängung wiegt ca. 138 g und du kannst die Gurtschlaufen mit Hilfe der Karabiner einhängen.

  • Wenn du auf Whoopie Slings umsteigen willst, brauchst du keine Continuous Loops oder Dog Bones mehr, weil das fixe Ende vom Whoopie im Tunnelzug der Hängematte befestigt wird. Du brauchst nur noch Baumgurte und ein Verbindungsstück zwischen Whoopie und Baumgurt. Da kannst du deine vorhandenen Karabiner nehmen oder eben die Shackles.

  • Erstmal gut zu wissen, dass eine unter Zug stehende Kontaktstelle zwischen Gurt- und Seilschlaufe unkritisch ist.


    Der Austausch sollte erfolgen um eine Seilschlaufe direkt und schick an der Hängematte zu haben um dann Dutch Biner oder Beetle Buckles nutzen zu können.


    Die von Dir vorgeschlagene Variante ist vermutlich das einfachste und tiptop. Mit zwei Camp Nano 22 Karabinern noch die Thermarest Karabiner weg und dann treffe ich mit 180 g genau die Mitte zwischen den vorher anvisierten Lösungen. Fein!

  • Okay da musst du ein bisschen unterscheiden. Entweder Continuous Loops + Beetle Buckle Suspension oder Whoopie Slings + Baumgurte (+Dutch Biner, Camp Nano 22, Shackles, you name it)

    Oder habe ich dich jetzt völlig falsch verstanden, BX.33 ?

  • Ja, ich zählte auch die Evo Loops zu den Schlaufen.


    Stimmt, das Gurtband lässt der Hängematte etwas flexibilität. Diese könntest du ähnlich auch erreichen, wenn du einen Dog Bone durch den Tunnelzug ziehst und die beiden Augen fix mit einem (leichten) Karabiner zusammenfasst (z.B. den Dutch Biner). An diesem kannst du dann auch die Whoopie Slings einhängen.


    Genau an die von dir verlinkten Gurtbänder hatte ich gedacht. Man hört eigentlich nur Gutes davon. ;)

  • Wenn du auf Whoopie Slings umsteigen willst, brauchst du keine Continuous Loops oder Dog Bones mehr, weil das fixe Ende vom Whoopie im Tunnelzug der Hängematte befestigt wird. Du brauchst nur noch Baumgurte und ein Verbindungsstück zwischen Whoopie und Baumgurt. Da kannst du deine vorhandenen Karabiner nehmen oder eben die Shackles.

    Hier die Black Mamba Suspension von Hamaka, die eine Whoopie Sling schön illustriert.


    Ich verstehe Dich so, dass die Whoopie Sling bei deinem Vorschlag andersherum (als bei Hamaka dargestellt) verwendet wird. Also die fixe Schlaufe fest im Tunnelzug (und nicht am Baumgurt) und das verstellbare "Auge" am Baumgurt. Das ergibt ja aber wieder die Problematik, auf die Hammock Fairy vorher hingewiesen hat, weil diese Schlaufe (im Gegensatz zum jetzigen Gurt) den Stoff zusammenzieht.

  • Wenn du auf Whoopie Slings umsteigen willst, brauchst du keine Continuous Loops oder Dog Bones mehr, weil das fixe Ende vom Whoopie im Tunnelzug der Hängematte befestigt wird.

    Hier gibt es zwei Philosophien:

    • Whoopie Slings fix durch den Tunnelzug der Hängematte geschlauft. Das hatte ich früher auch so gelöst.
    • Whoopie Slings abnehmbar, damit man sie an meheren Hängematten nutzen kann. Man kann dann auch gleich eine Abtropfmöglichkeit integrieren, wenn man Hardware nutzen möchte.

    Ich bin schon recht lange von den Whoopie Slings weggekommen respektive habe sie schon sehr lange nicht mehr genutzt, da mir diese mit den Baumgurten fast zu viele Einzelteile haben, die von der Länge her selten optimal zusammenpassen. Der Baumgurt (Baumschutz) ist meistens zu kurz oder zu lang und passt nur selten exakt einmal oder mehrmals um den Baum.

  • Hier die Black Mamba Suspension von Hamaka, die eine Whoopie Sling schön illustriert.

    Hatte mein Kumpel damals - ist der letzte Müll, weil man immer die ganze whoopie sling durch den Baumgurt ziehen muss. Klar kann man das mit Hardware oder Shackles lösen, aber sind wieder noch mehr Einzelteile.


    Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Enden der Hängematte voll beladen weniger zusammenziehen, wenn die Loop nicht durchgeschlauft, sondern durchgespleisst wird, lasse mich aber gern eines besseren belehren.

  • Waldläufer70  Hammock Fairy  Bikepacker

    Danke euch für euren Input und Support!


    Hab's für mich nochmal in einer Tabelle zusammengefasst.


    Unter Berücksichtung all eurer Hinweise wird es Variante 1 oder Variante 4 werden.


    Bei Variante 1 bliebe die HM im Originalzustand mit Gurtschlaufe im Tunnelzug.

    Einen (hochwertigen) Karabiner einzuhängen ist zwar etwas hakeliger als ein Beetle Buckle, aber für sporadische Hängemattennächte bestimmt verkraftbar. ;)


    Bei Variante 4 könnten die beiden Augen des Dog Bones (im Tunnelzug) im Beetle Buckle eingehängt werden.

    Sollte ja auch gehen. Wäre minimal leichter als Variante 1 und schneller verstellbar.


    Das hauptsächliche Entscheidungskriterium wird das bevorzugte Handling sein.


  • Achte bei Variante 4 einfach darauf, dass du für den Transport immer ein Auge des Dog Bones durchs andere ziehst und das "Lasso" dann etwas festziehst. Wenn dir unterwegs ein Dog Bone aus dem Tunnelzug rutscht, bekommst du den ohne Hilfsmittel nicht so leicht wieder rein.


    EDIT: Jetzt sehe ich erst, dass du an diese Gefahr ja bereits gedacht hast (Kabelbinder). Hut ab! :)

  • Habe eben diesen älteren Faden ausgegraben und möchte aufgrunddessen nochmal etwas nachfragen.


    Wie weiter oben beschrieben möchte ich ggf. einen DogBone in einen HM-Tunnelzug einziehen um die beiden herausschauenden Augen dann in einen Dutch Beetle Buckle (an einem Baumgurt) einzuhängen. Um diesen DogBone gegen das Herausfallen zu sichern ließe sich ein Kabelbinder o.ä. verwenden. Gestern kam mir dann noch die Idee, dass sich auch der DogBone einfach selbst mit einem Knoten versehen ließe. Siehe Handskizze:



    Hält dieser Knoten dann schlecht, weil der Dogbone aus Dyneema besteht?

    Und noch viel wichtiger: Schwächt dieser Knoten den DogBone und verringert seine Bruchfestigkeit?

    Edited 2 times, last by BX.33 ().

  • Ich verstehe das eh nur als Transportsicherung, damit sich der Dog Bone nicht herausziehen kann. Erstmal ist das sowieso unwahrscheinlich, dass du diese Schlaufe versehentlich durch den Tunnelzug ziehst und dazu kommt noch, dass die Ridgeline und dein doppelendiger Stuffsack die beiden Seilenden zusammenhalten.

  • Eine andere Variante bestünde darin, eine Schlaufe des Dog bone durch die andere zu ziehen und dann in den Beetle Buckle einzuhängen.

    Wenn der Dog bone zwei mal durch den Tunnelzug der Hängematte läuft, bevor er durch seine eigene Schlaufe gefädelt wird, dann ist das Rausrutschen praktisch ausgeschlossen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

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