Underquilt Protector mit multiuse

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  • Hallo zusammen!

    Ich bin in den letzten Tagen viel am Grübeln, wie ich meine Ausrüstung möglichst geschickt auf multiuse Gegenstände umstellen kann, um etwas an Geld sparen zu können.

    Ich habe jetzt schon häufiger davon gelesen, dass Leute UQ protectors nutzen, vor allem bei kaltem und ungemütlichem Wetter.

    Auch ich möchte mit meinem Set Up gerne im nächsten Winter bei leichten Minusgraden raus, daher ist so ein Ding sicher sinnvoll.

    Zuweilen kommt es aber auch vor, dass ich mit der Isomatte unterm Tarp nächtige. Dabei habe ich dann natürlich gerne ein groundsheet mit dabei, wobei ich mit den Maßen meines aktuellen eher unzufrieden bin.

    Daher komme ich zu meiner eigentlichen Frage: Habt ihr Ideen oder Produktvorschläge, die sich sowohl als UQ protector sowie als groundsheet eignen?

    Vielleicht hat jemand schon ausprobiert einfache groundsheets mit ösen, als protector zu nutzen?

    Ich denke gerade auch daran, ob ein klassischer Regenponcho aus 70D Polyester dafür geeignet wäre?!

    Über Erfahrungen oder Tipps bin ich sehr dankbar.

    Gruß Jakob

  • Multi-use funktioniert nur dann, wenn du den Gegenstand nicht gleichzeitig brauchst. Es ist durchaus möglich, einen UQP auch als Groundsheet zu benutzen - obwohl ich den UQP eigentlich benutze um Dreck und Feuchtigkeit von meinem Underquilt fern zu halten und ein Groundsheet naturgemäß dreckig und feucht wird - aber du hast dann im Camp nur entweder ein Groundsheet oder einen UQP.

    Wenn dir es dir der Dreck nichts aus macht, könntest du ein Groundsheet eher als Rucksack Regenschutz verwenden.

  • Es gibt aus meiner Sicht nur echt wenige Situationen, bei denen es überhaupt einen UQP braucht. Dreck kommt nicht von alleine hoch, mit Groundsheet erst recht nicht. Wenn das Tarp groß genug ist, kommt auch nichts von der Seite bzw. von oben. Bei Wind würde ich ebenfalls eher auf ein tief abgespanntes großes Tarp mit Türen setzen. Wenn es um Isolation geht, bringt ein UQP auch nur relativ wenig. Da würde ich wenn gleich die Socke nehmen, bevor ich nur untenrum zu mache.

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  • Multi-use funktioniert nur dann, wenn du den Gegenstand nicht gleichzeitig brauchst. Es ist durchaus möglich, einen UQP auch als Groundsheet zu benutzen - obwohl ich den UQP eigentlich benutze um Dreck und Feuchtigkeit von meinem Underquilt fern zu halten und ein Groundsheet naturgemäß dreckig und feucht wird - aber du hast dann im Camp nur entweder ein Groundsheet oder einen UQP.

    Wenn dir es dir der Dreck nichts aus macht, könntest du ein Groundsheet eher als Rucksack Regenschutz verwenden.

    Naja das Groundsheet nutze ich dann als solches, wenn ich darauf schlafe, das wird in der Regel nur von einer Seite dreckig.

    In den anderen Situationen schlafe ich in der Hängematte und brauche nicht zwingend ein Groundsheet.

    In der Länge sollte es min 220cm haben, Breite gern bis 150cm (sonst macht das wohl als protector auch wenig Sinn).

    Den Rucksack müsste ich erstmal mitnehmen, dass ich ihn schützen müsste. Ich bin tatsächlich 98% meiner Übernachtungen mit Rad oder Kanu unterwegs. Da lasse ich den Rucksack eigentlich immer zuhause.

    Aber zum Thema Kondens, funktioniert denn ein atmungsaktives Groundsheet/ UQ protector gut als Feuchtigkeitsschutz von unten? Oder muss ich befürchten, wie bei Tyvek, nasse Knie zu bekommen?

  • Es gibt aus meiner Sicht nur echt wenige Situationen, bei denen es überhaupt einen UQP braucht. Dreck kommt nicht von alleine hoch, mit Groundsheet erst recht nicht. Wenn das Tarp groß genug ist, kommt auch nichts von der Seite bzw. von oben. Bei Wind würde ich ebenfalls eher auf ein tief abgespanntes großes Tarp mit Türen setzen. Wenn es um Isolation geht, bringt ein UQP auch nur relativ wenig. Da würde ich wenn gleich die Socke nehmen, bevor ich nur untenrum zu mache.

    Das würde für mich dann tatsächlich eher für ein großes Tarp sprechen. Das kann ich dan im Winter nutzen oder im Sommer als 2 Personen/Hängematten Tarp.

    Welche Größe macht denn da Sinn? (Oder wechsel ich dazu besser in einen anderen Forenbereich?)

    Als Groundsheet hatte ich mir ansonsten den Magic Carpet XL von DD überlegt. Der sollte auch robust genug sein, um die aufblasbare Isomatte vor Löchern zu schützen, oder?

  • Großes Tarp heißt bei mir Warbonnet Superfly. Tief abgespannt ist das ein A-Frame mit Türen. Da kriegst Du aber keine zweite Hängematte drunter, glaube ich (Fragend zu Hammock Fairy guck). Wenn überhaupt mit Spreizstab. Aber man kann bei Regen im Porchmode noch mit drunter sitzen, wenn die Matte schon hängt. Das ist bei Schietwetter ganz angenehm.

    Als Groundsheet nehme ich Polycrofolie. Aber da lege ich dann keine Isomatte drauf. Das ist nur „Fußboden“ für weniger Hampelei beim Schuhe aus-/anziehen, saubere Ablage zum Rucksack sortieren etc. Da machen ein paar Löcher nix im Zweifel nix aber man sieht auch alles. Wenn es etwas Robuster sein soll ggf. Tyvek Hardstructure.

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  • Als Groundsheet hatte ich mir ansonsten den Magic Carpet XL von DD überlegt. Der sollte auch robust genug sein, um die aufblasbare Isomatte vor Löchern zu schützen, oder?

    Moin,

    als Bodenplane würde ich auf jeden Fall etwas wasserdichtes wählen z.B. Magie Carpet, Stück Baumarkt Plane, BW Nässeschutzplane usw. Da gibt es massig Möglichkeiten. Alternativ für unter die Isomatte eine dünne (3-4mm ) EVA-Matte oder BW Faltisomatte. Mit diesen Matten hast du einmal einen besseren durchstichschutz für deine Isomatte und du hast zusätzlich noch ein wenig mehr Isolation von unten und zur Not kannst du so eine dünne Matte auch mit in die Hm nehmen ohne allzuviel Liegekomfort zu verlieren.......Vom Packmaß her ist so eine dünne Isomatte natürlich etwas mehr als nur eine Bodenplane.

    Der DD Magic Carpet hat wie die meisten DD Tarps eine Wassersäule von 3000mm ........damit ursprünglich nicht als Bodenplane gedacht. Der Stoff ist zwar wasserdicht, aber bei hohem Druck (Knien ) und nassem Untergrund kann Feuchtigkeit durchgedrückt werden.

    Viele Zelt Hersteller verwenden nicht umsonst für ihre Zeltböden meist ein stärkeres Material mit einer höheren Wassersäule als für das Außenzelt :)

    Als UQP für die Hängematte würde ich auf jeden Fall etwas atmungsaktives, winddichtes wählen ...........ich "brauche" meinen UQP hauptsächlich am Strand gegen den Wind und natürlich um den UQ zusätzlich zu schützen.

    Ich mag es viel lieber unter einem "offenen" Tarp mit möglichst freier Sicht auf meine Umgebung. In einem komplett geschlossenen Tarp mit Türen fühle ich mich nicht so wohl. Alles zu mache ich nur bei richtig üblen Schietwetter.

    Aber da ist ja wohl jeder bisschen anders :)

    Gruß von der Ostsee

  • Ich habe einen Underquilt Protctor von Onewind und seine Bestimmung ist hauptsächlich, bei Kälte und Wind den Wind etwas abzuhalten, da ich das Tarp gern höher spanne um etwas Aussicht zu haben. Das Ding wiegt fast nix und ist preislich auch nicht so die Welt. Ich gehe ganzjährig raus und etwas Komfort mag ich mir in der kälteren Zeit gönnen. Das entstehende Luftpolster unter dem Underquilt isoliert noch etwas und erweitert in gewissen Grenzen so den Bereich des UQ. Als Groundsheet würde ich ihn nicht nehmen, dafür ist er einfach zu empfindlich. Ich nutze da eine Naturehike Plane in S, das reicht mir und da die Plane auch noch Ösen an den Ecken hat, kann ich sie unterwegs beim Wandern bei einem Schauer auch mal kurz als Unterstand abspannen.

    • Offizieller Beitrag

    Der Underquilt Protector sollte eigentlich nur Wasserabweisend sowie Winddicht sein.

    Bei einem wasserdichten Underquilt Protector kannst du erhebliche Kondenswasser Probleme bekommen........

    Auch meine Erfahrung.

    Daher komme ich zu meiner eigentlichen Frage: Habt ihr Ideen oder Produktvorschläge, die sich sowohl als UQ protector sowie als groundsheet eignen?

    Da gibt es mehr Überschneidungen zwischen Groundsheet und Gearhammock (mit dünnen Whoopi Slings unter die Hängematte gehängt) - wobei das nur Sinn macht, wenn man wie ich seinen Shit inkl. Nahrung und Schuhe nachts vom Boden weg haben will.

    • Offizieller Beitrag

    Da habe mit den Whoopi Slings mittlerweile einen okayen Kompromiss gefunden. Meine Gearhammock hängt nicht mehr mittig, sondern das eine Seil ist kürzer, so dass sie weder im Rücken drückt, noch ich die Hängematte selbst höher ansetzen muss, als ich bereit bin (auf meine Gearhammock) zu fallen :P Diagonal zu liegen, ist dabei natürlich auch von Vorteil!

  • Vielen Dank für all die Kommentare!

    Ich glaube dann bleibe ich erstmal beim bestehenden Equipment und wenn die Temperaturen nachts wieder auf etwa 0°C sinken sollen kümmere ich mich mal um einen UQ protector. Eine Gearhammock brauche ich ziemlich sicher nicht. Meine Bikepacking-Taschen sind schließlich robust genug um hochgeschleuderten Dreck und Wasser von oben und unten abzukönnen. Die dürfen gern nachts am Boden liegen bleiben. Im Notfall könnte ich sogar eine davon als groundsheet zum umziehen nutzen.

    Wenn das Wetter es zulässt bleibt mein Tarp auch immer im Strumpf und nur bei Regenwahrscheinlichkeit spanne ich es ab.

    Ich versuche bei Zeiten mal meine Bilder auf den PC zu ziehen, dann werde ich mal ein paar Eindrücke meiner Touren posten.

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