UQ bis mind. 0° gesucht

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  • Hallöchen :)

    Nach einem Monat Beiträge wälzen und Recherchen rund ums Thema Hängematte bin ich spätestens beim Underquilt auf ein Problem gestoßen: ich habe keine Erfahrung und immer noch sehr wenig Ahnung.

    Zur besseren Verständnis einmal das Einsatzgebiet vorne weg. Ein Kumpel und ich wollen im nächsten Herbst eine Strecke durch Schweden (Höhe Stockholm) wandern und natürlich in Hängematten übernachten. Bedeutet ich sollte mich auf Temperaturen um 0° einstellen und einiges an Regen, getreu dem Motto rechne mit dem Schlimmsten und hoffe aufs Beste. Wir haben beide im Gebiet Hängematte bisher keinerlei Erfahrungen gemacht.

    Um die Sache nicht zu einfach werden zu lassen habe ich natürlich noch überlegt, ob in diesem Temperaturbereich ein KuFa Quilt auch funktionieren würde. Das liegt weniger am Geld, als viel mehr an Geschichten, dass man Daune um Gottes Willen nicht nass werden lassen darf, ich jedoch zu gewisser Tollpatschigkeit neige und ein "pass auf, dass nicht..." auch gerne mal mit der nicht-Option endet. Ist die Sorge mit dem nass werden berechtigt? Nebenbei finde ich es natürlich immer besser, soweit es geht auf Tierprodukte in Kleidung/Ausrüstung zu verzichten, aber lieber ein schlechtes Gewissen als eiskalte Nächte.

    Preislich würde ich 200 Euro anpeilen, aber das kann auch gerne noch nach oben korrigiert werden.

    Habt ihr da ein paar Ideen, bzw. Erfahrungen, die ihr mit mir teilen würdet?

    Vielen Dank im Voraus.

    Mfg CakePie

  • Da stimme ich barfuß komplett zu: der Underquilt muss an die Hängematte passen.

    Ich war diesen Spätsommer in Schweden unterwegs und es wurde schon im September recht kühl (da war ich für meinen -4°C UQ dankbar). Bitte denkt auch an ordentliche Tarps! Je nachdem, wo ihr genau unterwegs seid, ist der Wind ziemlich stark, da bringt der beste Quilt nichts, wenn der Regen wagerecht reinschießt.

    Prinzipiell seid ihr mit der Hängematte aber gut beraten, gerade im Hinterland gibt es außerhalb der Lagerplätze kaum möglichkeiten ein Zelt aufzustellen, da ist einfach zu viel Unterholz, Moor, Steine oder Berg.

  • ob in diesem Temperaturbereich ein KuFa Quilt auch funktionieren würde. Das liegt weniger am Geld, als viel mehr an Geschichten, dass man Daune um Gottes Willen nicht nass werden lassen darf, ich jedoch zu gewisser Tollpatschigkeit neige

    Im Prinzip gelten hier die gleichen Regeln und Stolpersteine wie bei Schlafsäcken auch. Einzig die mehr exponierte Lage des UQ könnte ihn etwas mehr Nässe aussetzen, dafür gibt's aber auch UQ Protektoren. Das Problem bei Quilts ist eher, dass es noch weniger standardisierte Prozesse gibt als bei Schlafsäcken und die Ratings eigentlich noch stärker schwanken als bei Schlafsäcken in Sachen Zuverlässigkeit.

    Wenn der Synthetik-Quilt für 0°C (besser -5°C oder -10°C als Puffer, also ein solider 3-Jahreszeiten-Quilt) gerated ist, dann ist das ungefähr genauso zuverlässig oder unzuverlässig wie die Angaben bei Daune.

    Daune gibt es auch mit DWR-Imprägnierung, was eine deutliche Verbesserung der Wetterfestigkeit zur Folge hat: es wird immer noch feucht, aber die Wärme bleibt länger erhalten. Ist der Quilt (genauso wie auch Schlafsack) einmal wirklich platsch nass, wirds sowohl mit Synthetik als auch Daune ungemütlich und die Wärmeleistung lässt nach. Der Hauptvorteil (imho) von Synthetik ist, dass es schneller trocknet als Daune (die bekommt man kaum unterwegs trocken es sei denn es ist tagelang trocken, die Sonne scheint, Temperaturen sind gut und man hat eine lange Leine als Wäscheleine dabei).

    Ein wenig Feuchtigkeit wird aber entsprechend imprägnierte Daunen-Quilts nicht groß in ihrer Funktion beeinflussen. Und die Quilts kann man ja auch in Drybags transportieren. Idealerweise holt man sie ja auch erst raus, wenn Tarp und Hängematte bereits hängen.

    Ich würde mir da mehr Gedanken über Daunen-Puffies machen, denn die hat man unterwegs an und da kann man schon einmal ungünstig vom Regen überrascht werden oder man hat zu lange mit der Hard Shell Jacke gewartet.

    Habt ihr da ein paar Ideen, bzw. Erfahrungen, die ihr mit mir teilen würdet?

    Da ich ja auch gerade erst auf der Suche war und mir einen Überblick verschafft habe, würde ich mal vorschlagen, dass du dich bei folgenden europäischen Herstellern umschaust:

    • gramxpert
    • Cumulus
    • Bushmen
    • Khibu
    • Lesovik

    Eine weitere Option ist der Shop von Hammock Fairy für importierte Sachen hauptsächlich von Warbonnet. Wenn du bereit bist, in den USA zu bestellen und den ganzen Versand-, Zoll- und Steuer-Krams durchzumachen, dann würde ich (aus den zahlreichen US Cottage Herstellern) v.a. Hammock Gear, Cedar Ridge und Enlightened Equipment nennen (zusätzlich zu Warbonnet, was aber ja über den o.g. Shop schon zum Teil abgedeckt wird).

    Du musst am Ende wissen, wie viel du tragen möchtest und wie viel dir ein niedriges Gewicht wert ist. Wenn du bereit bist, auch 1kg UQ zu tragen, dann gibt's sicherlich noch mehr Optionen.

    • Offizieller Beitrag

    Du schreibst nicht, was für eine Hängematte du hast, aber ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gathered End Hängematte, d.h. eine geraffte Hängematte handelt. Der beste Underquilt ist ein ein Underquilt, der die gleiche Form hat. Sprich ein Warbonnet Wooki (Daune) oder ein Simply Light Designs Trailwinder (Synthetik). In beiden Fällen ist aber das Budget zu knapp, und es kommt auch auf die Länge deiner Hängematte an.

    Ein traditioneller Underquilt, d.h. eine Decke die an den Ecken aufgehängt wird, passt nicht ganz so gut, ist aber flexibler. Und die Liegerichtung ist nicht vorgegeben.

    Die meisten Quilts werden heutzutage mit behandelter Daune gefüllt, die wasserabweisend ist. Damit sind die Quilt unempfindlicher was Feuchtigkeit betrifft. Im Wasser untertauchen sollte sie man aber trotzdem nicht. Bevor ich auf einen Wooki umgestiegen bin, habe ich jahrelang einen Hammock Gear Incubator benutzt, mit dem ich im Großen und Ganzen zufrieden war. Ich will gerade einen Incubator los werden, der deine Anforderungen relativ gut erfüllen würde. Wenn du Interesse hast, schau mal auf den Marktplatz.

  • Vielen Dank schonmal für eure Antworten!

    Als erstes mal eine grundsätzliche Frage: hast du schon eine ordentliche HM und in dieser auch schon mal übernachtet um zu schauen, ob du so überhaupt bequem schlafen kannst? Weißt du, ob eine HM das Richtige für dich ist?

    Mein Fehler, sorry. Momentan besitze ich noch keine HM und habe lediglich in der Jugend gerne in Hängematten gedöst, aber nicht über Nacht draußen. Sollte ich wider erwarten gar nicht mit HM klar kommen, gibt es zumindest neuwertige HM im Marketplace ;)

    Als HM hatte ich mir zum einen die Warbonnet Eldorado oder die Khibu Nirvana rausgesucht, aber noch nicht bestellt.

    Da stimme ich barfuß komplett zu: der Underquilt muss an die Hängematte passen.

    Ich war diesen Spätsommer in Schweden unterwegs und es wurde schon im September recht kühl (da war ich für meinen -4°C UQ dankbar). Bitte denkt auch an ordentliche Tarps! Je nachdem, wo ihr genau unterwegs seid, ist der Wind ziemlich stark, da bringt der beste Quilt nichts, wenn der Regen wagerecht reinschießt.

    Prinzipiell seid ihr mit der Hängematte aber gut beraten, gerade im Hinterland gibt es außerhalb der Lagerplätze kaum möglichkeiten ein Zelt aufzustellen, da ist einfach zu viel Unterholz, Moor, Steine oder Berg.

    Danke für die Infos, die sind Gold wert! Wir wollen auf jeden Fall Wintertarps (also mit Türen) nehmen.

    Danke für die Erklärungen, vor allem den Puffer hatte ich nicht bedacht. Gut zu wissen, dass etwas Feuchtigkeit tolerierbar ist bei Daune. Die Hersteller werde ich mir alle mal anschauen. Aber mit Import habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht, das überlasse ich lieber fähigeren Leuten. Vielen Dank!

    Du schreibst nicht, was für eine Hängematte du hast, aber ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gathered End Hängematte, d.h. eine geraffte Hängematte handelt. Der beste Underquilt ist ein ein Underquilt, der die gleiche Form hat. Sprich ein Warbonnet Wooki (Daune) oder ein Simply Light Designs Trailwinder (Synthetik). In beiden Fällen ist aber das Budget zu knapp, und es kommt auch auf die Länge deiner Hängematte an.

    Ein traditioneller Underquilt, d.h. eine Decke die an den Ecken aufgehängt wird, passt nicht ganz so gut, ist aber flexibler. Und die Liegerichtung ist nicht vorgegeben.

    Die meisten Quilts werden heutzutage mit behandelter Daune gefüllt, die wasserabweisend ist. Damit sind die Quilt unempfindlicher was Feuchtigkeit betrifft. Im Wasser untertauchen sollte sie man aber trotzdem nicht. Bevor ich auf einen Wooki umgestiegen bin, habe ich jahrelang einen Hammock Gear Incubator benutzt, mit dem ich im Großen und Ganzen zufrieden war. Ich will gerade einen Incubator los werden, der deine Anforderungen relativ gut erfüllen würde. Wenn du Interesse hast, schau mal auf den Marktplatz.

    Ich meine beide Matten sind Gathered End, also Eldorado und Khibu Nirvana.
    Ist Incubator hier die Modellbezeichnung oder eine Art von Underquilt? Das Angebot klingt auf jeden Fall interessant.
    Den Wooki hatte ich auch schon im Auge, aber ich war mir nicht sicher, ob er zum Einstieg das Richtige ist.


    Vielen Dank an alle!

  • Moin,

    Wir hier schon des öfteren erwähnt, hat hochwertige Ausrüstung z.B. Wooki, Incubator einen hohen Wiederverkaufswert :thumbup:

    Solltest du also überhaupt nicht mit Hm klar kommen, kannst du sie mit Zubehör ohne allzu zu großem Verlust wieder verkaufen.

    Für mich macht es mehr Sinn sich gleich zu Anfang "vernünftige" und zur Person und Tour passende Ausrüstung zu zulegen so erspart man sich den Ärger sich erst durch unbequeme Ausrüstung zu kämpfen...........und vielleicht sehr unangenehme Nächte zu haben.

    Vielleicht hast du ja die Möglichkeit in deiner Gegend jemanden zu finden der dich mal in seiner Hängematte Probeliegen lässt?!

    Ich würde auch empfehlen die Ausrüstung der zu erwartender Tiefsttemperatur plus einem Puffer von ein paar Grad auszuwählen.

    Gruß von der Ostsee

    • Offizieller Beitrag

    Ist Incubator hier die Modellbezeichnung oder eine Art von Underquilt?

    Der Incubator ist ein Ganzkörper-Underquilt von Hammock Gear.

    Den Wooki hatte ich auch schon im Auge, aber ich war mir nicht sicher, ob er zum Einstieg das Richtige ist.

    Warum sollte der Wooki nicht für Einsteiger geeignet sein?

    Die Hängematte muss halt mindestens 320 cm lang sein, damit du den Wooki nicht kürzen musst. Wenn du den Wooki mit einer anderen Hängematte als die für die er designt wurde verwenden willst, musst du ihn einfach mit einer Kordelschlaufe verlängern - siehe dazu auch hier.

    Außerdem ist der Wooki asymmetrisch isoliert, d.h. die Liegerichtung ist vorgegeben.

  • Hallo zusammen , Ich habe jetzt ein paar Tage hier mal im Forum mitgelesen .

    Ich selber habe bis jetzt nur Erfahrungen mit Amazonas Hängematten. Bin aber auch bis jetzt damit zufrieden . Ich nutze seit 2 Jahren zwei verschiedene Underquild.

    Einmal habe ich für den späten Frühling-frühen Herbst den Thermarest Slacker Snuggler . Der ist leicht und reicht vollkommen aus .

    Aber wenn die Temperatur unter 10° geht nehme ich den Underquild von Snugpack . Dieser wiegt 1,1 Kg und macht seinen Job bis kurz unter 0° auch gut . der ist leider nur sehr Voluminös . Aus diesem Grund möchte ich mit einen Daunen UQ zulegen . Ich selber bin 183 cm und bringe 115 KG auf die Waage . Jetzt habe ich ein paar Modelle gesehen und weiß im Endeffekt viel weniger wie vorher .

    Der Snugpack habe ich eine Ei Förmige Grundfläche .

    Maße sind ca. 200 cm x 140 cm

    Ich habe hier manchmal das Problem das meine Füße ohne Isolation sind .

    Ich habe jetzt gedacht das ich einfach einen breiteren UQ brauche . Bei vielen Herstellern sind die Maße aber deutlich kleiner also schmaler .

    Ich hab jetzt einen Interessanten langen und breiten UQ von Bushman gefunden .

    Der GLOW -2° ist denk ein guter Kompromiss oder was meint ihr ?

    Wie würde sich das den auswirken wenn ich mal eine größere Matte hätte ?

    Über ein paar Anregungen oder Vorschläge wäre ich dankbar.

    MfG René

  • Du wärst dann der erste der über den Bushmen UQ berichten kann. Bisher hab ich zu diesem UQ noch nichts gelesen.

    So ein UQ passt auch an größere Matten und da kannst du dann die breite auch etwas besser ausnutzen weil du diagonaler liegen kannst.

    Go for it und berichte ;)

  • Moin,

    wenn ich mich recht erinnere ist der Bushman UQ genau so groß wie der Snugpak 200x140cm.........der Bushman ist nur rechteckig geschnitten im Gegensatz zur Eiform beim Snugpak. Auch haben beide den gleichen Temperaturbereich. Nur die verwendete Füllung ist unterschiedlich.

    Ich würde mich wahrscheinlich nach einem UQ in einem anderen Temperaturbereich als den des Snugpaks umsehen. Weil bis leicht unter Null hast du ja schon den Snugpak.

    Vom Packmaß ist der Bushman fast genauso wie der Snugpak (ich habe mir mal die ältere Bushman Glow Version für ein WE ausgeliehen und den Snugpak habe ich noch hier).

    Vom Gewicht her ist der Bushman allerdings nur halb so schwer wie der Snugpak :thumbup:

    Ich würde mir wohl einen UQ in einem tieferen Temperaturbereich kaufen. Einmal hat man dann eine Reserve für unerwartet kalte Nächte und falls du doch irgendwann einmal Lust auf Hängematte und Winter bekommen solltest, hättest du schon mal einen UQ parat.

    Zu warm werden UQs durch die Verstellmöglichkeiten selten.

    Bei Daunen UQs ist der der Gewichtsunterschied von sagen wir mal die Klasse 20F/-7C zur Klasse 0F/-17C bei den meisten Herstellern nicht sehr groß. Den Packvolumen Unterschied kann man fast vernachlässigen.......denn es befinden sich nur xy Gramm mehr Daunen in der gleichen "Hülle" die komprimiert nicht viel mehr Volumen beanspruchen.

    Gruß von der Ostsee

  • Hi,

    liegst du über die Isolation hinweg? Kannst du nicht mit den Bändern den UQ etwas auf deine Liegeposition anpassen? Bei 1,83m Körpergröße sollte das eigentlich funktionieren.

    Ich liege auch mit dem Kopf etwas über der Isolation, das kann ich aber mit einem Kissen ausgleichen. So ist es auf ganzer Länge schön warm. Allerdings bei einem anderen UQ.


    Habe mir den Bushmen Glow mal angeschaut. Zumindest den -12° auf deren Internetseite. Die großen Kammern kommen mir irgendwie komisch vor. Wenn die Daunenmenge abnimmt (-2° statt -12°) kann es m.M.n passieren das die Daunen sich in einer Ecke der Kammern sammeln und die Isolationsfähigkeit gemindert wird. Auch die Kombilösung als Schlafsack sagt mir persönlich nicht zu. Dann kann er von beidem etwas, aber nichts richtig:/

    Wenn du auch um bzw unter 0° hängen willst ist der UQ mit -2° Bereich evtl auch etwas knapp bemessen. Da würde ich mehr Puffer einplanen.

    Bei fast 230€ Anschaffungspreis würde ich mir einen anderen UQ aussuchen.

    ! Das sind aber ausschließlich meine Gedanken, die mir zuerst durch den Kopf gingen, ohne das Teil jemals in der Hand gehabt zu haben !

  • Wenn du auch um bzw unter 0° hängen willst ist der UQ mit -2° Bereich evtl auch etwas knapp bemessen. Da würde ich mehr Puffer einplanen.

    Mir erscheint die Temperaturangabe ohnehin sehr optimistisch, bei 300gr 750er Daune, bei einem Underquilt der ja nicht wie der Wooki oder der SLD Trailwinder nur die tatsächliche Liegefläche isoliert.

  • Der Selva hat ebenfalls 300g. Allerdings 850er und er ist mit +2° komf. und -4° Grenztemperatur angegeben. Das würde ich so unterschreiben bei Cumulus. Auf mich hat das ganz gut gepasst:thumbup:

    Nur dass der Cumulus halt wesentlich schmaler ist (110cm Kopfende und 90cm Fußende). Wenn es für Dich gut gepasst hat, dann wird es beim Glow eben nicht mehr so gut passen ;)

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