Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
Als erstes mal eine grundsätzliche Frage: hast du schon eine ordentliche HM und in dieser auch schon mal übernachtet um zu schauen, ob du so überhaupt bequem schlafen kannst? Weißt du, ob eine HM das Richtige für dich ist?
Mein Fehler, sorry. Momentan besitze ich noch keine HM und habe lediglich in der Jugend gerne in Hängematten gedöst, aber nicht über Nacht draußen. Sollte ich wider erwarten gar nicht mit HM klar kommen, gibt es zumindest neuwertige HM im Marketplace ![]()
Als HM hatte ich mir zum einen die Warbonnet Eldorado oder die Khibu Nirvana rausgesucht, aber noch nicht bestellt.
Da stimme ich barfuß komplett zu: der Underquilt muss an die Hängematte passen.
Ich war diesen Spätsommer in Schweden unterwegs und es wurde schon im September recht kühl (da war ich für meinen -4°C UQ dankbar). Bitte denkt auch an ordentliche Tarps! Je nachdem, wo ihr genau unterwegs seid, ist der Wind ziemlich stark, da bringt der beste Quilt nichts, wenn der Regen wagerecht reinschießt.
Prinzipiell seid ihr mit der Hängematte aber gut beraten, gerade im Hinterland gibt es außerhalb der Lagerplätze kaum möglichkeiten ein Zelt aufzustellen, da ist einfach zu viel Unterholz, Moor, Steine oder Berg.
Danke für die Infos, die sind Gold wert! Wir wollen auf jeden Fall Wintertarps (also mit Türen) nehmen.
Alles anzeigenIm Prinzip gelten hier die gleichen Regeln und Stolpersteine wie bei Schlafsäcken auch. Einzig die mehr exponierte Lage des UQ könnte ihn etwas mehr Nässe aussetzen, dafür gibt's aber auch UQ Protektoren. Das Problem bei Quilts ist eher, dass es noch weniger standardisierte Prozesse gibt als bei Schlafsäcken und die Ratings eigentlich noch stärker schwanken als bei Schlafsäcken in Sachen Zuverlässigkeit.
Wenn der Synthetik-Quilt für 0°C (besser -5°C oder -10°C als Puffer, also ein solider 3-Jahreszeiten-Quilt) gerated ist, dann ist das ungefähr genauso zuverlässig oder unzuverlässig wie die Angaben bei Daune.
Daune gibt es auch mit DWR-Imprägnierung, was eine deutliche Verbesserung der Wetterfestigkeit zur Folge hat: es wird immer noch feucht, aber die Wärme bleibt länger erhalten. Ist der Quilt (genauso wie auch Schlafsack) einmal wirklich platsch nass, wirds sowohl mit Synthetik als auch Daune ungemütlich und die Wärmeleistung lässt nach. Der Hauptvorteil (imho) von Synthetik ist, dass es schneller trocknet als Daune (die bekommt man kaum unterwegs trocken es sei denn es ist tagelang trocken, die Sonne scheint, Temperaturen sind gut und man hat eine lange Leine als Wäscheleine dabei).
Ein wenig Feuchtigkeit wird aber entsprechend imprägnierte Daunen-Quilts nicht groß in ihrer Funktion beeinflussen. Und die Quilts kann man ja auch in Drybags transportieren. Idealerweise holt man sie ja auch erst raus, wenn Tarp und Hängematte bereits hängen.
Ich würde mir da mehr Gedanken über Daunen-Puffies machen, denn die hat man unterwegs an und da kann man schon einmal ungünstig vom Regen überrascht werden oder man hat zu lange mit der Hard Shell Jacke gewartet.
Da ich ja auch gerade erst auf der Suche war und mir einen Überblick verschafft habe, würde ich mal vorschlagen, dass du dich bei folgenden europäischen Herstellern umschaust:
- gramxpert
- Cumulus
- Bushmen
- Khibu
- Lesovik
Eine weitere Option ist der Shop von Hammock Fairy für importierte Sachen hauptsächlich von Warbonnet. Wenn du bereit bist, in den USA zu bestellen und den ganzen Versand-, Zoll- und Steuer-Krams durchzumachen, dann würde ich (aus den zahlreichen US Cottage Herstellern) v.a. Hammock Gear, Cedar Ridge und Enlightened Equipment nennen (zusätzlich zu Warbonnet, was aber ja über den o.g. Shop schon zum Teil abgedeckt wird).
Du musst am Ende wissen, wie viel du tragen möchtest und wie viel dir ein niedriges Gewicht wert ist. Wenn du bereit bist, auch 1kg UQ zu tragen, dann gibt's sicherlich noch mehr Optionen.
Danke für die Erklärungen, vor allem den Puffer hatte ich nicht bedacht. Gut zu wissen, dass etwas Feuchtigkeit tolerierbar ist bei Daune. Die Hersteller werde ich mir alle mal anschauen. Aber mit Import habe ich ganz schlechte Erfahrungen gemacht, das überlasse ich lieber fähigeren Leuten. Vielen Dank!
Du schreibst nicht, was für eine Hängematte du hast, aber ich gehe davon aus, dass es sich um eine Gathered End Hängematte, d.h. eine geraffte Hängematte handelt. Der beste Underquilt ist ein ein Underquilt, der die gleiche Form hat. Sprich ein Warbonnet Wooki (Daune) oder ein Simply Light Designs Trailwinder (Synthetik). In beiden Fällen ist aber das Budget zu knapp, und es kommt auch auf die Länge deiner Hängematte an.
Ein traditioneller Underquilt, d.h. eine Decke die an den Ecken aufgehängt wird, passt nicht ganz so gut, ist aber flexibler. Und die Liegerichtung ist nicht vorgegeben.
Die meisten Quilts werden heutzutage mit behandelter Daune gefüllt, die wasserabweisend ist. Damit sind die Quilt unempfindlicher was Feuchtigkeit betrifft. Im Wasser untertauchen sollte sie man aber trotzdem nicht. Bevor ich auf einen Wooki umgestiegen bin, habe ich jahrelang einen Hammock Gear Incubator benutzt, mit dem ich im Großen und Ganzen zufrieden war. Ich will gerade einen Incubator los werden, der deine Anforderungen relativ gut erfüllen würde. Wenn du Interesse hast, schau mal auf den Marktplatz.
Ich meine beide Matten sind Gathered End, also Eldorado und Khibu Nirvana.
Ist Incubator hier die Modellbezeichnung oder eine Art von Underquilt? Das Angebot klingt auf jeden Fall interessant.
Den Wooki hatte ich auch schon im Auge, aber ich war mir nicht sicher, ob er zum Einstieg das Richtige ist.
Vielen Dank an alle!