Servus aus Augschburg (Augsburg)

  • Hallo zusammen,


    einen schönen Gruß ins Forum!


    Nun, eigentlich(!) wollte ich ja ein Zelt kaufen...


    für spontane Übernachtungen, für geplante Eine-Nacht-Übernachtungen, für Wandertouren geplant für 1-3 Nächte, für Radreisen mit dem MTB (also alles im Rucksack), für Festivals.

    Und dann habe ich angefangen mich umzusehen und festgestellt, dass ein Zelt, so wie ich es haben will 400€ aufwärts kostet. Und das war es mir nicht wert, zumal ich dann auch noch eine teure Isomatte und einen Schlafsack brauche. Ich wär also bei bestimmt 1000€ oder mehr...

    Und dann bin ich auf Hängematten gekommen. Also wie wahrscheinlich die meisten: erstmal Hängematte bei Amazon$.de eingegeben, auf "günstigste zuerst" geklickt und geschaut. Weil, eine Hängematte, was ist da schon dran? Ein Stofffetzen den man an zwei Bäume hängt, 50€, reicht.


    Nun, mittlerweile sehe ich das natürlich etwas anders!


    Ich habe schon die ein oder andere Nacht draußen verbracht, meistens mit einem Wurfzelt, einem günstigen Schlafsack und einer Isomatte mit einem Packmaß eines Einfamilienhauses. Normal kein Thema, weil ich mit dem Auto unterwegs war. Wir hatten mal eine Wochentour mit dem Rad angefangen, ich hatte ein 100€ Setup (Mini-Schlafsack + Mini-Zelt) nach der ersten Nacht in den Müll geworfen, weil dort drin das Regen-/Tauwasser 2cm stand, ich die Nacht so gefroren habe wie noch nie in meinem Leben... Nun, damals dachte ich auch noch dass eine Isomatte nur unnötiger Ballast ist. Ab dem nächsten Tag waren wir dann immer über nacht in Pensionen!

    Meine weiteren Campingerfahrungen waren meist mit 15l Bier über den Tag verbunden, bei denen dann die halbe Stunde Schlaf bis zum Sonnenaufgang auch draußen hätte verbracht werden können.


    Letztes Wochenende war ich mit einem Freund im Bayerischen Wald, ich hatte meine Einfamilienhauskombi dabei. (Das Zelt ist geschwommen, so dass ich irgendwann im Pickup meines Kumpels verschwand, zumal vor einem halben Jahr meine Isomatte + Schlafsack kaputt ging, so dass ich auf einer Jogamatte geschlafen habe, zugedeckt mit einer Wolldecke von zuhause... Es war extrem kalt, ich war kurz davor den Gaskocher im Zelt anzuschmeissen und habe schon überlegt was ich jetzt hier drin hätte zum glühen bringen können. 8) Die Vernunft hat dann doch gesiegt und ich stieg in den Pickup meines Freundes! Er hat ganz toll oben in seinem neuen Dachzelt (65kg) geschlafen, dass er hier zum ersten mal ausprobiert hatte. :)

    Wir waren dort wandern und ich war zu diesem Zeitpunkt schon sehr mit dem Gedanken infiziert welche Vorteile und Nachteile denn so eine Hängematte haben könnte...


    Nun, mittlerweile bin ich der Meinung dass Hängematten mein Zeltersatz sind und möchte nun kaufen. Ich habe mich auch etwas tiefer damit beschäftigt und habe zumindest jetzt eine theoretische Vorstellung was es da so gibt, was die Vor- und Nachteile sind ect.

    Ich bin dann irgendwann bei den Hennessy Hammocks gelandet, diese haben aber z.Z. für den EU Raum massive Lieferschwierigkeiten, sonst wäre ich wohl mittlerweile Besitzer einer Explorer Ultralight Zip XL. Der Plan war, dann noch dieses Silberfoliending mitzubestellen. In diesem Set ist auch schon ein Tarp dabei. Nun, die können aber nicht liefern... Diese Hängematte mit Classic-Einstieg wäre lieferbar, aber irgendwie wollte ich die nicht, mein Bauchgefühl sagt mir dass die Nachteile hat, die mir jetzt noch nicht einfallen... Ich habe also weitergesucht.


    Ich bin dann auch immer mehr auf dieses Forum gestoßen, oder das ein oder andere Review, Podcast, whatever...


    Und je mehr ich mit dem Thema beschäftige, umso kleiner wird auch im Moment die Auswahl (das finde ich total klasse, wenn es nur immer so wäre!)

    Ich bin 195cm groß und wiege so ca 105kg. Wie ich es verstanden habe fallen dann sowieso schon 95% aller Hängematten komplett raus.

    Auch über diese Formel Körpergröße x 1.8(9?) bin ich gestolpert, was irgendwas um 350 oder 370cm Länge ergibt.


    Nach längerem durchsuchen wird es wohl eine Blackbird XLC von Warbonnet doppelwandig leicht werden und dazu einen Wookie (bis -17°C). Den Gedanken dass ein Hängemattensetup günstiger ist als ein Zeltsetup habe ich längst über Bord geworfen...


    Dazu braucht es nun noch eine Möglichkeit zur Isolierung. Hier stellt sich mir noch die Frage ob Quilt oder Schlafsack, bis zu welcher Temperatur ich den brauche, da ja der Wookie schon sehr warm sein soll. Dafür brauche ich wohl noch etwas Zeit und Recherche, da ich doch an so einen Schlafsack/Quilt viele Anforderungen habe. Ich möchte damit einfach überall schlafen können, ob im Auto/bei Freunden auf dem Boden, im Zelt, in der Hängematte... Ich möchte einen Schlafsack/Quilt, den ich komplett zu einer Decke aufklappen kann, da ich eingeklemmte Füße hasse. Ich bin Bauchschläfer und reduziere lieber eine zu warme Decke mit raushängenden Füßen...


    Beim Tarp werde ich wohl testweise erstmal sehr günstig einsteigen, ich halte das im Moment für den Bereich, den ich am meisten vernachlässigen kann und nach und nach herausfinden kann was ich denn überhaupt für Anforderungen habe. Es kann sein dass ich da erstmal wirklich nur eine Plane vom Baumarkt mitnehme.


    Was meint ihr dazu? :)


    Gruß

  • Grüß dich und herzlich willkommen...


    Nun, eigentlich(!) wollte ich ja ein Zelt kaufen...

    Ganz dünnes Eis^^

    Ne im ernst...ein vernünftiges Zelt hat auch seinen Reiz sowie Vor und Nachteile. Allerdings fällt ein gutes Zelt für den Festivalgebrauch schon wieder raus. Das ist wie der neue Daimler beim Stoppelfeldrennen, lieber nicht.


    Den Gedanken dass ein Hängemattensetup günstiger ist als ein Zeltsetup habe ich längst über Bord geworfen...

    gute Erkenntnis:thumbup:


    Blackbird XLC von Warbonnet doppelwandig leicht

    Ob du anfällig für Mücken und anderes Getier bist musst du selber wissen. Ich persönlich schlafe sehr gerne ohne Netz und komme mit einer 12" Warbonnet Traveller XXL (1,93m 90KG) sehr gut zurecht. Die habe ich TreeGirl `s Shop, wird aber leider nicht mehr hergestellt. Zweilagig mit Netz ist ja auch eine Gewichtsfrage. Wenn du vor hast alles im Rucksack zu transportieren solltest du das Thema Gewicht nicht außer Acht lassen.


    ob Quilt oder Schlafsack, bis zu welcher Temperatur ich den brauche, da ja der Wookie schon sehr warm sein soll

    Der Wookie ist ein UNDERquilt. Er ist vielleicht sehr warm, allerdings nur von unten (Hast du vor Wintercamping zu betreiben wegen der -17°?)

    Wenn es nicht gerade sommerliche 20° in der Nacht hat empfehle ich eine Bedeckung von Oben.

    Welchen Temp.Bereich du abdecken willst musst du selber wissen. Ich liege mit einem Topquilt (250g Daunen) bis ca 0° draussen.

    Wenn du noch einen Schlafsack hast kannst du den Reißverschluss auch erst mal komplett öffnen und damit über die Runden kommen.

    Ich möchte einen Schlafsack/Quilt, den ich komplett zu einer Decke aufklappen kann

    Schau dir mal die Quilts von Cumulus an

    CUMULUS


    oder Enlightened Equipment (Vorsicht Importgebühren)

    EE


    oder GramXpert (Synthetisch)

    GramXpert



    Beim Tarp werde ich wohl testweise erstmal sehr günstig einsteigen

    Gibt es auch schon gute unter oder um 100€. Da muss man nicht 2x kaufen


    Ansonsten findest du mit Sicherheit alle weiteren Infos irgendwo hier im Forum. Viel Spass beim stöbern

  • Hey bogus, danke dir.


    ja das Gewicht ist natürlich entscheidend. Die doppelwandige XLC wiegt ca. 150 Gramm mehr als die einwandige, aber ich denke bei meinem Gewicht macht es aber schon fast Sinn die Doppelwandige zu nehmen, damit sie sich weniger durchhängt. Ich erhoffe mich aber auch dadurch etwas mehr Haltbarkeit und auf gar keinen Fall in den Hinter gepiekst werden. Hm, ich war eigentlich schon so oft in Situationen in denen ich von Mücken aufgefressen wurde dass ich mir schwer vorstellen kann wie man ohne Schnackennetz übernachten kann. :/


    Ja, mein Gedanke war, den Underquilt ein bisschen überzudimensionieren um dann ganz sicher auch mit einem Quilt (bis 0°C oder so) warm und bequem schlafen zu können.

    Im Moment kann ich mir noch nicht vorstellen im Winter draußen zu übernachten, zumal ich auch kleidungs- und erfahrungstechnisch nicht dazu ausgestattet bin. Aber interessant finde ich den Gedanken schon... Zumindest habe ich jetzt mal die passenden Schuhe dazu. :)

    Aber grundsätzlich "eher" nein. Ich denke arg weit unter 0°C wird es nicht gehen, aber man weiß ja nie... Letztes Wochenende im Bayerischen Wald lag die Temperatur auch bei bestimmt -2 oder -3°C, und tagsüber war ich in kurzer Hose und T-shirt unterwegs.


    Bei Cummulus habe ich einen Quilt 250 XL angefragt (der Standardquilt wird um 30cm erweitert), dann soll dieser 268€ kosten inkl. Versand und eine Komforttemperatur von 4°C können. Ich weiß aber nicht, wäre ich letztes Wochenende mit diesem Setup (Wookie -17°C und Quilt 250) warm geblieben in Unterwäsche...?

  • Servus aus Regensburg,


    super, noch ein Bayerwald Trekker;)

    Also mit dem 0F Wooki kannst ich sicher bis -10 grad in dünnem Longsleeve und mit Langer Unterhose ohne Socken. Ich habe noch nicht tiefer getestet. Oben drauf habe ich da aber dann schon nen dickeren Quilt. Für "mich" geht der 250 er bis ca. 0 grad. Dann fröstel ich darin, was ich nicht mag.

    Mein 3 Jahrezeiten Setup ist der 20F Wooki und der 250 er Topquilt, bis 0 Grad. Dann ist Schluss für mich damit...


    Wenn du Matten testen willst, ich hab so einige hier 8o

  • Ich möchte einen Schlafsack/Quilt, den ich komplett zu einer Decke aufklappen kann, da ich eingeklemmte Füße hasse. Ich bin Bauchschläfer und reduziere lieber eine zu warme Decke mit raushängenden Füßen...

    Moin Moin und willkommen 🤘


    Wenn es nicht weit unter 0 gehen soll und so wie du es beschreibst kann ich dir den Schlafsack "G200Q" von Carinthia empfehlen🤔


    "....ein Whisky ist gut ,zwei sind zu viel ,drei sind zu wenig..."

  • Servus,


    ja, war mein erstes mal im Bayerischen Wald. Und ich kann wirklich sagen: Bisher ist es der schönste Wald den ich in Deutschland je gesehen habe! :) Ich war hin und weg. Unten ein paar Bilder...


    Hm, also deine Empfehlung dass ich den 0F Wooki bis -10 locker ohne Jacke verwenden kann macht mich dann so etwas stutzig ob ich nicht mit einem dünneren besser bedient wäre. Schließlich kommt es wohl sicher öfters vor dass ich bei schönem Wetter meine Sache packe um im Wald übernachte, als bei Kälte... Und wenn ich dann bei einer Außentemperatur von 15°C in der Nacht in der Hängematte im Schweiß schwimme ist natürlich auch nicht Sinn der Sache. :/


    Du schreibst 250er Quilt. Du meinst damit ebenfalls den vom Hersteller Cumulus?


    Also ja... Ich wäre wirklich interessiert mir mal ein paar Hängematten anschauen zu können... Die Frage ist, ist da was für meine Größe dabei?


    Brandbeschleuniger, ich schaue mich gleich mal die Seite an. Danke für den Tipp. Danke auch an die Tipps der Anderen. Edit: Also der G200Q ist mir leider deutlich zu schwer mit seinen 1,9kg. Ich vermute dass ich da nur mit Daunen auf einen Nenner kommen werde...

  • Melde dich, wenn du wieder im Bayerwald unterwegs bist. ich komm mit !;)


    Ja genau den meinte ich --> "Cummulus habe ich einen Quilt 250 XL angefragt "

    Ich finde, ein ganz Jahres Setup ist schwierig, wegen genau den zu warmen Sachen, die du aber für den WInter brauchst. Den 0 F Wooki kann man auch bisschen lockerer dran machen, dan geht der auch im Sommer. Aber den Winter Quilt, würde ich nicht im Sommer nutzen wollen. Der wiegt ja auch das Doppelte und das Packmass erst :)


    Mit dem 20 F Wooki und dem Cumulus 250 kommst du super bis ca. 0 Grad rum zurecht denke ich. Notfalls halt dann ab 2 grad noch ne Jacke drüber und gut.


    Aber eigentlich sollten wir im Vorstellunsthread nicht soviel darüber reden. Mach doch einen neuen für dein Setup auf, bzw such mal bisschen im Forum. Genau zu den Fragen, findest du sicher Antworten.

  • Da wir ja hier im Vorstellungsfaden sind, belasse ich es bei einem kurzen „Herzlich willkommen“.

    Hängematten kaufen ist wie Schuhe kaufen. Sind sie zu kurz, sind sie unbequem. Um zu wissen, ob sie passen, muss man selber reinschlüpfen.

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