Fragen zu Querhängematten

  • Schade finde ich, dass man sich am Hang nicht so schön richtung Panorama ausrichten kann,

    Muss man in der Hängehöhe mit einplanen, dann geht das. Habe mir auch schon einen Stamm als Einstieg gelegt - für Ausblick tu ich so einiges^^

    Es sei denn, es ist so steil dass das Kopfende dann dem Hang problematisch nah kommt - alles hat seine Grenzen...

  • Ich liebäuge mit einem Cross Hammock, mal ein paar Fragen an die Experten rund um das Thema.
    Geplanter Verwendungszweck ist Hauptsächlich Bikepacking, deswegen ist mir das Packmaß sehr wichtig, wie steht man da im Vergleich zu Packmaß optimierten normalen HM Setups?

    Wenn man die CH als Bug Bivy nutzt sollte man ja sicher noch ne Unterlage drunter machen, rein aus Interesse, ist das Material eigentlich wasserdicht? Hat jemand Erfahrungen mit dem Rad wenn mal kein Baum da ist? Denn als Biker hat man keine Trekking Stöcke, kann mir höchstens vorstellen in größter Not das Rad zu verwenden (abspannen, ggf Vorderrad lösen und verwenden).

    Dann noch Fragen zur Isomatte, bis zu welchen Temperaturen gibt es denn schon Erfahrungen? Ich überlege mir ne xtherm max zu holen und diese als Universallösung zu verwenden. Was ist den ggf. die kleinste Matte (vom Packmaß) für den notwendigen Formfaktor (200x65) die euch bekannt ist? Würde eine Big Agnes Insulated Q-Core SLX passen? (3.2 bis 3.5 inch dick), diese hat bisher das kleinste Packmaß was ich gefunden habe (22x10).


    Und zu guter letzt, das Tarp. Das Wintertarp von Cross Hammock ist das selbe vom Schnitt wie die DCF Version? Wie ist der Vergleich zwischen den beiden was das Packmaß anbelangt, soweit ich weiß ist DCF zwar am leichtesten aber hat mehr Volumen (gepackt) wie SilPo? Beim der Variante vom Tarp beim Hammock Tent sind mehr Abspannpunkte (auf der Fläche) was mir lieber wäre, der Schnitt scheint fast der selbe zu sein? Gibt es sonst noch Alternativen? Welche Tarps benutzt ihr?

    Edited 3 times, last by eazy ().

  • eazy Vorweg: Ich muss mich laut Herstellerangaben noch drei Wochen gedulden, bis mein im vergangenen November bestelltes Gravelbike geliefert wird. Dann werde auch ich zu den Gravelhängern gehören und diesem Thema vermehrte Aufmerksamkeit widmen.

    Ich gehe sehr stark davon aus, dass die Kombination Fahrrad - Cross Hammock gerade unter Packmaß-Perspektive ein perfektes Team abgeben werden. Warum? Ich bin ja häufig mit anderen GE-Hängemattennutzern unterwegs und habe mit der Cross Hammock sehr häufig das kleinste Packmaß, weil in der Cross Hammock im Vergleich ein Drittel weniger Stoff verarbeitet ist.

    Die XTherm Max Large ist der Rolls Royce unter den Isomatten. Ich habe damit schon bei -15°C übernachtet und die Isolation völlig ausreichend empfunden. Auch bei meiner letzten Tour war die XTherm max Large dabei und hat gute Dienste geleistet.

    Würde eine Big Agnes Insulated Q-Core SLX passen?

    Ich kenne diese Matte zwar nicht, aber von den Spezifikationen sollte die passen.

    Das Wintertarp von Cross Hammock ist das selbe vom Schnitt wie die DCF Version?

    Nein, das Wintertarp ist um einiges größer. Das Packmaß beider Tarps ist sehr klein, Durchmesser 10 cm, Länge 18-20 cm.

  • Hallo eazy


    Ich habe das Hammocktent mit dessen Tarp. Die zusätzlichen Abspannpunkte habe ich in vielen hundert Nächten kein einziges Mal benutzt. DCF lässt sich wunderbar spannen und schlafft nie ab. Theoretisch könntest Du ganz wenig mehr Raum schaffen damit. Die gepackte Grösse mit Schnüren aber ohne allfl. Häringe entspricht etwa einer kleinen Pomelo. Schreib mir, wenn Du's genauer brauchst!


    Wenn Du wirklich klein gehen willst und sicher nicht auf den Boden musst, dann bist Du mit einem underquilt unschlagbar (die CH hat glaub keinen doppelten Boden? In meinem Hammocktent liegt ein simpler, rechteckiger Quilt darin.) Super warm und kuschlig bis weit unter 0, Gewicht ca. 150g, billig, die hohe Beweglichkeit damit ist - lese ich immer wieder - Geschmackssache. Und sehr schnell. HM, 2 quilts und Pyjama bleiben zusammen. 30 sec. aufhängen und einschlafen 😉 (Ja, Tarp braucht länger...)


    Viel Spass beim Aussuchen!

  • Der springende Punkt: der quilt liegt im doppelten Boden. das heisst:

    - er muss nicht "all the way" unten rum. 60cm Breite sind wirklich ok (Ich würde vielleicht jetzt 70 machen, falls man mal etwas schief hängt und zur einen Seite rollt.) Ich habe die simple, rechteckige Decke bei cumulus machen lassen, gleiche Füllung, wie der M350 quilt, den ich oben rum nutze.

    - er wird nicht flach gedrückt, wie wenn er ganz innen läge.


    (Das Hammocktent wird eigentlich mit einer Isomatte verwendet. Das Fach ist aber so locker, dass der underquilt nicht zusammengepresst wird.)


    :-) schwierig, sich genau auszudrücken... ist es jetzt klar?


    Nein, den Gral suche ich noch. Gibt der warm...? Habe ich da etwas verpasst? ;-)

    Und neeeein, ich liebe es warm und kuschelig und am Morgen komme ich kaum aus den Federn. Besonders bei unter 0.

  • Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch:

    Du hast eine Hammocktent Hängematte? Diese hat einen doppelten Boden, in welchen du eine rechteckige Daunendecke legst, die 60 cm Breite hat und 150 Gramm wiegt ?

    Welche Länge hat sie und sind die 150Gramm wirklich das Gesamtgewicht oder bezieht sich das auf die Daunenmenge?

    Du benutzt keine Isomatte, sondern nur die Decke im Mattenfach und von oben einen Quilt oder Schlafsack ?

  • Ich könnte mir vorstellen, dass das Fach unter dem Hammocktent im nicht gefüllten Zustand quasi nach unten hängt, also rum "flattert". Daher dann im Gefüllten Zustand nicht vom Körpergewicht zusammen gedrückt wird?! :/


    Ansonsten keine Ahnung und hab noch nie von sowas in der Art gehört. Also bei jeglicher anderen (mir bekannten) HM würde das nicht funktionieren.

  • Ich könnte mir vorstellen, dass das Fach unter dem Hammocktent im nicht gefüllten Zustand quasi nach unten hängt, also rum "flattert". Daher dann im Gefüllten Zustand nicht vom Körpergewicht zusammen gedrückt wird?! :/

    Wenn der Schlafsack voluminös genug ist, füllt er das HammockTent-Fach gut aus. Um stärkeres Verrutschen zu verhindern, habe ich meinen Schlafsack geschlossen und eine dünne, aufblasbare Isomatte in den Schlafsack gesteckt. Das Gewicht dieser Isolierung lag bei mir allerdings eher bei 1500 g als bei 150 g (800 g Schlafsack, 700 g Isomatte). Wie man auf 150 g kommt ist mir auch schleierhaft.

    Also bei jeglicher anderen (mir bekannten) HM würde das nicht funktionieren.

    Die HammockTent ist ja auch keine GE Hängematte. Die zweite Lage ist nicht tragend, sondern hängt eben locker unter der Hauptlage.

  • Die zusätzlichen Abspannpunkte habe ich in vielen hundert Nächten kein einziges Mal benutzt.

    Das kann ich bestätigen. Die sechs Abspannpunkte des Sommertarps, bzw. 11 Abspannpunkte des Winter- und DCF-Tarps reichen völlig aus.

    Ich könnte mir vorstellen, dass das Fach unter dem Hammocktent im nicht gefüllten Zustand quasi nach unten hängt, also rum "flattert". Daher dann im Gefüllten Zustand nicht vom Körpergewicht zusammen gedrückt wird?! :/


    Ansonsten keine Ahnung und hab noch nie von sowas in der Art gehört. Also bei jeglicher anderen (mir bekannten) HM würde das nicht funktionieren.

    Das funktioniert auch für etliche Nutzer der Hammocktent nicht. Ich weiß von Mehreren, die häufig draußen übernachten und die das Fach gar nicht nutzen, sondern eine Isomatte in die Hammocktent einlegen. Das hat mich bewogen, die Cross Hammock ohne Einschubfach zu konstruieren.

    Das Gewicht dieser Isolierung lag bei mir allerdings eher bei 1500 g als bei 150 g (800 g Schlafsack, 700 g Isomatte).

    Dieses Isolationsgewicht scheint mir auch realistischer zu sein als 150 g.

  • Das funktioniert auch für etliche Nutzer der Hammocktent nicht. Ich weiß von mehreren, die häufig draußen übernachten und die das Fach gar nicht nutzen, sondern eine Isomatte in die Hammocktent einlegen.

    Ja, das Fach gibt die Isomattendicke mehr oder weniger vor. Wenn die Isomatte zu dünn ist, bleiben Luftlöcher. Ist sie zu dick, wird der Liegekomfort schlechter - wobei es möglich sein sollte, sie einfach nicht voll aufzublasen. Bei den mit Schaumstoff isolierten Matten spürt man keinen Wärmeverlust. Bei mit Luft isolierten Matten ist das evtl. anders.


    Wenn man Isomatten nicht so sehr mag, ist das Fach allerdings nicht schlecht, weil man eben auch eine Daunendecke verwenden kann. Soweit ich weiss, gibt es immer noch keine Underquilts für 90° Hängematten.

    Das hat mich bewogen, die Cross Hammock ohne Einschubfach zu konstruieren.

    Das funktioniert für Isomatten auch definitiv besser.

  • Wenn man Isomatten nicht so sehr mag, ist das Fach allerdings nicht schlecht, weil man eben auch eine Daunendecke verwenden kann.

    Was halt auch wie bei der Isomatte im Fach immer voraussetzt, dass die Füllung genug loftet, um sich nach oben an den Liegenden zu schmiegen und keine cold spots zu produzieren, davon lese ich oft. Und rutschen tut es dann ja ggf. auch noch.
    Deshalb staune ich noch immer, wie man das mit einem dünnen 150g quilt schafft.
    Aber die Option, wenn man das ein oder andere im Camp über hat, eine Jacke o.ä. die noch mit rein stopfen zu können zum Boosten ist per sé nett.

  • Das mit der Decke im Fach , habe ich auch schon ( in der Wohnung ) probiert.

    Das Fach ist so groß , das eine Daunmatt L / W optimal passt.

    Habe diese "Option" verworfen , weil mir die Fläche-gebende Liegefläche fehlt.

    Wenn Du mit dem "Durchhang" das Mattenfach optimal gefüllt hast , sehr gut.

  • Schande über mich! Ich habe nachgemessen, mein "in-quilt" wiegt 318g! Entschuldigt bitte allerseits!


    Der gesamte Setup:

    Hängematte 360g (Hammocktent 2)

    underquilt 318g (cumulus Spezialanfertigung nach Mass)

    topquilt 586g (cumulus M350)

    tarp inkl. Schnüre 380g (Hammocktent von zPacks)

    Wurfsäckle 111g (als Aufbewahrung für: 2x 4.4m UHMWPE Riemen, 2 Schnüre zum werfen, 2 Häringe, 1 kl. Karabiner)

    Drybag mit Kompressionsriemen 129g (Exped VentAir Compression Bag M)


    Total ohne Pyjama: 1884g


    PitPelle: richtig, ohne Isomatte, der underquilt ist mit Klettpunkten im Fach oben angeklettet

    Rocketman: auch richtig. Streng genomme wäre das Fach gar nicht nötig, es hält aber wohl schon nochmal Wind ab, vermute ich.

    @CrossHammock: Isomatte drinnen ist sicher absolut gleichwertig, ich habe die höhere Beweglichkeit ohne Matte lieber und schätze, dass ich nicht aufblasen/pumpen muss. Wichtiger kleiner Nachteil vom "in-quilt": die Füsse berühren unten den Rand der HM.

    TreeGirl: Underquilts spezifisch für Querhängematten machen kaum Sinn, oder? Eine simple, rechteckige Daunendecke genügt, dazu ein paar Abspanner annähen. Oder übersehe ich etwas?


    Ich kann nur nochmal bestätigen: ich hatte schon öfter am nächsten Morgen die PET-Flasche durchgefroren und kein bisschen kalt gehabt. Ich trage aber noch eine Daunenjacke v.a. wegen der Kapuze. (und weil es so schön ist, am Morgen aufzustehen und die warme Jacke schon anzuhaben :-)

  • Messen ist Glücksache: das Total wiegt jetzt 8g weniger: 1876g :-D


    Vielleicht helfen diese beiden Bilder:

    - der in-quilt mit Zitrone

    - das Gesamtpaket mit Zitrone (inkl. Tarp, unterwegs habe ich das dann separat griffbereit am Rucksack oder im Boot)


  • TreeGirl: Underquilts spezifisch für Querhängematten machen kaum Sinn, oder? Eine simple, rechteckige Daunendecke genügt, dazu ein paar Abspanner annähen. Oder übersehe ich etwas?

    Das wäre mir neu. Erstens muss die Form kleiner oder gleich der Hängematte selbst sein; zweitens wäre ein differentieller Schnitt wünschenswert; und drittens bräuchtest du mindestens so viele Aufhängepunkte wie es Schnüre an den Seiten gibt, es sei denn, du schaffst es die Hängematte voll ausgestreckt zu halten. Ansonsten hängt dir die Decke durch, sobald du deine Position in der Matte nur etwas veränderst.

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