Wandern in der Dunkelheit - mit oder ohne Licht

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Inzwischen wird es hier im Norden schon kurz nach 16 Uhr wieder dunkel. Um sich ausreichend zu bewegen (10.000 Schritte p.d.), bleibt einem nichts anderes übrig, als seine Runden mit Stirnlampe im finsterem Wald zu drehen, was ich gerade gemacht habe.



    Heute gab es dafür einen schönen Sternenhimmel



  • Lasst die Stirnlampen lieber eingeschaltet, damit Euch die Jäger sicher erkennen. :!:

    Das ist ein Aspekt, der mir viel zu wenig bewusst ist. Danke. Ich sehe ohne Lampe meistens deutlich mehr als mit Lampe und nerve mich oft, wenn mich entgegenkommende Jogger und Wanderer blenden; da bin ich anschliessend oft wieder ein paar Minuten lang "blind". Vielleicht wird in der Schweiz ja auch mehrheitlich tagsüber gejagt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, nachts je einen Schuss gehört zu haben...?

  • Das ist ein Aspekt, der mir viel zu wenig bewusst ist. Danke. Ich sehe ohne Lampe meistens deutlich mehr als mit Lampe und nerve mich oft, wenn mich entgegenkommende Jogger und Wanderer blenden; da bin ich anschliessen oft wieder ein paar Minuten lang "blind". Vielleicht wird in der Schweiz ja auch mehrheitlich tagsüber gejagt. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, nachts je einen Schuss gehört zu haben...?

    Wildschweine werden zumindest in Deutschland vorwiegend nachts bejagt. Und nun mit der drohenden ASP ( Afrikanische Schweinepest) werden auch die gesetzlichen Bestimmungen gelockert, so dass mit noch mehr Sauen jagenden Jägern auch außerhalb der mondhellen Nächten gerechnet werden muss. Hier sollte man im eigenen Interesse vorsichtig sein. Dies gilt auch für die nun kommenden Drückjagden tagsüber.

  • Dies gilt auch für die nun kommenden Drückjagden tagsüber

    Diese müssen jedoch an den offiziellen Waldeingängen gekennzeichnet sein, das nächtliche bejagen nicht. Zwar ist der Jäger zu enormer Vorsicht angehalten und wird auch nicht Wege, kreuzend schießen, aber um Null Uhr nackig wird er sich jetzt auch nicht 5 mal vergewissern, ob da nun einer lang spackt, der von einem Quetschläger getroffen werden kann. Sich daher mit Licht direkt erkenntlich zu machen ist definitiv eine gute Idee.

  • Diese müssen jedoch an den offiziellen Waldeingängen gekennzeichnet sein, das nächtliche bejagen nicht. Zwar ist der Jäger zu enormer Vorsicht angehalten und wird auch nicht Wege, kreuzend schießen, aber um Null Uhr nackig wird er sich jetzt auch nicht 5 mal vergewissern, ob da nun einer lang spackt, der von einem Quetschläger getroffen werden kann. Sich daher mit Licht direkt erkenntlich zu machen ist definitiv eine gute Idee.

    Die Kennzeichnung hält leider manche Zeitgenossen auch nicht davon ab mitten durchs Treiben zu laufen bzw. zu radeln.

  • Ich finde, daß Rotlicht ein guter Kompromiss ist. Man sieht zumindest die Konturen noch recht gut, behält aber zumindest teilweise den Zauber des finsteren Waldes.

    Der Jäger sollte dann auch mitbekommen, daß hier ein Mensch und kein Wildschwein durch den Wald stapft.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich finde, daß Rotlicht ein guter Kompromiss ist. Man sieht zumindest die Konturen noch recht gut, behält aber zumindest teilweise den Zauber des finsteren Waldes.

    Der Jäger sollte dann auch mitbekommen, daß hier ein Mensch und kein Wildschwein durch den Wald stapft.

    Das ist sicher eine sehr gute Idee. :thumbup:

  • In gewisser Weise ergibt sich für mich da ein Dilemma:

    • Auf der einen Seite möchte ich nicht gesehen werden. Mal abgesehen von der oft schönen Stimmung im dunkeln Wald, möchte ich die Aufmerksamkeit nicht auf mich lenken.
    • Auf der anderen Seite sind da offenbar gelegentlich Jäger, die ich bisher kaum auf dem Schirm hatte. Und die möchte ich natürlich sehr gerne auf mich aufmerksam machen.

    Vielleicht wäre auch hier Rotlicht eine Möglichkeit. Nur dumm, dass meine einfache Stirnlampe nicht über Rotlicht verfügt. Und ich bin definitiv nicht der, der sich etwas Neues kauft, wenn ich etwas habe, was funktioniert.


    Ich werde wohl in Zukunft situationsbedingt entscheiden.

  • Egal wie, Hauptsache der Jäger erkennt dich vor allem nachts oder in der Dämmerung. Da spielt es letztlich auch keine Rolle, ob sich der Jäger auf dem Ansitz gestört fühlt.


    Ich selbst bin schon zu Tode erschrocken, als statt des vermeindlich anwechselden Wildes plötzlich pilz- und beerensuchende Personen auf der Schußschneise standen.


    Vor allem nachts, wenn der Jäger vielleicht schon ein wenig eingedöst war, ist es extrem wichtig, dass er Personen erkennt.


    Natürlich darf ein Jäger erst dann schießen, wenn er das Wild als solches sicher ansprechen kann. Aber wenn immer alles regelkonform ablaufen würde, hätten wir viel weniger Unfälle, egal ob im Beruf, im Verkehr oder auf der Jagd.


    "Und ist die Kugel erst mal aus dem Lauf, hält kein Teufel sie mehr auf". (Sprichwort)

  • ohne Stirnlampe im finsteren Wald

    OK, dann heute ohne Stirnlampe, nicht direkt im Wald, sondern am Strand:



    Aber auch mit dem Handylicht kann man schöne Fotos machen



    Ich liebe es jedesfalls - nachts im Dunklen ist sogar das Meer still. Wenn man mal in den Wald leuchtet, sieht man immer wieder leuchtende Augen funkeln, kann man aber nicht fotografieren, für eine Langzeitbelichtung sind die Tiere zu schnell weg.


    Wildschweine habe ich bisher selten gesehen, aber umso lauter im Schilf schmatzen und grunzen gehört.

  • Moin zusammen......

    Ich tendiere in Jagdgebieten auch eher zur Lampe.

    Ich bewege mich nachts nur im Notfall vom Lagerplatz weg. Muss ich im Dunkeln mal querfeldein laufen, verwende ich meist eine leistungsstarke Kopflampe. Gehe ich auf Wald/Forstwegen nehme ich den Rotlichtmodus der Lampe.

    Zusätzlich habe ich in der Hauptjagdsaison noch eine Warnweste mit. Vermeide es aber im Dunkeln viel rum zulaufen. Einige bekannte Landwirte aus meiner Tierpflegerzeit sind auch Jäger.

    Wenn die nachts in ihrem Hochsitz sitzen wird auch schon mal das ein oder andere Schnäpsen zum „aufwärmen“ vernichtet 🤪 dann läuft man besser nicht im Dunkeln ohne Beleuchtung rum.....

    Auch wenn Alkohol und jagen nicht zusammen passen und soweit ich weiß es auch verboten ist, gibt es trotzdem auch Jäger die meinen immer alles im Griff zuhaben und von leicht angedüselt bis volltrunken in ihrem Hochsitz auf Beute lauern.

    Ganz schlimm empfand ich das in Australien. Dort habe ich auf Wanderungen selten mal einen nüchternen „Jäger“ getroffen.

    Bei meinem 2. Australien Besuch gab es leider mehrere tödliche „Jagdunfälle“ auf Grund von zuviel Schlucki-Schlucki in den Flinders Range.

    Möchte ich nicht gesehen werden schaue ich mich bei Tageslicht nach einem guten Lagerplatz um und suche den aber dann erst so in der Dämmerung auf. Gesperrte Jagdgebiete betrete ich nicht.

    Ich kann mein Schlaf-Setup auch sehr gut im Dunkeln ohne Licht aufbauen!

    Möchte man doch lieber sein Lager nachts markieren helfen große Knicklichter ganz gut.

    Hier im Norden werden z.Z. viele Wildschweine geschossen. Und die werden hauptsächlich nachts bejagt.

    Gruß von der Ostsee

  • Seit kurzem sind Nachsichtgeräte und Wärmebildkameras vor der Zieloptik erlaubt - ich hoffen, das reicht für die Erkennung. Fortbewegung auf allen Vieren vermeide ich vorsichtshalber allerdings doch.:huh:

  • Möchte man doch lieber sein Lager nachts markieren helfen große Knicklichter ganz gut

    Gut also das möchte ich nicht. Da möchte ich unerkannt bleiben. Die Chance im Lager / in der HM von ner Kugel getroffen zu werden ist echt extrem gering.


    Seit kurzem sind Nachsichtgeräte und Wärmebildkameras vor der Zieloptik erlaubt

    Und Schalldämpfer. Schüsse auf dich kannst du also nicht mal großartig Orten ^^

  • Ich bin gern beleuchtet des Nächtens unterwegs und habe rotblinkende, kleine LED Leuchten an Rucksack und Bauchseite. Mir ist es wichtig von weitem erkannt zu werden, egal ob von Jägern oder Lichtlosen-Fahrrad-Idioten, von denen in und um Berlin zu Hauf unterwegs sind. Und Stirnlampe dabei zu haben, kann auch nie verkehrt sein, allein schon falls ich im Notfall SOS Zeichen von mir geben muss.

  • Habe mir eine neue Stirnlampe zugelegt, die Lupine Penta.


    Ziemlich edles Teil mit vielen Funktionen vom Suchscheinwerfer mit breiter Ausleuchtung über verschiedene Rotlichtstärken bis hin zu diffus leuchtenden dunklerem Licht, mit dem man gut kleinere Räume wie das Zelt ausleuchten oder im Dunklen lesen kann, ohne dass es blendet.


    Hier mal ein paar Beispiele, Die Hand ist z. B. mit dem schwächsten Leselicht aufgenommen, mit dem man mit einer Akkuladung 120h leuchten könnte:


  • Echt tolle Lampe! Ich bin echt verblüfft, dass sogar eine deutliche Reflexion vom Mond zurückkommt!

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