Solo-Tour! Was tun im Notfall?

  • Nicht eher "gegen". ;)


    Bei Messern, Pfefferspray etc. wäre ich selber eher vorsichtig. Wenn ich mich auf Waffen verlassen wollen würde, dann würde ich ein paar Kurse für die richtige Anwendung machen. Wenn man da keine Übung hat, dann enden Klinge oder Spray schnell einmal bei der falschen Person, sprich, bei einem selber.

    Für klingt netter :D


    Ich gebe die sehr Recht bei Messern, Schlagstöcken usw. jedoch nicht bei Pfefferspray. Dies ist das einzige Gerät was auch statistisch schlecht gegen einen selbst eingesetzt werden kann (vll. finde ich die Statistik mal noch), die Sprays sind auch so konzipiert das die ziemlich Idiotensicher sind.

    Die einzigen Gefahren sind sich selbst zu "Verletzen" und das das Spray nicht wirkt, z.B. bei massiven Drogenkonsum des Angreifers (also vorher :D).

  • Moin zusammen,

    danke nochmal an alle für die rege Teilnahme 👍

    Da stimme ich Mittagsfrost zu...... gegen den Wind ist schlecht 😂

    Es wäre möglich dass der potentielle Angreifer dann trotzdem umfällt, mit starken Bauchschmerzen vor lachen.

    Mit speziellen Selbstverteidigungwaffen halte ich es eher wie Waldläufer70:

    Ohne intensives Training machen die nicht wirklich Sinn!

    Für gewisse Situationen in der Nacht finde ich Taschenlampen mit einer Strobe Funktion nicht schlecht. Die kurze Blendung eines möglichen Angreifers gibt einem dann vielleicht die entscheidenden Sekunden zur Flucht oder einen Gegenangriff.

    Aber ich denke auch dass die Wahrscheinlichkeit eines Überfalls o.ä. hier bei uns in Mitteleuropa oder auch in Nordeuropa sehr gering ist.

    Bei vielen Menschen sind es eher die vielen „bösen Männer“im Kopf die Probleme machen 😂

    Ich würde als Serienkiller nachts nicht in den Wald gehen um mir meine Opfer zu suchen. Dort wäre ich wohl nicht sehr erfolgreich 🤭 Da ist es auf dem Stadtfest oder im Stadtpark wahrscheinlicher dass ich „was“ finde.

    Böse Menschen die einem alles wegnehmen wollen tun das selten allein. Die Gefahr das sich das Opfer verteidigt ist viel höher und somit auch das Risiko für den Täter.

    Und bei mehr als einem Angreifer wird es ohne gute Selbstverteidigungskenntnisse schwer ☹️

    Also besser alles rausrücken und hoffen die Täter verziehen sich schnell ohne zusätzliche Gewalt.

    Wenn man sich entscheidet um sein Hab und Gut zu kämpfen, dann sollte man auf keinen Fall die „Entschlossenheit“ seines Angreifers unterschätzen!

    Mein Wingtsun Sifu hat mir vor einer Reise noch immer 2 Ratschläge mit auf dem Weg gegeben: Wenn du unterwegs kämpfen musst dann schlage nicht so als wolltest du den Gegner umhauen, sondern so als wolltest du durch ihn durchschlagen. Dann fallen auch Große Gegner um🤭😂

    Und 2. sagte er dann beim Abschied: Und Thomas, nicht vergessen. Lieber 5 Jahre im Knast als für immer Tod....... tja tolle Weisheiten 💪😂

    Auf meinen Reisen außerhalb Europas bin ich insgesamt 4x überfallen worden.

    2x habe ich rausgerückt was sie wollten und es ist nichts weiter passiert.

    2x habe ich meine Chance erkannt und genutzt und mein Hab und Gut letztendlich behalten 💪😇

    Ich habe auf Reisen nie eine Schusswaffe mit mir rumgeschleppt. Auch nicht wenn mir von Einheimischen ausdrücklich dazu geraten wurde. Als Tourist bekommt man eigentlich nie eine Genehmigung eine solche zutragen und das Risiko dann damit erwischt zu werden ist hoch.

    In all den Jahren on the Road hätte ich auch nie wirklich eine gebraucht.

    Einen Wanderstock oder sehr stabilen Regenschirm o.ä. finde ich unterwegs viel praktischer👍

    Wenn man damit umgehen kann ist er ein großer Helfer, nicht nur zur Verteidigung.

    Irgendwo hier habe ich mal einen DIY Wanderstab vorgestellt. Der ist dann unterwegs Wanderhilfe, Pflückhilfe, Tarpstange oder zur Not ein eine Langstabwaffe mit guter Reichweite.

    In den USA boomt z.Z. das sogenannte Cane Fu. Da lernen hauptsächlich ältere Menschen sich mit ihren Gehhilfen zu verteidigen. Und durchaus erfolgreich wie man in einigen Videos sehen kann.

    Sehr amüsant 😁

    Ich meine, die Hauptgefahren bei Solo Touren sind Unfälle, Wetterumbrüche, gesundheitliche Sachen wie z.B. Herzinfarkt oder Schlaganfall oder man muss auf einer Tagestour eine ungeplante Nacht ohne Ausrüstung draußen verbringen.

    Lasst uns alle hoffen dass keiner von uns das hier erwähnte je gebrauchen muss!!!

    Das wir alle immer gesund und munter nach Hause kommen.......

    In diesem Sinne....... Gruß von der Ostsee

  • Fürs Kajakfahren habe ich ein PLB. Sehr empfehlenswert. Kommt auch beim Wandern mit. Keine Jahresgebühren, Batterie hält 7 Jahre. Auf Knopfdruck sendet das Gerät über den Satelliten-Seenot-Kanal (auch auf Land, ganze Welt!) die GPS Koordinaten und während 48h ein Radar Homing-Signal. Über einen Login kann man weitere Angaben hinterlegen (Notfall-Kontakte, medizinische Angaben, Angaben zu Route und Gruppengrösse – ich benutze es auch als Gruppenleiter, gut wenn die wissen, dass wir 50 sind...) Anschaffung etwas teurer als Spot, günstiger in der Anwendung, soll zuverlässiger sein (Die meisten Jachten sind verpflichtet ein (automatisisertes) PLB mitzuführen. Daher hoher Qualitätsanspruch.) Im Gegensatz zu Spot gibt es aber kein messaging oder tracking und keine Möglichkeit, zu bestötigen, dass alles ok ist!

    • Grösse: 77 x 51 x 32,5mm
    • Gewicht: 116g

    Das soll nicht Werbung sein (ich bin nicht liiert :-) ) sondern eine Vorstellung der Grösse geben. Es gibt noch ein paar andere.


  • Navigation ist trainierbar und mit guten Fähigkeiten verringert man das Risiko sich zu verlaufen. Daher setze ich immer auf Kartenmaterial, ob nun digital oder in Papierform. Eine grobe Idee, wo man gerade ist und wie man das jemandem beschreiben kann, habe ich eigentlich immer.


    Erste Hilfe ist auch ein leidiges Thema... In der Bushcraft Welt wird gern über Material diskutiert und wie viel Militärmaterial man benötigt, falls einem beim wandern "mal wieder" beide Beine abgesprengt werden...

    Besucht einen Erste Hilfe Kurs, Fachwissen in Kombination mit ein Paar Pflastern ist häufig viel mehr wert als Unmengen an Material.


    Allgemein und vor allem bei alpinen Unternehmungen ist Wärmeerhalt sehr wichtig. Ich habe immer eine Rettungsdecke dabei. Darin eingewickelt kann man dann auf die Bergrettung warten oder selbst absteigen. Eine davon bin ich schon losgeworden, als Wanderer in Turnschuhen und kurzer Hose plötzlich im Schneeregen vor mir standen...


    Fazit: Lieber Wissen als Material anhäufen und auch für Andere mitdenken. Dann kann man in Europa problemlos allein losziehen.

  • Woodsman Zu wissen, wie man Notsituationen von vorneherein vermeidet und sich auf das, was tatsächlich realistisch passieren kann (abhängig vom Gelände, Jahreszeit, Fortbewegungsmittel, ...) vorzubereiten ist immer ein guter Plan. Wenn dann noch jemand von außen ungefähr weiß, wo man ist, sind die Chancen, dass hier in Mitteleuropa allzu viel passiert, sehr gering.


    Beim Bikepacking würde ich zum Beispiel ein gebrochenes Schlüsselbein als relativ wahrscheinliche Verletzung einschätzen, bei einem Wanderer eher nicht. Das muss man sich halt vorher überlegen und dann sein EH-Kit entsprechend anpassen. Es hilft selbstverständlich auch, wenn man das Material nicht nur dabei hat, sondern es auch verwenden kann...

  • Ich hab als Segler (weltweit) und Motorradfahrer (bislang Nordeuropa) den oben als Bild gezeigten PLB1. Bin sehr zufrieden, da ich ihn noch nie benutzt und eigentlich immer dabei habe.


    Ich glaube, jeder muss sich vier Fragen beantworten, um zu einer für seine Ansprüche richtigen Lösung zu kommen.


    1. Bin ich in Situationen unterwegs, in denen ich allein/isoliert bin und kann ich dabei bei meiner Aktivität lebensbedrohlich verunglücken?


    Ist einfach zu beantworten mit ja und/oder nein.


    2. Nehme ich die Verantwortung für solche Unglücksfälle allein auf meine Kappe oder möchte ich dann Retter alarmieren die mich suchen und bergen?


    Mehr eine Frage aus der ethischen Kiste. Aber es ist ja nicht selbstverständlich das Retter evtl die eigene Gesundheit riskieren um mich bei meinem Freizeitwahnsinn abzubergen.


    3. Welche Kommunikationabdeckung gibt es für mein Zielgebiet?


    Will ich Hilfe rufen, brauche ich ein technisches Medium für meinen Hilferuf. Das kann im heimischen Wald schon eine laute Signalpfeife sein.

    Bei den Lösungen per Funkwellen ist die Frage nach der Abdeckung extrem wichtig. Das Smartphone kommt hier ganz schnell an seine Grenzen. Selbst in Deutschland weiss jeder, das schnell mal keine Abdeckung da ist.

    Sicherer ist die Alamierung per Satellit. Aber auch da gibt es Unterschiede. Je nach System überfliegt mich der nächste Satellit garantiert in den nächsten 10min oder irgendwann in den nächsten 4 oder 8 Stunden. Großer Unterschied.

    Und auf welcher Frequenz ruft mein System denn Wen zu Hilfe? Denn der Dame vom schwedischen Telefonnotruf meine Situation und Position im Hochfjell zu erklären kann schwierig werden.



    4. Was soll ein System übermitteln?


    Nur den Hilferuf, auch die Position des Verunglückten zum Zeitpunkt des Hilferufes, Art des Unfalls, fortwährende Position zum Einweisen der Retter.....


    Mit den Antworten auf die vier Fragen findet sich für jeden die richtige Lösung. Und da hilft dann weitere Recherche, was es an Lösungen gibt und Auseinandersetzen mit der Technik.

  • Ich mag dieses Thema gg.


    Da ich gern mit meinen beiden Kids unterwegs bin 6 bzw 8 Jahre alt, habe ich einen Wust an EH Material dabei. Was jedoch auch damit zusammenhängen dürfte, dass ich in meinem Job als Uniformträger gern mehrmals in der Woche sehe, was denn alles auf die schnelle passieren kann, selbst wenn die Kids nicht mit Messern durch das Unterholz streifen.


    Ich halte es immer so, dass ich mein Handy dabeihabe und am Startpunkt einen GPS Marker an die Bessere Hälfte schicke und wenn es dann in die Nacht geht, dann auch nochmal. Zwischendurch kommt auch gern mal ein Bild, aber da hat dann nichts mehr mit dem Standort zu tun.


    Das wichtigste finde ich, ist einfach die Vorbereitung, wie es hier auch schon teils angesprochen wurde. Know your Shit. Ausrüstung bringt nichts, wenn ich im Notfall damit nicht umzugehen weiß. Und leider haben hier schon sehr viele Leute verloren. Da werden Tourniquit und ISRAELI Bandagen mit, haben sich jedoch nie mit der Nutzung auseinandergesetzt.


    Demnach fängt es in meinen Augen ganz klar bei einer vernünftigen Vorbereitung an. Der Erste Hilfe Kurs vom Führerschein vor 25 Jahren reicht da halt doch noch nicht..


    Ich habe jetzt das Glück beruflich mindestens alle 2 Jahre einen EH Kurs zu machen, bei dem auch Verletzungen angesprochen werden, die außerhalb des normalen Verkehrsunfalls liegen. Ansonsten würde ich da privat aktiv werden und Auffrischungen buchen.


    Ich habe dementsprechend recht viel dabei. So dass ich mich selbst versorgen könnte ( insoweit man noch in der Lage ist ) oder auch beide Kinder gleichzeitig. Es passiert doch in aller regelmäßigkeit, dass sich ein Kind verletzt, das zweite Kind helfen will und plötzlich sind beide in der gleichen Lage.


    Ich schaue mir dann zuvor auch noch auf der Karte etc an in welchem Bereich ich unterwegs bin und suche einen passenden Lagerplatz mit den üblichen Verdächtigen hinsichtlich Witwenmacher / Wildwege / Jagdlicher Hochstand etc.


    Und um mich bemerkbar zu machen habe ich und die beiden Kids jeweils eine eigene Notfallpfeife dabei ( wurde hier ja auch schon angesprochen, eine Stimme versagt recht schnell beim rufen ), dann natürlich das Handy. Bei meinem Handy ( Note 20 ) konnte ich in den Einstellungen voreinstellen, dass eine automatisierter Anruf und GPS Stanbdortsendung an eine vorherig festgelegte Rufnummer versand wird, wenn ich denn 5 mal schnell auf den Homebutton drücke.


    Zwischenzeitlich sind meine Kids auch gerne mit ihren Funkgeräten im Wald unterwegs, da nehme ich meine dann auch mit und ich muss nicht mehr im Sichtbereich sein und die Kids haben die Möglichkeit im Notfall den Papa zu rufen. Aber das ist kein Standartprogram.

  • Ja.


    Wen's interessiert, der Wechsel kostet so weit ich Angebote finden konnte fast 150€.
    Ob es die Batterie einzeln gibt und der Wechsel auch selbst möglich ist, habe ich noch nicht in Erfahrung bringen können.


    In D scheint die PLB-Lösung an der Bürokratie zu scheitern (wer hätte es gedacht) und zum Glücksspiel zu werden - es sei denn, da hat sich inzwischen etwas getan...

    https://sail24.com/ausruestung/plb-retter-in-der-not/

    weiß jemand, ob sich gebrauchte Geräte auch neu registirieren lassen und damit eine Option wären?

  • D scheint die PLB-Lösung an der Bürokratie zu scheitern


    Hat sich:


    "Sollten Sie eine Personen-Zulassung über die Seriennummer der PLB wünschen, so muss dieses Zulassung über die englische Behörde "Maritime & Coastguard Agency - Department for Transport" erfolgen. Bitte setzen Sie sich in diesem Fall direkt mit der Behörde in Verbindung."


    Geht ganz einfach.

  • 1. Svb.de

    2. Ja. Den betreffenden Artikel, den 4-seitigen Artikel den ich dazu im Fachmagazin "Palstek" veröffentlicht habe und einiges mehr.

    Der von dir zitierte Artikel ist schlichtweg in Teilen falsch und mies recherchiert.

    3. Die im Artikel beschriebenen Probleme mit der Alarmierung werden u.a. von der Praxis widerlegt.

  • Prinzipiell finde ich PLB Größe, Gewicht und keine laufenden Kosten ja hoch interessant, danke für den Einwurf! :love:


    Aber je tiefer ich mich einlese, desto mehr Fragen kommen auf...:/


    Die Ausgangslage inkl. Anmeldung über Drittland und Notfall-Kommunikation über MRCC-Drittland an MRCC in D ist also nach wie vor wie dort beschrieben?

    Und auch der Umstand, dass PLBs nicht Bestandteil der offiziellen Rettungskette sind ist noch immer der Fall?


    Man muss ja gar nicht vom von der Seenotrettung aufgemachten worst case ausgehen, dass mangels Vertragsbestanteils der Rettungskette die Alarmierung die Rettungsleitstellen überhaupt nicht erreicht.
    Wenn sich der worst-case (bis dato!) in der Praxis als nicht gegeben erweist (≠ wiederlegt!) ist das ja schon mal etwas.


    Aber allein, dass der Kommunikationsweg zu verspäteten Rettungsmaßnahmen führen kann, ist ja bereits wortwörtlich fatal. =O


    Und was die Praxis wohl rein logisch nicht zu entkräften vermag ist eben diese Möglichkeit der verspäteten Rettungsmaßnahmen durch die o.g. Kommunikationskette. Beweis und Widerlegung sind schlicht nicht zu erbringen oder täusche ich mich?
    Denn wie viel Zeit dieser Kommunikationsweg jeweils gekostet hat oder auch nicht im Vergleich zu anderen hypothetischen - ist wohl kaum prüf- und bezifferbar. Oder werden irgendwo Rettungs-Wettrennen über verschiedene Alarmierungen auf dem Rücken der Rettungskräfte ausgetragen? ^^


    Davon ab mal über D hinaus (hier hätte ich noch am Wenigsten das Bedürfnis, mit einem "getmeoutofhere" Knopf zu wandern) - wie ist die Zusammenarbeit auf dem Rest des Globus? Vielleicht ist der Zeitverlust andernorts ja sogar noch größer?
    Binnenländer ohne MRCC, Koordination mit anderen RCCs, fragilere Staaten etc. etc.

    Dazu noch der erwähnte Umstand des 150€ Batteriewechsels und der deutlich höhere Anschaffungspreis - da lässt sich eine ganze Weile für mit anderen Systemen arbeiten, vor allem, wenn man die Dienste nur punktuell für bestimmte Touren aufbucht.:/

  • Wenn sich der worst-case (bis dato!) in der Praxis als nicht gegeben erweist (≠ wiederlegt!) ist das ja schon mal etwas.

    Der Worst case ist bereits mehrmals eingetreten und in jedem Fall wurden die richtigen Stellen alarmiert.

    Aber allein, dass der Kommunikationsweg zu verspäteten Rettungsmaßnahmen führen kann, ist ja bereits wortwörtlich fatal. =O

    Kommunikationsweg:

    Satellit meldet Notruf an das MRCC der Registrierung mit den Daten die hinterlegt sind. Also Zeitpunkt, Position, Person Name und Adresse und der Telefonnummer der angegebenen Angehörigen.

    MRCC löst Notfall aus, kontaktiert Angehörigen der Kontaktperson - ggf über MRCC des betreffenden Landes der Kontaktperson.

    MRCC leitet Notruf an MRCC des Landes in dem die Position liegt weiter.

    Jetzt kommt das Problem auf, das es sich um eine Position an Land handelt, das MRCC des betreffendes Landes aber nur Seenotfälle koordiniert. Also kontaktiert das MRCC die zuständige Stelle: das ist z.B 112 in Europa oder 140(?) Bergrettung in den Alpen etc.......

    Und genau diese eine Weiterleitung, dieser Anruf ist

    1. nicht genau staatsvertraglich geregelt

    2. die von dir beschriebene "Verspätung"

    Das es zu einer verspäteten Rettung führen kann ist schlichtweg journalistischer Blödsinn.

    wie ist die Zusammenarbeit auf dem Rest des Globus? Vielleicht ist der Zeitverlust andernorts ja sogar noch größer?
    Binnenländer ohne MRCC, Koordination mit anderen RCCs, fragilere Staaten etc. etc.

    Die EPIRB sind Teil des globalen GMDSS.

    Recht hast du, das es natürlich Stasten gibt, wo Rettungen schneller von statten gehen, und Staaten in denen das langsamer geht.

    Das hat aber nichts mit der Alarmierung per EPIRB zu tun. Nutzt du das einzige mir bekannte System, das eine gleiche schnelle und globale Response-Zeit hat - ein Satellitentelefon, so bringt dich das auch nicht schneller weiter. Selbst mit der im Satellitentelefon einprogrammierten Notrufnummer des Kongo oder der Mongolei, musst du jetzt dem netten Herrn oder Dame am Telefon im Kongo (Amtssprache Französisch) oder in der Mongolei (Amtssprache Chinesisch und Mongolisch) klarmachen, wer du bist, das du einen Notfall hast, wo du genau bist etc. Da wünsch ich dir dann Toi, toi toi und drücke die Daumen.

    Dazu noch der erwähnte Umstand des 150€ Batteriewechsels und der deutlich höhere Anschaffungspreis - da lässt sich eine ganze Weile für mit anderen Systemen arbeiten, vor allem, wenn man die Dienste nur punktuell für bestimmte Touren aufbucht

    Wie erwähnt ist das einzige mir bekannte System mit einer ähnlichen Abdeckung weltweit ist das Satellitentelefon. Und da liegen die Kosten höher, wenn diese auch in den vergangenen Jahren deutlich gefallen sind. Ich kenne einige Segler die bei ozeanüberquerenden Törns ein Satelliten-Leihgerät mit haben.



    Versteh mich richtig - ich bin kein sklavischer Verfechter der EPIRB's.

    Aber es ist nun mal ein Fakt, das eine zuverlässige schnelle Alarmierung und lückenlose weltweite Abdeckung nur per Satellit möglich ist. (Die beiden Polkappen mal ausgelassen, da geht das auch nicht.) Und da kenne ich nur die EPIRB und Satellitentelefone.

    Alle anderen Methoden wie Mobilfunk, Signalfeuer, lautes Pfeifen, Signallspiegel etc können das nun mal nicht. Ist so.


    Aber jeder muss wissen, wo er was braucht. Und wer nur im heimischen Wald mit totsicherer 100% Mobilfunkabdeckung unterwegs ist hat mit dem Smartphone auch eine feines Notrufsystem.

    Ein Ausflug in die Karparten oder nach Skandinavien braucht aber dann schon wieder andere Technologien.

  • short_handed_norse Neben vollwertigen Satellitentelefonen und EPIRB gibt's auch noch andere satellitengestützte Notrufsysteme (funktioniert dann via SMS). Da ist halt die Preisstruktur anders - die Geräte kosten oft deutlich weniger, dafür braucht man dann ein jährliches Abo für die jeweilige Konstellation. Kann man halten, wie man mag.


    Ich persönlich verwende einen SPOT Gen3 und werde mir wohl in absehbarer Zeit den Gen4 zulegen, da der alte doch schon einiges mitgemacht hat und ich mir mittlerweile nicht mehr vollkommen sicher bin, dass die Dichtung hält...

  • DL1JPH : wenn du von den jährlichen Abos weg möchtest, schau dir mal den Garmin inReach Mini an.

    Iridium Satellitennetz.

    Monatliches Abo möglich - ab 20€ je nach Tarif

    Aber mit 350€ teuer in der Anschaffung


    Edit: gerade gesehen - die nehmen auch eine Grundgebühr. Und der SPOT hat ja auch einen Flex-Tarif - sehr interessant.....

  • short_handed_norse Da ich das Gerät praktisch rund ums Jahr verwende (im Sommer bei langen Touren, im Winter bei Eis und Schnee auch auf kurzen Touren - Handynetz ist hier manchmal Glückssache) passt das schon. Dass es die "Flex-Tarife" bei beiden gibt hast du ja mittlerweile auch gesehen - sind aber verhältnismäßig teuer und lohnen sich deshalb nur für gelegentlichen Einsatz.

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