Empfehlung für Hängematten-Setup (Winter)

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  • Hallo Zusammen,

    nachdem ich im Sommer fleißig Erfahrungen sammeln konnte, will ich nun meine Ausrüstung verbessern. Gesucht wird ein Setup für den Herbst/Winter, um mehrere Tage draußen im Wald verbringen zu können. Qualität ist dabei super wichtig.

    Anbei eine Auflistung der von mir gefundenen Marken und Modelle:

    https://lighterpack.com/r/3ftl5k

  • Bei Warbonnet liegst Du richtig. Die Blackbird XLC ist das Maß der Dinge, vor allem in Kombination mit dem Warbonnet Wooki Underquilt. Deren Tarps tuen auch was sie sollen. Wenn Geld keine Rolle spielt, schau Dir die DCF tarps von Hammock Gear an. Cumulus Hängematten kannst Du vergessen. Die Topquilts sind sehr brauchbar und preiswert, die Underquilts vergleichsweise auch, sind aber einem Warbonnet Wooki deutlich unterlegen was Komfort und no-fiddle-factor angeht.

  • Wo ist der Unterschied bei der XLC

    - Single

    - Dream-Tex Single

    - Heavyweight Double Layer

    Welche soll ich nehmen?

    Eine Ridgeline mit 2mm Dyneema ist ausreichend oder müssen es 3mm sein?

  • Single (layer) bedeutet, dass der Hängemattenkörper aus einer Lage Stoff besteht. Zwei Lagen (double layer) braucht man in der Regel nicht, außer man möchte mehrere hundert Kilogramm Masse in die Matte legen oder ist ein großer Fan von Isomatten, die man dann zwischen die Lagen schieben kann.

    Dream-Tex ist Warbonnets leichterer Stoff. Wenn du etwas Gewicht sparen möchtest oder vielleicht etwas mehr Dehnung bevorzugst ist das eine gute Wahl.

    2 mm Ridgelinestärke reicht locker. Meine haben 1.75 oder 2 mm.

    Falls du dich auch für einen Wooki-Underquilt entscheiden sollst brauchst du die XL-Ausführung passend zur 11 Fuß langen Blackbird XLC. Die meisten werden dir raten die Winterausführung 0°F/-17°C zu nehmen wenn du nicht planst den UQ im Sommer zu nutzen.

  • Beim Wooki musst du einfach wissen, in welche Richtung du liegst. Standard ist "Kopf links, Füsse rechts". Du kannst ihn auch umgekehrt anfertigen lassen, wenn du lieber andersrum liegst. Die Blackbird XLC kannst du deiner bevorzugten Liegerichtung entsprechend umbauen, beim Wooki geht das nicht.

    Wenn du eine bevorzugte Liegerichtung hast oder es dir nichts ausmacht, sie nicht ändern zu können, ist ein Wooki vermutlich die beste Wahl.

  • Ich habe selber keine. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird sie quasi umgestülpt respektive das Netz wird gewendet. Man muss auf jeden Fall raus, sie "umbauen" und dann wieder rein, wenn man die Liegerichtung ändern möchte.

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  • Meiner Meinung nach, ist für ein Wintersetup das Wichtigste ein temperaturtechnisch überdimensionierter Underquilt (-17 Grad C) und eine Windsocke.

    Überdimensionierter Underquilt, weil:

    Oben kannst Du immer mit Klamotten, Rucksack, Rettungsdecke, Tannenzweigen etc. "Wärme" nachlegen. Wenn's aber von unten zu kalt wird -> gelitten.

    Den Wooki kann ich nur wärmstens empfehlen (pun intended), da der einfach perfekt anliegt und somit "Bedienfehler" ausschließt -> wärmer schlafen.

    Windsocke, weil:

    Nichts bringt im Winter mehr Temperaturgewinn pro Gewichtseinheit, als eine Windsocke (gefühlte 10 Grad). Selbige kontert den Wind-Chill-Effekt und in der Socke entsteht eine Mikroklima.

    Als Windsocke nutze ich das WB Winter Topcover + den WB UQP (nennt sich zusammen "The Chinook"). Das ist zwar teuer, aber aus vielen verschiedenen Gründen - für mich - perfekt.

    Spiguyver - XLC and available options

    Als Tarp darüber habe ich das Thunderfly, da ich wegen der Windsocke kein Tarp mit Türen benötige.

    Warbonnet Diamondback Zip Footbox für bis zu -6?

    Bei Temperaturen bis -5 Grad C reicht mir (in der Windsocke und dickem Underquilt) mein Sommerschlafsack (SeaToSummit Traveller TrI). Für tiefere Temperaturen nutze ich den Vorgänger des Diamondback (Mamba) in der -6 Grad C Ausführung und habe damit auch bei -15 Grad C (in der Windsocke und dickem Underquilt) immer noch warm.

    Meine Wintertopquilts kaufe ich gerne in extra-lang, damit ich mir, bei Extremtemperaturen, Teile davon "um den Kopf wickeln" kann.

    Mein Wintersetup kommt mit auf's Treffen, kann aber auch gerne, nach Terminabsprache, in der Pfalz besichtigt werden und ich halte auch gerne mehrstündige Vorträge darüber :love:

    Weiteres wichtiges Zubehör für amtliches Winterhängen:

    - Mütze (!!!) und/oder Buff

    - dicke Wollsocken und/oder Down-Booties

    - bei -15 Grad schlafe ich in meinem Zwiebelsystem aus Daunenjacke und Daunenhosen, weil es einfach toll ist, wenn man Nachts raus muss und dabei kuschlig warm hat ;)

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Ohne diese Angaben sind leider nur recht schwammige Antworten möglich.

    Recht hat der Mann!

    Für Temperaturen um die 0 Grad reicht mir z.B. auch mein "Sommer-Setup" (XLC, Wooki -6 C, leichter Schlafsack). Mein Setup oben ist halt für "richtigen" Winter (-10 Grad und darunter).

    Wobei das auch sehr stark vom persönlichen Kälteempfinden abhängt. Eine "Eisprinzessin" z.B. würde in meinem Sommersetup im Sommer erfrieren ;)

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    Hesmon

  • Danke für die vielen Antworten :thumbup:

    Aufgrund der aktuellen Situation werde ich den Urlaub in Deutschland verbringen.

    Wie kalt es werden wird, muss man sehen.

    Was ich aber definitiv nicht bin, dass ist ein "Instagram Wanderer", der mit dem Auto bis zum Ende fährt und dann 5 Minuten wandern geht :P:saint:. Ich möchte schon das Gewicht reduzieren, um auch weite Strecken marschieren zu können. Beispiel: Jakobswege. :)

    Den passenden Rucksack muss ich jedoch auch noch finden.

    Die meisten sind mir zu schlecht verarbeitet oder fangen bei starker Beladung an zu quietschen.

    • Offizieller Beitrag

    Okay, jetzt ist mir der Anwendungsbereich klar.

    Für meine Wanderungen von September bis Mai verwende ich außer der DIY-Hängematte mit angenähtem Underquilt meist die einlagige Blackbird XLC von Warbonnet. Deren Qualität ist über jeden Zweifel erhaben. Bei geringer Mückengefahr (gerade im Winter) könnte das Moskitonetz auch zu Hause bleiben. Meist kommt es mit, da es auch etwas dabei hilft die warme Luft in der Hängematte zu halten. Außerdem schätze ich die Ablagemöglichkeiten des „Shelf“, die ich ohne Moskitonetz verlöre.

    Da die Temperaturen (außer im Hochgebirge) in Mitteleuropa nur selten unter -7°C fallen, kommt der 20F-Wooki mit. Das ergibt einen kleinen Gewichtsvorteil (90 g) gegenüber dem 0F-Wooki, der bis -18°C warmhält. Bessere (im Sinne der Handhabung) Underquilts als die Wookis sind mir nicht bekannt. Auch die Verarbeitung ist top.

    Als Tarp benutze ich selbstgenähte Kopien des Thunderfly bzw. Minifly von Warbonnet und bei richtig schlimmem Mistwetter bzw. eiskaltem Wind ein gekauftes Superfly von Warbonnet.

    Wie man sieht, schließe ich mich der allgemeinen Lobpreisung dieses Produzenten an.

    Als Topquilt benutze ich den Cumulus Taiga 250, wenn der Wetterbericht Temperaturen über 5°C meldet (Komfort 2°C, Limit -4°C). Ansonsten ist der leider nicht mehr erhältliche GoLite Ultralite 800 dabei. An der Qualität der Cumulus-Produkte scheiden sich die Geister. Ich bin zufrieden und schätze das gute Preis-Leistungs-Verhältnis.

  • Da die Temperaturen (außer im Hochgebirge) in Mitteleuropa nur selten unter -7°C fallen, kommt der 20F-Wooki mit. Das ergibt einen kleinen Gewichtsvorteil (90 g) gegenüber dem 0F-Wooki, der bis -18°C warmhält.

    Wenn es nur 90g sind, dann kann ich doch auch den wärmeren nehmen oder?
    Nicht dass es doch mal kälter wird. Oder wird dann die Hängematte zur Sauna?

    Als Topquilt benutze ich den Cumulus Taiga 250

    Warum nicht auch ein Underquilt von Cumulus?

    Als Tarp benutze ich selbstgenähte Kopien des Thunderfly bzw. Minifly von Warbonnet und bei richtig schlimmem Mistwetter bzw. eiskaltem Wind ein gekauftes Superfly von Warbonnet.

    Welches Tarp kannst du empfehlen, wenn man keine DIY Taps besitzt?

    Für meine Wanderungen von September bis Mai verwende ich außer der DIY-Hängematte mit angenähtem Underquilt meist die einlagige Blackbird XLC von Warbonnet.

    Welchen Rucksack verwendest du?

    3 Mal editiert, zuletzt von Andi (26. September 2020 um 13:05)

  • Ich war zwar nicht gefragt, antworte aber trotzdem ;)

    Wenn es nur 90g sind, dann kann ich doch auch den wärmeren nehmen oder?
    Nicht dass es doch mal kälter wird. Oder wird dann die Hängematte zur Sauna?

    Für den Sommer wäre er mir zu warm.

    Man könnte beide Wookis ungefähr so einteilen:

    Wooki 20F (-6C) : Frühling - Sommer - Herbst

    Wooki 0F (-17C): Herbst - Winter - Frühling

    Man könnte beide auch für alle 4 Jahreszeiten nutzen, da ist dann halt die Frage ob du eher verfroren bist oder nicht. Kurz: Du wirst um's ausprobieren nicht herum kommen.

    Warum nicht auch ein Underquilt von Cumulus?

    Das ist eine andere Liga/Preisklasse. Wooki liegt enger an und ist einfacher zu benutzen. Auch den Unterschied muss man gesehen/erlebt haben -> testen

    Welches Tarp kannst du empfehlen, wenn man keine DIY Taps besitzt?

    Ich habe sowohl das Minifly, das Thunderfly und das Superfy. Alle zu empfehlen, je nachdem wie viel Regen- und Windschutz von der Seite du wünschst. Das Minifly hält die HM auch im Sturzregen und Wind trocken. Aber um gemütlich darunter zu sitzen oder zu kochen, dafür ist es einfach zu schmal. Das Superfly ist riesig und hat Türen. Da kann man auch im Sturm zu zweit drunter sitzen und kochen. Dafür möchte ich das Gewicht im Sommer aber nicht mit schleppen wollen. Du tauschst da, wie immer, Komfort gegen Gewicht. Das Thunderfly ist mein allround Lieblingstarp.

    Welchen Rucksack verwendest du?

    Granite Gear Virga 2

    524g / 54l / für 10kg Ausrüstung / 150 Euro

    Seit Jahren im Einsatz. Ich liebe das Teil.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

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    Hesmon

    • Offizieller Beitrag

    Wo ist der Unterschied bei der XLC


    - Single

    - Dream-Tex Single

    - Heavyweight Double Layer


    Welche soll ich nehmen?

    1. Kriterium: Tragkraft.

    Zwei Lagen Stoff tragen mehr Gewicht als eine Lage Stoff. Wenn du unter 113 kg wiegst, hast du die freie Auswahl.

    2. Kriterium: Dehnbarkeit.

    Eine Lage Stoff dehnt sich mehr als zwei Lagen Stoff. Leichtere Stoffe dehnen sich mehr als schwerere Stoffe. Was für dich bequemer ist, musst du ausprobieren.

    Eine Ridgeline mit 2mm Dyneema ist ausreichend oder müssen es 3mm sein?

    Die Hängematten-Ridgeline sollte wenig belastet werden. Dutch und Dream Hammock verwenden soweit ich weiß 1.75 mm Dyneema. Warbonnet hat etwas stärkere Ridgelines - vielleicht weil der Aufhängewinkel flacher ist.

    Geht ja, allerdings ist das schöne am Wooki ja u.a. auch, dass er ohne Rumfummelei perfekt unter die Warbonnet Matten passt...

    Nein, das beste am Wooki ist, dass er die gleiche Passform wie eine GE Hängematte hat, und deshalb mit jeder GE Hängematte ordentlich abschließt. Bei allen anderen Underquilts bleiben große Luftlöcher, egal wie man die Aufhängung justiert.

    Meine Wookis hatte ich schon unter vielen Nicht-Warbonnet-Hängematten hängen, und habe allenfalls 1 Minute gebraucht, um die Aufhängung zu verlängern. Als "Rumfummelei" würde ich das nicht bezeichnen.

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