Hennessy Double bubble pad, die 185ste

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  • Hallo ihr Lieben...

    habe einige Beiträge zu dieserim Prinzip Autoscheibenschutzfolie gelesen und frage mich: kann sie mir bei Temperaturen bis 1o Grad Celsius in der Nacht ca einen underquilt bzw eine Isomatte o.ä. ersetzen? Ich bin eher eine Frostbeule und hab es nachts gern warm, gewichtsmässig macht das natürlich aber einen irren Unterschied, und preismässig auch! Ich kann mir das allerdings kaum vorstellen... wie sind denn eure Erfahrungswerte in dem Temperaturbereich?

    thx, hermit

    • Offizieller Beitrag

    Das Problem ist bei diesen Schutzfolien, dass sie keinen Wasserdampf durchlassen. Wenn du in der Nacht deine standardmäßigen 500 ml Schweiß verdampfst, wachst du morgen in einer Pfütze auf. So ging es mir auch mit der Therm-A-Rest Z-Lite SOL, da hatte sich das Kondenz in den kleinen Mulden gesammelt X/

    Abgesehen davon halte ich sie für zu dünn. Bin auch eher schnell frostig unterwegs ...

  • kann sie mir bei Temperaturen bis 1o Grad Celsius in der Nacht ca einen underquilt bzw eine Isomatte o.ä. ersetzen

    Wie gesagt, kommt drauf an.

    Ich weiß aber nicht wie die Autoscheibenschutzfolie aufgebaut ist.

    Grundsätzlich würde ich das aber nicht machen. Ich stelle mir das nicht sehr angenehm vor.

    • Offizieller Beitrag

    Habe mit dem cumulus selva 250 geliebäugelt... mal schauen... ist der sehr kompliziert dranzubasteln für newbies?

    Nicht komplizierter als die meisten anderen UQs auch, nachdem was ich gelesen habe. Allerdings nicht so ein Rundum-Sorglos-Paket wie ein Wooki (sprich: idiotensicher) ;) Der Selva hat auf jeden Fall ein recht gutes Preis-Lestungs-Verhältnis und ist recht beliebt.

  • Ich habe das Pad, das funktioniert schon. Auch ohne Pfütze unterm Hintern, in meiner Jungle Safari XXL kommt das in den doppelten Boden. Aber weniger wie 15°C würde ich damit nicht machen wollen;).

    Vielleicht mal den Moonquilt probieren? Den hab ich auch und bin ganz zufrieden.

  • Bevor ich diverse Underquilts hatte habe ich es einmal zu Hause mit der Autofolie probiert, weil ich die schon zu Hause hatte.

    Ich kann nur davon abraten: sie verrutscht, macht Geräusche und man liegt halt auf "Plastikfolie". Ich friere nachts eher, bin also nicht jemand, der schwitzt (bei mir stimmen sicher die anscheinend durchschnittlichen 500 ml nicht) und trotzdem fand ich es leicht feucht am Rücken.

    • Offizieller Beitrag

    Warm, leicht, billig - entscheide dich für zwei Kriterien ;)

    Ich ergänze meinen Underquilt gelegentlich mit einem Stück Reflectix, das ich als kleine, leichte Sitzunterlage immer dabei habe. Da es nur die Lendengegend abdeckt, hält sich die Kondensation in Grenzen, aber es ist und bleibt eine Notlösung. Als alleinige Isolierung hat mir aluminisierte Luftpolsterfolie nie gereicht.

    Das HH Bubble Pad hatte ich einmal versuchsweise in die Hängematte gelegt - aber es war mir zu sperrig bei zu wenig Wärme.

    Wenn du mit den Nachteilen einer Dampfsperre leben kannst, würde ich dir statt Luftpolsterfolie eine dünne, breite Evazote-Matte empfehlen - z.B. 4 mm. Die kannst du dir zurecht schneiden und hast ordentlich Fläche bei wenig Gewicht.

  • Haben wir ähnliches nicht gerade erst als myog-Lösung diskutiert?

    Prinzipiell: Geht, aber in engen Grenzen.
    - Die 5° auf der HH Seite halte ich für unrealistisch. Selbt Z-Lite-artige Matten, die über deutlich mehr Isolation verfügen, ist in dem Bereich langsam Schluss.
    - Bei einer GE deutlich mehr gerutsche als bei einer 90° oder Bridge
    - Wegen der Dampfsperre würde ich etwas Z-Lite-Artiges vorziehen, da sich die Feuchtigkeit in den Kuhlen sammelt und man weniger durchfeuchtet. Damit geht allerdings der Vorteil des deutlich kleineren Packmaßes der Aluteile verloren.
    Ist nebenbei gesagt meine 3-4 Jahreszeiten go-to Lösung in der 90° auf Grund von Nutzbarkeit am Boden, Packmaß (Rucksackaussteifung), Gewicht (3**g), Einfachheit im Aufbau, Ausfallresiszenz bei Nässe und Löchern gegenüber Daunen-UQ und Luftmatten

    ausreichend dimensionierte Schicht zur Reduktion der Wärmeleitung

    Der Aufbau ist auf der HH-Page und aus dem Namen ersichtlich - es handelt sich um ein Teil mit Alubeschichtung und Luftkammern (bubbles). Damit isoliert sie nicht wirklich, sondern reflektiert eher, wie auch auf der Seite ausgeführt wird
    Aus diesem Grund würde ich auch eher zu ~4mm EVA oder einer alu-beschichteten Matte mit leichter Schäumung raten, die dadurch auch noch etwas Isolation besitzt.
    Beispiel https://www.idealo.de/preisvergleich…-high-peak.html
    Vorteil ist hier, dass man auf der Beschichtung etwas zurechtrutschen kann, wogegen das EVA bremst, liegt man ein Mal falsch, war es das.
    Zudem ist der HH Preis natürlich eine bodenlose Frechheit. Die geschäumten gibt es in riesigen Picknickdecken-Maßen, kann man sich also in die gewünschte Form schneiden.

    Ich habe die Dinger auf nicht-wander-Reisen in warme Regionen mit dabei, wo sie flach am Rucksack-Rücken gefaltet kaum Platz und Gewicht in Anspruch nehmen, und bei lauen Sommernächten die nötige Minimalisolation für Ovrenighter bieten - mehr aber auch nicht.

    funktioniert diese als Underquilt

    Also als Underquilt wird das wohl nichts - da dürfte es cold spots ohne Ende geben, weil einfach nicht so eng an der HM zu befestigen.

  • hallo,

    ich bin der selben Meinung wie Treegirl: Fange mit einer dünnen Isomatte an, eventuell runde die Ecken ab, und erfahre selbst. Eine Isomatte hat den Vorteil, dass kein Wind dazwischen kann, zieh aber wegen dem Schweiss zB Fliesssachen oder andere Kunststoffe an, dann verteilt sich die Pfütze besser. Dann wirst du automatisch erleben, was dich stört, und ob du weiter kommen willst, oder gar das Interesse nachlässt.

    Sobald du bereit bist, mehr Geld anzufassen, spare besser gleich auf einen guten UQ. Cumulus ist gut, nutze ich selber. Der Wooki wurde auch vielfach gelobt! Daune ist m.E. Klasse da leicht und komprimierbar. Aber auch mit einem günstigen DD Underblanket kommt man locker bis 5 Grad runter, der wiegt aber mehr als ein Cumulus 250 glaub ich.

    Die Idee, nur im Lendenbereich mit weiterer Isolation zu toppen, und ansonsten beim UQ Preis oder Gewicht zu priorisieren, finde ich auch nachdenkenswert, da immer dort (Hintern und Rücken zuerst Kälte spürbar wird. Das passiert i.d.R. erst in den Morgenstunden.

    Ich selber habe mir auch Isolation direkt unter die HM rangenäht, aber das ist eher was für späteres Finetuning...

    Aber auch kann man einen Underquilt selber basteln. Ich war damit aber anfangs nicht so erfolgreich, da das Ding zu schwer wurde und durchhing. Ist aber bei genug Recherche durchaus machbar.

    Lg Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • Das kommt auf den Aufbau der Autoscheibenschutzfolie an.

    Hat diese eine ausreichend dimensionierte Schicht zur Reduktion der Wärmeleitung, dann funktioniert diese als Underquilt.

    Moin zusammen,

    das sehe ich auch so.

    Man sollte nicht direkt auf der Alubeschichtung liegen sondern zwischen Alubeschichtung und Körper sollte sich noch eine dünne Isolationsschicht befinden. ( HH empfiehlt z. B. dickere Fleece Unterwäsche).

    Die dünne Luftschicht zwischen Körper und Alubeschichtung wird so permanent vom Körper aufgeheizt und durch die Rückstrahlung der Wärme hat man das Gefühl man liegt auf einer Heizdecke.

    Bei meiner HH Deep Jungle XL war damals die Double Bubble Matte mit im Lieferumfang dabei.

    Ohne eine dünne Zwischenluftschicht liegt man nicht nur im eigenen Saft sondern die Wärmeleistung der Alumatte ist deutlich geringer. Man spürt zwar auch sofort die Wärmerückstrahlung der Alubeschichtung aber nach einer Weile wurde es mir bei Temperaturen unter ca. +15C kühl.

    Als ich letzten Winter die HH Survivorman XL bekam wurde die HH Schaumstoff Isomatte mitgeliefert. Die Schaumstoff Matte solo würde ich nicht auch nicht unter +15C verwenden.

    Aber Double Bubble Matte mit Schaumstoff Matte kombiniert (die Alumatte unter der Schaumstoff Matte) funktioniert bis ca. +/- 0 C ziemlich gut. Und das nicht weil die Schaumstoff Matte so toll warm ist (die ist eigentlich sehr dünn) sondern aus der Kombination beider Matten.

    Man hat zwar immer noch das Kondenswasser Problem aber durch die Schaumstoff Matte liegt man nicht mehr direkt im eigenen Saft.....der wird von der Schaumstoff Matte geblockt.

    Somit hat man bei knapp 700g Gesamtgewicht (aber mehr Packvolumen😬) eine Lösung bis ca. +/-0C für doppellagige Hängematten (speziell für HH)

    Ein paar mal habe ich auch so eine Alu-Luftpolsterfolie (Reflectix) mit in den UQP gelegt (die Alumatte sollte allerdings dann sehr leicht sein damit der UQP nicht nach unten gezogen wird, oder die Gummischnüre gegen etwas stärkere austauschen). Es dauert zwar ein bisschen länger bis die Körperwärme durch den UQ an der Alufolie ankommt, sie wird dann aber zu einem Großteil zurück in den UQ und somit auch zurück zum Körper reflektiert👍

    Verrutschen tut die Alumatte so eingeklemmt selten.

    So mache ich es manchmal wenn ich mich mit meinem UQ in seinem Temperatur Grenzbereich begebe.

    Der UQ selbst sollte außen DWR beschichtet sein weil das Schwitzwasser auch weiterhin an der Alufolie kondensieren kann. Deshalb vorsichtig bei mehreren Nächten hintereinander mit Daunen UQ ohne die Möglichkeit des trocknens!

    Aber letztendlich ist auch für mich, wie wohl auch für die meisten anderen hier, ein den zu erwartenden Temperaturen passender UQ die Beste Lösung......

    Gruß von der Ostsee

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