201 cm bei 105 Kg - Suche Hängematte mit Moskitonetz für Rucksack-Outdoortouren

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  • Meine letzte Lapplandtour ging über 500 Km mit 35 Kg in schwerem Gelände, durch Flüsse und über Berge. Gewicht wird auch irgendwann zum Sicherheitsrisiko und Spaßkiller, aber darum soll es hier bitte NICHT gehen!

    Eine Hängematte für den Rucksack muß ja nicht unbedingt aus Leinenstoff sein mit Baumwollseilen und Holzstäben. Ich möchte es nicht extra schwer haben, nur weil ich eine relativ robuste Hängematte suche, die ziemlich groß sein muß - und der Stoff wiegt auch nicht die Welt.

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    Erst einmal herzlichen Dank für die vielen Rückmeldungen und guten Tips von euch! :) Ich habe mich sehr darüber gefreut bzw. freue mich auf weitere.

    Wo soll ich anfangen?

    Eine Cross-Hängematte wollte ich eigentlich nicht kaufen, eigentlich ... Ohne Aufblasmatte ist sie nicht richtig nutzbar. Das finde ich ziemlich blöd, zudem, was wenn die Aufblasmatte ein Loch bekommt? (Die Reparatursets sind alle mäßig.) Die Dinger sind recht störanfällig. Dann kann ich die ganze Hängematte kaum mehr nutzen, auch wenn Isolation kein Thema ist. Und in meinem speziellen Fall kommt es ja noch schöner, ich kann nicht meine eigene nehmen, die ich schon habe (mag schlechter gehen, geht aber sicher und wäre auch 2 Meter lang), nein, ich brauche eine neue UND diese kann nur von weltweit einem einzigen Hersteller kommen, denn ich würde natürlich die XL Version von Cross-Hammock oder Amok kaufen ("müssen", mehr oder weniger) und brauche dann die 220 cm Aufblasmatte von Amok.

    Amok kann die XL Hängematte und die Isomatte sowieso erst wieder ab Herbst liefern, aber gut, daß scheint ja überall so zu sein.

    Ich wollte eigentlich ein störunanfälliges Schlafsystem, das möglichst relativ unkaputtbar ist.

    Danke für den Amok Tip. Ich verfolge den Hersteller schon seit die Norweger auf dem Markt sind, 2013 oder so. Gerade letzte Woche habe ich eine E-Mail geschrieben und ja, noch einmal die Bestätigung bekommen, daß eine Aufblasmatte notwendig ist und zwar genau diese mit 220 cm Länge (die in der Tat in der Größe konkurrenzlos ist - Preis ist aber wie überall).

    Dennoch, die Amok XL Hängematte steht oben auf meiner Liste. Ich lag noch nie in einer Cross-Hängematte, aber ich könnte mir das echt bequem vorstellen. Fragt sich nur, wer das bezahlen soll.

    Die Hängematte wiegt mit Aufhängung 1,5 Kg. Das ist dann wirklich mein Limit! Aber gut, die XL Version von hennessy hammock (11 Fuß) ist schon ohne Aufhängung schwerer, ganz zu schweigen von der XXL Version (12 Fuß), mit über 2 Kg.

    Ich weiß nicht, was die XL Version von Amok kosten wird. Sie haben dummer Weise die Preise für alles, was nicht lieferbar ist rausgenommen, aber ich sehe ja den Preis für die "normale" Version, 220 ... 240 Euro. Mit der Isomatte und deren Tarp ( 2 x 135 Euro) komme ich auf ca. 550 Euro.

    @ Cross Hammok: Du scheinst in Berlin zu leben und baust diese Cross Hängematten? Ich lebe momentan in 2 Welten, Berlin ist eine davon. Was ein Zufall.

    Ich vermute mal, deine XL Version (wenn sie denn rauskommt), wird auch auf der 220 cm Aufblasmatte von Amok basieren bzw. diese wirst du dazu empfehlen. Macht ja auch Sinn. Kann eine Isomatte auch zwischen beide Lagen? 2 x 1.6 Material ist mit 110 Kg Maximum allerdings nicht für mich geeignet. Unter Spezifikationen schreibst du dann aber, daß auch 2 x 2,4 möglich ist, was dann auf maximal 120 Kg kommt. Das ist mir noch zu labil. Ca. 150 Kg sollten es schon sein. Bei dir werde ich mit Tarp und der Isomatte aber sicher nochmals eine ganze Ecke oberhalb des Amok Preises landen.

    Ich frage mich auch, ob die vielen Strippen im Wald so praktisch sind und ob diese nicht bei Regen das Wasser in die Hängematte leiten? Aber evtl. geht das ja mit einem optimalen Tarp? Ich werde die Hägematte auch nutzen, wenn es auf Tour die ganze Nacht durch regnet und ich gehe auch davon aus, daß das dann und wann sein könnte.

    Groß sein ist wirklich teuer!

    Die Videos von Amok sehen schon echt gemütlich aus!

    Die Trail Lair mit 12 Fuß Länge von simplylightdesigns ist ein toller Tip! Vielen Dank! Die Hängematte kann ganz individuell zusammengestellt werden, doch leider ist das auch das Problem. Ich verstehe bei vielen Punkten gar nicht was das ist, ändern soll, wie ich mir das vorstellen kann. Es ist auch leider nicht ersichtlich, wie schwer die Hängematte dann letztlich ist und wie hoch die Traglast bei entsprechender Materialauswahl ausfällt.

    Ich kann die Hängematte auch doppellagig haben, wobei in doppellagig und doppellagig mit Öffnung unterschieden wird. Muß ich mir auch bei anderen Herstellern Gedanken darüber machen, daß doppellagig evtl. nicht automatisch heißt, daß diese Lagen offen sind, so daß ich eine Isomatte dazwischen schieben kann? Für mich ist das der primäre Sinn.

    Kann jemand etwas zu dieser Firma sagen (Qualität, Bezugsquellen usw.)?

    https://simplylightdesigns.com/collections/ha…ucts/trail-lair

    Dann habe ich noch etwas interessantes entdeckt, die Blackbird XLC mit 11 Zoll, so wie bei hennessy hammock die XL Version, nur scheinbar eine ganze Ecke leichter (ca. 1 Kg?), aber teurer? Es gibt eine heavy doppel Version (hoffentlich sind die beiden Lagen dann irgendwo offen für die Isomatte?), die dann auf 400 Pfund ausgelegt ist (das ist dann die Version, die 1 Kg wiegt).

    https://www.warbonnetoutdoors.com/product/blackbird-xlc/

    In den Videos sieht sie mir aber ziemlich klein aus. Wie sieht es da mit Qualität und Bezugsquellen aus? Bestellt ihr immer in den USA und zahlt dann noch Zoll, Versand usw.?

    Dieser Shop scheint ja evtl. die Lösung zu sein?

    http://www.shop-016.de/shop/index.php…ock&impressum=1

    Offensichtlich ein Deutscher Shop. Vielleicht gibt es dort auch die Blackbird XLC und die Trail Lair in 12 Fuß zum konfigurieren?

    Ich wundere mich immer noch über diese ganzen Traglastangaben.

    Bei hennessy hammock trägt eine über 1,5 Kg schwere Hängematte mit 11 Fuß (inkl. Moskitonetz) 136 Kg, die Blackbird XLC ist exakt genau so groß, wiegt viel weniger, trägt aber .... 180 Kg, eine 555 Gramm schwere Hängematte von Amazonas (gut, dann 10 Zoll) trägt 150 Kg (20D), die 250 Gramm schwerere Versin 200 Kg, obwohl das Nylon 40D hat, bei hennessy hammock aber 140D oder sogar 210D (dann 159 Kg.) Das paßt doch alles gar nicht zusammen.

    Ok, mehr fällt mir gerade nicht ein. Ich muß mir das alles noch in Ruhe angucken und durchlesen. Ich wollte doch einfach nur eine Hängematte kaufen! ;) Und - ich weiß noch gar nicht, ob das so meine Welt ist, da kann ich mir kein 600 Euro Set von Amok kaufen, so oder so.

    PS: Nein, daß Mückennetz muß nicht unbedingt von der Hängematte abtrennbar sein.

    12 Mal editiert, zuletzt von Werwolf (27. Juni 2020 um 23:27)

    • Offizieller Beitrag

    Hi Werwolf :) Als Berliner kann ich dir sagen, dass es hier einen Berliner Stammtisch gibt, wo relativ viele unterschiedliche Hängematten im Besitz der Leute sind. Abonniere doch einfach den entsprechenden Forumsfaden und du bekommst mit, wann wir uns das nächste Mal treffen. Wenn du dazu kommen willst, kannst du vorher gerne Bescheid sagen, woran du Interesse hast, und wir bringen es mit, wenn es in unserem Besitz ist.

    Ich weiß, das Ulrich von Cross Hammock auch durchaus im Alltag nach Absprache zu erreichen ist und man sich mit ihm treffen kann. Das kann er dir aber bestimmt selbst genauer sagen. Es könnte aber sein, dass er z. Zt. im Urlaub ist wegen der Sommerferien ...?!

    Dieser Shop scheint ja evtl. die Lösung zu sein?


    http://www.shop-016.de/shop/index.php…ock&impressum=1


    Offensichtlich ein Deutscher Shop.

    ... das ist der Shop von Hammock Fairy , die hier im Forum Moderatorin ist und die auch bereits in deinem Faden weiter oben mitkommentiert hat. Sie versendet gegen Pfand Leihhängematten, um sie in aller Ruhe ausprobieren zu können (siehe ihre Homepage).

    Ich selbst besitze eine Warbonnet Blackbird Lightweight Double XLC (2nd Gen., 40D Nylon Outer, 20d Nylon Inner, 787g - inkl. Moskitonetz und Packsack), die du dir auch gerne hier in Berlin anschauen kannst. Ich bin zumindest bis Ende August größtenteils in der Stadt und nicht im Urlaub.

    Das mit den unterschiedlichen Gewichten liegt daran, dass es unterschiedliche Stoffe sind, die in den unterschiedlichen Hängematten verarbeitet wurden. Da hat sich in den letzten Jahren viel entwicklungstechnisch getan. Hennessy Hammocks ist schon sehr lange am Markt und nicht so stoffmäßig innovativ, imho – aber robust. C U!

    • Offizieller Beitrag

    Ich fassse deine Wünsche bzw. Anforderungen, die ich aus deinen Texten heraus gelesen habe, noch einmal zusammen. Du bist 201 cm groß und 105 kg schwer. Du suchst eine Hängematte ...

    ... mit integriertem Moskitonetz

    ... in Erdfarben oder Camo

    ... die weniger als 250 € kostet

    ... die bequem mit der bereits vorhandenen Evazote (?) Isomatte ist

    ... mit "Einschubfach"

    ... die aus unbehandeltem Stoff ist

    ... die ein möglichst kleines Packmaß hat

    .... die so leicht wie möglich ist, auf jeden Fall aber deutlich unter 2 kg

    ... die "reichlich" Platz für deine Körpergröße bietet

    ... die robust und langlebig ist.

    Um es mal ganz deutlich zu sagen: eine solche Hängematte gibt es nicht. Das hat nur zum Teil mit deiner Größe zu tun sondern mehr mit der Zahl der Anforderungen. Auch im Hängemattenbereich gibt es leider keine eierlegenden Wollmilchsäue. Du wirst Abstriche machen müssen, und bist damit nicht allein.

    Zunächst ist da der Preis. Billige Hängematten gibt es nur von Massenproduzenten. Aber auch die wollen natürlich nicht drauf zahlen. Um bei den Preisen überhaupt etwas zu verdienen, müssen sie die Arbeits- und Materialkosten gering halten, und gleichzeitig einen möglichst großen Umsatz machen. Da die meisten Käufer auf den Preis und das Gewicht schauen, werden die Hängematten dementsprechend designt: je kürzer und schmaler die Hängematte ist, desto geringer sind die Materialkosten, und desto besser sieht das Gewicht auf dem Papier aus.

    Die besten Hängematten werden derzeit nur von kleinen Betrieben produziert, die selten mehr als 20 Angestellte (inklusive Näher/innen) haben. Warbonnet und Dutch gehören da schon zu den größten Herstellern. Dream Hammock ist ein echtes Familienunternehmen, bei dem die 4-köpfige Familie alles selbst macht. Simply Light Designs ist, soweit ich weiß, ein Einmannunternehmen. Genauso wie Cross Hammock. Ich habe selbst schon viele Hängematten genäht, und kann dir sagen, dass ich diese Arbeit nicht für den Stundenlohn machen wollen würde. Und ich habe keine großen Ansprüche. Selbst bei der Müllabfuhr verdient man vermutlich mehr.

    Dann ist da die Isolierung. Ich denke, wirklich jeder Gathered End Hängemattennutzer hat als Einsteiger versucht, eine Isomatte als Isolierung zu verwenden. Frag mal, wie viele von denen die dabei bleiben nach einem Jahr noch eine Isomatte oder eine Gathered End Hängematte benutzen. Ich kenne niemanden, der nicht irgendwann einen Underquilt kauft, oder auf einen anderen Hängemattentyp umsteigt. Ja, bei einer doppellagigen Hängematte wird die Isomatte etwas besser fixiert. Aber eben nicht gut. Wenn du nicht extrem ruhig schläfst, verrutscht die Isomatte während der Nacht. Leider fixieren die Lagen die Isomatte aber gut genug, wenn man sie wieder an die richtige Stelle schieben will, ohne auszusteigen.

    Mich hat auch extrem gestört, dass man mit Isomatte in seinem eigenen Saft schmort. Stell dir einfach vor, du würdest Regenkleidung tragen, die nur um die Rückseite geht. Dann weißt du, was dich mit Isomatte erwartet.

    Warum bist du auf die Isomatte festgelegt?

    Wenn es darum geht, dass du im Notfall auf dem Boden schlafen kannst, würde ich ein Set-Up mit 3/4 Underquilt und 3/4 Isomatte vorschlagen. Natürlich ist das ein Kompromiss. Aber es sollte bequemer sein als nur eine Isomatte.

    Wenn es um die Anschaffungskosten und die Anwendungsmöglichkeiten geht, musst du eben eine Entscheidung treffen und mit den Konsequenzen leben. Mit einer Isomatte wirst du garantiert nie das volle Potential einer angemessen langen und breiten Gathered End Hängematte ausschöpfen können. Ich würde dann sogar eher zu einer kürzeren, schmaleren Hängematte wie z.B. der DD Frontline XL raten. Da kann die Isomatte auf Grund der Breite nicht so gut verrutschen. Dafür opferst du das diagonale Liegen.

    Bevor du jetzt weiter liest, würde ich dir raten, das Angebot der Berliner an zu nehmen, und dir einfach mal eine Auswahl an Hängematten vorführen zu lassen. Wenn du in der Nähe von Deggendorf vorbei kommst, kannst du auch gerne in meinen Hängematten Probe liegen. Ich hätte sogar eine Hennessy Safari und eine Deep Jungle XL da. Aber von Berlin aus, ist das nicht der nächste Weg...

  • Und wieder erst einmal vielen Dank für die wertvollen Tips!

    Ja, es ist wie immer (und besonders bei meiner Größe), steigt man ein wenig in die Materie ein, wird es plötzlich teurer als gedacht, beantwortet sich eine Frage, stellen sich drei neue. Aber das macht ja auch durchaus Spaß! Naja, eine Wissenschaft sollte man jetzt auch nicht daraus machen.

    Grundsätzlich finde ich es sehr schön, eine kleine Firma zu unterstützen, keine Aktiengesellschaft und Massenproduktion in Polizeistaaten - die natürlich viel in die Werbung und angeblich gute Arbeitsbedingungen in China, Indien und Co. inverstieren, leider meist auch nur primär in die Werbung! Das ist ganz meine Welt. Entsprechend bin ich da ganz offen.

    Negativ finde ich leider die Kommunikation, die Konfiguration, Zoll, Versand usw. Immerhin, ab Juli - 3 % Mehrwertsteuer.

    Danke auch für dein Angebot Furbrain und der Stammtisch klingt wirklich sehr interessant! Ich werde mal gucken, wo ich den hier im Forum finde und sicher bin ich auch bald wieder im hübsch-häßlichen (und stets viel wärmeren, schrecklich) Berlin. Dann melde ich mich gerne!

    Ich habe mir auch schon überlegt, ob das nicht ziemlich schwitzig wird mit einer Isomatte. Vielleicht ist es dann zumindest mittelfristig wirklich besser, daß Einschubfach nur als Notalternative zu sehen, aber wenn ich darauf verzichte, habe ich die Möglichkeit gar nicht mehr. Zudem wird der Gewichtsbereich bei einlagigem Stoff wohl knapp.

    Wenn ich die Trail Lair (130 Dollar) in 12 Fuß fertig konfiguriert habe, bin ich fast bei 250 Dollar. Gut, ich weiß weiterhin noch gar nicht so richtig was ich da mache bei der Konfiguration und überhaupt auswählen soll, muß, kann. Nur beim Stoff bin ich mir halbwegs sicher 2 x 1,6 oz für ca. 350lb Tragkraft oder 2 x 70 D (1,9 oz?) für 400 lb Tragkraft. Einlagig geht das stärkste Material (70 D) bis 225 Pfund, also ca. 100 Kg. Das wäre wirklich knapp. Unter der Hängematte wäre eine wasserdichte Materialhängematte für den Trekkingrucksack perfekt, schwups, noch mal 45 Dollar/ Euro.

    Ok. man verwendet also einen underquilt, wenn es kälter wird oder zumindest so kalt, daß der Schlafsack nicht mehr ausreicht, weil ja nach unten nichts groß isoliert.

    Der längste von simplylightdesigns hat nur 11 Fuß, aber der wird dann wohl dennoch für die 12 Fuß Hängematte sein, nehme ich mal an?

    https://simplylightdesigns.com/collections/ha…-winder-asym-uq

    Nach dem Konfigurieren verdoppelt sich der Preis natürlich (Füllung, Menge?). Kopf links oder rechts oder Füllung mittig. Ich glaube da ist es gut, die Hängematte zu haben, um dann irgendwann, wenn man weiß in welche Richtung die schönste Liegeposition gefunden ist, den passenden Underquilt zu kaufen und nicht gleich zusammen mit der Hängematte. Auch weil ich ja noch Brot und Butter kaufen muß und die Füllung nicht essen kann. Vielleicht funktioniert auch ein Quilt eines anderen Herstellers.

    Dann gibt es noch einen Hammock/Quilt Catch-All Sack. Sieht auch sinnvoll aus. So eine ... Hängemattensocke, in der dann aber auch gleich noch genug Platz für den Underquilt ist.

    Die Amok XL Cross Hängematte, Blackbird XLC doppel und Trail Lair doppel 12 Fuß habe ich bislang im Blick. Wobei ich schon sagen muß, eine klassische Hängemattenform finde ich irgendwie ... sympathischer (Amok).

    2 Mal editiert, zuletzt von Werwolf (28. Juni 2020 um 12:59)

    • Offizieller Beitrag

    Naja, eine Wissenschaft sollte man jetzt auch nicht daraus machen.

    DOCH! :D Den Verweis zum Berliner Stammtisch hatte dir oben bereits verlinkt. Zurzeit ist jedoch noch kein neuer Termin in Planung. Unabhängig davon kannst du dich aber auch gerne per PN bei mir melden und wir trinken mal einen Kaffee zusammen. Dann kann ich dir Zugang zu meinem Stuff geben und wir schnacken live. Vielleich bringt dir das auch was ...?!

  • In der Hängematte ist es in der Regel so, dass die Isolation gegen unten wichtiger ist. Wenn du also weisst, wie warm dein Schlafsack bei Nutzung auf einer (ausreichend isolierenden) Isomatte sein muss, dann brauchst du in der Hängematte diese Isolation gegen unten. Immerhin werden durch den Unterquilt grob drei Seiten deines Körpers abgedeckt, also isoliert. Den Schlafsack oder Topquilt könntest du, um Gewicht zu sparen, um rund eine Temepraturstufe schwächer wählen.

    Das mit den angegeben Lasten ergibt sich aus meiner Sicht wie folgt:

    • Da ist ein Gurtband für die Aufhängung am Baum mit einer bestimmten Bruchlast.
    • Da sind allenfalls Übergangsteile (Karabiner, Softschäkel (weiche "Karabiner"), Schlaufen, etc., die ebenfalls eine bestimmte Bruchlast aufweisen.
    • Dann ist der Hängemattenstoff, dessen Fasern eine bestimmte Bruchlast aufweisen. Daraus aber auf eine bestimmte Bruchlast des Stoffes zu schliessen, ist nicht möglich. Menschen sind verschieden breit gebaut und sind bei gleicher Grösse nicht immer gleich schwer. Somit ergibt sich für jede Person eine andere Situation, wann der Stoff reissen würde. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, auf alle unförmigen Gegenstände in und an der Kleidung möglichst zu verzichten, denn dadurch ergeben sich punktuell schnell relative hohe Belastungen des Stoffes durch Ausbeulen.

    Nun habe ich immer von der Bruchlast der Materialien gesprochen. Das ist die Belastung, bei der das Material tatsächlich versagt. Diese Angabe ist natürlich für die Praxis nicht ausschlaggebend. Man teilt diese Angaben durch einen Sicherheitsfaktor (SF), um die für die Praxis sinnvolle Maximalbelastung zu ermitteln. Diese nennt sich dann Arbeitslast oder Kapazität. Dafür sollte man das schwächste Glied in der Kette zugrunde legen. Doch gerade beim Stoff, allenfalls doppelt gelegt, ist – wie oben erörtert – die Bruchlast gar nicht so leicht zu bestimmen. Wenn man eine Hängematte mit Sand füllt, kann man in der Regel mehrere hundert Kilogramm einfüllen, bevor etwas reisst. Ein Mensch verteilt die Last nicht gleich gut, die maximale Belastbarkeit sinkt.

    Da nicht alle Hersteller den gleichen Sicherheitsfaktor verwenden und vielleicht auch nicht das gleiche Element als das schwächste Glied in der Kette betrachten (Stoff oder ein anderes Element, das sich leichter experimentell bewerten lässt), ergeben sich bei jedem Hersteller – auch bei vergleichsweise ähnlichen Materialien – andere Arbeitslasten (Kapazitäten).

    Kurz, du musst die angegebenen Gewichtsangaben als Arbeitslasten (Kapazitäten) betrachten und hast da, je nach Hersteller, einen Sicherheitsfaktor von bis zu fünf, bevor das Material versagen würde. Dennoch ist es natürlich sinnvoll (für die Lebensdauer, den Komfort wie auch für das persönliche Sicherheitsempfinden), wenn man auch die angegebene Kapazität nicht bis ans Limit ausreizt.

    Soweit ich weiss, kann man in der «Cross Hammock» grundsätzlich auch ohne Isomatte liegen, aber nicht alle können darin ohne Isomatte eine Nacht lang schlafen.

    Und noch etwas Letztes: Ja, aufblasbare (und wohl auch selbstaufblasende) Isomatten stellen ein gewisses Risiko dar. Sie halten nicht unbeschränkt, nicht einmal bei Nutzung am Boden.

  • @ Furbrain: So viel Imput. Das habe ich übersehen. PN nehme ich gerne in Anspruch. Du bist schon der zweite Berliner (Ne, halt, einmal Kiel und einmal Berlin), der sich anbietet. Sehr nett von euch. Dadurch kann ich der Stadt jetzt ein wenig mehr abgewinnen. Sie bleibt schrecklich! Lach ... Ich melde mich gerne, wenn ich in Berlin bin.

    @ Waldläufer70: Danke für die Ausführungen zum Thema Bruchlast vs. Arbeitslast usw. Ich komme aus dem Klettersport und auch sonst mag ich Seile, PSA und Co. sehr gerne.

    Genau, ich weiß mit welcher Isomatte ich bei welchem Wetter in Schlafsack xy noch nicht friere (aber das dauert bei mir, ich mags kalt). Mein Schlafsack ist, wie könnte es (leider) anders sein, nicht von der Stange, entsprechend kauft sich da nicht einfach so etwas Neues. Aber ich habe noch einen dünneren, der etwas zu klein ist, was aber je nach Temperatur total egal ist. In Lappland, bei - 20 °C, wars dann natürlich nicht egal. Da muß alles passen.

    Das wird sich dann in der Hängematte rasustellen, mit welchem Schlafsack ich bei welcher Temperatur eh auch ohne Isomatte oder underquilt noch gut schlafen kann. Evtl. reicht auch schon eine billige Alu Isomatte als Zusatz. Wir werden sehen. Erst die Hängematte, dann die Überlegungen zum Underquilt und ob der dann extra Füllung für gerade schlafen braucht oder Kopf links oder rechts. Keine Ahnung. Nur wichtig, daß bei der Koniguration der Hängematte ein Underquilt möglich ist. Das scheint nicht der Fall zu sein, sofern ich nicht irgendwelche Ösen als Option bei der Konfiguartion auswähle. Ich steigen da noch nicht durch.

    Ja, die "selbstaufblasenden" Matten können die Pest sein. Teuer und labil, natürlich besonders die UL Versionen. Ich habe dort, wo ich auf keine Isomatte verzichten kann, immer eine Schaummatte benutzt. Ich hatte viel zu viel Angst, daß ich plötzlich, 300 Km entfernt von der nächsten Straße, Klo, Haus, Handyempfang, auf dem Boden liege. Das wäre nicht lustig. Leider schlafe ich auf dem Boden mit dünner Matte extrem schlecht bis gar nicht. Das frustet. Daher die Idee, auch mal etwas in Deutschland zu machen und (hier geht das zum ertsen Mal) mit einer Hängematte.

    2 Mal editiert, zuletzt von Werwolf (29. Juni 2020 um 20:04)

    • Offizieller Beitrag

    Negativ finde ich leider die Kommunikation, die Konfiguration, Zoll, Versand usw. Immerhin, ab Juli - 3 % Mehrwertsteuer.

    Hast du Jared (Simply Light Designs) denn kontaktiert? Ich habe ihm ein paar mal gemailt und habe eigentlich sofort Antwort bekommen. Allerdings herrscht schon seit Monaten ein coronabedingter Kaufrausch, der insbesondere kleine Unternehmen überfordert. Da kann es schon mal ein paar Tage dauern bis man Antwort erhält.

    Was du auch bedenken solltest ist, dass du gleich auf sehr hohem Niveau einsteigst. Ich kenne mich überhaupt nicht mit Autos aus, und würde mich genauso überfordert fühlen, wenn ich mir gleich ein Luxusmodell per Konfigurator zusammen stellen wollen würde. Ich habe das Gefühl, dass du einen Hersteller suchst, der alle Entscheidungen abnimmt, und dir die perfekte Hängematte anbietet. Das tolle an den kleinen Herstellern ist doch aber gerade, dass sie dir die Entscheidung überlassen, damit du genau das bekommst was du willst!

    Der Versand ist bei SLD eigentlich super günstig. Und für die Verzollung kann ja nun der Hersteller gar nichts. Ich bin mir auch nicht sicher, ob die Einfuhrumsatzsteuer ebenfalls von 19% auf 16% gesenkt wird.

    Mein Vorschlag wäre ja, erst einmal Hängematten anschauen zu gehen, und evtl. mit einer simplen, netzlosen Hängematte anzufangen. Du müsstest schon sehr viel Glück haben, wenn gleich deine erste Hängematte perfekt ist. Die meisten von uns probieren sehr viele Hängematten aus, bevor sie "die Richtige" finden.

    Vielleicht ist es dann zumindest mittelfristig wirklich besser, daß Einschubfach nur als Notalternative zu sehen, aber wenn ich darauf verzichte, habe ich die Möglichkeit gar nicht mehr. Zudem wird der Gewichtsbereich bei einlagigem Stoff wohl knapp.

    Vergiss die ganze Idee mit "dem Einschubfach". Das ist ein Gimmick. Es gibt eigentlich nur zwei Gründe für die Anschaffung einer doppellagigen Hängematte:

    1. Man braucht die Tragekapazität. Zwei Lagen Stoff sind stärker als eine Lage.
    2. Man will wenig Dehnung haben. Zwei Lagen Stoff dehnen sich weniger stark als eine Lage.

    Wenn du einen Schlafsack verwendest, kannst du die Isomatte evtl. in den Schlafsack schieben. Eine selbstaufblasene Isomatte kann man auch mit einer einlagigen Hängematte verwenden.

    Unter der Hängematte wäre eine wasserdichte Materialhängematte für den Trekkingrucksack perfekt, schwups, noch mal 45 Dollar/ Euro.

    Bist du sicher, dass du so etwas brauchst? Ich hänge meinen Rucksack einfach ans Fußende der Hängematte. Oder lege ihn auf das Regencover. Ich habe Materialhängematten ausprobiert, hänge meine Hängematte aber nicht gerne so hoch wie man es muss, wenn unter mir noch ein Rucksack Platz haben muss.

    Der längste von simplylightdesigns hat nur 11 Fuß, aber der wird dann wohl dennoch für die 12 Fuß Hängematte sein, nehme ich mal an?

    https://simplylightdesigns.com/collections/ha…-winder-asym-uq

    Nach dem Konfigurieren verdoppelt sich der Preis natürlich (Füllung, Menge?). Kopf links oder rechts oder Füllung mittig. Ich glaube da ist es gut, die Hängematte zu haben, um dann irgendwann, wenn man weiß in welche Richtung die schönste Liegeposition gefunden ist, den passenden Underquilt zu kaufen und nicht gleich zusammen mit der Hängematte. Auch weil ich ja noch Brot und Butter kaufen muß und die Füllung nicht essen kann. Vielleicht funktioniert auch ein Quilt eines anderen Herstellers.

    Der Trail Winder hat das gleiche Design wie der Warbonnet Wooki, und sollte deshalb auch gut funktionieren. Es ist aber ein Synthetikquilt, d.h. Packvolumen und Gewicht sind deutlich größer als von einem Daunenquilt. Dafür ist der Preis günstiger. Ich würde dir raten, zuerst deine Liegerichtung herauszufinden - dann sparst du Geld, Gewicht und Packvolumen.

    Andere Underquilts funktionieren natürlich auch. Die Frage ist, wie gut - und ob dir der Preis zusagt.

    Dann gibt es noch einen Hammock/Quilt Catch-All Sack. Sieht auch sinnvoll aus. So eine ... Hängemattensocke, in der dann aber auch gleich noch genug Platz für den Underquilt ist.

    Hab ich und verwende ich gerne und oft - aber nur zu Hause oder für Autocamping. Ich bekomme Hängematte und Quilts platzsparender und einfacher einzeln im Rucksack verstaut. Aber das ist sicherlich auch Geschmacksache.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn es dir hilft - nach allem was du bis jetzt geschrieben hast, würde ich folgende Trail Lair Konfiguration vorschlagen:

    COLOR/FABRIC*: Foliage Grey 70D XL

    (Weil 70D meiner Meinung nach die besten Liegeeigenschaften bietet, robust ist, und dieser Stoff breiter ist - was bei deiner Größe von Vorteil ist.)

    LENGTH*: 12'

    LAYERS:* Single

    (Weil du vom Gewicht her nicht mehr brauchst, und Gewicht und Packmaß ja möglichst klein sein sollen.)

    NETTING MATERIAL:* Nano-See-Um (.7 oz)

    (Hier kannst du für wenig Geld Gewicht und Packvolumen sparen; die meisten Hersteller verwenden .7 oz Netz aus diesem Grund.)

    ZIPPER SIZE:* #3 YKK

    (Diese Größe ist vollkommen ausreichend, wenn du nicht mit Kindern in der Hängematte toben oder mit der Hängematte durch den Schlamm robben willst.)

    FIXED RIDGELINE:* Yes, Fixed (Amsteel)

    (Ich gehe davon aus, dass eine Ridgeline notwendig ist, um das Netz vor Überlastung zu schützen. Da du keine Erfahrung hast, würde ich da mit den Herstellerempfehlungen gehen.)

    SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?)

    (Ich würde keine Whoopies nehmen, weil sie Platz brauchen. Ich verwende mittlerweile nur noch Dutch Beetle Buckles, und die meisten meiner Kunden wollen die auch, weil sie einfach funktionieren, vielseitig sind, und dabei wenig Mehrgewicht bedeuten. Einziger Nachteil ist der Preis. SLD bietet aber leider nur die Stahl-Klemmschnallen an. Musst du wissen, was dir das Gewicht Wert ist.)

    ADD ON TIE OUTS:* Yes

    (Ich würde auf jeden Fall welche nehmen. Erfahrungsgemäß tendiert das Netz dazu, ins Gesicht zu hängen. Du musst die Tie Outs nicht nutzen - aber wenn du sie brauchst, sind sie da.)

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    (Dann kannst du sie austauschen ohne sie zu zerschneiden.)

    PEAK SHELF:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)

    REMOVABLE WIND SHIELD:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du zusätzlich Wärme in der Hängematte halten willst: go for it.)

    RIDGELINE GEAR POUCH:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)

    UNDER QUILT HOOKS:* ...

    (Hängt vom Underquilt ab. Für den Trail Winder oder Wooki brauchst du keine. Bei Underquilts mit Eckenaufhängung kann ein zusätzlicher Ankerpunkt helfen.)

    ZIPPERED STORAGE POUCH:* ...

    (Geschmackssache. Wenn du Stauraum in der Hängematte haben willst: go for it.)


    Ohne Aufhängung komme ich mit dieser Konfiguration auf $166.95. Plus $25.00 Versandkosten. Macht $191.95. Mit 12% Zoll und 19% EU-Steuer kommst du damit auf ca. 227 €.

  • Hallo Werwolf

    Ich (auch ein 2m Leidensgenosse) habe mir vor einer Woche eine Trail-Lair in 12 Fuß länge bestellt.

    Mittlerweile ist sie in Deutschland, also beginnt jetzt das große Glückspiel....

    Sobald sie angekommen ist kann ich dir vielleicht bei deiner Entscheidung helfen/sie dir gegebenenfalls man zum testen zusenden.

    Ich habe mich für 2.4 Hexon entschieden da ich vermute das mir dieser Stoff am besten zusagt.

    • Offizieller Beitrag

    Werwolf Meine selbstgenähte Singlelayer "Big Bertha" ist leider nur 11.3', aber aus einem ähnlich robusten Material, wie Hammock Fairy es vorschlägt. Du kannst sie gerne in Berlin probeliegen und dir einen Eindruck vom Material verschaffen.

  • @TreeGirl:

    Ne, Simply Light Designs habe ich noch nicht geschrieben. Das hat noch Zeit. Da kommen noch andere Fragen und jetzige werden sich hier beantworten.

    Genau, weil ich noch nicht weiß, wie ich schlafe, würde ich mit dem Underquilt warten. Nein, Daune nehme ich eh nicht. Wärmt nicht im nassen Zustand, noch empfindlicher, nicht so langlebig, teurer, verträgt Kompression noch deutlich schlechter und ich müßte auch erst einmal halbwegs sicher sein, wo die Daune herkommt. Daunengewinnung ist meist so gar nicht nett!

    Die Sache mit dem Konfigurieren finde ich super, nur steige ich da halt noch nicht ganz durch. Klar, es wäre einfacher eine "XXL" (10 Fuß) von Amazonas zu kaufen. Wer billig kauft, kaut zweimal. Das kann ich mir nicht leisten und zufrieden werde ich mit den 10 Fuß sicher nicht sein. Lieber den harten Weg.

    Die 250(?) Gramm ist mir die Zweilagigkeit wert. Ich möchte es sehr robust haben und ein Kaugummigefühl wird mir auch nicht so liegen. Mal sehen, es ist ja noch gar nichts spruchreif! Bin in der Findungsphase.

    Die Materialhängematte wäre wirklich Lusxus. Es geht sicherlich auch anders. Fand ich spontan lustig. Vielleicht etwas für Hundebesitzer. :)

    COLOR/FABRIC*: Foliage Grey 70D XL

    Steht bei mir auch hoch im Kurs, aber doppellagig und ich hätte so gerne oliv, dark oliv. Werde bei Zeiten anfragen.

    70 D soll 1,9 oz sein?

    NETTING MATERIAL:* Nano-See-Um (.7 oz)

    Ok, danke für den Tip. Ich hätte gadacht das bringt kaum etawas fürs Gewicht. Das können doch nicht 2 oz (ca. 60 Gramm) pro Quadratzmeter unterschied sein!? (9 vs. 7 oz) Das Ding wiegt doch noch nicht mal 60 g pro Quadratmeter. Ach, wahrscheinlich sind es auch nicht Quadratmeter sondern irgendetwas sonderbares in Fuß.

    ZIPPER SIZE:* #3 YKK

    Was bedeutet eigentlich #? der größere ist evtl. leichtgängiger und hakelt nicht so, sonst wüßte ich jetzt auch keinen Grund. Stabilier?

    FIXED RIDGELINE:* Yes, Fixed (Amsteel)

    Da stand irgendwo, ohne Ridline keine Garantie. Macht wohl Sinn. Aber was bitte ist der Unterschied zwischen Amsteel, Zing it und Lash it?

    Wenn ich google, ist Amsteel scheinbar 2,5 oder 2,6 mm dyneema und Zing it 1,75 mm. Lash it finde ich gar nicht. Aber es geht um die Schnur!

    SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?)

    Das ist die Aufhängung oder die Verbindung von der Hängematte zur Aufhängung (Baumgurte), wie mir scheint. Whoopies kenne ich aus den Videos. Ich glaube das ist nicht meine Welt und sieht mir - mal wieder - nicht ganz so robust aus.

    Wieso ist der Preis der Cinch Buckle ein Nachteil? Bei SLD ist es die günstigste Version.

    Ich hatte da ein Video gesehen. Das scheint ein Gurtband zu sein, welches so lang ist, daß es auch gleichzeitig die Baumgurte ersetzt. Sehe ich das richtig? Das ist doch total praktisch, dann muß ich mir in dem Shop - oder sonst wo - keine extra Baumgurte kaufen. Nur sehe ich leider keine Infos zur Länge und Tragkraft.

    ADD ON TIE OUTS:* Yes

    Ahhh. Das ist irgendein Haken, zwei an der Zahl, mit oder ohne D-Ring (was ist denn da praktischer D Ring reißt nicht ein) mit dem ich das nervige Moskitonetz weiter von meinem Körper weghalte. Das klingt so, als würde ich das unbedingt haben wollen.

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    Ok, aber was machen die?

    PEAK SHELF:* ...

    Habe ich schon ergoogelt und bei Dutchware gefunden. Am Fußende ist weit weg, aber am Kopf nervt das evtl. Ja, mal sehen. Ablagen finde ich gut.

    REMOVABLE WIND SHIELD:* ...

    Kann ich mir optisch noch gar nicht vorstellen. Würde denken, kann ohne leben.

    RIDGELINE GEAR POUCH:* ...

    Ablagenpaket, gekauft. Da kommt dann eine Kerze rein. ;)

    UNDER QUILT HOOKS:* ...

    Ok, das braucht man also gar nicht, um einen Underquilt unter die Hängematte zu bekommen, ist "nur" bei einigen Modellen praktischer.

    ZIPPERED STORAGE POUCH:* ...

    Ja.

    Mh, was mir da fehlt (Videos) sind diese 4 Haken seitlich der Hängematte, die man dann, 2 auf jeder Seite, nutzen kann, um die Hängematte abzuspannen, damit sie nicht so wackelt, sage ich mal. Nehme mal an, man nimmt da z.B. 3 mm Gummiseil.

    Oder sind das die CONTINUOUS LOOPS:* Removable, mit denen ich inhaltlich noch nichts anfangen kann?

    PS: Wie breit sollten die Baumgurte eigentlich sein? Von 1,5 cm bis bestimmt 6 bis 8 cm sehe ich da alles. Das kann ja so nicht richtig sein. Gibt es eine Faustformel? Ich möchte den Baum auf keinen Fall beschädigen!

    11 Mal editiert, zuletzt von Werwolf (29. Juni 2020 um 22:21)

  • @Raffrix99:

    Toll, so ein Zufall!

    Ich bin gespannt auf deinen Erfahrungsbericht, besonders wenn du schon Erfahrungen mit anderen Hängematten sammeln konntest und vergleichen kannst. Gut, es bleibt halbwegs subjektiv.

    Bestimmt können wir uns über die Konfiguration austauschen.

    Einen 2.4 Hexon Stoff sehe ich gar nicht im Shop, außer den 70 D Stoff (der einzige an dem kein oz Gewicht dransteht) bedeutet 2,4 oz und nicht, wie von mir vermutet, 1,9 oz? Beim 70 D Stoff sind maximal 225 lb, also 100 Kg Belastung angegeben (einlagig).

    @Furbrain:

    Am besten komme ich nur noch zum Schlafen nach Berlin. Danke!

    Einmal editiert, zuletzt von Werwolf (29. Juni 2020 um 22:21)

    • Offizieller Beitrag

    Aber was bitte ist der Unterschied zwischen Amsteel, Zing it und Lash it?

    Wenn ich google, ist Amsteel scheinbar 2,5 oder 2,6 mm dyneema und Zing it 1,75 mm. Lash it finde ich gar nicht. Aber es geht um die Schnur!

    Zing it und Lash it unterschieden sich nur in der Farbe. Näheres dazu findest du auch im Lexikon unter "Hängematten A - Z" (Karteikartenreiter oben links oder auch in meiner Signatur verlinkt).

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    Ok, aber was machen die?

    Die Continuous Loops werden am Kopf- und Fußende durch den Stofftunnel gezogen, um die Enden der "Gathered End"-Hängematte zusammenzuziehen und zusammenzuhalten. Dafür wird das eine Schlaufenende der Loop durch den Stoff und dann durch das andere Loopende gezogen, so dass an jedem Hängemattenende letztendlich eine ca. 10cm lange Schaufe rausschaut, die du dann mit deinen Baumgurten verbindest (mittels Knoten, Karabiner, ...)

    "Removable" meint vermutlich, dass du sie schnell aus dem genähten Tunnel der Hängematte rausziehen kannst, um sie ggf. zu ersetzen, wenn sie Anzeichen von Abrieb oder Zerfaserung zeigen.

    Mh, was mir da fehlt (Videos) sind diese 4 Haken seitlich der Hängematte, die man dann, 2 auf jeder Seite, nutzen kann, um die Hängematte abzuspannen, damit sie nicht so wackelt, sage ich mal.

    Das sollte dann wohl die Extra-Option "Add-on Tie Outs" sein, imho.

    Wie breit sollten die Baumgurte eigentlich sein?

    Die meisten Hänger benutzen 2,5cm breite Baumgurte (~ 1 inch). Das ist allgemein der Common Sense, wenn es um die Frage geht, wie breit die Bänder mindestens sein sollten, um die Bäume nicht zu schädigen. Die meisten Gadgets für Baumbänder basieren auf dieser Breite (z. B. Dutch Clips, Beetle Buckles und vieles anderes Bling von Dutchwear). Viele von uns finden solche Tools praktisch. Andere wiederum bevorzugen Knoten, wo dann die präzise Breite der Baumbänder keine so große Bedeutung hat.

    Noch ein kleiner formaler Hinweis für dich: Wenn du hinter das "@"-Zeichen ohne Leerzeichen gleich den Namen des anderen Forummitgliedes schreibst, dann gibt das System dir nach den ersten drei Buchstaben eine Auswahl der Namen, die passen. Ergänzend wird der Name dann rot gefärbt und die erwähnte Person bekommt eine Nachricht, dass sie erwähnt wurde. Ich finde es praktisch, Werwolf ;)

    • Offizieller Beitrag

    Nein, Daune nehme ich eh nicht. Wärmt nicht im nassen Zustand, noch empfindlicher, nicht so langlebig, teurer, verträgt Kompression noch deutlich schlechter

    Ja, wenn du deinen Daunen-Underquilt ins Wasser fallen lässt, hast du ein Problem. Wenn du wochenlang bei um die 0°C oder darunter unterwegs bist, ohne die Möglichkeit zu haben, den Quilt komplett trocknen zu lassen, isoliert Daune nicht mehr so gut. In dem Fall wäre eine Dampfsperre empfehlenswert. Ansonsten schlägt Daune Synthetik leider um Längen. Und je kälter es wird, desto vorteilhafter ist Daune. Gewicht und Packvolumen von vergleichbarer Synthetikisolierung werden einfach extrem groß. Und soweit ich weiß, verträgt Daune Kompression viel besser als Synthetik.

    Die 250(?) Gramm ist mir die Zweilagigkeit wert. Ich möchte es sehr robust haben und ein Kaugummigefühl wird mir auch nicht so liegen.

    So ähnlich habe ich am Anfang auch gedacht. Meine erste Hängematte war aus 2 Lagen 70D Nylon. Nach der ersten Tour habe ich eine leichtere Hängematte bestellt. Mittlerweile ziehe ich 1 Lage 70D vor, wenn ich die Hängematte schleppen muss. Aber ich schätze, jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen ;)

    Steht bei mir auch hoch im Kurs, aber doppellagig und ich hätte so gerne oliv, dark oliv. Werde bei Zeiten anfragen.

    70 D soll 1,9 oz sein?

    Nein, 70D ist nicht automatisch 1.9 oz/sqy. 70 Denier heißt, dass 9000 m des Fadens aus dem der Stoff gewebt ist 70 g wiegen. 1.9 oz heisst, dass ein Quadratyard 1.9 Unzen wiegt. Wie schwer der Stoff ist, hängt sowohl vom Fadengewicht als auch von der Webdichte ab. Die leichtesten 70D Hängematten-Stoffe haben 1.7 oz/sqy; die schwersten 2.4 oz/sqy. 1.9 oz/sqy sind aber die Norm.

    Aber was bitte ist der Unterschied zwischen Amsteel, Zing it und Lash it?

    Wenn ich google, ist Amsteel scheinbar 2,5 oder 2,6 mm dyneema und Zing it 1,75 mm. Lash it finde ich gar nicht. Aber es geht um die Schnur!

    Richtig. AmSteel ist das stärkste Seil, das auch für die Hängemattenaufhängung benutzt wird. Zing-It ist gelbe, orange oder rote 1.75 mm Schnur; Lash-It ist graue 1.75 mm Schnur. Viele nutzen Zing-It / Lash-It für die Tarp-Aufhängung und Abspannung.

    Wieso ist der Preis der Cinch Buckle ein Nachteil? Bei SLD ist es die günstigste Version.

    SLD verwendet günstige Stahl-Klemmschnallen, die vermutlich in die Continuous Loops eingespleißt werden. Die Dutch Beetle Buckles sind aus Titan und lassen sich einfach in die Continuous Loops der Hängematte einhaken.

    CONTINUOUS LOOPS:* Removable.

    Ok, aber was machen die?

    Die halten die Hängematte zusammen und werden mit der Aufhängung verbunden. Wie SLD das genau macht, weiß ich nicht. Ich bestelle meine Hängematten wenn möglich ohne, weil ich (selbst gespleißte) Mini Dog Bones vorziehe.

    Mh, was mir da fehlt (Videos) sind diese 4 Haken seitlich der Hängematte, die mann dann, 2 auf jeder Seite, nutzen kann um die Hängematte abzuspannen, damit sie nicht so wackelt, sage ich mal.

    Das sind die Tie-Outs, und die sind nicht gegen das Schaukeln sondern um das Netz vom Körper weg zu ziehen.

  • @Furbrain + @TreeGirl:

    Erneut danke für die wertvollen Tips. So langsam ergibt sich ein Bild, zumindest auf theoretischer Basis.

    Vielleicht finde ich irgendwo eine Trail Lair zum angucken?

    @Raffrix99 kann sicher berichten, wenn die Ware eintrudelt.

    D, ja, ich weiß, ich kenne mich mit Nylons aus. ;)

    Was den Stoff angeht bin ich nicht beratungsresistent; es ist ja noch nichts bestellt. Ich finde die Idee, die 12 Fuß Hängematte ganz evtl. zu zweit nutzen zu können charmant, da wären dann 400 lb gut. Egal, wir werden sehen.

    Ich muß erst einmal den Gewichtsunterschied zwischen einlagig 70 D (225 lb) und zweilagig 70 D (400lb) sowie zweilagig 1,6 oz (350 lb) kennen. Die Soffe halten sicher noch mehr aus (wenn ich so auf der Dutch Seite gucke - da gibt es auch einen Kalkulator für Stoff = Traglast, prima). Das erscheinen mir momentan 3 mögliche Versionen für mich. Und dann hat Raffrix99 die Hängematte ganz offensichtlich in einem 2,4 oz Stoff bestellt. Doch das könnte evtl. auch der 70 D Stoff sein.

    Daune hat das Problem mit Kompression, Kunstfaser eher weniger, aber auch. Wenn ich die Hängematte nutze, gehe ich auch davon aus, daß ich viele Tage bei permanent feuchter Witterung unterwegs bin, ohne trocknen zu können. Keine Daune, auch wegen der Tiere, aber auch hier, kommt Zeit kommr Rat. Toll, daß nichts an Daune reicht, auch nicht die beste Kunstfaster (Gewicht / Packmaß). Mein Schlafsack für die Tundra ist so groß wie ein sehr großer Tagesrucksack. :) Aber das ist ok, Daune wäre dort ein Fehler.

    Aber ich verstehe das schon richtig, daß ich mit dem SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?) 2 Fliegen mit einer Klappe schlage, da ich Aufhängung und Baumgurt in einem Teil habe? Die 2 "normalen" Stoffversionen von Dutch haben allerdings "nur" 300 bzw. 350 lb Belastungsgrenze, da würde ich die evtl. 400 lb der Hängematte leicht einschränken. Karabiner sind nicht das Problem, da würde ich eh meine nutzen, wenn ich welche benötige und die haben mind. 22 KN Bruchlast.

    Der Tip mit Dutch klingt gut, auch wenn ich noch gar nicht weiß wie groß da die Gewichtserspartnis sein kann. Es geht ja nur um die Metalldinger oder das Metallding, nicht um das Gurtband selbst. Ich nehme mal an, ich müßte nicht bei Dutch bestellen, da du dies auch in deinem Shop zum Kauf anbietest?

    Ich hatte mir überlegt, einfach selber 25 mm Polyester Rucksack-Gurtband zu kaufen. Das gibt es in diversen Farben und auch verschiedenen Stärken. Belastungsgrenze finde ich schon raus. Dutch und Co. benutzen auch nur normales Polyester. Mir reicht auch ein Achterknoten (ja, Bruchlastreduzierung), da brauche ich kein Metall, außer einen Karabiner. Mh, mal sehen. Ein wenig DIY ist doch ganz schön. Dyneema Gurtband ist zu dünn, mein Flachband vom Klettern (Polyamid) viel zu schwer und voluminös.

    8 Mal editiert, zuletzt von Werwolf (30. Juni 2020 um 11:05)

    • Offizieller Beitrag

    Ich finde die Idee, die 12 Fuß Hängematte ganz evtl. zu zweit nutzen zu können auch charmant, da wären dann auch 400 lb gut. Egal, wir werden sehen.

    Wenn du deinen Schlafplatz mit deiner besseren Hälfte nutzen willst, bleib beim Zelt - oder investiere in eine zweite Hängematte (die dann neben deiner hängt). Zwei Personen können nur in einer Hängematte schlafen, wenn sie dauerhaft gerne aneinander oder aufeinander gequetscht liegen. Für das gelegentliche, gemeinsame Abhängen würde ich mir eine besser geeignete Hängematte holen. Eine Campinghängematte mit Netz ist definitiv eine Einpersonenhängematte.

    Selbst wenn du 2 Lagen nur für diesen gelegentlichen Einsatzzweck bestellst: das Netz ist dann doch eher beengend und nicht für größere Belastungen ausgelegt.

    Aber ich verstehe das schon richtig, daß ich mit dem SUSPENSION TYPE:* (Cinch Buckle?) 2 Fliegen mit einer Klappe schlage, da ich Aufhängung und Baumgurt in einem Teil habe?

    Die Gurte sollten eigentlich dabei sein.

    Die 2 "normalen" Stoffversionen von Dutch haben allerdings "nur" 300 bzw. 350 lb Belastungsgrenze, da würde ich die evtl. 400 lb der Hängematte leicht einschränken.

    So langsam frage ich mich, was du mit der Hängematte vor hast. Hier gibt es viele Hängemattennutzer in deiner Gewichtsklasse (mit 105 kg bist du bei weitem nicht am oberen Ende), und ich habe noch nie von gerissenen Gurten gehört. Wenn du normale Gurte so belastest, dass die Gefahr besteht, dass sie reißen, solltest du deine Hängebäume sehr sorgfältig auswählen. Bei den Dutch Gurten hast du dir vermutlich eine UL-Version heraus gesucht, die ohnehin nicht mit Klemmschnallen funktioniert. Die Spider/Poly und Polyester Tree Straps von Dutch haben eine Bruchkraft von 1500 lbs / 680 kg. Mit einem 5-fachen Sicherheitsfaktor wäre die Kapazität also 136 kg. Aber wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kann ich dir 3000 Pound Gurtband anbieten. Dann hättest du die doppelte Kapazität. Das dürfte aber eher der mentalen Beruhigung dienen als den realen Bedingungen entsprechen.

    Ich nehme mal an, ich müßte nicht bei Dutch bestellen, da du dies auch in deinem Shop zum Kauf anbietest?

    Ich versuche sie auf Lager zu halten, ja.

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