Oops, wohl eher nicht... ,🙄
https://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/besucherinform…eiuebernachten/
Oops, wohl eher nicht... ,🙄
https://www.nationalpark-saechsische-schweiz.de/besucherinform…eiuebernachten/
in staatlich betriebenen Nationalparks
... der Schweiz ist selbst das Verlassen der Wege strengstens verboten. (Wir haben nur einen Nationalpark, aber diverse Schutzgebiete.)
Ansonsten ist das Übernachten in den Schweizer Alpen über der Waldgrenze meistens unproblematisch. Man sollte einfach die Schutzgebiete und die Gebiete mit Alpbewirtschaftung meiden.
In Frankreich wird das Biwakieren in der Kernzone oft akzeptiert, wenn man zu Fuss weiter als eine Stunde von der Grenze entfernt ist (z.B. Pyrenäen). Es gibt aber in einigen Gebieten auch strengere Regeln mit vollständigem Übernachtungsverbot im Freien (z.B. regionaler Naturpark Haut-Jura, EDIT: Regeln sind strenger, aber es ist eingeschränkt möglich, siehe unten).
Da sollte mir Mal wieder bewusst werden, wie gut ich es hier habe...
In der Schweiz ist das Übernachten im Wald aus meiner Sicht kein Problem. Man kann dabei zwei unterschiedliche Strategien verfolgen:
Strategie 2 habe ich auch gelegentlich genutzt. Ich suche mir dazu eine Infrastruktur, die eine gewisse Distanz zur nächsten Siedlung aufweist und nutze sie bis zum Eindunkeln als Wanderer. Am Morgen habe ich mich bereits wieder in einen Wanderer zurückverwandelt, bevor die ersten Leute vorbeikommen könnten.
Bei uns gibt es diverse offizielle Grillplätze. Meines Wissens gibt es dort keine zeitliche Beschränkung. Wichtig ist einfach, keinen Lärm zu machen und seine Abfälle und andere Hinterlassenschaften korrekt zu entsorgen. Oft sind solche Plätze sogar mit Abfalleimern ausgestattet. Der Umstand, dass es sich um einen Grillplatz handelt, bedeutet im Übrigen ja nicht, dass man dort unbedingt Feuer machen muss. Mir ist das meistens zu aufwändig und ich ziehe unnötig die Aufmerksamkeit auf mich.
Die Zeitschrift «Schweizer Familie» hat gegen 600 Grillplätze in der ganzen Deutschschweiz eingerichtet. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere solcher Plätze, die von Gemeinden zur Verfügung gestellt werden, auch in den anderen Landesteilen. Wenn die sich nicht in einem Naturschutzgebiet oder in unmittelbarer Nähe von Siedlungen befinden, kann man die theoretisch auch mal für eine Übernachtung nutzen. Ruhiges, unaufdringliches Verhalten, Ordentlichkeit und Rücksichtnahme sind natürlich das A und O. Ich würde darauf achten, dass das Übernachten selbst nicht gesehen wird. Offiziell nutzt man bloss die Tische und Bänke für eine Rast, sei es am Abend oder am Morgen.
Es gibt aber in einigen Gebieten auch strengere Regeln mit vollständigem Übernachtungsverbot im Freien (z.B. regionaler Naturpark Haut-Jura).
Das habe ich anders in Erinnerung : Biwak ist dort erlaubt, von 19h bis 9h für eine einzige Nacht und nur bis max. 20m Abstand vom Weg und ausserhalb von Weiden mit Tieren.
Das habe ich anders in Erinnerung : Biwak ist dort erlaubt, von 19h bis 9h für eine einzige Nacht und nur bis max. 20m Abstand vom Weg und ausserhalb von Weiden mit Tieren.
Ich war letzten Sommer oben und habe das aus meiner Erinnerung. Ich kläre das noch ab...
Zitat von https://randonature.parc-haut-jura.fr/informations/conseils-aux-randonneurs/le bivouac est autorisé :
- sans abri (sauf en cas de nécessité absolue : conditions météorologiques et sécurité de la personne notamment)
- de 19h00 le soir à 9h00 le matin
- pour une seule et unique nuitée
- à une distance maximale de vingt mètres des sentiers balisés autorisés
- en dehors des alpages occupés par le bétail
Le bivouac est donc conseillé à proximité des refuges et chalets ouverts aux itinérants, soit : la Loge, le Gralet, la Poutouille, le chalet du Sac, le chalet Bizot
Vielen Dank fürs Raussuchen. Ich hatte es nicht gefunden. Zu Deutsch:
Das Biwak ist zugelassen:
Das Biwak wird daher in der Nähe der Schutzhütten und Chalets empfohlen, die den Wanderern offen stehen, d.h.: la Loge, le Gralet, la Poutouille, le chalet du Sac, le chalet Bizot
*Die Frage ist, wie das »sans abri« zu verstehen ist. Ich übersetze das als «ohne Zelt, Tarp oder Regenschutz». Man soll zudem die Nähe der vorhandenen Unterkünfte aufsuchen, vermutlich um die Störung der Natur so gering wie möglich zu halten.
Ich bin jedenfalls sehr dankbar für deine Information, Womble. Ich hätte sonst meinen Plan, dort mal den ganzen Weg über die Krete von St-Cergue bis Bellegarde-sur-Valserine zu Fuss zurückzulegen, ohne in den Hütten übernachten zu müssen, schon fast aufgegeben.
Ich hatte das letzten Sommer versuchen wollen, hatte dann aber unsicheres Wetter und wegen diverser technischer Probleme Karten nur als PDF-Dokumente auf dem Smartphone und zu allem Überfluss noch ein ausgeschaltetes Roaming, das ich von unterwegs nicht mehr einschalten konnte, weil der Mobilfunkanbieter ohne jegliche Mitteilung an die Kunden die Bedienung über Codes abgeschaltet hatte. Aber das ist eine andere Geschichte. Ohne Mobilfunknetz und mit unsicherer Akkulaufzeit wollte ich dann keine Risiken eingehen und bin nach Géx runter. Man hat dort oben eine wunderbare Aussicht, ist aber auch sehr exponiert.
Auf meine Aussage, dass das Biwakieren nicht erlaubt sei, bin ich übrigens aufgrund der folgenden Plakate gekommen (nur der entsprechende Ausschnitt), die mich diesbezüglich entmutigt hatten:
Es gibt Unterkünfte für die Wanderer, die man nutzen soll, um die Störung von Fauna und die Umweltverschmutzung zu begrenzen.
Man soll die Wege nicht verlassen.
Ich habe nirgends ein Schild gesehen, das auf das Biwakieren hingewiesen hätte.
In den Pyrenäen war das Biwakieren auf grossen Informationstafeln an den Zugängen zum Park geregelt:
Biwak ist dort zwischen 19 und 9 Uhr erlaubt, wenn man über eine Stunde von der Grenze des Naturparks und der nächsten Zubringerstrasse entfernt ist.
Waldläufer70 - ich glaube ich hatte es schon einmal erwähnt, aber wenn du in die Gegend kommst, sag "Bescheid". Vielleicht können wir ein paar Meter zusammen wandern (es sei denn, du suchst die absolute Abgeschiedenheit bei deinen Tourneen), oder du kommst auf einen Outdoor-Kaffee bei mir vorbei ![]()
Ja, du hattest es erwähnt und ich hatte es im Hinterkopf. Du wohnst ja nur einen (weiten) Steinwurf von La Dôle entfernt, hattest du glaube ich, geschrieben. Danke für die Einladung. Kaffee und allenfalls gemeinsame Schritte klingen gut. ![]()
PS: Habe ich "abri" aus deiner Sicht richtig gedeutet?
Hier findet man auch noch ein paar interessante Informationen zum Wildcampen in Deutschland – mit einer Liste der Bundesländer.
Stefan Hauser, könntest du bitte noch ein paar Tags mehr vergeben. Unter dem Tag «Abhängen in Deutschland» würde ich diesen Faden niemals wiederfinden. Du könntest z.B. «Jedermannsrecht» als Tag setzen. Vielleicht auch «Abhängen ohne Jedermannsrecht». Thematisch sind wir ja schon lange über Deutschland hinaus am Diskutieren. Vielleicht haben andere noch Vorschläge für Tags.
Den Faden finde ich übrigens ganz toll, weil er uns ermutigt und Möglichkeiten aufzeigt, wie wir auch ohne ein Jedermannsrecht nach nordischem Vorbild Wege finden können, raus in die Natur zu gehen.
Füge demnächst mal paar Quellen ein, wie das in Finnland gehandhabt wird. Falls das schon vor mir jemand getan hat, dann als Erinnerung bzw Bereicherung. Hier die erste, grob zusammengefasst:
https://www.arktisetaromit.fi/de/jedermannsrecht/
...paar mehr Details, was man darf und was nicht...
...und der Gesetzestext auf Englisch. Bei mir öffnete sich das PDF nicht, ich hoffe das ist bloß mein Smartphone Browser...
https://www.ym.fi/en-US/Latest_N…in_Finland(4484)
An einer Stelle hatte ich auch ein Trainingsmaterial für die finnische Polizei gefunden. Das wäre ja auch lustig hier zu posten, leider aber nur suomeksi... ![]()
Erneut Urlauber beim Wild-Camping im Pfälzerwald erwischt
Da die offiziellen Campingplätze alle voll sind, stehen die jetzt halt auf irgendwelchen Parkplätzen im Wald.
Dort sind natürlich keine Toiletten, Mülleimer oder Entsorgungsstellen für die Chemietoilette.
Die widerlichen Folgen müsst Ihr Euch selbst ausmalen ![]()
Nun ja, in skandinavischen Ländern geht auch das unter Jedermannsrecht: für eine Nacht geht fast überall, wenn man nicht gerade seine Campingstühle rausholt oder direkt jemandem vor der Nase parkt, und natürlich nimmt man seinen Müll und seine K...e wieder mit. Jedem Tierchen sein Pläsierchen...
Erneut Urlauber beim Wild-Camping im Pfälzerwald erwischt
Da die offiziellen Campingplätze alle voll sind, stehen die jetzt halt auf irgendwelchen Parkplätzen im Wald.
Dort sind natürlich keine Toiletten, Mülleimer oder Entsorgungsstellen für die Chemietoilette.
Die widerlichen Folgen müsst Ihr Euch selbst ausmalen
Hm, im Artikel ist aber von Wohnmobilen die Rede. Die benutzen im Allgemeinen ihre eigene Toilette, und müssen Toilette und Abwassertanks nicht jeden Tag leeren. Ich halte es für zweifelhaft, dass es in diesem Fall widerliche Folgen gab. Das ist eher ein Problem beim Autocamping. Wohnmobile dürfen an vielen Stellen sogar "freistehen". Nur eben nicht im Naturpark Pfälzerwald.
Letztes Wochenende habe ich in unterhalb einer Burg ca. 10 "Mobile" auf einem kleinen Parkplatz am Waldrand angetroffen. Die Hälfte Wohnmobile, die andere Hälfte VW-Busse.
Ich halte es für zweifelhaft, dass es in diesem Fall widerliche Folgen gab.
Nächstes mal mache ich Fotos von Parkplatz und Umgebung.
Die Hauptmotive im Unterholz rund um die Parkplätze sind übrigens: Tempos mit braunen Rallystreifen und Bierflaschen.
Eine Chemietoilette sollte nach 3 Tagen geleert werden, sonst wird es unangenehm. Dazu müsse man aber einige Kilometer fahren. Und wenn man zurück kommt, ist ja evtl. der schöne Stellplatz weg. Do the math ...
Wir sind hier in einem Forum, in dem über die Breite von Treehuggern diskutiert wird, um die Bäume nicht zu schädigen. Da draußen gibt es aber auch Menschen, die Bauschutt, Farbeimer und Altöl in den Wald kippen, weil der Weg zur Müllkippe zu weit ist oder die Kosten zu hoch.
Wir hatten jetzt gerade mal ein paar schöne Wochenenden im Frühling. Ich habe einfach Angst, was - dank Corona - in den Sommerferien hier los sein wird.
P.S.
Nein, ich hasse nicht alle Wohnmobilisten, sondern nur die 10% <Körperöffnung (plural) einfügen>, die sich einfach nicht benehmen können.
Ein paar Beispiele:
Der Mensch schützt nur, was er liebt. Die Natur als Naherholungsgebiet zu nutzen, funktioniert auch ohne Liebe zur Natur ganz gut. Leider. Ich habe vermutlich auch irgendwo meine blinden Flecken...
Jedermannsrecht scheint für viele zu bedeuten: Jeder hat das Recht, seinen Abfall liegen zu lassen.
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