Selbstgemachte Spleißnadeln

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  • Hallöchen alle zusammen,

    da ich mal wieder am Spleißen bin (ich mache gerade Evo-Schäkel), brauchte ich jetzt mal eine gute Spleißnadel. Die kann man natürlich kaufen - oder selber machen! Ich bin ein Fan vom Zweiteren. Also kurz 2 verschiedene Drähte gesucht, ein 2,5 mm² Kupferdraht (fast ein bisschen dick, 1,5 mm² wäre besser), und einen Blumendraht. Zwei Griffe aus Eiche gedrechselt, und schon ist das Werkzeug fertig! Funktioniert prima für 3 mm Dyneema!

  • Ich habe eine umgebogene GItarrensaite (hohes E oder H) in einen Holzgriff eingeleimt, in den ich zuvor ein 1mm dickes Loch gebohrt hatte. Die etwas aufgerauten Saitenenden halten mit ein paar Tropfen Araldit sehr gut:

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    Dieses Werkzeug eignet sich sehr gut für dünne Leinen aus Dyneema (ca. 1,5mm bis 2mm). Für dickeres verwende ich meistens 1mm dicken Draht, den ich ebenfalls umbiege, die Enden aber einfach etwas verdrehe und dann als Handgriff wie beim Griff eines Regenschirms umbiege.

  • Fagorian

    Die meiner Meinung nach bestenSpleissnadeln sind D-SPLICER für kleine Querschnitte und SELMA für etwas größere.

    Die Selma sind leider durch nichts zu ersetzen. Schon vieles probiert.

    Bei D-Splicer sieht das anders aus.;)

    Meine Tools sehen dann so aus:

    Zur Reserve habe ich die nächsten Nadeln in Vorbereitung:


    Als Dyneema Querschnitte sind hier zu sehen:

    Grün/Rot = 0,85 mm -> 120daN

    Weiß = 1,75 mm -> 300daN

    Spleissnadel-Querschnitte:

    1 = 0,5mm

    2 = 0,8mm

    3 = 1,0mm

    5 = 1,2mm

    6 = 1,5mm

    Material: Federstahldraht, Gibt es bei Conrad! ;) Artikelnummer: 23810x

    Das *X* steht für die Endziffer je nach Querschnitt den man braucht.

    Viel Spaß damit

    VG


    PS, vielleicht kann mir mal einer helfen:

    Es gibt von D-SPLICER noch einen "Softsplicer". Der Funktioniert wie eine WhoopySling.

    Was ich suche ist ein Dyneema Hohlmantel-Geflecht, eng geflochten, das sich am offenen Ende nicht selber auseinander flechtet. Keine Ahnung wie ich das genauer beschreiben soll. :/

  • Vermelzen der Faserenden geht bei Dyneema leider nicht so wie ich es bräuchte.

    Problem:

    Dyneema geht sofort auseinander bzw. quillt auf wie ein Pilz, sobald man den Brenner dranhält.

    Dadurch wäre die eigentliche Funktion von dem Dyneema-Hohlmantelgeflecht nicht mehr gegeben.

    Das Geflecht soll in-sich eine Leine aufnehmen, eng umspannen, fixieren und dann schön eng durch eine Seilmantel durchgleiten.

    In logischer Konsequenz müsste es vielleicht, anstatt einem Dyneema-Hohlgeflecht, eher ein Polypropylen-Hohlgeflecht sein.

    Der Schmilzt, wird flüssig und könnte glatt gestrichen werden. :/

    Worst-Case, wenn ich keine DIY-Lösung finde muss ich mir das Original kaufen. X/

    Trotzdem vielen Dank für den Vorschlag

    VG

  • Rückspleiß, habe ich noch noch nicht versucht! :/

    Den Rückspleiss müsste ich wahrscheinlich dann jedesmal neu machen, nachdem in das Dyneema-Hohlgeflecht als sogenannten "Zugdraht" verwendet habe.

    Danke für den Tip!

  • Noch eine Ergänzung zu den DIY Spleißnadeln,

    Spleißnadeln aus Federstahl eines namhaften Elektronikhändlers.

    Um den Federstahl mit diversen Querschnitten zu bearbeiten, benötigt man geeignetes Werkzeug.

    Meine Lösung sieht so aus:

    Werkzeug:

    Schneidbrett mit eingelassenem Magneten

    Feuerzeug-Brenner, mit eingeklebter Unterleg-Scheibe auf der Unterseite.

    Das Loch in der U-Scheibe ermöglicht das Wiederauffüllen des Brenners.

    Diese Feuerzeug-Brenner liegen i.d.R. im Baumarkt an der Kasse. ;)


    Federstahl:

    Der Federstahl muss vor dem Biegen erhitzt werden und während dem Biegen konstant auf Temperatur gehalten werden.

    Je höher die Temperatur im Stahl, umso kleiner wird der Biege-Radius.

    Ist die Temperatur zu niedrig, bricht der Stahl. Und ihr müsst von vorne anfangen.


    Spleißnadeln:

    So sollte es nach dem Biegen ungefähr aussehen. Ich habe mehrere Federstähle zerstört bevor ich es so hinbekommen haben.

    Hier gilt, Übung macht den Meister.

    btw: Der Federstahl sollte nach dem Biegen langsam abkühlen, nicht mit Wasser abschrecken.

    Vorteile:

    Eine abgerundete Spitze erleichtert extrem das Einführen in das Seil-Geflecht.

    Die Nadel sucht sich den Weg durch das Dyneema fast von selbst.

    Kein Verhaken, keine ausgerissenen oder zerfransten Dyneema-Fasern, egal ob das Material 8-Stränge, oder 12-Stränge hat.


    Welcher Federstahl-Querschnitt für welchen Dyneema-Durchmesser:

    Federstahl mit 0,8mm Durchmesser, hält ein Dyeema-Geflecht mit 1,75mm sehr sicher und problemlos.


    Federstahl mit 0,8mm Durchmesser, läuft problemlos durch ein Dyneema-Geflecht mit 1,75mm.

    Kein Verhaken, kein seitliches Rausstechen, einfaches und schnelles Arbeiten.


    Was ich noch jedem wärmstens Empfehlen kann, der das Spleißen vertiefen möchte:

    Spleißnadeln (FIDS) von SELMA - SPLICE-FIDS

    SELMA stellt Spleiß-Fids aus poliertem Edelstahl her. Ihre Form (abgeschrägte Spitze und Ende, kleiner Haken am Ende) ermöglichen eine Vielzahl von Möglichkeiten. Diese Spleiß-Fids sind sehr glatt, dünnwandig und gleiten problemlos durch Dyneema-Hohlgeflechte durch.

    Leider ist die kleinste Größe dieser SELMA-FIDS (Größe: 4mm) erst ab einem Seil-Durchmesser von 3mm mit allen Möglichkeiten voll einsetzbar.

    Bei kleineren Seil-Durchmessern kann man den SELMA-FID (4mm) jedoch wunderbar als Helfer einsetzen,

    um diverse Stopperknoten zu knoten.


    Hier noch ein interessantes Spleiß-Videos, wo diese Werkzeuge eingesetzt werden.

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    Das Video könnte für den/die Eine(n) oder Andere(n) interessant sein, für z.B. eine Whoopy-Sling.


    Viel Spaß damit, hoffe ich konnte hilfreiche Tipps geben.

  • Zum spleißen verwende ich den Draht aus einem Spiralblock / Collegeblock. Ich hatte damals nichts anderes zuhause. Das funktioniert, auch aufgrund der Länge des Drahts, den man sich um die Hand wickeln kann, sehr gut. Bis heute habe ich den Draht durch nichts anderes ersetzt und einiges damit gespleißt.

    • Offizieller Beitrag

    Ushi - die selbstgebogenen Spleißnadeln sehen gut aus! Wie kriegst du die schöne Biegung hin? Biegst du den Federstahl um irgendwas herum? Und wozu brauchst du das Schneidbrett mit eingelassenem Magneten? Den Vorgang habe ich nicht so richtig verstanden.

    Für 7/64" und 1/8" AmSteel bin ich mit dem kleinsten D-Splicer sehr zufrieden. Dessen Drähte sind 1mm dick. Aber leider zu dick für das 1.75mm Zing-It / Lash-It. Der 0,5mm Draht sieht aber aus, als könnte er passen. Wieder ein neues Projekt. * sigh *

  • Hammock Fairy

    Der Federstahl biegt sich von selber auf seinen kleinsten Radius. Er muss nur heiss genug sein (rot glühend).

    Während dem Biegen muss der Stahl weiter erhitzt werden, sonst bricht er.

    Das Brett mit dem Magnet ist die Halterung für den Brenner.

    Damit der Brenner hält musste ich eine Metall-Unterlegscheibe am Boden einkleben, mit Heißkleber.

    Auftanken mit Feuerzeuggas geht weiterhin, durch das Loch in der Unterlagscheibe.

    Und der Brenner steht jetzt sehr sicher auf dem Brett. Auch bei heftigem Seegang! :)


    D-Splicer:

    Das sind meiner Meinung nach wirklich die Besten auf dem Markt, aber die DIY-Lösung kommt da nahe dran.

    Für die 1,75mm Dyneema-Leinen reicht dir der 0,8mm Federstahldraht, geht super. Promised!

    Der 0,5mm Draht ist zu klein für 1,75mm Dyneema, das würde den Stahl sprengen an der Biegung.

    Den 0,5mm Draht nehme ich für Dyneema-Lenkdrachen-Leinen.

    Die sind bei mir 0,85mm dick.

    Btw: ... wobei das sind auch richtig geile Abspannleinen, halten bis ca. 130kg.

  • Dessen Drähte sind 1mm dick. Aber leider zu dick für das 1.75mm Zing-It / Lash-It.

    Ich spleiße des Zing-It immer mit der 1 mm Nadel von Dutch. Das funktioniert perfekt. Mit der gleichen Nadel spleiße ich auch ohne jedes Problem die 1 mm-Schnüre von Kanirope. Ich will hier niemandem den Spaß am Spleißnadel-Herstellen vermiesen, weil das ja für manchen auch ein schönes Hobby ist. Aber um perfekte Spleiße herzustellen brauche ich die einfach nicht.

    • Offizieller Beitrag

    Für die 1,75mm Dyneema-Leinen reicht dir der 0,8mm Federstahldraht, geht super. Promised!


    Der 0,5mm Draht ist zu klein für 1,75mm Dyneema, das würde den Stahl sprengen an der Biegung.

    Hm, ich verwende dafür derzeit eine Spleißnadel mit 0,01mm Drähten... Das funktioniert ganz gut, und wenn man die Drähte nicht nahe an der Spitze biegt, kann man lange spleißen bevor sich der Draht verabschiedet. Mich stört aber die feine Spitze, mit der man aufpassen muss, keine Fasern zu splitten. Und gegen etwas weniger Flexibilität hätte ich auch nichts. Muss mal mit dem Federstahl experimentieren.

    • Offizieller Beitrag

    Ich spleiße des Zing-It immer mit der 1 mm Nadel von Dutch. Das funktioniert perfekt. Mit der gleichen Nadel spleiße ich auch ohne jedes Problem die 1 mm-Schnüre von Kanirope. Ich will hier niemandem den Spaß am Spleißnadel-Herstellen vermiesen, weil das ja für manchen auch ein schönes Hobby ist. Aber um perfekte Spleiße herzustellen brauche ich die einfach nicht.

    Das hattest du mir mal erzählt, und ich habe es deshalb auch ausprobiert. Aber mir ist die Nadel zu grob und zu kurz für längere Burys. Ich habe sogar extra 15cm lange, dünne Nadeln bestellt - aber ich verliere die Enden auch ständig im Bury. Nadeln benutze ich deshalb nur zum Stränge teilen etc.

    Im Übrigen komme ich auch mit Wendenadeln nicht zurecht. Am besten geht es wirklich mit langen, gebogenen Drähten wie dem D-Splicer. Wenn es den nochmal eine Nummer dünner geben würde, wäre ich wunschlos glücklich.

    • Offizieller Beitrag

    Ushi - kennst du die Marlow Kiteline Splicing Needle? Ich konnte nicht viel über die Maße heraus finden, und bin immer noch am schwanken ob ich soviel Geld springen lassen sollte. Wenn sie das Spleißen von 1.75mm Schnüren erleichtert, wäre sie mir das Geld Wert. Ich verbringe doch einige Stunden mit Spleißen.

  • Hammock Fairy

    Die Spleissnadel von Marlow kannte ich nicht bisher. Die gibt es noch nicht so lange, glaube ich.

    Über Maße habe ich auch nichts rausgefunden. Videos auf YT, habe ich jetzt auch keine gefunden. Klingt aber interessant.

    Vor 10 Jahren gab es sowas überhaupt nicht für dünne Kitelines, deshalb musste ich mir selber etwas einfallen lassen.

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