Wow, Gratulation zu deinem Tarp und vielen Dank für die ausführliche Vorstellung! Ist wirklich toll geworden👍
Mein DIY-Wintertarp "Sunny Cloud"
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Wow, vielen Dank für die Vorstellung Furbrain , das sieht richtig super aus.
Ich bin vor längerem dazu übergegangen (#13), auch an den Abspannpunkten nur Tarpstoff zu verarbeiten und finde, dass sich das nicht nur am einfachsten verarbeitet, sondern auch die leichtgewichtigste und haltbarste Lösung darstellt, weil Tarpmaterial und Schlaufenmaterial gleiche Belastbarkeit aufweisen und so zusammen flexen können. Zudem ist es ästhetisch schlicht, aber darüber kann man natürlich streiten.
Das ist eine super Idee, auch wenn sie zeitaufwendiger ist. Reicht die Steifheit des Stoffes denn aus oder legt sich bei seitlicher Belastung sofort in Falten und rutscht in die Ecke des Line Locks?
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Wenn man die Schlaufe im richtigen Winkel annäht, verrutscht da nichts.
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Mega Cool. Irgendwann trau ich mich auch noch mal an ein Tarp

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Es ist eigentlich nicht schwierig, ein Tarp zu nähen. D.h. es wäre eigentlich nicht schwierig. Zwei Dinge empfand ich jeweils als Hürden, die es zu meistern galt:
- dass silikonisierte Stoffe dermassen rutschig sind
- dass man mit sehr langen Stoffbahnen arbeitet
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- Offizieller Beitrag
Mein Hauptproblem beim Tarpbau ist, dass ich keinen trockenen / sauberen / glatten Platz habe, eine Tarpbahn auszulegen um die Form anzeichnen zu können. Und leider kenne ich niemanden, der Zugang zu einer Turnhalle hat...

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Ja, der Platzbedarf kommt noch dazu. Ich habe mein erstes in einem Nähstudio machen dürfen, wo ich eine ausreichende Zahl von Tischen zusammenrücken konnte. Diese Tische waren aber dermassen rutschig, dass das nicht nur eine Erleichterung war. Das zweite Tarp habe ich zuhause auf dem Parkett abgemessen. Die rechten Winkel der einzelnen Holzplättchen erwiesen sich dabei als sehr hilfreich. Am Boden kann das Tarp auch nirgends hinrutschen. (Leider fällt mir die Arbeit am Boden heute nicht mehr so leicht wie früher.)
Bei beiden oben erwähnten Problemen hilft es, die Stoffbahnen fürs Nähen so auf dem Tisch auszubreiten, dass sie immer aus der exakt gewünschten Richtung unter den Nähfuss kommen.
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Ha ha, ich muss auch immer unser komplettes Wohnzimmer ummöblieren um das Tarp zurecht zu schneiden. Sobald aber der lästige Zuschnitt und das zusammenklammern der beiden Hälften, alles am Boden, bewältigt sind geht es. Mir steht leider auch nur ein viel zu kleiner Esstisch zur Verfügung. Die eine Hälfte hängt dann immer über der Tischkante am Boden. Aber wenn man mit der einen Hand hinter der Nadel und mit der anderen vor der Nadel ordentlich führt geht das. Furbrain , tolles Tarp!
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Das korrekte Verhältnis zwischen Stoffbahnbreite und Flügeltür-Maße bekommt man wohl nur, wenn man dafür je nach Stoffbreite für die Berechnung der Winkel die Anleitung von Jellyfish nutzt. Sowohl Dutch als auch RBTR arbeiten allerdings mit absoluten Werten/Maßen in ihren Anleitungen. Bin aber zu blöd für höhere Mathematik und habe die Maße dumpf abgeschreiben, d. h. die Maße von RTBR weitestgehend übernommen, obwohl meine Stoffbahnen schon vor dem Säumen etwas schmaler waren.
Die Anleitung von Jellyfish und die Formel von Black Cat sind für ein simples Hex ohne Türen, wie könnten die hilfreich sein?
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- Offizieller Beitrag
Du hast unter Umständen recht mit deiner Vermutung pragmatiker , dass die Anleitung von Jellyfish nur für Hextarps ohne Türen hilfreich ist. Ich hatte, nachdem ich mein Tarp genäht habe, nur noch flüchtig draufgeschaut, da ich ja schon vor meinen geschaffenen Tatsachen saß.
Meine Vermutung ist, dass man durch die bei Jellyfish gegebenen Formeln für den Winkel B (60°) von der Ridgeline zur Bodenseite und die damit definierten Längen a (bei Jellyfisch der zu entfernende Stoffteil) und b (die Stoffbahnbreite) in Kombination mit der Anleitung von RBTR (dort hat ein Türflügel bei einer Stoffbahnbreite von 60'' eine Länge von 44'') die entsprechenden Werte für eine Stoffbahnbreite von 150 cm ableiten kann und somit auch die korrekte Relation für die Maße der Flügeltüren.
Bin aber kein Mathematiker (und war in Mathe immer schlecht
). Vielleicht kann jemand anderes einschätzen, ob meine Gedanken dazu etwas taugen ... -
Man kann aus der Stoffbreite des fertigen Produktes berechnen, wie lange die Ridgeline wird, wenn das fertige Tarp ein exakt gleichseitiges Sechseck werden soll.
Firstlänge = 2 * Stoffbreite / sin (60°)
Aus meiner Sicht geht es bei der Berechnung der Türen um die Frage, ob man die Türen zum Verschliessen direkt an der gegenüberliegenden Seite einhängen können möchte, ohne dass die Türen im Wind flattern (so wie hier gezeigt). – Wenn man die Türen zum Boden hin abspannen will, kann man sich die meisten Überlegungen sparen.
Entscheidend, wenn man so abspannen möchte, wie im Link gezeigt, sind die folgenden Aspekte:
- Wie weit sind die Abspannpunkte vom Ende der Firstlinie nach innen versetzt? (Winkel)
- Wie flach spannt man das Tarp höchstens ab? (Winkel der minimalen Dachneigung)
Aus diesen Parametern kann man sich die mindestens nötige Abschrägung der Türen aus der Horizontalen nach oben berechnen. Wie das geht? – Da müsste ich ziemlich lange nachdenken... Mache ich jetzt nicht.
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- Offizieller Beitrag
Man liest immer wieder, dass ein Wintertarp bezüglich Wetterschutz aufgrund der Türen etwas kürzer sein darf als ein einfaches Hextarp. Vielleicht ist das der Grund, warum RBTR die Ridgelinelänge reduziert hat. Das von dir auf die Grafik draufgelegte rosa Kreismaß legt zumindest so etwas nahe, da beide Ridgeline-Punkte etwa gleichmäßig "nach innen gerutscht sind" ... Nach welchen Kriterien sie allerdings die Türen bemessen haben, bleibt mir schleierhaft

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Ich denke, dass nur ganz wenige Hex-Tarps ein gleichseitiges Sechseck sind. Aber auch ich habe schon öfters gelesen, dass ein Tarp mit Türen etwas kürzer sein darf wie eines ohne.
Ich habe heute im Wald in der Hängematte nochmals über die Türen nachgedacht (in der Hängematte geht so etwas oft am besten). Die Sache ist gar nicht so komplex, wie ich zuerst dachte.
Hier ein Bild, das ich aus dem Internet geklaut und etwas bearbeitet habe:
Ich habe quasi ein unregelmässiges Tetraeder eingezeichnet, betrachte das Tetraeder sozusagen als «Anbau» an ein simples rechteckiges Tarp.
Es gibt verschiedene Herangehensweisen. Ich schildere mal eine Möglichkeit, habe aber extra alle Seiten und Winkel mit einem Buchstaben versehen, so dass man sich besser verständigen kann:
- Die Seite b ergibt sich aus der Breite der Stoff- oder DCF-Bahn.
- Nun sollte man sich überlegen, welche Distanz d zwischen den Abspannpunkten man maximal haben möchte. (Die Türen überlappen sich dann – anders als im Bild – nicht.)
- Weiter sollte man entscheiden, welche Form das Tarp haben soll: Wie lang soll der «Anbau» a werden?
- Die Schräge s kann man dann messen oder berechnen: s = b / cos β oder b / sin α
- Den Winkel γ kann man aus der halben Distanz von d (d1 = d2) berechnen: γ = arcsin (d1/s)
- Den Winkel δ kann man ebenfalls ausrechnen: δ = arccos (d1/s). Mit diesem Winkel flattert die Türe aber bei der maximalen Distanz, die man oben gewählt hat. Man kann den Winkel δ nun nach Gutdünken etwas kleiner wählen oder für den Winkel δ übernehmen, was man für den Winkel γ berechnet hat; dann hat man als Türe ein gleichseitiges Dreieck. Je spitzer man den Winkel δ wählt, desto mehr kommt man von der Form der Türen her in Richtung Minifly/Thunderfly/Mountainfly von Warbonnet.
Die hier aufgelisteten Überlegungen sind – wie gesagt – nur wichtig, wenn man die Türen bei der Tarpabspannung auf der gegenüberliegenden Seite einhängen können möchte, ohne dass die Türen dann im Wind flattern, so wie Jason/Frozen das hier zeigt. Wenn man die Türen separat abspannen möchte, spielt das alles keine grosse Rolle.
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- Offizieller Beitrag
Danke für die grafische Aufarbeitung der Winkel und Seiten, Waldläufer70
Gerade gestern habe ich einen relativ neuen Beitrag von Jason/Frozen auf YouTube gesehen (siehe unten). In diesem packt er ein neues DCF-Tarp aus, das nach seinem Feedback aufgrund der gesammelten Erfahrungen auf dem AT designt wurde. Nichts weltbewegend neues ist zu sehen, allerdings geht er explizit noch einmal auf die Türen ein, die bei seinem alten Tarp bei schlechtem Wetter wohl zu sehr geflattert haben.Externer Inhalt www.youtube.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.Jasons Quintessenz ist – grob gesagt – dass er es besser findet, wenn sich die beiden Türflügel überlappen, um so ein Flattern und entweichende Wärme durch Windzug zu vermeiden (also die Längen d1 und d2). Des weiteren hatte er wohl Probleme mit Spritzwasser, das von den Seiten bei Wind gegen seine Hängematte gekommen ist, was er auch mit dem neuen Tarpdesign in den Griff bekommen will.
Eine intensivere Beschäftigung mit den Winkeln und Seitenlängen der Türflügel könnte durchaus sinnvoll sein, wenn man diese auf jeden Fall überlappen lassen will – so wie Jason/Frozen und ich. Bei mir war es quasi Glück bei der Übernahme der Werte von RBTR auf die 150cm Stoffbahn. Wobei ich – wie bereits oben beschrieben – meine Abspannung der Türen jetzt direkt an den gegenüberliegenden Heringen vornehmen muss, um sie straff abzuspannen. Jason/Frozen kann das an den seitlichen Pull-Outs seines Tarps machen, was natürlich bei Bedarf schneller wieder zu lösen ist als meine Befestigung am Hering selbst. Wenn ich die Türen bei meinem Tarp weiter oben direkt an den Pull-Outs einhaken will, verliert das Material an Spannung und wellt sich, so dass die Türen wieder anfangen zu flattern und Wind durchkommt. Da kommt es wohl darauf an wie der Winkel δ gewählt wird.
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Ein spannender Beitrag von Jason/Frozen! Vielen Dank für den Link!
Auch beim neuen Tarp von AF ist der Winkel δ, um bei meiner Nomenklatur von oben zu bleiben, relativ gross bemessen. So wie Jason es im Video aufgebaut hat, dürften die sich überlappenden senkrechten Kanten des Tarps relativ lose sein. Das macht aber bei der Überlappung vielleicht gar nichts aus und funktioniert dennoch gut. Zudem reichen die Türen so natürlich recht weit nach unten.
Ich hatte oben geschrieben, dass man sich überlegen sollte, welche Distanz d zwischen den Abspannpunkten man maximal haben möchte. Die Idee ist, diese Distanz gross genug zu wählen: Dann hat man genug Spielraum, das Tarp bei Regen oder Sturm etwas steiler abspannen zu können, so dass sich die Türen eben überlappen. Ich hatte da quasi intuitiv bereits den Gedanken von Jason/LiteAF mit in meine Überlegungen eingeschlossen. Wenn man es steiler abspannt, hat das den Vorteil, dass die Türen besser auf Spannung kommen und weniger flattern.
Wenn ich mir mal ein Tarp mit Türen selber nähen sollte, dann wäre es mir wichtig, es so wie Jason direkt gegenüber einhängen zu können, damit ich im stürmischen Regen das Tarp nicht verlassen müsste, um die Türen zu schliessen.
Aber jetzt schaue ich mal, wie Jason weiter über das neue Tarp von LiteAF berichtet. Vielleicht bestelle ich mir ja am Ende noch jenes...

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Ich frage mich gerade, wie gross man den «Anbau» a im Verhältnis zur Stoffbahn b am besten wählen sollte. Anders ausgedrückt: Welchen Winkel β sollte man wählen?
Intuitiv würde ich jetzt mal auf 30° tippen. Bei einem gleichseitigen Sechseck (Hex-Tarp) wären es 30° und α entsprechend 60°.
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- Offizieller Beitrag
β=30° könnte durchaus klappen. Bei RTBR wurde die Stoffbahn bei der Flügeltür zur Spitze hin lediglich um 6'' gekürzt (siehe Grafik von RTBR), keine Ahnung, was für einem Winkel δ das entspricht. Der Catcut spielt da keine Rolle, allerdings sollte man sich noch einmal Gedanken machen, in welchem Winkel man die Pull-Outs an den Türen annäht. Ich vermute, dass ich auch die Abspannleinen am Tarpkörper hätte nutzen können, wenn ich die D-Ringe noch mehr waagerecht an den Türen festgenäht hätte.
Mal sehen, ob ich die Nähte noch einmal auftrenne und die D-Ringe neu ansetze. Da ich plane, das Tarp nur im Winter zu nutzen und ich abends die Türen eh verschließe, kann mich stürmischer Regen nicht so sehr überraschen

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Eigenartig, bei diesem Tarp auf der Website von RBTR scheint der Winkel δ günstiger gewählt worden zu sein, fast schon eher zu spitz. Für eine flatterfreie Abspannung der Türen ist das natürlich ideal:
https://ripstopbytheroll.com/pages/winter-tarp-w-doors
Ich frage mich bloss gerade, ob es dafür auch irgendeine Anleitung gibt...

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