Sollte ich mir eine Hängematte selbst nähen?

  • guten tag,

    ich bin gestern auf dieses forum gestoßen, da ich überlgt hab mir ein DD travel bivi hängematte zu kaufen. nachdem in einem post dann wegen der fehlenden atmungsaktivität auf die DD frontline verwiesen würde wollt ich mir die kaufen. aber ich hab noch weiter im forum gesucht und bin auf das selbstnähen gestoßen.

    Nun meine frage:

    ich bin total neu im hängematten-game, aber hab lust nächstes jahr einen urlaub mit hängematte zu machen (endweder zu fuß, mit dem rad oder motorrad, das muss ich mal gucken)

    könnt ihr mir ein paar tipps oder gute anleitungen geben um hängematten selbst zu nähen ? lohnt es sich überhaupt für mich, da ich ja noch garkeine ahnung hab was ich gut finde ? wie groß ist in etwa der zeit und preisaufwand ?


    danke schonmal

  • Hallo Bumfast,


    erst einmal herzlich willkommen im Forum.


    Bitte stell Dich doch im entsprechenden Thread kurz vor, damit wir wissen, mit wem wir es zu tun haben. ;)


    Eine Hängematte zu nähen ist im Grunde ganz einfach. Du musst nur in der Lage sein, einen Geradestich zu nähen. Obwohl das natürlich auch mit der Hand möglich ist, empfehle ich Dir dafür eine Nähmaschine.


    Dann kaufst Du Dir für Dein erstes Projekt einen günstigen Stoff. Extremtextil hat ein sehr gutes und nicht zu teures Ripstopnylon im Sortiment, damit machst Du nichts falsch. Kauf 4 Meter.


    Dann schneidest Du die Stoffbahn möglichst rechtwinklig und gerade auf 3,60 cm zu und nähst an den langen Seiten einen Umschlagsaum. Dafür schlägst Du 1 cm Stoff zweimal um, fixierst das Ganze alle 20 cm mit Stecknadeln und setzt eine Naht mit etwa 2 mm Stichweite an der inneren Stoffkante. Die Webkante kannst Du einfach in den Umschlagsaum einnähen, Du musst diese nicht unbedingt abschneiden.


    Dann schlägst Du die kurzen Seiten erst 2cm und dann etwa 6 cm um und setzt drei parallele Nähte an der inneren Umschlagkante mit etwa 0,5 cm Abstand. Dadurch bekommst Du zwei Tunnelzüge an den beiden Enden der Stoffbahn. Durch diese ziehst Du Seilschlaufen, an denen Du Deine neue Hängematte aufhängen kannst. Die Raffung der HM bildet sich dabei automatisch.


    Es gibt natürlich dutzende weitere Möglichkeiten, wie man eine Gathered-End-Hängematte basteln kann. Das würde Dich aber vermutlich eher verwirren als Dir weiter helfen.


    Falls Du keine Nähmaschine hast gibt es auch eine noch einfachere Variante, bei der man ganz ohne Nähte auskommt. Wenn Du daran Interesse hast, sag Bescheid.


    Schönen Gruß!

  • Hallo!
    <3lich willkommen im HMF!
    Hier liegst Du richtig.


    Du kannst Deinen Usernamen gerne ändern indem Du den Jan DL1JPH anschreibst.

    Falls Dir da ein a abhanden gekommen ist.


    Wenn Du schon drüber nachdenkst, eine HM selbst zu nähen, dann hast Du bereits angefangen.

    Du siehst ja in einigen Beiträgen, so schwer ist das nicht.

    Die Stoffe werden empfohlen, die Quellen dafür genannt, die richtige Länge berechnet.

    Warum nicht?
    Selbst absolulte Anfänger haben hier schon ihre ersten Dinge und auch Hängematten genäht.


    Bevor Du Stoffe und Garn bestellst, kannst Du auch gerne alles auflisten und wir schauen nochmal drüber.


    Am Tag der deutschen Hängematteneinheit findet im Hunsrück ein Herbsttreffen statt.

    Da findest Du viele Hängematten und kannst bestimmt auch probeliegen.

    Alternativ dann das Sommertreffen nächstes Jahr im Mai.

  • Allenfalls würde ich – abhängig von deiner Körpergrösse – die Angaben von echinotrix noch etwas verlängern oder verkürzen. Die Länge der Hängematte ist für den Komfort nicht unerheblich. Kleiner gewachsene Menschen kommen mit einer kürzeren Hängematte aus, längere Personen mögen oft etwas mehr Länge. Mit vier Metern Stoff fährst du schon mal gut. Lieber zu lang als zu kurz, kürzen kannst du immer noch...

  • Vielleicht solltest Du einen anderen Schritt zuerst machen: Probeliegen.

    Man unterscheidet wenigstens zwischen Gatered End- , Brücken- und Querhängematten. Die Konzepte, die diesen Matten zugrunde liegen, könnten unterschiedlicher nicht sein. Da könnte es Sinn machen, seinen "Lieblingstyp" zu kennen, bevor man die Nähmaschine anschmeisst.

    Hier findest Du immer wieder Treffen, die man organisiert oder Forenmitglieder, die sich bereit erklären, dass Du mal bei ihnen vorbeischauen kannst. Einmal den Lieblingstyp gefunden, würde ich dann mit günstigem Stoff eine Version 1.0 nähen, um dann mit besserem Stoff die gewonnenen Erkenntnisse neu umzusetzen. All das macht nicht immer Spaß - aber wenn man letztlich drin liegt, ist es ein Gefühl, als hätte man sein Baby zur Welt gebracht.....also, denke ich....irgendwie... ;-)

    So oder so: Viel Spaß!

  • Wenn du gern experimentierst und dich reinfuchst: Auf jeden Fall!

    Ich bin mit dem von echinotrix verlinkten Stoff sehr zufrieden und hab ihn nur an den Schnittkanten umsäumt, die Webkanten fransen nicht aus. Ich würde allerdings Kästchenzählen statt rechtwinkligem Schnitt empfehlen. Mit einem Whipping und einer einfachen Aufhängung wie Whoopie-Slings und Baumgurten (oder einfachen Seilen) hast du dann schon alles, was du zum komfortablen Hängen brauchst!

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