Wasserfilter / Wasseraufbereitung / Trinkwasser

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  • Moin,

    das ist nicht ganz richtig, dass beide Filter 99,999% aller Mikroorganismen filtern. (Viren werden übrigens von den meisten Wissenschaftlern nicht als Lebewesen klassifiziert).

    Der Sawyer filtert 99,999% aller Bakterien und Protozoen aber keine Viren, da die meisten Viren kleiner als 0,1 Mikron sind. So ist es auch vom Hersteller angegeben.

    Der Miniwell kann aber auch Viren filtern. Das kann der Sawyer eben nicht.

    Viren können 0,014 Mikron klein sein. Virionen sogar noch kleiner.

    Um mal bei den Fischen und Netzen zu bleiben😁: Wenn ich ein Netz habe mit 10cm Maschenweite, fange ich fast alle „Bakterien- und Protozoenfische“ über 10cm Größe. Die viel kleineren 1cm langen „Virenfische“ schwimmen aber durch die Maschen.🐠+🦈🤓

    Abkochen tötet zwar alle Mikroorganismen ab aber die übrig gebliebenen „Leichen“ und Schwebstoffe trinkt man mit. Genauso wie mit einem Steripen oder mit Chemie trinkbar gemachtem Wasser. Diese Lösungen würde ich nur dann anwenden wenn ich keinen Filter habe!

    Es soll Menschen geben, die empfindlich auf nur abgekochtes Wasser reagieren z.B. mit Durchfall.........

    Der Filter filtert die Mikroorganismen komplett aus dem Wasser. Wenn er dann auch noch viele Medikamentenrückstände und Schwermetalle mit rausfiltert.......umso besser 👍

    Wie schon mal erwähnt braucht man für die meisten Gewässer in unseren Gefilden wahrscheinlich keinen so feinen Filter wie den Miniwell (es gibt nicht so viele Viren in unseren Gewässern). Aber ich bin froh ihn im Falle eines Falles zuhaben zumal der Filter auch andere Dinge als Mikroorganismen rausfiltern kann. Es ist m.M.n. in etlichen anderen Gegenden aber sehr ratsam so einen Filter mitzunehmen.

    Gruß von der Ostsee

  • Noch einmal: beide Filter filtern angeblich 99,999% aller Mikroorganismen. Obwohl die Porengröße unterschiedlich ist. Vorausgesetzt diese Behauptung stimmt, heißt das doch wohl, dass die kleinere Porengröße keinen Unterschied macht - vermutlich weil die Mikroorganismen größer sind als selbst die größere Porengröße


    Ich denke mal das die Definition des Begriffs Microorganismus hier für Verwirrung sorgt. Wikipedia sagt dazu:

    "Ein Mikroorganismus oder eine Mikrobe ist ein mikroskopisch kleines Lebewesen (Organismus), das als Einzelwesen nicht mit bloßem Auge erkennbar ist, also in mindestens zwei Dimensionen kleiner als etwa 30 μm (0,03 mm)......

    ..... Zu den Mikroorganismen zählen Bakterien (z. B. Milchsäurebakterien), viele Pilze (z. B. Backhefe), mikroskopische Algen (z. B. Chlorellen) sowie Protozoen (z. B. Pantoffeltierchen und der Malaria-Erreger Plasmodium). Es ist umstritten, ob auch Viren zu den Mikroorganismen gerechnet werden sollen. Überwiegend werden sie nicht als Lebewesen und daher auch nicht als Mikroorganismen angesehen. ......"

    Zur Größe Viren sagt die Wikipedia:

    " ...... Der Durchmesser von Virionen beträgt etwa 15 nm (beispielsweise Circoviridae) bis 440 nm (Megavirus chilensis). Virionen sind deutlich kleiner als Bakterien, jedoch etwas größer als Viroide, welche weder ein Kapsid noch eine Virushülle besitzen......."

    Wenn man diese Größenangaben nimmt können Filter mit 0.1 Mikron ( 100nm) genau so viele Mikroorganismen filtern wie einer mit 0.01 Mikron ( 10nm). Der Unterschied liegt in der Filterung der Viren. Wird ja auch durch das Marketing von Miniwell mehr als deutlich hervor gehoben.....

    Don't Panic

    • Offizieller Beitrag

    das ist nicht ganz richtig, dass beide Filter 99,999% aller Mikroorganismen filtern. (Viren werden übrigens von den meisten Wissenschaftlern nicht als Lebewesen klassifiziert).

    Der Sawyer filtert 99,999% aller Bakterien und Protozoen aber keine Viren, da die meisten Viren kleiner als 0,1 Mikron sind. So ist es auch vom Hersteller angegeben.

    Der Miniwell kann aber auch Viren filtern. Das kann der Sawyer eben nicht.

    Wo steht denn das? Ich konnte noch nicht mal herausfinden wer der Hersteller ist und damit die Herstellerwebseite ausfindig machen. Mir wird immer die Seite Miniwell Outdoor Water Filter angeboten, und dort steht nichts von Viren. Erst im verlinkten Onlineshop steht dann

    Der Miniwell L610 entfernt zuverlässig alle Arten von pathogenen (krankmachende) Bakterien, Viren und Mikroorganismen, entfernt / reduziert Schwermetalle, Gifte und andere schädliche Substanzen und macht damit aus See-, Fluß- und Regenwasser gut schmeckendes Trinkwasser.

    und

    Die UF filtert 99,999% alle Arten von pathogenen Bakterien und anderen Mikroorganismen, wie z.B. E.coli, Staphylococcus Aureus, Salmonella Typhi (Typhus), Cholera Bakterien und Legionellen. Das Resultat ist sauberes, steriles Wasser - und das sofort. Des weiteren werden die gängigen Viren aus dem Wasser entfernt.

    Mich würden die Testergebnisse interessieren, von denen du geschrieben hast.

    Abkochen tötet zwar alle Mikroorganismen ab aber die übrig gebliebenen „Leichen“ und Schwebstoffe trinkt man mit.

    Trinkst du Leitungswasser? Hast du mal gesehen, was da alles drin herum schwimmt? Wenn du tatsächlich keine "Leichen" und "Schwebstoffe" trinken willst, müsstest du vermutlich nur noch destilliertes Wasser trinken.

    Wenn er dann auch noch viele Medikamentenrückstände und Schwermetalle mit rausfiltert.......umso besser 👍

    Woher hast du diese Behauptung? Ich lese überall nur etwas von "reduziert". Das kann alles und nichts heißen. Ich bin sicher, ich kann Medikamentenrückstände und Schwermetalle auch reduzieren indem ich das Wasser durch einen Kaffeefilter gieße. Wenn es eine nennenswerte Reduktion wäre, würden sie sicherlich mit einem Prozentsatz werben - wie sie das ja bei den Mikroorganismen tun. Mir ist kein Outdoor-Filter bekannt, der so etwas in einem relevanten Maß filtern kann. Selbst Kläranlagen scheinen das nicht rückstandlos zu schaffen.


    Die ganze Virendebatte hat mich neugierig darauf gemacht, welche Viren überhaupt problematisch sind. Wikipedia hat leider nur einen englischsprachigen Abschnitt. Genannt werden der Hepatitis A Virus, der Hepatitis E Virus, der Norovirus, der Poliovirus, der JC Virus und der BK Virus. Gegen Hepatitis A und Polio sollte man sich besser impfen lassen anstatt auf einen Wasserfilter zu vertrauen. Die restlichen Viren sind zwar nicht appetitlich, aber scheinen auch und vor allem im Nicht-Outdoor-Alltag präsent zu sein. Sofern der Artikel nicht schlimmere Viren unterschlägt, ist es mir wichtiger, dass der Filter Bakterien wie Cholera, E. Coli, Typhus und Protozoen wie Giardia oder Würmer zuverlässig entfernt.

  • Ich habe keinerlei Wasserfilter und trinke unterwegs durchaus Wasser aus Bächen z.B. in den Alpen, im Schwarzwald, auf der schwäbischen Alb. (Natürlich nicht gerade aus dem Rhein). Aber auch das Wasser hier in den Seen habe ich schon getrunken und noch nie ein Problem damit bekommen. Da ich es nicht literweise aus der selben Quelle trinke und auch eher in Süddeutschland unterwegs bin und nicht in irgendwelchen tropischen Ländern, mache ich mir da gar nicht soviele Gedanken. Mein Immunsystem scheint gut genug zu sein und wird dadurch ja auch regelmäßig trainiert ;)

  • Wo steht denn das?

    Das steht auf der Homepage des Sawyers , nicht des Miniwells........


    Nochmal: M.M.n kann man durch vermuten und dem lesen von Wikipedia nicht beurteilen ob ein Produkt etwas taugt oder nicht!

    Man sollte ein Produkt wenigstens ein paar mal selbst benutzt haben um es zu beurteilen!

    Und wenn man dann Dr. Google für den Miniwell bemüht, dann sieht man ja wieviele unterschiedliche Quellen über den Miniwell berichten........und die allermeisten positiv.

    Ich denke nicht das ist alles nur „Marketing-Blabla“ vom Hersteller oder der Vertreiber.

    Meine zuverlässigsten Quellen sind andere Fernreisende und ehemalige Soldaten im Auslandseinsatz. Von denen einige, genauso wie ich, verschiedene Wasserfilter oder andere Methoden verwendet haben.

    Ich habe zwar blaue Augen aber so blauäugig bin ich nicht als das ich alles glaube was im WWW. geschrieben steht.

    Deshalb beurteile ich nur Sachen die ich selbst, entsprechend meinen Bedürfnissen, getestet habe!

    Im Internet verschaffe ich mir nur einen Überblick was es denn alles so gibt.........

    Das mache ich mit Wasserfilter genauso wie mit meiner restlichen Ausrüstung!

    Aber wie so oft im Leben.........viele Menschen-viele Meinungen

    In diesem Sinne.......Gruß von der Ostsee

  • Um mal auf die praktischen Aspekte zurückzukommen. Wie pflegt ihr eure Wasserfilter nachdem ihr wieder in der Zivilisation seid?

    Der Katadyn Combi ist da sehr pflegeleicht. Aufschrauben Filterkeramik rausnehmen, reinigen, trocknen lassen fertig. Die Aktivkohlepatrone nutze ich normalerweise nicht. Die könnte man aber ebenfalls einfach kurz entleeren, reinigen und trocknen lassen.

    Beim Miniwell ist das alles so nicht möglich, weil kleine und geschlossene Filtermodule. Also wie krieg ich den L610 sauber und vor allem trocken für die Lagerung?

    Offline ist am schönsten!

  • Habe den fuer Touren mit der Ganzen Familie, wo ich viel Wasser brauche und einen 10 Liter Sack dazu.

    MSR - MiniWorks EX - Wasserfilter

    Bei dem kocht man nach der Tour den Filter 10 Minuten im Topf und wenn die Keramik dicht ist, schmirgelt man etwas mit einer art Schleifpapier ab. Danach paar Tage trocknen lassen.

    Bin zufrieden damit..

  • Moin,

    der Miniwell L610 besteht aus 3 Filterelementen die nach dem Rückspülen aus dem Gehäuse/vom Schlauch genommen werden können.

    Nachdem die Elemente mit Leitungswasser gespült wurden, lässt man sie außerhalb des Gehäuses trocken und baut, wenn alles trocken ist, wieder alles zusammen.......fertig.

    Auf kürzeren Touren „pflege“ ich den Miniwell eigentlich garnicht und achte im Winter nur darauf dass er nicht einfriert.

    Gruß von der Ostsee

  • Um mal auf die praktischen Aspekte zurückzukommen. Wie pflegt ihr eure Wasserfilter nachdem ihr wieder in der Zivilisation seid?

    Ich spüle zurück. Sawyer hat da so eine Spitze beiliegen. Das funktioniert gut. Manchmal halte ich auch das Mundstück zu, mach ihn von der Gegenseite mit Wasser voll und geh dann mit Druckluft ran.

    Das blastert manchmal noch sichtbare Stückchen raus.

  • Zur Notwendigkeit übelstes Dreckwasser zu trinken und einen entsprechenden Filter wurde glaube ich genug gesagt. Für ab und zu in Mitteleuropa aus dem See/Bach zu trinken sollte das Teil ausreichen, wie ziemlich alle anderen Filter auch.

    Ich persönlich finde diese Flaschenfilter zu unflexibel. Wenn ich mal 2 Liter zum Kochen brauche, sind die lästig, wenn ich nicht quetschen kann. So viel mitnehmen geht auch nicht. Wenn ich mir an der Gaststätte im Dorf Wasser auffüllen kann, lutsche ich das dann trotzdem durch den Filter.

    Ich mag daher die Variante Pumpfilter + Trinkblase. Da kann ich flexibel je nach Wasserquelle mit oder ohne Filter auffüllen und bis zu 3 l in meiner Blase bunkern. Aber das ist am Ende eine Geschmacksfrage.

    Offline ist am schönsten!

  • Ich sag es noch mal, weil es der einzige Punkt ist, der mir wirklich wichtig ist.

    Es ist derzeit nicht möglich, sicher und wiederholbar mittels Handfiltern aus "übelstem Dreckswasser", Wasser in Trinkwasserqualität herzustellen.

    Es ist ganz genau so wie wuppitom es nun auch schon öfters geschrieben hat. Die Wasserqualität kann (und wird sich wahrscheinlich) durch das Filtern in einigen Parametern verbessern. Wem das reicht, sehr gut.

    Es ist auch schwierig mit der Beschreibung "übelstes Dreckwasser" umzugehen. Industrieabwässer sind zum Teil stark belastet. Ohne abgestimmte Verfahren ist bei diesen kaum eine Verbesserung der Wasserqualität zu erreichen.

  • Hab mir jetzt doch mal den Faden reingezogen.

    Zur Notwendigkeit übelstes Dreckwasser zu trinken und einen entsprechenden Filter wurde glaube ich genug gesagt. Für ab und zu in Mitteleuropa aus dem See/Bach zu trinken sollte das Teil ausreichen, wie ziemlich alle anderen Filter auch.

    Die Gewissheit einfach nicht auf die Wasserqualität achten zu müssen, finde ich schon ganz geil.

    "Ausreichen"? Ich denke mal das Teil dürfte nahezu allen genannten (vor allem den Sawyer und-ähnlichen) weitaus überlegen sein.

    Falls nicht, stelle ich die Sinnhaftigkeit auch in Frage.

    Ich persönlich finde diese Flaschenfilter zu unflexibel. Wenn ich mal 2 Liter zum Kochen brauche, sind die lästig, wenn ich nicht quetschen kann.

    Verstehe ich nicht. Was ändert sich denn bei der Flasche? Den Korpus befüllst du und drückst dann die Filtereinheit rein. Innen dann sauberes Trinkwasser --> nimmste dann zum kochen und filterst das nächste. Beim quetschen machst du doch nichts anderes.

    So viel mitnehmen geht auch nicht.

    Stimmt auch nicht. Selbes Prinzip. Kannst doch trotzdem ne Blase dabei haben und diese befüllen.

    Wenn ich mir an der Gaststätte im Dorf Wasser auffüllen kann, lutsche ich das dann trotzdem durch den Filter.

    Nop. Du befüllst einfach das Filter innere, oder eben deine extra Trinkblase, oder Plaste-Flasche.

    Aber das ist am Ende eine Geschmacksfrage.

    Stimmt :thumbup:

    Mir ging es jedoch um die Filterfunktion. Dabei sehe ich die quetsch-Teile definitiv im Nachteil.

  • Es ist auch schwierig mit der Beschreibung "übelstes Dreckwasser" umzugehen.

    Das stimmt. Ich bezog mich hier auf wortwörtliches Dreckwasser, also Pfütze, schlammig usw.

    Dabei soll besagter Filter angeblich selbst den Erdgeschmack weg filtern.

    Viren, Bakterien usw. packt auch z.B. der Sawyer super.

    Industrieabwässer sind zum Teil stark belastet. Ohne abgestimmte Verfahren ist bei diesen kaum eine Verbesserung der Wasserqualität zu erreichen.

    Ja das stimmt. Das weiß man leider nie, ob man derartige Verunreinigungen im Wasser hat.

    Ich hoffe zumindest das dies in meiner Region nicht / nicht so stark der Fall ist.

    Ich möchte an den Bach, oder auch den stehenden Teich gehen, Wasser schöpfen, filtern, trinken. Und das ohne mir Gedanken machen zu müssen --> ein Traum ^^

  • Rocketman Stimmt. Dieser Flaschenfilter hat die Pumpfunktion integriert, war mir durchgerutscht. Damit entfallen viele der genannten "Nachteile".

    Zur Filterqualität: Alles was tragbar ist, ist eine verdammt dünne Barriere und man sollte sich im Zweifel nicht sein Leben dran hängen.

    ABER: Wenn das zu filternde Wasser in guter Qualität vorhanden ist, also nicht von vornherein komisch riecht oder aussieht, kann man nach der Filterung ziemlich sicher davon ausgehen, dass man keinen Durchfall bekommt. Das sollte die meisten Bäche und stehenden Teiche erschlagen. "Würdest du reinspringen" ist mein Kriterium. Und wenn da dann doch mal etwas mehr Nitrat drin ist, ist das auch egal, weil man sich davon ja nicht Tage und Wochen ernährt. Von daher ist dein Traum in vielen Varianten machbar.

    Der Rest sind dann nur Fragen zur Handhabung, Haltbarkeit, Möglichkeit der Reinigung, Gewicht -> Geschmackssache

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    • Offizieller Beitrag

    Bezüglich Pflege von Filtern und Trinkwasserbehältern kann ich nur empfehlen, mal bei Zubehör für Wein- und Bierfermentation zu schauen. Gerade für die Gefäße sind die "No rinse"-Desinfektionsmittel echt gut, für den Filter muss man aufpassen - manche davon (alles was als Pulver kommt und Wasserstoffperoxid freisetzt) können Mineralrückstände hinterlassen - Keine Ahnung, wie gut das für die Hohlfaser ist. Daher würde ich den Filter damit nicht eintrocknen lassen.

  • Bezüglich Pflege von Filtern und Trinkwasserbehältern kann ich nur empfehlen, mal bei Zubehör für Wein- und Bierfermentation zu schauen. Gerade für die Gefäße sind die "No rinse"-Desinfektionsmittel echt gut, für den Filter muss man aufpassen - manche davon (alles was als Pulver kommt und Wasserstoffperoxid freisetzt) können Mineralrückstände hinterlassen - Keine Ahnung, wie gut das für die Hohlfaser ist. Daher würde ich den Filter damit nicht eintrocknen lassen.

    Irgendwas stimmt da nicht. Wasserstoffperoxid (H2O2) ist sehr instabil und wird mit Sicherheit nicht freigesetzt und kann dazu nur in Lösung mit Wasser existieren, also nicht als Pulver . H2O2 bildet bei der Zersetzung Sauerstoff (=Desinfektion) und Wasser, also auch dabei entstehen keine Rückstände. Meinst Du vllt. Chlorbleiche (Natriumhypochlorit) z. B. Clorix, das sich zu Wasser und Salz zersetzt? Ansonsten ist in dem genannten Saurstoffbleichmittel Soda, das u.u. auskristallisieren kann.

    Der Effekt mit der Kristallisation ist aber unabhängig davon ein wichtiger Hinweis. Damit kann man nicht nur Rückstände hinterlassen (verstopfen wäre noch egal), sondern wenn es doof läuft sogar die Filterstruktur und damit die Filterwirkung beschädigen. Das kann passieren wenn die Kristalle die Keramik sprengen, ähnlich Wasser, Frost und Fahrbahndecke.

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    • Offizieller Beitrag

    Trotz Matte Glatze Gemeint waren Peroxyhydrate... Das Mittel, was ich meistens verwende, ist 30% Natriumcarbonat-Peroxyhydrat, der Rest ist einfaches Natriumcarbonat-Monohydrat. Bei Kontakt mit Wasser reagiert es zu Wasserstoffperoxid, Natrium- und Carbonationen. Andere "Sauerstoffbleiche" in Pulverform funktioniert genauso, die Ionen in Addukt sind aber nicht immer die gleichen.

    Peroxyhydrate sind verhältnismäßig stabil, solange sie trocken und kühl bleiben - allerdings sind sie stark hygroskopisch und brandfördernd.

    Bei korrekter Verwendung bleibt an Ende ungiftiges Natriumcarbonat übrig (als Ionen oder das Monohydrat als kristalliner Rückstand), das Wasserstoffperoxid zerfällt, wie du schon richtig geschrieben hast, relativ schnell zu Wasser und Sauerstoff.

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