Suche die für mich optimale Hängematte

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  • Plusminus, ja!

    Mein Bugnet für meine Gathered End Hängematte ist vom Aufbau einfacher, als ich denke, was Dir vorschwebt. Ein "Aufnähen" auf die Hängematte könnte man sicher auch machen und dann möglicherweise Stoff, Gewicht und Geld sparen - erschien mir aber für meinen ersten Schritt zu kompliziert. Mein Bugnet ist daher eines à la Fronkey:

    Fronkey Style Bugnet

    Diese Art habe ich später bei meiner Bridge-Hängematte beibehalten, weil ich mir dann in heißen Gegenden keine Gedanken um Moskitostiche von unten machen muss. Zu Lasten des Gewichts. *seufz*

  • Kleine Anmerkung noch: anstatt eines Gummizugs unten, habe ich bei mir einen Reißverschluss. Somit habe ich die Gewährleistung, dass Insekten nicht reinkommen. Die Öffnungen oben an der Aufhängung kann man mittels Channels zuziehen.

    • Offizieller Beitrag

    Meint ihr echt man kommt bei einer DYI-Matte in der Größe mit Mückennetz mit Reißverschluss echt bei ca. 100 € raus?

    Mal sehen.

    350cm Stoff kosten ab 20€.

    550cm Moskitonetz kosten ca. 21€.

    1 Rolle Garn kostet ca. 5€.

    Die Aufhängung liegt bei 30€.

    Für Kleinkram wie Schnur für die Ridgeline, Kordelstopper, Gummischnur etc. würde ich mit um die 15€ rechnen.

    100€ Materialkosten klingen machbar.

    Aber ich würde an deiner Stelle nicht mit einer integrierten Hängematte anfangen, sondern mit einer netzlosen Hängematte und einem Netzsocken ("Fronkey Bug Sock" oder "Bottom Entry Bug Sock"). Bei einer integrierten Hängematte solltest du etwas Erfahrung haben, und wissen welchen Durchhang du brauchst, und wie der Schnitt funktioniert.

  • Wäre es nicht sinnvoll direkt einen Reißverschluss an die Matte zu nähen um den Durchhang gründlich zu testen, die Ridgline zu fixieren und dann nachträglich erst das Netz entsprechend zu nähen? Die eine Reißverschlusshälfte ändert sich ja nicht mit dem Durchhang, oder?

    • Offizieller Beitrag

    Sofern dein Netz von der (strukturellen) Ridgeline hochgehalten werden soll und parallelogramförmig geschnitten sein soll, ist es notwendig, dass du Hängemattenlänge und Ridgelinelänge kennst. Wenn du den Durchhang erst noch ermitteln musst, solltest du auf jeden Fall zuerst die Hängematte selbst nähen und mit verschiedenen Ridgelinelängen testen, bevor du die Form des Netzes bestimmst und annähst. Ob du erst eine Hälfte des Reissverschlusses annähen kannst, hängt wohl von der Konstruktionsweise ab. Weisst du, wie du das Netz an den Enden anbringen willst? Wenn es komplett abnehmbar sein soll, musst du Kurven einnähen - oder dir ein System aus perfekt zueinander passenden Reissverschlüssen überlegen.

    Ganz ehrlich: in einer guten, integrierten Hängematte steckt eine Menge Erfahrung und Tüftelei. Ich wäre überrascht wenn es dir auf Anhieb gelingen würde, eine integrierte Matte zu nähen mit der du zufrieden bist. Erst recht wenn du weder Erfahrung mit Hängematten hast, noch mit Nähmaschinen. Wenn du nicht extrem geduldig bist und gut im Fehlschläge wegstecken, dann würde ich dir dringend empfehlen mit einer netzlosen Hängematte anzufangen. Dann testest du die ein paar Nächte mit verschiedenen Ridgelinelängen, und wenn du zufrieden bist, nähst du dir einen Netzsocken. Da ist die Wahrscheinlichkeit deutlich größer, dass du am Ende zufrieden bist.

  • Sobald du einen Reissverschluss verbaust, wird es von den Kosten her eher eng. Reissverschlüsse kosten vergleichsweise viel. Aber schau bei Extremtextil mal, wie es da so aussieht. Sie haben seit kurzer Zeit auch ein Geschäft in Berlin.

    Wenn du selber nähst, würde ich mit einer wirklich langen Hängematte beginnen (siehe oben). Kürzen kannst du dann immer noch: Zuerst whippst du die Hängematte, mal länger, mal kürzer, spielst mit der Länge der Ridgeline, dann entscheidest du, welche Länge du am angenehmsten findest

    Deine Grafik muss ich mir nochmals anschauen.

  • Ok, ich nehme eure Ratschläge an und integriere kein bug net.

    Wenn ich eins selbst nähen sollte käme für mich wohl der Fronkey-Style in betracht. Ich finde den Einstieg von unten sehr praktisch.

    Was haltet ihr denn von solchen vertikal-Reißverschluss Einstiegen wie bei diesen sehr günstigen bug nets von amazon:

  • Ich finde das nicht so praktisch. In der Regel ist eine Hängematte bequemer, wenn du etwas in Richtung Kopfende verrutscht darin liegst. Das erreichst du, indem du das Fussende etwas höher hängst. Wenn du dich nun in der Hängematte aufsetzt, kann es sein, dass der Reissverschluss etwas zu weit in Richtung Fussende liegt. Aus diesem Grund finde ich einen waagrecht eingenähten Reissverschluss eher praktischer.

    Du musst aber bedenken, dass ein Reissverschluss – egal in welche Richtung angebracht – zusätzliches Gewicht bedeutet. Auch besteht ein solches, die Hängematte ganz umschliessendes Netz aus mehr Netzmaterial, was es schwerer macht. Ein «Bottom Entry Net» braucht nicht zwingend ganz abzuschliessen. Es reicht, wenn es nur wenig tiefer hängt als der tiefste Punkt deiner Hängematte. Dann schmiegt es sich schön an die Hängematte an und schliesst sauber ab, so dass keine (oder auf jeden Fall höchstens einzelne) Insekten den Weg in die Hängematte finden. Weil es aus weniger Material besteht, ist es auch ein ganzes Stück leichter. Für mich als Wanderer ist das ein Argument.

    Ich verlinke dir hier meinen Faden zum «Bottom Entry Bugnet à la Fronkey». Da findest du bestimmt ein paar Anregungen, weil der Faden meinen Weg vom Prototypen zum Endprodukt respektive zum überarbeiteten Produkt aufzeigt. Mit diesem bin ich nun sehr zufrieden.

  • Ich muß sagen, dass ich die Trennung von Hängematte und Netz auch vorziehe. Ich habe ein separates Moskitonetz von TTTM, das für mich außerdem den Vorteil hat, dass es bis praktisch auf den Boden geht, also nicht an der HM unten anliegt: dadurch können die Moskitos nicht von unten durch den Stoff stechen.

    Ich habe es bisher aber nur ein einziges Mal benützt, weil es nur da nötig war. Ich stelle immer wieder fest, dass sich unter dem Tarp gegen Abend alle möglichen Insekten sammeln (stechende und nicht stechende). Ich klappe dann einfach eine Tarpseite vor dem Schlafengehen über die andere, so dass alle Tierchen wegfliegen könne, spanne dann das Tarp ganz normal ab und gut is. Wenn es erstmal dunkel ist, fliegt kaum noch was rum und ich finde, dass das Liegen in der HM direkt mit der frischen Luft um die Nase einfach angenehmer ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von barfuß (21. Dezember 2018 um 13:22) aus folgendem Grund: Schreibfehler

  • Hier noch, was die Hängematte (457cm Stoff!) in Schweizer Franken (CHF) gekostet hat. Natürlich ist es dadurch, dass ich für fünf Personen Material bestellt hatte, einiges günstiger geworden:

    Hängematten «Workshop» Einheit Anzahl Einheiten Preis pro Einheit Preis in Ortswährung Umrechnung in CHF
    (inkl. Porto und Zoll)
    Kosten (CHF)
    Hexon W 1.6 Yard 5.00 6.95 34.75 USD 1.57 54.40
    Black Premium Webbing 1" 25' 1.05 7.00 7.35 USD 1.57 11.50
    Dreisteg (AustriAlpin, 25mm, Aluminium) Stück 2.00 1.51 3.02 EUR 1.42 4.30
    Lash-It 1/16" (für Ridgeline) 180' 0.07 29.00 2.11 USD 1.57 3.31
    AmSteel 7/64" (für Schlaufen / Dog Bones) 25' 0.26 5.25 1.38 USD 1.57 2.16
    Cord Locks
    (für Packbeutel)
    Stück 2.00 0.20 0.40 USD 1.57 0.63
    Total 76.30

    Was da noch fehlt, ist der Kleinkram wie das Nähgarn oder die Kordeln für den zweiseitigen Packbeutel.

    Die Zollgebühren sind bei Einfuhr aus den USA in die Schweiz auch kleiner als nach Deutschland. Aber einige der Stoffe können auch direkt in Deutschland über «Hammock Fairy» bezogen werden.

    Es sollten dann immer noch ein paar Euros fürs Moskitonetz übrig bleiben, bevor man die 100-Euro-Grenze überschreitet.

  • Danke für die Ausführliche Auflistung deiner Ausgaben.

    Ich habe inzwischen schon Stoff bei TreeGirl bestellt: Es sind 3,6 * 1,7 m HEX70 XL 2,2 oz geworden. Mir ist ein steifer Stoff für eine single layer hammock lieber.

    Es wird also eine ganz simple Matte mit endloops durch die Endtunnel (ihr wisst was ich meine) einer Variablen Ridgeline und um eine Mückensocke kümmer ich mich dann spätestens wenns mückig wird.

    44 € Stoff

    4,8 € Garn

    ~ 8 € Dyneema für ridgeline und contineous loops

    = 58,8 €

    Ein vernünftiger Preis für eine Matte aus Hightechstoff in modernem Habitus!;)

  • Ach so, dann verkauft Hammock Fairy den Stoff wohl in Abschnitten von 4 Yards (366cm). Du wirst mit der Länge bestimmt zufrieden sein, kannst du damit ja – mit einem Tunnelzug für die Aufhängung – eine bis etwa 345cm lange Hängematte machen.

    Mich nahmen deine Überlegungen Wunder, weil ich mit 184cm Körpergrösse aktuell Hängematten in der Länge von 340cm bis 360cm Länge am bequemsten finde. Bei beiden Längen nähe ich mir sogar eine Leichte Kurve ins Kopf- und Fussende, um noch etwas mehr Komfort aus dem Stoff herauszuholen. Das verliert aber mit zunehmender Festigkeit des Stoffes an Bedeutung.

    Für den Anfang würde ich dir so etwas eher nicht empfehlen. Kürzlich hat der Nutzer Jimknopf dazu mit viel Fleiss für sich eine Studie gemacht.

  • Eine kurze Frage noch:

    Ich sehe die meisten "gathered end hammocks" sind "gewhipped" und "larks-headen" dann ihren "continuous loop" um das Endknäuel.

    Trotzdem haben sie doch alle einen Tunnel, was ist der Nachteil daran den Loop direkt durch den Tunnel zu ziehen?

  • Nee, die meisten GE HM sind nicht gewhippet. Das was Du siehst, rafft sich von alleine zusammen,

    sobald der Tunnel zugezogen wird.

    Eine whipped HM sieht mal relativ selten und selbst bei Whip gibts Unterschiede.

    Sie braucht keinen Tunnel.

    Einen denoch dran zu nähen obwohl geplant ist, zu whippen, ist völliger Unsinn.

    Alissa, sag doch auch mal was. :D

  • Ich glaube eher, dass die Mehrheit aller Anbieter den Zugtunnel für die Aufhängung verwenden. Einige der kleineren und spezialisierteren Anbieter verwenden aber ein Whipping.

    Wenn du den Tunnelzug für die Aufhängung verwendest, dann werden die Seiten der Hängematte gegenüber der Mitte um ca. 1,5cm verkürzt. Du hängst dann im Gesäss- und Beckenbereich eine Spur mehr durch. Oder anders gesagt: Becken und Gesäss liegen bei durchschnittlichen Hängemattenmaßen etwa 1,5cm tiefer als wenn du ein Whipping verwendest.

    Ob das nun ein Vor- oder ein Nachteil ist, ist individuelles Empfinden. Es gibt Hängemattehersteller, die ihre Hängematten bewusst in diese Richtung schneiden, damit die Seiten etwas weniger flattern.

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