Meine erste Matte und ein paar kleine Fragen

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  • Vor mir liegt endlich ein kleines Päckchen von extremtextil mit Ripstop (4x1,5m), Dyneema 2,5mm und Polyesterband 25mm.
    Das soll erstmal als Zutatenliste für meinen ersten Hängemattenversuch genügen, ich wollte es möglichst simpel.
    Nach langem Lesen im Forum sind noch ein paar kleine Fragen offen, vielleicht habt ihr noch ein paar Tipps?

    Als Länge der gathered-end-Matte hab ich mir 3,6m vorgestellt (ich bin 1,9m lang, mal Faktor 1,9), um hoffentlich möglichst bequem drin schlafen zu können.
    Ist das für einen ersten Versuch sinnvoll, oder wäre länger eventuell noch besser?
    Mein Stoff würde ja noch mehr hergeben und ich könnte eine Seite später kürzen.

    Ich nähe schon ein paar Jahrzehnte (puh!) mit denselben Gütermann Garnrollen „Miniking Polyester No.120“ und vertraue dem Garn bisher voll und ganz. Allerdings hab ich noch nie so dünnes Nylon für dickste Belastungen genäht.
    Das wird wohl passen, oder ist das No.120 doch zu dünn?

    Ist es eigentlich egal, wie dick das Seil ist, das an den Enden der Matte durch den Saum gezogen wird?
    Ich hätte gedacht, dass hier ein vielleicht 8mm dickes Seil oder ein Band eine große Fläche und damit geringere Belastung/Scheuerwirkung auf den Stoff bewirkt. Aber in Diskussionen war auch mal von (meist ja viel dünneren) Dyneema die Rede.
    Wäre da mein 2,5mm Dyneema schon ausreichend und auch dauerhaft haltbar (also für den Stoff)?

    Den Packsack werde ich wohl nicht mittig annähen, die bisherigen Argumentationen dazu leuchteten mir sofort ein.
    Gibt es eine andere Stelle, an der der Sack (angenäht) praktisch wäre? Und was ist ein „doppelendiger Packsack“ - ein Schlauch mit zwei Tankas?

    Mit der Aufhängung werde ich noch experimentieren müssen – oft ist mir Sinn und/oder Funktion der vielen speziellen Varianten noch nicht klar, wenn sie auch ziemlich praktisch klingen ;-). Ich tendiere wohl erstmal zu Knoten. Meine ersten Erfahrungen hab ich mit diversen (Kletter-)Bandschlingen gemacht, da war die Befestigung immer bestechend übersichtlich, wenn auch nicht gut einstellbar und ziemlich schwer.

    Danke vorab!

    • Offizieller Beitrag

    Dreisechzig ist eine üppige Länge, die ausreichen sollte. Kürzen kann man später allemal, da hast Du recht. Die meisten hier verwenden, denke ich, 11-Fuß-Hängematten, also um die 3,30 m lange. Das hängt auch damit zusammen, daß man für eine lange Matte auch ein langes Tarp braucht, damit man regengeschützt ist.
    Ich bin jetzt nicht so der Nähexperte, aber ich sehe keinen Grund, warum Du das vorhandene Garn nicht verwenden solltest. 2,5 mm Dyneema ist für Hängematten tausendfach bewährt, also Entwarnung in der Hinsicht.
    Der Packsack (Schlauch mit zwei Tankas) muß nicht festgenäht werden. Bei mir wird aus ihm an einer Seite die komplette Hängematte herausgezogen, an der anderen Seite nur die Befestigungsschlaufe der Hängematte. Dann werden beide Tankas wieder zugezogen und der Packsack verbleibt auf der Aufhängung der Hängematte. Bei Bedarf kann ich dort auch Kleinkram verstauen.

  • Hallo [USER="4232"]Siebenschläfer[/USER],

    (i) zur Länge: 360 cm bei 190 cm Körpergröße ist gut, würd ich sagen. Ich bin 180 cm und mach meine HMs mittlerweile 350 cm lang (11,5').
    (ii) zum Garn: Ich nähe Alles mit Gütermann Allesnäher. Passt irgendwie, schon vom Namen her. Außer für Tarps, da nehm ich Rasant Corespun von Extex. Du kannst aber natürlich beliebig professioneller werden. Dazu gibt's hier einige Experten (z.B [USER="46"]TreeGirl[/USER] oder [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER]). Solange keine großen Kräfte wirken, ist das Garn ziemlich egal. Damit wären wir bei Punkt
    (iii) dem Whipping: Du hast ja anscheinend vor, die Matte direkt am Tunnel aufzuhängen. Das ist einfach und hat sich bewährt. Allerdings ist hier der Nachteil, dass große Kräfte auf die Nähte wirken. Als Alternative kann ich das sogenannte Warbonnet-Whipping empfehlen. Hier wird der Tunnel nur verwendet, um einen Knubbel am Ende der Stoffbahn zu erzeugen. Dann wird direkt darunter ein Stück Seil um die HM geschlungen, an dem diese dann aufgehangen wird. Dadurch wird der Stoff sehr gleichmäßig belastet und die Festigkeit der Nähte spielt keine Rolle. Du könntest also auch mit Billiggarn aus'm Ein-Euro-Shop nähen (wenn Du Spaß am Einfädeln hast). Auch für das Whipping kannst Du ein beliebiges Stück Schnur verwenden, geht selbst mit Paketschnur.
    (iv) zur Aufhängung: Du hast geschrieben, dass Du Dyneema gekauft hast. Achtung, das kann man nur sehr eingeschränkt knoten! Schau mal ein paar Videos zum Spleißen von Whoopie-Slings, gibt's haufenweise auch Youtube (hier). Macht tierisch Spaß und ist eigentlich ganz einfach. So richtig toll wird Dyneema erst, wenn man's spleisst.
    (v) zum Packsack: kein Packsack ist auch eine Lösung! Ich stopf die HM einfach in meinen Rucksackliner (belgische Müllsack, vergleichbar

    ) rein. Erst der Topquilt, dann die HM und Underquilt (die sind relativ fest miteinander verbunden), dann den Sack mit den Nachtklamotten (falls vorhanden). Dann den Packliner schön zusammendrücken, oben einrollen oder überschlagen, und das ganze wasserfeste Zeugs oben drauf (Tarp, Kochset, Essenssack, Regenklamotten, wasserfester Hygienebeutel, wasserfester Elektornikbeutel).

    Schönen Gruß,
    Roland

    • Offizieller Beitrag

    Ja, wie Roland es schon sagte: Dyneema immer spleißen, nie knoten! Knoten halten in dem rutschigen Material nicht und sehen nicht so gut aus wie ein sauberer Spleiß. Außerdem kann man für's Knoten preisgünstigere Schnur nehmen. Spleißen ist einfach, macht Spaß und süchtig. :)

    Hier im Forum gibt es auch einen Faden zum Whippen.

  • Ich glaube, den Faktor 1,9 habe vor allem ich hier immer wieder propagiert (und von TreeGirl dafür auch schon einen Rüffel bekommen;).

    Zwei Gedanken dazu:

    • Wenn du zu deiner Hängematte auch ein Tarp nutzen möchtest, dann sollte die Firstlinie des Tarps (mindestens) gleich lang sein wie die Hängematte, da du sonst nicht ausreichend vor Regen geschützt bist. Bei einer so langen Hängematte sind die meisten handelsüblichen Tarps zu kurz oder müssen über die Diagonale (als Diamant bei einem quadratischen Tarp oder als asymmetrisches Tarp bei einem rechteckigen Tarp) aufgespannt werden. Allzu lang sollte der First des Tarps aber auch nicht sein, denn sonst stösst das Tarp an die Aufhängung der Hängematte respektive muss sehr hoch aufgehängt werden, damit das nicht passiert. Ich habe mir mein Hex-Tarp selber machen "müssen", weil meine Hängematten aktuell meist zwischen 340cm und 350cm lang sind. (Ein kommerzielles 12'-Tarp ist viel schwerer zu finden als eines mit einer Ridgeline von 11' (335cm).)
    • Tatsächlich ergibt der Faktor 1,9 sehr bequeme Hängematten. Allerdings kann für dich auch eine Hängematte bequem sein, die kürzer ist. Da aber das Kürzen einer Hängematte einfacher ist als das Verlängern, ist es sicher eine gute Idee, mal mit der von dir angedachten Länge anzufangen. Du könntest sogar mit dem Faktor 2,0 anfangen und dich dann an dein Optimum herantasten. Die von echinotrix erwähnte Befestigungsmöglichkeit (Whipping) ermöglicht dir, verschiedene Längen auszuprobieren, bevor du dann definitiv auf eine für dich angenehme Länge kürzt. Nach dem Kürzen kannst du beim Whipping bleiben oder die Aufhängung durch den Kanal fädeln. Ich habe fast alle meine Hängematten mit Dyneema direkt durch den Kanal befestigt und die Kanäle mit Allesnäher von Gütermann (oder anderem Garn vergleichbarer Qualität) genäht: 3 Nähte mit Stichlänge 2,5mm und etwa 3-4mm Abstand. Bisher hat das gut gehalten. Ein festeres Garn kann aber sicher nicht schaden. - Wenn du die Hängematte deutlich länger als doppelt so lang machst wie du selber (insbesondere, wenn du sehr dünnen Stoff verwendest, der sehr elastisch ist), so stösst du bei der Länge irgendwann an eine Grenze, wo zunehmende Länge nicht mehr bequemer wird. Unter Umständen kann sogar das Gegenteil der Fall sein. Das hängt mit der Elastizität des Stoffes zusammen. Falls du diesen Stoff gekauft hast, sehe ich da aber bis zur doppelten Körpergrösse kein Problem, denn dieser Stoff ist recht fest.

    Ich nutze seit einiger Zeit einen Packsack mit zwei Öffnungen (wie von dir beschrieben):
    Auf einer Seite schaut der Dog Bone (oder der Continuous Loop) heraus. Diesen Hänge ich auf einer Seite an die Aufhängung, öffne dann die gegenüberliegende Seite des Packsacks, packe den zweiten Dog Bone und ziehe die Hängematte auf dem Weg zum zweiten Baum aus dem Beutel und hänge sie dort ein. Der Beutel bleibt dann einfach an der Hängematte, womit er nicht verloren gehen kann.
    Zum Abbau gehe ich umgekehrt vor: Ich hänge zuerst die Seite, auf der sich der Packbeutel befindet, aus und stopfe die Hängematte dann auf dem Weg zum zweiten Baum in den Beutel. Zum Schluss hänge ich den zweiten Dog Bone aus und lasse ihn im Beutel verschwinden. Dann verschliesse ich den Beutel. (Eine Öffnung bleibt also im Normalfall immer geschlossen.

    Für die Aufhängung habe ich mir einen separaten Beutel gemacht. Dieser hat aber - bei Bedarf - auch noch im Beutel der Hängematte Platz.

    Hier noch ein paar Bilder:

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    Der Packbeutel der Hängematte

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    Der Beutel für die Aufhängung

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    Die beiden Baumgurte mit einem Dreisteg (das Gummiband braucht es nicht)

  • Vielen Dank für euren Input, da kommt ja eine Menge Neues zusammen!

    Die Länge nach Faktor 1,9 ist dann wohl ein guter Ausgangspunkt. Wobei echinotrix mit seinen 3,50m bei 1,80m schon bei Faktor 1,94 ist, das wäre bei mir 3,70m.

    Mein 120er Garn ist tatsächlich ganz schön dünn, wenn ich mir mal andere Garne für dickere Stoffe ansehe. Mal sehn, was ich da unternehme. Tausende Meter Tera brauch ich aber erstmal wohl nicht, mehr als 30m wären wohl für eine Matte auch mit Tunnelzug nicht nötig.

    Whipping hatte ich tatsächlich ganz aus dem Auge verloren. Ich dachte, das wäre eine eher minderwertige Verbindungstechnik. Für meinen dünnen Stoff scheint es aber ja empfehlenswerter als ein Tunnelzug, und dazu simpeler und ohne Ansprüche ans Garn. Zumal man ja jederzeit auch anders falten kann, wenn man will. Danke für diese Hinweise!

    Mit dem Dyneema werd ich dann wohl bald Whoopieslings machen. Die begrenzte Knotbarkeit war mir bewusst, aber ich dachte, ein Palstek wäre immer möglich. Spleiße sind tatsächlich wunderschön und superpraktisch, bei ummantelten Seilen aber auch etwas Luxus, der für die Funktion nicht nötig ist. Mantelloses Dyneema ist da dann wohl viel anspruchsvoller.

    Morgen geht's weiter und zum Nähen komm ich wohl am Wochenende.

    • Offizieller Beitrag

    Du hast nicht geschrieben, WELCHEN Stoff du gekauft hast. Für die Frage "Tunnelzug vs. Whipping" wäre die Stoffdicke nicht ganz unwichtig. Für dünne Stoffe (1.0oz bis 1.2oz) würde ich einen Whip empfehlen, weil die Kräfte meiner Meinung nach besser auf den Stoff verteilt werden. Bei schwereren Stoffen ist es eine Geschmacksfrage. Wenn du allerdings nur dünnes Garn hast und verwenden willst, würde ich auch eher zum Whip tendieren. Wenn du die Aufhängung durch den Tunnelzug ziehen möchtest, mach vielleicht zur Sicherheit 4 statt 3 Nähte. Allerdings habe ich noch nie so dünnes Garn für tragende Nähte verwendet, habe also keinerlei Erfahrung damit.

    Was die Hängemattenlänge betrifft: säume doch erstmal nur die langen Kanten, und whippe die Hängematte anschließend auf verschiedenen Längen. Ich würde zu 15cm-Schritten raten, also z.B. 335cm, 350cm, 365cm o.ä. Verbringe ein paar Nächte in jeder Variante - am besten mit verstellbarer Ridgeline. Dann solltest du schnell herausfinden, welche Länge du mindestens brauchst um bequem zu schlafen, und ab wann das Ertragsgesetz einsetzt. Ich habe bspw. festgestellt, dass ich zwar in einer 305cm langen Hängematte schlafen kann, eine 320cm lange Hängematte aber deutlich bequemer ist. Bei 335cm kann ich nichts mehr aussetzen. Längere Hängematten sind zwar einen Tick bequemer, aber der Komfortzuwachs ist so minimal, das andere Faktoren wichtiger werden. Zum campen würde ich keine Hängematte mitnehmen, die länger als 335cm ist, weil meine 11' Tarps dann keinen guten Wetterschutz mehr bieten. Außerdem wird das Gewicht natürlich größer. Für zu Hause habe ich zwar keine Gewichtsbeschränkungen, aber in der warmen Jahreszeit brauche ich ein Mückennetz, und mein längstes passt nur bis 11'.

    Was die Aufhängung betrifft, wurde das Wichtigste ja schon geschrieben. Knoten funktionieren mit vielen Gurten gut - mit Dyneema nicht. Ich finde, dass gute Hardware das Leben ungemein erleichtert. Die Feinjustierung der Länge der Aufhängung ist einfacher und genauer mit Hardware oder Whoopie Slings. Bei Knoten konnte ich die Länge nicht auf den Zentimeter genau regulieren - das waren dann schon mal 15cm mehr oder weniger. Und für mich macht das einen großen Unterschied beim Liegekomfort.

  • Den Packsack werde ich wohl nicht mittig annähen, die bisherigen Argumentationen dazu leuchteten mir sofort ein.
    Gibt es eine andere Stelle, an der der Sack (angenäht) praktisch wäre? Und was ist ein „doppelendiger Packsack“ - ein Schlauch mit zwei Tankas?

    Das einzige, was dagegen spricht ist, daß der Packsack Dich beim hängen "anschaukeln" könnte, wenn Du ihn als Aufbewahrungstasche für andere Gegenstände nutzt.
    Ist mir ähnlich ergangen ( guckst Du https://www.haengemattenforum.de/forum/ausr%C3%…36681#post36681)

    Eine guten, alternativen Befestigungspunkt an der Matte kenne ich mangels Erfahrung nicht, ich habe meinen letztlich "ausgelagert und mit Hilfe von zwei Riemchen zum improvisierten Ridge-Line-Organizer erweitert - vielleicht ist das auch für Dich eine Möglichkeit ...

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

    • Offizieller Beitrag

    Im Wald habe ich mich dann dreimal unvermittelt auf den Boden gesetzt (davon hab ich dann leider kein Foto, sorry ;-), weil regelmäßig der Stoff aus dem neu gebundenen, noch sehr festen Takling und an dem Bandschlingenknoten vorbei gerutscht ist. Mir ist nicht klar, warum das bei mir nicht hält, mit 85kg bin ich nicht schwerer als andere. Möglicherweise bringt die Bandschlinge das Ganze zum Rutschen.

    Genau aus diesem Grund rate ich immer wieder von dieser Art der Aufhängung ab. Ich lege die Aufhängung um die Hängematte, und damit ist mir noch NIE ein Whipping verrutscht oder aufgezogen worden. Ich habe sogar schon Hängematten ungewhippt so aufgehängt.

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    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Siebenschläfer

    Ist deine Empfehlung der Aufhängung dann unabhängig vom Whipping oder siehst du die im Zusammenhang mit dem abgebildeten Tunnelzug-Whipping?
    Wenn ich richtig sehe ist das dann die Variante, die einen einfachen Tunnelzug erfordert, der aber mit zwei unkritischen Nähten auskommt. Seil durchziehen, ein paar mal um den Stoff und verknoten. "Faltung" entsteht dann im Gegensatz zu den anderen Whippings "automatisch"?

    Es ging mir nicht um die Art des Whippings, sondern darum wo die Aufhängung ansetzt. Wenn ich deine Fotos richtig interpretiere, hängst du die Aufhängung in die Bandschlinge ein, richtig? Die Bandschlinge wiederum läuft durch das Whipping und wird nur von der Schnur gehalten, die du für die Fixierung des Whippings verwendet hast. Die Whippingschnur hält also Aufhängung und Hängemattenstoff zusammen. Mein Vorschlag: lass die Hängematte samt Whipping so wie sie ist, aber vergiss die Bandschlinge. Leg stattdessen das Ende deiner Aufhängung so vor das Whipping wie auf dem Foto von mir. Dann sollte nichts mehr rutschen.

  • Bei deinem Versuch belastet der Knoten im Band das Whipping. Sobald der Knoten bis zum Whipping gerutscht ist, übt er - durch den Stoff hindurch - eine Kraft auf das Whipping aus, das dieses tendenziell löst. Jedenfalls wird mit dieser Methode das Whipping (und letztlich mit diesem auch der Stoff!) sehr stark belastet.

    Beim von TreeGirl gezeigten Whipping zieht sich die Schlaufe automatisch zu. Sie löst das Whipping nicht, sondern rutscht - im schlimmsten Fall (siehe unten) - bis zum Whipping und kommt dann dort zum Stillstand.

    Ich selber habe bisher erst den Warbonnet Whip ausprobiert: Ich habe also einfach die Enden der Hängematte mit einem Stück Schnur durch den Kanal zusammengebunden. Befestigt habe ich die Dog Bones (oder Continuous Loops oder Whoopie Slings) mit dem von TreeGirl gezeigten "Knoten". Bisher ist auch mir da nichts verrutscht. Allerdings habe ich die Schlaufe ziemlich direkt unter dem Saum des Tunnelzugs angesetzt. Das hat sicher mitgeholfen, dass bisher nichts verrutscht ist. Ich glaube aber sofort, dass es auch einfach so hält. Der Saum gibt einfach ein zusätzliches Gefühl von Sicherheit.

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