Durchschlafen in der Hängematte

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    • Offizieller Beitrag

    Also mir ist eine unter 300cm lange Hängematte zu kurz - die einzige Ausnahme ist meine Blackbird. Und ich bin nur 165cm groß. Außerdem ist mir die Slacker etwas zu dehnbar, obwohl Polyester ja eigentlich wenig(er) Stretch hat.

    Zuhause verwende ich im Übrigen immer ein schönes, großes Federkissen unter meinen Beinen, denn die meisten Hängematten über für meinen Geschmack etwas zuviel Druck auf Beine und Füsse aus. Unterwegs schlafe ich auch schonmal ohne, aber wenn ich genug Ersatzklamotten dabei habe, packe ich die in meinen Schlafsack-Beutel und lege den unter die Knie.

    Hast du denn mal eine "härtere" Hängematte ausprobiert? Es muss ja nicht gleich ein dickes Polyester sein, aber ich finde schwere Nylon-Stoffe seeehr angenehm.

  • Hallo,

    vielleicht einfach weitersuchen. In einer GE matte kann ich auch nicht vernünftig schlafen.

    Ich bringe auf Wunsch zum Hängemattentreffen meine 90° Matten mit und man auch
    probeschlafen. Auch die Brückenhänegmatte kann cih mitbringen.
    Was will man mehr?

    gruss
    Konrad

  • Wirklich interessant dieser Thread.

    Und auch ich hatte am Anfang diese Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Die Einschlafprobleme sind überwunden. Meine Tricks (Seitenschläfer) hierbei waren: müde in die HM gehen; auf dem Rücken liegend lesen oder Hörspiele hören und wenn ich merke, dass ich müde werde auf die rechte oder linke Seite etwas weiterlesen/hören und dann schnell ohne viel Tamtam Stirnlampe ausmachen und...einschlafen. Weiter hilft mir das übliche: ein kleines Kopfkissen, etwas für die Knie, Füsse etwas höher als der Kopf.
    Das Durschlafen klappt übrigens NIE!! Ist aber auch kein Problem. Es ist mittlerweile bei mir so, dass ich mich fast darauf Freue in der Nacht aufzuwachen. Dann stosse ich die HM kurz an, dass sie wippt und dann wird wieder etwas gelesen/Hörspiel gehört. Ich geniesse die Ruhe (wir haben 2 kids :D), das Wippen und das Lesen. Irgendwann bin ich wieder so müde, dass ich einschlafe.

    Da meine Frau und ich dieses Jahr einige mehrtägige Wanderungen mit HM-Übernachtungen planen (Jura, Schwarzwald, Vogesen und evtl. Voralpen) sind bei uns mittlerweile jeden Freitagabend beide HMs belegt. Was ich sagen will ist: üben, üben, üben ist wahrscheinlich der wichtigste Tipp den ich hätte. Kritisch sein und immer wieder versuchen die Situation zu optimieren.

    Ich finde es auch wie Waldläufer70 geschrieben hat. Das Abhängen in der HM und dann noch in der Natur ist einfach herrlich.


    Ich freue mich auf Freitag :)


  • Zu den Stats: Meine Therm-a-Rest ist 9,68 Fuß, 2,95 m lang. Also wahrscheinlich für meine 1,90 m Länge ausreichend lang.

    Nein, ist sie nicht. Meine Erfahrungen zeigen mir: Warbonnet Blackbird XLC hat für eine Gatheredend die Mindestlänge bei Deiner/unserer Körpergröße. Alles andere ist mir definitiv zu kurz ( keine Hörensagen, sondern empirisch ermittelt).

    Eine Alternative stellt eine Brückehängematte ala Koma von [USER="17"]dendronaut[/USER] da.

    90° Hängematten sind i. d. R. zu kurz (z. B. Amok, Exped und Co.). [USER="24"]Baumkind[/USER] s und [USER="21"]Konradsky[/USER] s 90er sind echte Kracher, allerdings auf die Körpergröße der Erbauer optimiert.:cray:

    P. S. Ich schlafe i. d. R. auch nicht durch.:)

  • Vor ein paar Tagen habe ich die Gelegenheit genutzt und bin raus in den Wald um meine DD Frontline nach neuen Erkenntnissen auszutesten.

    Diesmal war die neue Underblanket mit dabei und ich wollte diesmal richtiger abspannen.

    War mein Fehler immer die HM maximal zu spannen, so hab ich diesmal Versucht auf die ca. 30 Grad zu kommen. Das hab ich mit der Daumen-Zeigefingermethode ausgemittelt und hat recht gut geklappt. Sie an, plötzlich konnte ich auch schräg in der DD Frontline liegen und hatte ein tausendprozentig besseres Liegegefühl. Aufgewacht bin ich vielleicht drei Mal, was aber kein Thema war, verschiedene Gründe hatte und ich konnte auch ziemlich seitenschläferlastig schlafen. Ob ich immer noch geschnarcht habe, weiß nur der Fuchs. Das nächste Mal muss ich unbedingt noch mein Kopfteil etwas weiter runter bringen da ich immer noch nach unten rutsche. Aber das sollte einfach zu bewerkstelligen sein.
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    Bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt hatte ich das Tarp, die HM, die Isomatte von DD, den DD Schlafsack und das Underblanket DD dabei. Also sozusagen das DD Komplettpaket. Im Schlafsack hatte ich noch ein Unterhemd plus T-Shirt und eine langen gefütterten BW-Unterhose an. Ich bin Nachts zwei bis drei Mal wach geworden weil mir etwas frisch war (nicht kalt!). Ich denke es lag sehr daran das ich den Wärmekragen vom Schlafsack nicht geschlossen habe. Eventuell hätte das schon voll gereicht. Eine kleine Nachlässigkeit war auch das erste Mal einstellen der Underblanket. Da war ich am Kopf- und Fußteil zu ungenau. Hier muss ich noch einen besseren Abschluss zu HM hin bekommen damit die wärme unten bleibt.
    Das nächste Mal muss ich auch mal ohne Isomatte probieren, da ich mir nicht sicher bin ob die Isomatte hier kontraproduktiv zur Underblanket ist.
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    Alles in allem war das meine bisher beste Nacht mit meinem System und ich konnte frisch und munterden neuen Tag begrüßen.

    • Offizieller Beitrag

    Das nächste Mal muss ich auch mal ohne Isomatte probieren, da ich mir nicht sicher bin ob die Isomatte hier kontraproduktiv zur Underblanket ist.

    Die Isomatte sollte die Wärmeleistung des Underquilts keinesfalls verschlechtern. Je mehr Isolierung, desto wärmer. Ich habe die Leistung meiner Underquilts schon oft mit Hilfe einer Isomatte verstärkt.

    • Offizieller Beitrag

    Nun, ich könnte mir vorstellen, daß die Isomatte den Hängemattenquerschnitt von abgerundet etwas in Richtung eckig drückt. Der Underquilt kann sich aber nur an eine abgerundete Form perfekt anschmiegen.
    Dazu kommt, daß das DD Underblanket zwar durchaus in Ordnung ist, höherpreisige Underquilts in der Regel aber bessere Abspannsysteme haben.

    • Offizieller Beitrag

    Nun, ich könnte mir vorstellen, daß die Isomatte den Hängemattenquerschnitt von abgerundet etwas in Richtung eckig drückt. Der Underquilt kann sich aber nur an eine abgerundete Form perfekt anschmiegen.

    Macht nix, denn man liegt ja auf der Isomatte. Hohlräume sollten nur dort entstehen, wo der Körper die Isomatte nicht berührt - und die sollte der Top Quilt bzw. der Schlafsack ausfüllen.

    • Offizieller Beitrag

    Diese Diskussion gab es schon mehrfach auf HammockForums und es haben sich viele Experten zu Wort gemeldet. Ich bin da nicht so kundig und auch nicht sicher, ob ich die Erklärungen ganz und gar verstanden habe. Aber grundsätzlich addieren sich die Isolierungsschichten.

    Genau das Argument "weniger Kleidung ist mehr Wärme im Schlafsack" ist immer wieder ziemlich überzeugend entkräftet worden. Meine Erfahrung bestätigt das im Übrigen auch: je mehr ich an habe, desto wärmer ist mir. Natürlich ist es möglich, dass dein Körper zu wenig Wärme produziert - dann hilft die beste Isolierung nichts, weil sie nur den Wärmeausstausch verhindert. So funktioniert ja auch eine Kühltasche. Oder es kann sein, dass du anfängst zu schwitzen, und der Schweiss der verdunsten kann dich wieder abkühlt. Da hilft dann eine Vapor Barrier - [USER="89"]echinotrix[/USER] hatte dazu mal einen Thread geschrieben.

    Wo Wärme verloren geht ist wenn die von dir erwärmte Luft die Wärme an kalte Luft abgeben kann - wenn der Underquilt z.B. nicht sauber abschließt, und sich zwischen Underquilt und Hängematte Luftkanäle bilden die Luft von außen herein lassen. Natürlich ist es auch schwieriger größere Luftansammlungen zu erwärmen. Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass ein Luftloch zwischen Isomatte und Underquilt kein Problem ist. Wenn mein Underquilt nicht 100%ig abgeschlossen hat, habe ich einfach ein dünnes Stück Luftpolsterfolie mit Aluminiumbeschichtung unter meinen Rücken geschoben. Das hat immer geholfen. Und wenn es bei mir funktioniert, sollte es bei dir 10x funktionieren :)

  • Ein UQ hat keine Rückstrahlung. Rückstrahlung kann nur durch reflektierende Materialien (Notfalldecke) erreicht werden.
    Ein UQ isoliert deine eigene Wärmestrahlung und ohne Isomatte kann es knapp werden. weil
    dein UQ zu dünn ist.Auch sind Luftschichten die größer als 2cm Dicke haben keine Isolatoren.

    gruss
    Konrad

  • Wenn "zu wenig" Wärme durch die Isomatte geht, "um den Luftzwischenraum zum Underquilt hin zu erwärmen", dann bedeutet das ja nur, dass die Isomatte bereits ausreichend isoliert:

    Eine Isolationsschicht macht meines Wissens nichts anderes, als den Wärmedurchfluss zu mindern. Je besser die Isolation, desto weniger Wärme kann pro Fläche und Wärmedifferenz von innen nach aussen abfliessen. Wenn die Haupttemperaturdifferenz zwischen deinem Körper und der Unterseite der Isomatte liegt, dann bleibt dem Underquilt nur noch wenig "Arbeit" (Temperaturdifferenz). Da spielt es dann keine so grosse Rolle, wie gut er an der Isomatte anliegt.

    Wenn zu wenig Wärme von oben nachkommt, dann ist das positiv und ein Kompliment für deine Isomatte. Dann reicht die nämlich bereits aus. Ein Schlafsack oder Underquilt muss nicht aufgewärmt werden, um zu wirken. Er verhindert bloss, dass Wärme durch diese Schicht zu schnell verloren geht. Einer Isolationsschicht ist es ziemlich egal, wie warm es aussen und innen ist: Sie macht nichts anderes, als den Wärmefluss zu begrenzen. Eine Wärmerückstrahlung gibt es bei einem Schlafsack / Underquilt nicht, das hat Konradsky bereits angemerkt. Eine Rückstrahlung gibt es nur bei Matten mit einer eingearbeiteten Alufolie (was bei einigen Matten von Therm-a-Rest der Fall ist). Eine Rückstrahlung hättest du bei einem Quilt nur, falls du zwischen Hängematte und Quilt eine Rettungsdecke legen würdest.

  • . Einer Isolationsschicht ist es ziemlich egal, wie warm es aussen und innen ist: Sie macht nichts anderes, als den Wärmefluss zu begrenzen.

    Dem ist nicht so. je höher der Temperaturunterschied, desto größer ist der Wärmefluss und die Auskühlung.

    Beispiel: wenn es draußen 18° ist und in deinem Schlafsack 25° ist, muß dein Körper weniger Energie erzeugen um
    die 25° zu halten als wenn draußen -10°C sind.

    gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    Es mag Meinungen geben - und es gibt die Naturgesetze... Die ändern sich auch nicht wenn man an etwas anderes glaubt.

    Aber mach mal. Wenn du beweisen kannst, dass man sich mit weniger Isolierung wärmer halten kann, kannst du Milliardär werden :lol:

    • Offizieller Beitrag


    Macht nix, denn man liegt ja auf der Isomatte. Hohlräume sollten nur dort entstehen, wo der Körper die Isomatte nicht berührt - und die sollte der Top Quilt bzw. der Schlafsack ausfüllen.


    Macht doch was, wenn durch das Nichtanliegen des Underquilts Luftkanäle entstehen. Nach unten hin ist man zwar durch die Isomatte isoliert, seitlich verliert man dann aber Wärme durch den Luftkanal.
    Ich weiß nicht, inwiefern das in der Praxis eine Rolle spielt. Müßte man mal ausprobieren. Als Erklärung für das von Gjallarhorn geschilderte Problem scheint mir meine Theorie jedoch plausibel.

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe meine Underquilts schon so oft mit einer Isomatte ergänzt, und wenn es Luftkanäle gab, dann haben sie sich nicht bemerkbar gemacht. Ich wüsste nicht mal wo sich ein Kanal bilden sollte. Ich kenne keine Isomatte die so bretthart ist, dass darunter große Öffnungen bleiben würden. Hier ist ein Foto von einer meiner Double Layer Hängematten mit einer Isomatte (Therm-a-Rest ProLite Plus):

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    Obwohl niemand auf der Isomatte liegt, sieht man wie schön sie sich an die Rundung anpasst. Im Gegensatz dazu erzeugt eine Person in der Hängematte viel extremere Hügel und Täler:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","title":"hm_person_1.jpg","data-attachmentid":31079}[/ATTACH]

    Mit einer Isomatte hatte ich wirklich NIE Probleme mit Lufttaschen - mit einem Underquilt dagegen häufig. Die Isomatte gleicht die starken Unregelmäßigkeiten eher aus:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","title":"hm_person_isomatte_2.jpg","data-attachmentid":31080}[/ATTACH]

    Wenn zwischen Underquilt und Hängematte samt Isomatte und Mensch noch Luftblasen sein sollten, dann sind es auf keinen Fall mehr oder größere Blasen als ohne Isomatte.

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