Was hast du heute gemacht?

  • Ich war wieder an der Nähmaschine, den Stoff vom zu kurzen UQ Protector zu etwas anderem verwursten. Hab mir eine Überkopf-Ablage für Pulli, Mütze, Kopfkissen etc gebastelt.

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    Je drei Abnäher raffen den Stoff etwas zusammen, so das eine Mulde entsteht aus der nichts raus fällt. Die Enden sind wie bei einer Gathered End Matte zusammengerafft und mit einem kleinen Karabiner versehen.

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    Befestigt wird das ganze an der Ridgeline mittels Prusiks.

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  • wollte heute meinen Ältesten mal zur Anwendung seiner Mathematikkenntnisse aus der Schule im richtigen Leben bringen.

    ich habe mir nämlich schon länger überlegt, ob eigentlich zwischen den empfohlenen 30° Aufhängewinkel und den 83% Ridgelinelänge im Vergleich zur Hängemattenlänge irgendein Zusammenhang besteht.

    Bevor ich meinen Sohn frage und dann vom Mathelehrer Ärger bekomme, ist diese Rechnung auf dem Foto so sinnvoll?

    Sieht gut aus ist allerdings die falsche Formel ;)


    Nachdem die Hängematte einem Kreissegment entspricht musst du hier auch die Formeln für Kreissegmente verwenden. Die Ridgeline ist in diesem Fall die Länge der Sehne und die Hängematte ist die Bogenlänge und wenn du dann die entsprechenden Formeln anwendest kommst du auch auf die 83% bei einem Aufhängewinkel von 30°


    Nachtrag: Link zu den Formeln. Zusatzhinweis Alpha ist 120° bei einem Aufhängewinkel von 30°

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    Nachdem ich die Innenräume der Berliner Wohnung mithilfe von Airline-Schienen ein wenig entlasten konnte, hat der Eichenholz-Tensa seinen neuen Platz auf der Scholle in der Uckermark eingenommen.

  • wollte heute meinen Ältesten mal zur Anwendung seiner Mathematikkenntnisse aus der Schule im richtigen Leben bringen.

    ich habe mir nämlich schon länger überlegt, ob eigentlich zwischen den empfohlenen 30° Aufhängewinkel und den 83% Ridgelinelänge im Vergleich zur Hängemattenlänge irgendein Zusammenhang besteht.

    Bevor ich meinen Sohn frage und dann vom Mathelehrer Ärger bekomme, ist diese Rechnung auf dem Foto so sinnvoll?

    Auf den ersten Blick hat sich mir der Sinn deiner Formeln nicht ganz erschlossen. Müsste ich nochmals in Ruhe anschauen. Sieht irgendwie aus wie ein Zirkelschluss... :/


    Ich habe mir da vor Jahren mal Gedanken darüber gemacht:


    Hängewinkel und Länge der Ridgeline (inklusive Belastung der Ridgeline)


    Leider hat der Softwarewechsel die Tabelle geschrottet. Quintessenz: Der 30°-Winkel korrespondiert mit einer Ridgeline-Länge von 86,6% (Cosinus von 30°). Die 83% machen aus einer losen Ridgeline eine leicht gespannte Ridgeline (ca. 10% der Hängemattenlast).

  • Sieht gut aus ist allerdings die falsche Formel ;)


    Nachdem die Hängematte einem Kreissegment entspricht musst du hier auch die Formeln für Kreissegmente verwenden. Die Ridgeline ist in diesem Fall die Länge der Sehne und die Hängematte ist die Bogenlänge und wenn du dann die entsprechenden Formeln anwendest kommst du auch auf die 83% bei einem Aufhängewinkel von 30°


    Nachtrag: Link zu den Formeln. Zusatzhinweis Alpha ist 120° bei einem Aufhängewinkel von 30°

    Auch ein interessanter Ansatz!


    Problem, das ich sehe:

    • Lose Hängematte hängt nich kreisförmig durch, sondern in einer Kettenlinie.
    • Belastete Hängematte bildet ein Dreieck.

    PS: Wenn Alpha 120° ist, dann ist der Hängewinkel 60°, nicht 30°, oder?

  • Lose Hängematte hängt nich kreisförmig durch, sondern in einer Kettenlinie.

    Richtig - Berechnung wird dadurch etwas umfangreicher beeinflusst das Ergebnis allerdings erst maßgeblich in den Grenzbereichen (sehr flacher oder sehr steiler Aufhängewinkel)

    Belastete Hängematte bildet ein Dreieck.

    Sehe ich nicht so, denn dafür müsste man eine Punktbelastung zugrunde legen. Dass sich die Längenverhältnisse verändern kann ja auch schon jeder praktisch feststellen wer er sich in die Hängematte setzt und die Spannung der Ridgeline prüft und sich dann hinlegt und nochmal prüft. Dies spricht dann auch wieder dafür, ddie Formeln für Kettenlinien zu verwenden, bei der die Gewichtskraft mit berücksichtigt wird ... macht die Berechnung aber noch etwas komplexer

    Wenn Alpha 120° ist, dann ist der Hängewinkel 60°, nicht 30°, oder?

    Nein, hier musst von der Waagerechten (180°) ausgehen und von jeder Seite die 30° Hängewinkel abziehen und somit kommst du auf die 120° für Alpha


    Fazit:

    Ja, du hast recht die mathematisch absolut richtige Betrachtung ist über die Kettenlinienformel darzustellen wird aber ausser in den genannten Grenzbereichen (extrem steiler bzw. flacher Aufhängewinkel) aufgrund der inhomogenen Gewichtsverteilung auch nur einen Näherungswert liefern.

    Können wir uns darauf einigen, dass man den besten Näherungswert für GE-Hängematten mit der Kreissegment- und für 90°-Hängematten mit Pythagoras erhält und die "Wahrheit" irgendwo dazwischen liegt? 8o

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  • Können wir uns darauf einigen, dass man den besten Näherungswert für GE-Hängematten mit der Kreissegment- und für 90°-Hängematten mit Pythagoras erhält und die "Wahrheit" irgendwo dazwischen liegt? 8o

    Können wir uns darauf einigen das als Näherungswert 2Bäume(o ä) gebraucht werden & wenn die Matte richtig hängt ist alles gut?^^

    Das ist die Norddeutsche Variante.....

  • Sehe ich nicht so, denn dafür müsste man eine Punktbelastung zugrunde legen. Dass sich die Längenverhältnisse verändern kann ja auch schon jeder praktisch feststellen wer er sich in die Hängematte setzt und die Spannung der Ridgeline prüft und sich dann hinlegt und nochmal prüft. Dies spricht dann auch wieder dafür, ddie Formeln für Kettenlinien zu verwenden, bei der die Gewichtskraft mit berücksichtigt wird ... macht die Berechnung aber noch etwas komplexer

    Es ist grob eine Punktbelastung. Nur bildet sich nich unter dem gesamten Körper ein gleichseitiges Dreieck. Dass die Ridgeline bei Belastung mal lose, mal mehr gespannt wird, hat aus meiner Sicht primär damit zu tun, dass die Materialien unterschiedlich elastisch sind.

    Nein, hier musst von der Waagerechten (180°) ausgehen und von jeder Seite die 30° Hängewinkel abziehen und somit kommst du auf die 120° für Alpha

    Das Bild auf Wikipedia müsste man ja auf den Kopf stellen, damit es der Situation in der Hängematte "entspricht". Damit sich zwischen dem Radius des Kreises und dem Hängewinkel ein rechter Winkel bilden, müsste Alpha doch 60° sein. Oder habe ich etwas übersehen?

  • Es ist grob eine Punktbelastung. Nur bildet sich nich unter dem gesamten Körper ein gleichseitiges Dreieck. Dass die Ridgeline bei Belastung mal lose, mal mehr gespannt wird, hat aus meiner Sicht primär damit zu tun, dass die Materialien unterschiedlich elastisch sind.

    Also wenn du es "grob" betrachtest, dann kommt die Kreissegment-Betrachtung der Realität wohl deutlich näher, wenn du es "unendlich fein" (unendlich viele Belastungspunkte) betrachtest, kannst du für jeden der unendlich vielen Belastungspunkte deinen Wert berechnen. Ein gleichseitiges Dreieck bekommst du ohnehin nur, wenn die Belastung exakt in der Mitte ist. Berücksichtigst du jetzt auch noch Elastizität von Materialien wird es langsam echt unübersichtlich, da du dann auch noch Fadeneigenschaften und Webart berücksichtigen solltest ... nicht zu vergessen das Temperatur und Luftfeuchtigkeitsverhältnis inkl. der Einflüsse von möglichen Zersetzungs- und Alterungsprozesse hervorgerufen durch Umweltfaktoren und die unterschiedliche Zusammensetzung diverser Körperausscheidungen der Nutzer welche in Wechselwirkung mit den verwendeten Materialien treten. :/



    Das Bild auf Wikipedia müsste man ja auf den Kopf stellen, damit es der Situation in der Hängematte "entspricht". Damit sich zwischen dem Radius des Kreises und dem Hängewinkel ein rechter Winkel bilden, müsste Alpha doch 60° sein. Oder habe ich etwas übersehen?

    Dein Ansatz ist schon richtig, stell das Bild auf den Kopf ... allerdings sind die 30° zur Waagerechten (Bogensehne) zu sehen und nicht zur Senkrechten (Radius) ;)

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  • Moin zusammen,

    ich mache es auch eher wie VolkerRacho, also die Norddeutsche Variante,..........aufhängen, reinlegen und solange rumfummeln bis es passt und ich bequem schlafen kann! So lernt man sein Equipment gut kennen 😜

    83%,81% oder 85% Ridgelinelänge..........30 Grad, 27 Grad oder 35 Grad Hängewinkel, das sind für mich persönlich nur grobe, theoretische Richtwerte. Für mich gibt es keine allgemein gültige Regel. Bei jeder Hm und jedem Hänger ist es vielleicht wieder ein wenig anders. Deshalb ist für mich der beste Weg: aufhängen und testen, testen, testen.........

    In diesem Sinne........Gruß von der Ostsee

  • Ich glaube wir müssen an dieser Stelle mal die Bremse reinhauen bei dem Thema ... es ging bei der (pseudo)wissenschaftlichen Betrachtung keineswegs um ernstgemeinte Richtwerte wie man seine Hängematte aufzuhängen hat sondern um eine witzige Betrachtungsweise in Bezug auf die "Mathematiknachhilfestunde" von Ted für seinen Sohn.


    Nur damit es für jeden klar wird ... es ist nichts weiter als Ironie, Smalltalk, Spass oder wie auch immer man es betrachten möchte.

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  • ich mache es auch eher wie Volker Racho, also die Norddeutsche Variante,..........aufhängen, reinlegen und solange rumfummeln bis es passt und ich bequem schlafen kann! So lernt man sein Equipment gut kennen 😜

    Mittagsfrost gefällt dieses Vorgehen und er würde das auch gerne ausprobieren. Zu dumm nur, dass er immer schon einschläft, bevor er zum "Rumfummeln" kommt. ;)

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