DIY Underquilt Größe

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  • Hallo,

    nachdem ich mir eine 3,7m x 1,70m Hängematte genäht habe sitze ich an der Planung für den passenden Underquilt.

    Als Isolation benutze ich G-Loft Kunstfaser 160g.

    Die meisten Underquilts scheinen mir mit 2m Länge etwas kurz zu sein. Bin 1,86m und würde den UQ lieber 2,5m lang machen. Damit man sich bewegen kann und dann nicht die Position des UQ verändern muss. Außerdem ist es dadurch in meiner Vorstellung noch wärmer. Vorsichtshalber habe ich auch Material für einen 3m UQ besorgt. Aber das scheint mir mittlerweile etwas übertrieben. Oder doch nicht??? :/

    Sind die 2m ein Kompromiss an das Packmaß? Oder gibt es Nachteile bei längeren UQ, die ich nicht sehe?

    Bisher hatte ich eine Amazonas Hängematte mit Isomatte im doppelten Boden. Ging auch, hatte aber die bekannten Nachteile wenn es kälter wurde. Falls es zu warm sein sollte, kann man auch einfach Kopf und Fußende lockern. :/

    Freue mich auf euren Input.

  • In einer GE-Hängematte kannst du dich nicht über eine Länge von 2,5 Meter hoch und runter bewegen. Du stellst die Höhe von Kopf- und Fussende ein und damit ist definiert, in welchem Bereich der Hängematte du liegst. Dorthin rutschst du zurück, ganz egal, wohin du dich bewegen möchtest.

    Wenn du die Position des Quilts anpassen kannst, reichen dir aus meiner Sicht rund 2 Meter Länge.

  • Wenn du Amazonas gewohnt bist würde ich dir empfehlen erstmal den gängigen Standard zu probieren. Wenn es dann immer noch nicht funktioniert kann man weiter optimieren. Ich bin noch 7cm größer als du und hatte weder mit dem Cumulus Selva noch mit dem Wooki Probleme. Klar, der Kopf kann schon mal an der oberen Grenze liegen, aber da ich mit Kissen schlafe ist das überhaupt kein Problem.

    Kompromiss ans Packmaß kenne ich eher in die andere Richtrung, sprich 3/4 Quilts. Das jemand freiwillig drauf legt habe ich noch nie gehört;)

    Aber dafür ist es ja auch DIY. Wenn es dich glücklich macht ist`s doch völlig OK

  • Kompromiss ans Packmaß kenne ich eher in die andere Richtrung, sprich 3/4 Quilts. Das jemand freiwillig drauf legt habe ich noch nie gehört;)

    Jetzt hörst Du es. (Wenn Du laut liest) ;)

    An meiner 3 m langen Hängematte habe ich einen 120 cm langen und 100 cm breiten Daunenunderquilt befestigt. Unter die Waden kommt ein Sitzpad oder der Rucksack. Tolles Packmaß und Gewicht, perfekt für lange Sommertouren.

    Länger als 2 m würde ich einen Underquilt nicht gestalten. Keinerlei Komfortzuwachs, dafür unnützes Gewicht, Packmaß und Materialverschwendung.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Kompromiss ans Packmaß kenne ich eher in die andere Richtrung, sprich 3/4 Quilts. Das jemand freiwillig drauf legt habe ich noch nie gehört;)

    Jetzt hörst Du es sogar zum zweiten Mal! Neben dem offensichtlichen (Gewicht, Packmaß) liebe ich 3/4 Quilts dafür, dass sie im Vergleich zu längeren "Vier-Ecken-Underquilts" deutlich besser anliegen. Mein HG Phoenix schmiegt sich wunderbar an die Schulter weil er eben genau über dieser dann auch endet und die Passform an die Hängematte ist relativ optimal. Das wäre auch für mich der wichtigste Grund der gegen einen extralangen UQ spricht: Prinzipbedingt schmiegen sich konventionelle UQs relativ schlecht an die Hängematte bzw den Körper an, je länger der UQ, desto größer wird das Problem. Davon abgesehen bietet das ja auch wie schon beschrieben schlicht keinen Mehrwert, gegen den Häng zu arbeiten und nachts ständig nach ob oder unten zu rutschen und 20 Minuten später eh wieder an der durch die Hängematte vorgegebene Position zu rutschen ist ein Garant für einen bestenfalls mittelmäßigen Schlaf.

  • Mein UQ geht nur knapp über den Nacken und ca. 3cm über die Fersen. Mir reicht das. Mehr Wärme gibt es nur wenn du mehr G-Loft vernähst.

    Die spürbare Wärmerückstrahlung entsteht nur genau da wo Dein Körper direkt an der Isolierung anliegt. Wichtiger als die Länge ist eher die Breite. Die kann man üppig über die Schultern nähen, oder eben schmaler um Packmaß einzusparen.

    Würde ich mir nochmal ein UQ nähen, würde ich die gleiche Breite nehmen von ca. 140cm an den Schultern, aber ich würde einen Streifen von ca. 40cm doppeltes Apex, mittig an der Wirbelsäule bis zu Ferse einnähen. Bringt das Packmaß auch hoch, aber hält sich noch in einem erträglichen Rahmen. Das steigert den Komfort.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (7. März 2026 um 12:30)

  • "Würde ich mir nochmal ein UQ nähen, würde ich die gleiche Breite nehmen von ca. 140cm an den Schultern, aber ich würde einen Streifen von ca. 40cm doppeltes Apex, mittig an der Wirbelsäule bis zu Ferse einnähen. Bringt das Packmaß auch hoch, aber hält sich noch in einem erträglichen Rahmen. Das steigert den Komfort."

    Super Tip. Da ich ja genug von dem Zeug habe, kein Problem. Vielleicht passt der Rest auch für einen Top Quilt.

    Der Hinweis auf die "4-Ecken-Quilts" hat mich zum nachdenken gebracht. Habe im diy Bereich eigentlich immer nur die 4-eckige Variante gesehen. Und bei denen zum Kaufen selten welche Form die ausgebreitet haben. Die Möglichkeit einen Kreis, Oval, Trapez, Sechseck, oder was auch immer zu machen ist ja der Vorteil beim selbst machen. :/

    Welche Form würde sich denn besser anbieten?

  • Wollte es in Liegerichtung steppen. Damit es sich nicht ganz so einfach verzieht und mehr Stabilität reinkommt. Auch wenn ich mich nicht darauf freue den halben UQ durch die Maschine zu quetschen.

    Nach einigem Lesen hier zu Sookies scheint mir aber, dass Sookies schlecht sind wenn es zu warm ist, da man die nicht einfach an Kopf und Fußende lösen kann für ein angenehmeres Klima.

    Wird wohl doch auf mehrere hinauslaufen. 8|

  • Danke.

    Habe ja schon mehrere Hängematten. Und jetzt meine erste selbst gemachte.

    Aber ist meine Annahme richtig, dass man einen Wookie/Sookie nicht für wärmere Nächte einstellen kann? Weil dann wird mein erster einfach doch ein rechteckiger mit Tunnelzügen.

    Denke jetzt noch über einen Wärmekragen an den Enden nach.

  • Du kannst den UQ so konzipieren, dass er sich lockern lässt.

    Ich würde zunächst die Steppnähte samt Füllung mit einem günstigen Stoff testen, bevor Du mit dem richtigen Shell-Stoff loslegst. Dadurch erhälst Du wichtiges Vorwissen, für Dein G-Loft Projekt.

  • Jeder Underquilt - auch ein Sookie - lässt sich so einstellen, dass er nicht mehr so stark wärmt. Dazu verlängert man einfach die Aufhängung. Bei einem KuFa-Underquilt wird sich dieses Problem allerdings wohl nur selten ergeben. Umgekehrt (Underquilt ist zu kalt) ist ein häufigeres und größeres Problem.

    Wenn du meinst, dass du zu warm schläfst, kannst du ja einen einen ergänzbaren Sookie nähen. Simply Light Designs bietet dazu eine Decke an, die sich in den Underquilt einknöpfen lässt. Das Konzept lässt sich leicht kopieren.

  • Vielen Dank nochmal für die vielen Tipps.

    Underquilt ist fertig (2m) und die erste Nacht war sehr warm. Allerdings noch drinnen bei offenem Fenster. Verstehe schon jetzt nicht mehr wie ich all die Jahre mit so einer kleinen Matte von Amazonas zurecht gekommen bin. Viel Platz auch für die normale Bettdecke. Es war fast zu warm. Vielleicht bekomme ich aus dem Rest noch einen Topquilt hin.

    Verstehe jetzt aber auch warum die meisten vor dem Steppen zurück schrecken.

  • Der erste Test bei ca. +3° gemacht. Nachdem die Aufhängung nochmal korrigiert wurde, war es schön warm.

    Auch der passende Top Quilt, ebenfalls aus G-Loft genäht, war schön warm.

  • Vielen Dank nochmal für die vielen Tipps.

    Underquilt ist fertig (2m) und die erste Nacht war sehr warm. Allerdings noch drinnen bei offenem Fenster. Verstehe schon jetzt nicht mehr wie ich all die Jahre mit so einer kleinen Matte von Amazonas zurecht gekommen bin. Viel Platz auch für die normale Bettdecke. Es war fast zu warm. Vielleicht bekomme ich aus dem Rest noch einen Topquilt hin.

    Verstehe jetzt aber auch warum die meisten vor dem Steppen zurück schrecken.

    Ich versteh das auch nicht, wieso es noch Menschen gibt die in 290cm langen Matten schlafen. Habe auch ein paar Kollegen in meiner Wandergruppe die unbeirrt dabei bleiben.

    Wäre klasse wenn Du ein paar kurze Erklärungen (am besten mit Bildern natürlich) zu dem Steppen liefern könntest. Deine Bezugsquelle zu dem G-Lofz wäre auch sehr nützlich. Danke.

    Der UQ sieht gut aus und ich denke dass Du mit G-Loft auch eine bessere Wahl als Apex getroffen hast. Chapeau.

  • Habe keine Fotos beim Nähen gemacht.

    Aber im Endeffekt: Die drei Lagen aufeinander gelegt, mit Stecknadeln die Nähte vorgesteckt (ca. 30cm Abstand), eine Seite aufgerollt und dann festnähen. Microtex Nadel 70. Und auch 70er Garn, für die Stabilität (etwas fummelig das kräftige Garn durch die kleine Nadel zu bekommen, geht dann aber ganz gut).

    Ränderversäumt und mit Ripsband die Tunnelzüge dran. Hier habe ich mit Stoffklammern den Stoff fixiert. Ist bei den Flutschelstoffen besser als Stecknadeln. Zumindest für mich. Sollte aber anmerken, dass ich schon recht lange Kleidung, Taschen und alles mögliche andere Nähe. Die Erfahrung macht es etwas einfacher.

    Den Stoff für die Hängematte hab ich von der Hammockfairy. G-Loft war bei Extremtextil im Angebot. Daher fiel die Wahl darauf. Die Stoffe für die Quilts waren ebenfalls von Extremtextil. Gummibänder aus dem Baumarkt.

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