(Fischer)Netz Hängematte

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  • Hallo zusammen!

    Mein Sohn möchte gerne ein Netz knüpfen. Er konnte mir nicht genau sagen,was er damit vor hat. Ihm geht's wohl mehr um den Prozess, als um das Produkt am Ende. Ich hab dann mal (so halb im Spaß) vorgeschlagen, dass wir ja eine Hängematte knoten können. Und nu hab ich den Salat, er ist Feuer und Flamme für die Idee und möchte das unbedingt angehen 😅

    Eine Anleitung, wie man Netze knüpft, habe ich schon gefunden und die sieht soweit auch gut nachvollziehbar aus:

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    Die Nadel würde ich selber schnitzen und das Brettchen auch.

    Jetzt stellt sich aber die Frage nach der Schnur und der Maschenweite. Bei der Schnur dachte ich jetzt erst mal an Küchengarn. Das habe ich da, es ist stabil, lässt sich gut knoten und passt vom Durchmesser her (denke ich) ganz gut. Spricht da etwas gegen?

    Zur Maschenweite: sind 5cm da okay? Ich denke, das sollte groß genug sein, damit es nicht zu fummelig zum knoten ist, aber auch klein genug, dass man die einzelnen Maschen nicht zu stark merkt. Passt das?

    Als Endgröße dachte ich an 300x120cm, das wären dann 60x24 Maschen. Da haben wir also einiges zu tun 8o

  • Nach Ansicht des Videos scheint mir euer Projekt ziemlich langwierig zu werden..... Ich bekomme Respekt vor den Fischern, die früher ihre Netze noch selber geknotet haben! Vorallem, wenn man an die nötigen Größen denkt! Wow...

    Aus was für einem Material ist dein Küchengarn? Ist es wetterfest? Nicht, dass es bei der vielen investierten Arbeit bald kaputt geht.

  • Schönes Projekt.

    Eine Crosshammock würde sich ggf. gut dafür eignen. Müsste man nicht so lang machen und man könnte die Seiten direkt mit Dynema bzw. der Netzschnur anknoten. Nur so eine Idee.

    Als Schnur vielleicht Nylonschnur für die Fischerei?

    Maschenweite würde ich so machen, dass es nicht zu aufwändig wird. Die Druckpunkte bei einer Crosshammock gehen fast ausschließlich auf die Isomatte.

    Viel Erfolg.

    2 Mal editiert, zuletzt von Gironimo (10. März 2025 um 13:49)

  • Schönes Projekt.

    Eine Crosshammock würde sich ggf. gut dafür eignen. Müsste man nicht so lang machen und man könnte die Seiten direkt mit Dynema bzw. der Netzschnur anknoten. Nur so eine Idee.

    Hmja, wäre eine Idee und es wäre nicht ganz so viel Arbeit. Da kann man dann aber nur mit Isomatte drin liegen, oder? Wir könnten seine Thermarest Ridgerest dafür hernehmen. Ne Luftmatte haben wir für so ein Projekt nicht üner..

    Auf dem Gevelsbergtreffen hatte ich kurz in einer Crosshammock mit Luftmatratze gelegen. Das war zwar schon cool, aber fühlt sich auch nicht so richtig nach Hängematte an, da die Liegefläche ja eher wie ein Bett ist und bisschen schaukelt^^

    Außerdem hab ich Respekt davor die Aufhängeschnüre alle auf die passende Länge zu bekommen. Ich glaube, das artet ziemlich in Friemelei aus, oder?

    Als Schnur vielleicht Nylonschnur für die Fischerei?

    Wie wäre es mit Maurerschnur? Gibts in jedem Baumarkt, in verschiedenen Stärken und ist günstig.

    Was wäre denn der Vorteil von Nylon-/Maurerschnur gegenüber dem Küchengarn? Laut Google besteht es übrigens idR aus Baumwolle..

  • Die tragenden Schnüre einer Crosshammock sind gespleißte Whoopie Slings aus Dyneema und lassen sich schnell in der Länge verstellen.

    Die mexikanischen Netzhängematten sind ja auch aus Baumwolle. Sollte also auch gehen. Baumwolle verrottet, deshalb wäre das nichts für draußen. Trotzdem würde ich kein Garn für die Küche nehmen. Ich käme mir ständig wie ein Rollbraten vor.

    Einmal editiert, zuletzt von Gironimo (10. März 2025 um 17:34)

  • Das Küchengarn ist idR aus Baumwolle ;) Natürlich nicht die Maurerschnur...

    Genau, ich meinte das Küchengarn mit Baumwolle. Wir starten übrigens grad einfach mal mit dem Küchengarn und machen ein kleines Testnetz.

    Ob wir dann für die Hängematte ne andere Schnur nehmen oder das Projekt doch zu groß ist (bzw ggf. dann ein Papaprojekt wird 😅 ) wird sich zeigen :)

  • Tolle Idee - aber das Küchengarn kommt mir doch arg filigran vor. In Netzhängematten fühlt man sich ohne Decke oder Isomatte zwar immer wie ein Rollbraten, aber mit etwas dickeren Schnüren kann man zumindest kurze Zeit reinliegen, insbesondere mit langen Klamotten an (wir hatten früher auch so ein Ding).

    Als Querlieger kann ich mir so ein Ding übrigens nicht wirklich vorstellen, dann lieber mit Stäben als Bridge.

  • Als ich gerade die Küchenschnur oben abgebildet gesehen habe, habe ich Zweifel bzgl. der Belastbarkeit bekommen. Auf einem Rollbraten oder Kohlrouladen ist kaum eine Belastung, aber wenn ein Mensch drinliegt... natürlich ist es dann ja nicht nur eine Schnur und das Gewicht verteilt sich auf ganz viele Schnüre, aber Bedenken hätte ich trotzdem.

    Maurerschnur finde ich zu dünn: ich kann mir gut vorstellen, dass die zu sehr in die Haut drückt. Das ist ja sowieso ein grundsätzliches Problem von solchen Netzhängematten: nicht ohne Grund sind die meisten Matten aus Stoff : es fühlt sich einfach angenehmer an.

  • Da hat jemand Blut geleckt und ich kriege ihn nicht ins Bett 🙈 Hier das Ergebnis bisher:


    Mussten nochmal neu anfangen, aber jetzt scheint es zu funktionieren..

    Die Bedenken, dass die Schnur zu dünn ist, teile ich mittlerweile. Ich glaube gemütlich wird das nicht. Und ob es hält wäre dann die nächste Frage... Jetzt hab ich mal ein bisschen im Internet gestöbert und bin auf 4mm Juteschnur gestoßen:

    https://www.paracord.eu/overig-touw/jute-touw/4mm-jute-touw-geslagen

    Keine Ahnung warum, aber irgendwie zieht es mich bei dem Projekt zu Naturmaterialien. Wenn ich richtig kalkuliert hab, bräuchte ich für eine 300x120cm Matte ca. 80m Schnur. 100m wären da 20€ und die Matte würde ein knappes Kilo auf die Waage bringen 🤔 Da muss ich mal ne Nacht drüber schlafen :)

  • Von Paracord rate ich ab. Fallschirmschnur ist dazu bestimmt, den Ruck beim Öffnen des Fallschirmes abzufedern.
    Bei einer Hängematte (und ihrer Aufhängung) ist diese Dehnbarkeit eher unerwünscht.

    Falls die Maschenweite zu groß und die Tragkraft zu niedrig ist - kein Problem, man kann ja jederzeit nachknüpfen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Die tragenden Schnüre einer Crosshammock sind gespleißte Whoopie Slings aus Dyneema und lassen sich schnell in der Länge verstellen.

    by the way:

    ......eigentlich kann die passende Antwort ja besser Cross Hammock geben, aber da ich selbst 2 CH besitze, wäre es mir neu, wenn o.g. Aussage stimmt.

    Verstellbar sind bei mir nur 2 (tragende) Schnüre (eine rechts und eine links) um das "Kopfteil" zu variieren. Die anderen 20 Dyneemaschnüre sind bei mir "Fix".

  • Also von der 4mm Juteschnur bin ich wieder ab. Allein schon, weil man dann eine riesige Netznadel bräuchte, die auch ein paar Meter Schnur aufnehmen kann. Bei 4mm Durchmesser ist das Ding ja schnell voll...

    Jedenfalls hab ich mich dann heute blöderweise verfahren und stand plötzlich vor'm Bauhaus. Dann fiel mir da auch noch ungefragt diese Spule entgegen :saint:


    Zufälle gibt's... 😬

    Das Testnetz nimmt derzeit auch weiter Form an.


    Ich probier gleich mal aus, durch die gegenüberliegenden Seiten Stöcke zu schieben und dann kann sich der Große drauf legen und ich ihn an den Stöcken hochziehen. Dann kann er mir ja sagen, ob das bequem ist und er sich ne ganze Hängematte antun möchte 😅

  • Ich habe mal jemanden gekannt, der knüpfte tatsächlich Hängematten dieser Art. Soweit ich mich erinnere, nutzte er eine Polyester?-Schnur aus dem Baumarkt, ich würde sie auf 3mm schätzen. An den Stirnseiten war jeweils eine Latte mit Löchern, wo die Schnüre durchgingen. Da er geübt war, hatte er eine Hängematte innerhalb eines Nachmittags fertigstellen können.

    So wie diese hier: https://www.haengemattengigant.de/hangematte-familie-rope-natura , allerdings etwas schmaler.

    Ich fand die Hängematte damals sehr bequem, aber sie hat sich meiner Meinung nur zum Abhängen im Park geeignet. Aber das ist ja auch sehr schön.

    Berichte doch bitte, wie das Projekt voranschreitet, und vor allem, wie das Ergebnis wird.

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