Sur le Pas de Huguenots - Hugenottenpfad in Frankreich

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  • Ich bin bis vorgestern von Nîmes nach Genf gewandert und dabei hauptsächlich dem Weitwanderweg "Sur le pas des Huguenots" gefolgt. Immer wieder wich ich aber auch davon ab, wo es mich dünkte, dass es landschaftlich schöner sein könnte. Von 23 Nächten habe ich 21 in der Hängematte verbracht, 2 davon auf Campingplätzen, den Rest ausserhalb offizieller Strukturen. Es scheint in Frankreich zwischen Camping und Biwakieren unterschieden zu werden. Während Wildcampen häufig verboten ist, wird biwakieren meist toleriert, sofern es von Unmotorisierten praktiziert wird, nicht mehr als 50m neben den offiziellen GR-Routen ohne Zelt oder in einem Zelt in dem man nicht stehen kann und maximal während einer Nacht von 19 Uhr bis 9 Uhr stattfindet. Für den Nationalpark in den Cévennen habe ich z.B. dieses Dokument gefunden. Für den Naturpark im Vercors gilt ein ähnliches Reglement und am Wegrand habe ich Schilder gesehen, die z.T. das Campieren verbieten und z.T. das Campieren und Biwakieren.
    Einen geeigneten Hängeplatz in diesem Rayon zu finden, war meistens kein Problem, allerdings waren die Plätze recht häufig in dichtem Wald oder Busch und dementsprechend ohne Aussicht dafür mückenverseucht. Auch wenn ich natürlich lieber mit etwas Luft, Licht und Aussicht um mich rum abhing, störten mich meine Buschplätze, wenn ich mal hing, kaum. Denn nach einem langen Tag auf den Füssen, verliess ich die Hängematte eh nur noch zum pinkeln, also einmal um ca. 22 Uhr und dann wieder um 7 Uhr, unmittelbar bevor ich aufbrach. Irgendein Problem mit Menschen hatte ich in all den Nächten nie, es hat mich wahrscheinlich eh nie jemand bemerkt. In einer Nacht auf einem Campingplatz gab es aufsässige Wildschweine, die ich beim ersten Mal wohl nicht mit genügend Nachdruck vertrieben hatte, es dann aber beim zweiten Mal begriffen, dass das jetzt mein Platz ist. In einer anderen Nacht ist ein Reh fast mit mir kollidiert: Ich hörte es knacken im Busch und das Knacken kam näher. Weil mich Wunder nahm, was da kommt, verhielt ich mich still und machte meine Kamera bereit. Als das Reh dann mit Vollgas auf mich zukam und gerade noch einen Haken schlagen konnte, bevor es mit mir zusammenstiess, löste der Blitz leider nicht aus - oder vielleicht auch zum Glück für das Reh. In einer dritten Nacht war ebenfalls viel Betrieb im Wald. Da schlich mehrfach etwas Geschmeidiges um meine Hängematte, das offensichtlich durch die Anwesenheit eines Menschen nicht irritiert war. Ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, was das sein könnte, bis ich dann am anderen Morgen wenige 100m später an einem Haus vorbei kam, vor dem sich die Katzen in der Sonne räkelten.

    Für die Ausrüstung habe ich hier im Forum viele Tipps erhalten. Besten Dank dafür! Besonders gelohnt hat sich in meinen Augen der Tipp mit dem Cold Soaking. Ich hatte das vorher überhaupt nicht auf dem Schirm, habe es dann auf eure Hinweise hin 1x ausprobiert und dann einfach durchgezogen, obwohl ich es mir nicht so recht vorstellen konnte. Zu meinem Favoriten entwickelte sich Couscous mit getrocknetem Gemüse, Linsen und Quinoa (gibt's in Frankreich so zu kaufen) gemischt mit einer Gemüsecrèmesuppe. Besonders überzeugt hat mich, dass ich das ganze Cold Soaking direkt in der Hängematte vollziehen konnte; ich musste also nicht mit einem Kocher hantieren und dafür evtl. die Hängematte verlassen (oder mir einen ebenen Hängeplatz suchen, wo ich den Kocher sicher neben die Hängematte hätte stellen können), sondern konnte bequem liegen bleiben. Je nach Gebiet waren Kocher sowieso wegen Waldbrandgefahr verboten.
    Eigentlich hatte ich ja vor, öfters mal im Restaurant zu essen, das war aber am Anfang in den Cévennen mangels Restaurants fast nicht möglich und dann hatte ich keine Lust, alleine einzukehren. So habe ich in den 24 Tagen tatsächlich nur 3x warm gegessen.

    Ebenfalls gelohnt hat sich in meinen Augen, dass ich am Schluss dann doch eine 11' Hängematte mitgenommen hatte und nicht wie ursprünglich angedacht eine kleine und dafür ultraleichte. Ich verbrachte pro Tag häufig um die 12 Stunden in der Hängematte, weil das schlicht der bequemste und mückenfreiste Ort war und ich nach der ganzen Latscherei sowieso nur noch liegen wollte. Auch für die Siesta war sie mir immer wieder ein willkommener Aufenthaltsort. Als Bodenbrüter wäre ich wohl nicht darum herumgekommen, auch noch einen Stuhl mitzunehmen, weil mein Rücken das Rumliegen auf Isomatten und Herumkauern am Boden nicht mehr so gut mitmacht.

    Aber gut, wie wärs mit ein paar Bildern? Hier meine komplette Ausrüstung (den Fuselteppich habe ich zu Hause gelassen):

    Der Rucksack war ohne Kamera, Essen und Wasser 4.9kg schwer. Die Kamera ist natürlich ein Brummer, hat mich aber gut unterhalten. Im Endeffekt habe ich alles benützt ausser den Kopfhörern. Ich überlegte im Vorfeld lange, ob ich die Sandalen mitnehmen soll, schliesslich war ich froh um sie. Ich hatte zwischendurch ziemliche Probleme mit den Füssen und so konnte ich etwas zwischen den Schuhen und den Sandalen abwechseln. Allerdings waren die Wege häufig so fordernd, dass sie mit den Sandalen nicht funktionierten. 2x habe ich die Sandalen auch im Regen angezogen und so Schuhe und Socken trocken halten können. Als Campsandalen hätte ich sie jedoch nicht mitnehmen müssen, da ich mich im Camp schlicht nicht mehr bewegte. Wenn ich sie nicht benutzte, versteiften sie den Rücken meines Rucksackes.

    Start war wie gesagt in Nîmes, von da bin ich durch Steineichen-Steppe und abwechslungsreiches Landwirtschaftsland nach Norden gewandert. Es gab viele Schmetterlinge

    und ein schönes Camp am Abend.

    Am Tag darauf hatte ich schon massive Probleme mit den Füssen ;( trotzdem kam ich gut voran, zweifelte aber bereits an meinem Vorhaben. Dennoch schaffte ich es über Anduze hinaus.

    Unterwegs versuchte ich mich als Wildlife-Photographer

    Weil der Mistral so stark blies, musste ich nachts die Hängematte verlassen und mir einen Windschutz basteln.

    Ich war nun in den Cévennen. Die boten eine Mischung aus ewigen Forstrassen und sehr schönen Höhen, wie auf der Corniche des Cévennes.

    und den wohl schönsten Hängeplatz der ganzen Tour.

    Als dann für eine Nacht Gewitter angesagt waren, konnte ich mein Bushmen-Tarp testen.

    Das Tarp ist recht leicht, günstig, aber leider qualitativ nicht überzeugend. In vier Regennächten konnte ich es so aufspannen, dann ist mir die Lasche an der Ridgeline ausgerissen. In der 5. und zum Glück letzten Regennacht konnte ich es dann nur noch diagonal verwenden, womit es natürlich viel weniger Schutz bot. Ich habe verschiedene Tarps, doch dieses ist von der Verarbeitung her leider wirklich schludrig. Vom Handling her hat es mir seht gut gepasst.

    Es ging weiter durch die Cévennen.

    Nach Le Pont de Montvert.

    Von hier wollte ich den Mont Lozère besteigen und weil das Licht am Morgen am besten ist, übernachtete ich weit oben. Allerdings hatte ich etwas Bedenken, dass es von der Temperatur her reichen könnte.

    Darum bastelte ich mir aus dem Poncho einen Underquiltprotector (den Rucksack habe ich natürlich entfernt und den Poncho nachher hochgezogen). Das hat gut funktioniert und ich habe warm geschlafen.

    Die Wanderung über den Mont Lozère und zum Pic Cassini war dann grossartig.

  • Der weitere Weg durch die Cévennen bot dann leider sehr viel eintöniges Waldgelatsche bis ich schliesslich bei der Serre de Barre ankam und damit am Ende der Cévennen.

    Ich kam runter nach Le Vans und ging weiter in den Bois de Païsolive.

    Hier hat der Chassesac eine beeindruckende Schlucht gegraben.

    Nach mehr als einer Woche ohne Dusche fand ich es eine gute Idee, mich auf einem Zeltplatz einzuquartieren. Das war allerdings etwas komplizierter als gedacht. Doch dank vielen freundlichen Menschen (flexible Platzwahl, Spannsets) konnte ich schliesslich meine Hängematte spannen - an zwei Bäumen, die den Möwen als Schlafplatz dienten.

    Die eigentlich berühmte Schlucht in der Gegend ist die der Ardèche, durch die man komplett durchwandern kann.

    Allerdings habe ich das etwas als Tortur erlebt. Es war sehr heiss, so heiss, dass man die Metallgriffe, die es immer wieder hatte, kaum greifen konnte.

    Der Weg war häufig total eingewachsen, ich hatte zu wenig Wasser und die ganze Sache sowieso völlig unterschätzt. Schliesslich musste man sogar noch kriechen.

    Ich war so erschöpft, dass ich mich im Anschluss direkt neben dem Weg hinhängte (in der Schlucht ist auch biwakieren verboten).

    Es folgte der Tiefpunkt der Tour: Ein Hitzetag sondergleichen, geschwollene Füsse, eine Gewitternacht und am Tag darauf eine Sinnkrise: Die zwei Höhepunkte der Tour, Mont Lozère und die Ardècheschlucht, waren vorbei und ich hatte noch nicht mal die Hälfte der Strecke geschafft. Meine Füsse wollten nicht mehr und der Kopf wollte nach Hause.

    Irgendwie schaffte ich es jedoch mit einer hervorragenden Nacht und einem gemütlichen Tag wieder in den Tritt zu kommen.

    Ich überquerte die Rhone und definierte mir einen neuen Höhepunkt: Der Grand Veymont im Vercors, der ursprünglich nicht an meiner Route lag.

    Ich wanderte Richtung Alpen und mit den ersten Hügeln kam auch die Motivation wieder.

    v.a. da es meinen Füssen auch wieder besser ging.

    Ich fand wieder mal einen tollen Hängeplatz mir Morgensonne,

    und Morgenspektakel.

    und schliesslich ging es hinter Die endlich so richtig in die Berge. Da hinauf geht es, in den Sattel rechts neben der Felsnadel.

    Es wurde zwar noch ein harter Abend, weil der Anstieg brutal war, mir das Wasser ausging und die erhoffte Quelle trocken und die nächste eine weitere Stunde entfernt war. Aber schön war es auch.

    Und am Tag darauf erst!

  • Vorhin war ich wohl zu fix mit kommentieren und vermutlich kommt ja noch mehr...

    Aber ich finde es toll, dass du aus deinem Tiefpunkt wieder rausgekommen bist und Deine Füße durchgehalten haben.

    Die Bilder sind wirklich wunderschön (und die darauf zu sehende Landschaft)!

    Sicher unglaublich anstrengend, aber genauso sicher auch eine tolle Erinnerung.

  • Les Hauts Plateaux du Vercors :love:

    Morgenstimmung

    Patou. Das Tier ist riesig, wollte gestreichelt werden und spielen, dabei sollte es eigentlich auf die Schafe aufpassen.

    Da hinauf ging es.

    Ich gewann an Höhe.

    Und oben. Die Aussicht war toll, das Licht am Mittag leider überhaupt nicht fotogen. Da kam ich her.

    Am Abend wurde es nochmals spannend. Wo kann ich in dieser Landschaft meine Hängematte aufhängen? Schliesslich fand ich diesen Unterstand.

    Die Sache hatte allerdings einen Haken: Er stand in einer Senke und kaum war die Sonne weg, bildete sich ein Kaltluftsee und zwar so richtig. Am Morgen hatte es Bodenfrost und Reif. Ich hatte mir das Tarp unter den Underquilt gehängt und alles Isolierende in die Hängematte reingelegt, so liess es sich aushalten.

    Es folgten noch ein weiterer Tag im Vercors.

    Und dann am Tag darauf

    er Abstieg nach Grenoble.

    Hier war guter Rat wieder teuer. Bis Genf fehlten noch ca. 7 Tage. Es musste also nochmals eine spannende Route her. Darum bin ich am Tag darauf als in die Chartreuse hinaufgestiegen.

    Hier war wieder eine feuchte Nacht und v.a. anschliessend ein nasser Tag angekündigt.

    Darum blieb ich an dem Tag möglichst in den Tälern

    und konnte so die Chartreuse schliesslich hinter mir lassen.

    Ich folgte nun einer Jurakette gen Norden. An dem Tag war es so schwül, dass ich den ganzen Weg in meinem eigenen Saft garte und einfach nicht trocknen konnte. So lief ich mir einen Wolf. Gegen Abend wurde es freundlicher: Aussicht auf die Rhone.

    In Yenne schien endlich die Sonne wieder, sodass ich nach drei feuchten Nächten mein Zeugs mal trocknen konnte.

    An dem Tag lief ich schliesslich 40km, weil verschiedene Dinge zusammenfielen. Das war gut und schlecht. Für meinen Körper war es zu viel, dafür war ich nur noch zwei Tage von Genf entfernt. Und am ersten der beiden konnte ich es sogar gemütlich angehen lassen. Die Landschaft war hier zwar hübsch, bot aber nicht mehr so viel wie bisher.

    Schliesslich folgte noch der letzte Tag, an dem ich nur noch ankommen wollte.

  • Der letzte Tag begann verheissungsvoll, ich hatte ja einen gemütlichen Tag hinter mir.

    Wegen meiner Wehwehchen (Wolf, Füsse und Schmerzen im linken Bein) wählte ich jedoch die direkteste Route und die war manchmal sehr öd. z.B. 10km Route de Chancy.

    Aber schliesslich schaffte ich es nach Genf und an den Bahnhof.

    Die ganze Route

    und hier der Link dazu

    Ich habe schon viele kürzere und auch längere Reisen mit dem Fahrrad gemacht, die z.T. konditionell deutlich anspruchsvoller waren als diese Wanderung, doch habe ich das Gefühl, dass diese Wanderung das Härteste war, das ich mir je zugemutet habe. Die Schwierigkeiten lagen v.a. darin, dass ich immer wieder Probleme mit den Füssen hatte. Dazu kam, dass ich sehr alleine war. Und das nicht wegen der Sprache, denn ich spreche fliessend Französisch. Von 23 Abenden verbrachte ich einen einzigen in Gesellschaft, von über 700km bin ich vielleicht 3km zusammen mit jemandem gelaufen. Häufig waren meine einzigen Worte zu anderen Menschen eine Handvoll Bonjours. So hatte ich immer wieder Motivationsschwierigkeiten. Zudem empfand ich es so, dass man als Fussgänger noch viel verletzlicher ist als als Radfahrer. Wenn mal etwas nicht genau so ist, wie geplant - und da ich nicht sehr genau geplant hatte, kam das öfters vor - fühlte ich jeden zusätzlichen Meter. Wenn ich mit dem Velo einen Umweg von 4km fahren muss, ist das nichts, zu Fuss sind 4km einfach eine Stunde Weg. Wenn die Quelle dann trocken ist, oder der anvisierte Übernachtungsplatz nicht funktioniert, kann das den Unterschied zwischen einem gemütlichen Abend und einem Gehetze, dass man noch vor Sonnenuntergang ankommt, bedeuten.

    Die Landschaft war toll, mir war nie langweilig, doch das Wandern an sich hat mich nicht so wirklich überzeugt. Es gibt wahrscheinlich Leute, die einfach gerne wandern und schon nur daran Freude haben, bei mir ist es beim Fahrradfahren so. Beim Wandern leider nicht, da brauche ich Unterhaltung durch die Landschaft.

    Trotz allem: Es war eine spannende Tour und eine sehr intensive Selbsterfahrung.

  • Hallo remorque ,

    ich bin richtig neidisch. In die Ecke deiner Tour wollte ich auch schon lange, bisher habe ich das nie umgesetzt. Ja es mag manchmal beschwerlich gewesen sein, aber die schönen Erlebnisse kann dir niemand nehmen. Und ohne die Tiefen würde man die Höhepunkte nicht so euphorisch genießen können. In Kalkgebieten ist es leider oft so, daß das Oberflächenwasser im Untergrund spurlos verschwindet oder Quellen versiegt sind.

    Allein reisen hat Vor- und Nachteile. Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte freude doppelte Freude - das geht nur mit einem Reisekamerad. Dafür mußt du aber auch auf niemanden Rücksicht nehmen.

    Alles in allem: nachahmenswete Wanderung. Danke fürs Berichten.

  • Ich finde deinen Reisebericht ganz toll!!!!

    Du hast den Weg und auch die auftretenden Schwierigkeiten sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Ich habe deinen Bericht sehr gern gelesen und bewundere dich, dass du die Wanderung gemacht hast. Ich denke, dass es mir ähnlich ginge wie dir:

    Wenn ich mit dem Velo einen Umweg von 4km fahren muss, ist das nichts, zu Fuss sind 4km einfach eine Stunde Weg.

    Genauso würde es mir auch gehen und auch deshalb habe ich auch noch nie so eine lange Wanderung gemacht.

    Vielen Dank für die schönen Bilder und deinen Bericht!! :thumbup: :thumbup: :thumbup:

    Es gibt wirklich schöne Gegenden: Les Vans und die Cevennen kenne ich ganz gut.

  • Auch von mir danke für die schönen Bilder und den Bericht. Wenn es so beschwerlich für Dich war und das Alleinsein herausfordernd, dann habe ich umso mehr Respekt vor Deiner Leistung. Glückwunsch!

    Und das nächste Mal dann halt mit Reisekamerad

    il dolce far niente:sleeping:

  • Starke Aktion remorque :thumbup:

    War jetzt NUR 2 X 3 Tage am Stück draußen unterwegs. Selbst anhand dieser kleinen Touren kann ich mir bestens vorstellen, wie es dir ergangen ist. Danke für den tollen und mühevollen Tourenbericht. Lesen ist einfach, tatsächlich machen schwer. Aber wenn Du am Ende nochmal die Highlights Revue passieren lässt, dann weißt Du, wofür du es getan hast. Klasse Bilder! :love: Danke, dass du die Kamera mitgeschleppt hast. :)

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (28. Juli 2024 um 11:32)

  • Danke, dass Du Dir die Mühe gemacht hast, Deine Eindrücke und Bilder ins Forum zu stellen und mit uns zu teilen. <3 Vielleicht ist es auch ein wenig Aufarbeitung für Dich. Das mit Deinem Fuß tut mir leid und pass auch im Nachhinein gut auf; mir ist es ähnlich ergangen wie Dir, es wurde chronisch und ich habe es drei Jahre lang mit mir rumgetragen.

    Wenn ich mir die Fotos ansehe, dann frage ich mich eh, wo Du dort Wasser gefunden hast. Das wird immer mehr zum Problem, finde ich. Dein Empfinden von Einsamkeit kann ich gut nachvollziehen, meine 5 Tage (auf dem Rad wohlgemerkt) Weserradweg waren auch nur geprägt von "Moin" und von Bestellungen beim Essen. Mir war das schon zu einsam.

    Aber was für eine Tour! auf der Karte wird erst ersichtlich, welche Distanz das war. Wunderschöne Gegend, aber am meisten beneide ich Dich um Dein fließendes Französisch. Würde ich sofort eintauschen gegen alle Touren, die ich bisher gemacht habe. Und dann die nächsten Jahre nur nach Frankreich :love:

  • Danke für eure Kommentare.

    Das mit dem Wasser war meistens kein Problem, da es in praktisch jedem Dorf öffentliche Trinkwasserbrunnen gibt, die meist auch auf OSM eingetragen sind und sonst sind die Mairie oder die Kirche und natürlich der Friedhof immer eine gute Adresse. Schwieriger war es nur da, wo ich mangels Dörfern auf natürliche Wasservorkommen angewiesen war, die waren tatsächlich sehr unzuverlässig.

    am meisten beneide ich Dich um Dein fließendes Französisch.

    Französisch kann man lernen. Hab ich auch gemacht 🥸

    Die ultimative Tour in Frankreich wäre wohl die: https://www.hexatrek.com/en

    Ich hab ein paar Hexatreker getroffen, die kommen sogar aus Neuseeland und Kanada, um in Frankreich zu wandern.

  • So aus meiner Perspektive kann ich fast nicht nachvollziehen, wenn Leute aus Gegenden mit so viel unberührter Natur wie in Neuseeland oder Kanada zu uns kommen, um zwischen Äckern, Weinbergen und alten Dörfern rumzuwandern. Aber wahrscheinlich macht das gerade den Reiz aus, dass es so anders ist. "Everything is so old and historical!"

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