66-Seen-Wanderweg: Eine Reise in Etappen

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  • Hallo,

    warum in die Ferne schweifen....wenn der Wanderweg direkt vor der Tür?

    Als berufstätiger Familienvater ist ist bei mir oft nur ein Overnighter möglich, jedoch keine mehrwöchigen Hikes.

    So reifte die Idee einfach mal den 66-Seen-Wanderweg in mehreren Etappen zu laufen.

    Das wird sicherlich ein mindestens 2-Jahres-Projekt, aber ich hab ja Zeit.

    Eigentlich hauptsächlich eine Aneinanderreihung von Overnightern.

    Die Challenge ist komplett mit Hängematte zu übernachten, das könnte auf Grund von Zivilisationsnähe und im Südwesten von Berlin auch Waldarmut spannend werden.

    Ich möchte hier die einzelnen Touren sammeln und nach und nach Posten.

  • Na denn mal los! Man muss immer das beste aus seinen Möglichkeiten heraus holen und das ist definitiv eine gute Idee wenn es nicht anders geht.

    Was ich am Weiterwandern besonders schätze ist, das man sich einfach den Zwängen der Gesellschaft, wie Zeit und Terminen entziehen kann. Alles im natürlichen Rhythmus zu erledigen ohne auf die Uhr zu schauen ist unglaublich entschleunigend. Bei Hunger Essen, bei Müdigkeit schlafen und am Ort sein wenn man da ist...mehr braucht es nicht zum Glücklich sein.

    Hast du schon einen Starttermin für die erste Etappe? (Und da ist der erste Termin schon wieder^^)

  • Etappe 1: Von Birkenwerder nach Biesenthal

    Vorbereitung ist alles: ich habe mir nen Wanderführer, neue Schuhe (wasserdichte Trailrunner) und so einiges andere gekauft.

    Ich kenn das noch vom Mountainbiken, ein großer Teil der Freude liegt im Vorbereiten einer Tour.

    Den Weg muss ich zwar nicht selbst erkunden, aber potentielle Schlafplätze, Essensplanung etc.

    Der Plan ist von Birkenwerder mit zwei Übernachtungen nach Falkenberg zu wandern, der aufmerksame Leser mit Ortskenntnis wird eine gewisse Diskrepanz feststellen.

    Das Gesamtgewicht des Rucksacks wuchs dann doch auf stolze 13 kg inkl. Essen und 3 Litern Wasser.

    Es war zwar Ende April aber Nachttemperaturen von 5⁰ C angesagt, also war eher Winter-Setup angesagt.

    Morgens in die Bahn gehüpft und ca. um 10:00 bei leichtem Nieselregen von Birkenwerder Richtung Briesetal gestartet.

    Der letzte Mensch für die nächsten 2 Stunden

    Nach ca. 30 Minuten hörte der Regen auf und ich konnte den ganz eigenen Zauber des Briesetals genießen.


    Nach ca. 10 km dann wieder Menschen und, darauf hatte ich mich besonders gefreut, Esel.

    Ich mag die einfach, keine Ahnung warum.

    Heute leider in maximaler Entfernung.

    Gestärkt würde sich dann im Forsthaus Wensickendorf bei einer Wildbratwurst

    Weiter ging es dann nach Wensickendorf.

    Etwas merkwürdig: der Bahnübergang wurde per Hand abgesperrt. Auf Nachfrage bei dem Bahnmitarbeiter erzählte dieser daß die Züge hier nur am Wochenende fahren und es günstiger ist ihn dahinzustellen als das zu automatisieren.

    Nach seinem Stundenlohn hab ich nicht gefragt.....

    Auf erst schönem Feldweg und dann Asphalt ging es weiter nach Stolzenhagen.

    Und da war er endlich.....der erste See der 66., der Stolzenhagen See

    Nach ca 17 km. Ich hatte das dringende Bedürfnis meine Füße etwas zu kühlen....

    aber leider kein Uferzugang.

    So ging es weiter Richtung Wandlitzsee und nach 2,5 km endlich Erfrischung.

    Der Weg um den Wandlitzsee zog sich wie Kaugummi, vorbei an Villen welche zur Strassenseite eher wie Bunker wirkten, aber Porsche auf dem Hof ist hier eher Standard. können aber auch schonmal 3 davon sein.

    Am Bahnhof Wandlitz gönnte ich mir noch n Apfel und ein Eis, dann ging es weiter.

    Insgesamt läuft man auf diesem Abschnitt ca. 8 km auf Asphalt/Gehweg und ich war froh endlich Richtung Liepnitzsee wieder Wald zu sehen.

    Hier in der Nähe sollte mein Nachtlager sein.

    Achtung......in dieser Gegend wird wohl (wie ich im Sommer las) verstärkt nach Wildcampern Ausschau gehalten.

    Zum Glück wollte ich nicht campen sondern mich nur soweit erholen um morgen weiterzuwandern.

    Ich wich etwas vom Pfad ab und entdeckte einen möglichen Spot, hinter einem umgefallen Baum auf einer Anhöhe.

    Bei näherer Inspektion schienen hier schon früher "Bushcrafter" am Werk gewesen zu sein, aber der Platz war ideal....

    Nur sehr bedingt einsehbar, aber mit Wasserblick.

    Die Nacht war kühl und unruhig, einmal "hirschte" etwas Größeres in der Nähe durchs Laub und etwas später bellte gefühlt 50 Meter entfernt ein Rehbock, dies wurde aus Entfernung auch beantwortet.

    Morgen sah ich dann doch den ein oder anderen Jogger, aber früh gepackt und auf zur nächsten Etappe....

    Einmal editiert, zuletzt von Sandtreter (23. Oktober 2023 um 11:50)

  • Kurz nach dem Start am nächsten Morgen erstmal Pause um aus dem Liepnitzsee Wasser zu filtern.

    Der See an meinem Schlafplatz hatte zuviel Sediment/organische Schwebteilchen, so das ich zur Filterschonung auf das äußerst klare Wasser im Liepnitzsee setzte.

    Auf der Insel des Liepnitzsees befindet sich ein Campingplatz, leider nur für Mitglieder des entsprechenden Vereins.

    Da ich ja aus der Uckermark stamme kam jetzt ein Highlight für mich.....gefühlt 1000mal dachte ich bei der Fahrt Richtung Prenzlau beim Überqueren der Brücke mit dem Schild "Obersee" hier müsste man Mal halten...heute war es soweit:

    Leider war ich so früh das kein Fischbrötchen drin war, aber ein Blick vom Steg zurück:

    Dann am Schloss Lanke vorbei und durch den ehemaligen Schlosspark..

    Weiter Richtung Hellsee, hinter diesem Graben liegt eine manchem Foristen bekannte Insel, Respekt für die Überquerung.

    Auf dieser Insel befindet sich ein leider zerstörtes Grabmal.

    Weiter ging es am Hellmühler Fließ, tief eingeschnitten und mit etwas Fließgeschwindigkeit kam fast Mittelgebirgs-Feeling auf. Das Wasser war so sauber das man Köcherfliegenlarven beobachten konnte.

    Ich würde ihm meine Post ja nicht anvertrauen...:

    Komische Orte findet man wenn man unterwegs ist:

    Dieser Abschnitt war sehr schön, aber inzwischen dampfen meine Füße und schmerzen auch.

    Die neuen Schuhe sind wasserdicht und haben eine eher steife Sohle......das bewährt sich gerade nicht so.

    Also ein eindeutiger Fehlkauf.

    Jetzt geht es aber erstmal nach Biesenthal.

    Den gesamten Tag scheint die Sonne, und ich bin froh in Biesenthal erstmal Mittag zu essen...

    Dann geht's weiter aber ich schwächel....

    Von oben brennts ( ich bin da sehr empfindlich) und 4 km Asphalt :

    Am Bahnhof Biesenthal zögere ich, gehe jedoch weiter.....

    um nach 150 Metern umzudrehen.

    Ich muss mich nicht mehr quälen, was beweisen. Es fühlt sich nicht wie Muskelkater o.ä. an, und bevor noch was richtig kaputt geht lass ich es. Es stünden auch noch 10 km auf dem Zettel....

    Ich habe 2 Tage wunderbare Einndrücke mitgenommen und die Reise wird weitergehen.

    Nicht bewährt haben sich die Schuhe, und beim Essen könnt ich weniger mitnehmen.

    Gut funktioniert hat der Selbstbau-Spiritus-Brenner im Zusammenspiel mit den selbst zusammengestellten "Quellgerichten".

    Wanderstöcke empfand ich als hilfreich, ich brauch aber unbedingt eine Möglichkeit diese schnell zu verstauen (im Laufen/ohne Rucksack absetzen)

  • Sehr schöner Bericht, vielen dank! Nimm beim nächsten Schuhkauf besser keine wasserdichten GTX Schuhe. Da schwitzen die Füße nur drin und man läuft sich schneller Blasen. Und sind die Schuhe einmal innen nass geworden, dann bleiben sie das auch. Nicht wasserdichte Trailrunner trocknen wärend des gehens ruck zuck.

    Für meine Trekkingstöcke habe ich mir an der Daisys Chain des Schultergurt eine Schlaufe mit einer Gummikordel und einem Kordelstopper gemacht. Da stecke ich die Griffe durch und zieh die Schlaufe zu. Dann hab ich sie quasi an der Seite unter dem Arm klemmen. Ähnlich wie bei den Osprey Rucksäcken.

  • Sandtreter

    Schön ausführlicher Bericht. Genau dieser 66-Seen-Weg wurde mir zufälligerweise vor kurzem für eine Mehrtages-Fahrrad-Tour "ans Herz gelegt". Passt also bestens ein paar Impressionen an die Hand zu bekommen. Top und danke für die Mühe! :thumbup:

  • Bei einem Besuch eines Freundes in Strausberg sind wir an einem Sonntag im April 2019 genau den Teil von der Station "Wandlitzsee" nach Biesenthal gewandert, allerdings ohne Übernachtung. Schön war's trotzdem. Dank der drei heiligen Pfühle konnte ich mich sofort wieder erinnern. Danke fürs Teilen.

  • Abschnitt 2: von Biesenthal nach Tiefensee

    Schwer wog die Schmach von Biesenthal, aber es heißt aus Fehlern lernen.

    Nach 5 Monaten intensivsten Training und akribischer Vorbereitung war ich bereit.

    Im Sommerurlaub war ich sogar 3x joggen .....die neu erstandenen Hoka Speedgoat waren eingelaufen, an allen Ecken wurde Gewicht eingespart und am Schultergurt Shockcord mit nem Haken für die Stöcke (Werd ich aber wie von @reverselay vorgeschlagen gegen nen Kordelstopper tauschen, mit Haken ist zu frickelig).

    Diesmal nur eine Übernachtung geplant, dementsprechend kleinere Powerbank, weniger Essen und den Sommerquillt, da die Temperaturen nicht unter 10⁰ C fallen sollten.

    So war noch Platz für 3 Feuerzeuge....sicher ist sicher. Wie las ich in nem UL-Forum: "dont pack your fears", meine scheinen verhungern und erfrieren zu sein.

    Ich war bis zuletzt unsicher, für den gesamten ersten Tag war durchgehend Regen angesagt und im Süden Berlins wesentlich besseres Wetter vorausgesagt.

    Naja.....die Welt gehört den Mutigen also Rucksack mit 7,2 kg + 1,2 kg Essen und 3 Litern Wasser geschultert (immerhin 1,5 kg weniger als beim letzten mal) und auf nach Biesenthal.

    Ein leichter Nieselregen, welcher alsbald aufhörte und ab in einen schönen Laubwald. So ging es nach Melchow.....am alten Bahnhof an einer geführten Pilzwanderung vorbei ging es auf märchenhaften Wegen weiter.

    Ich bin eigentlich Kulturbanause, freue mich aber immer wenn es links und rechts was spannendes zu entdecken gibt.

    Hinter Melchow ging's dann erstmal in eher langweiligen Kiefernwald welcher dann hinter Schönholz in Mischwald überging.

    Am Übergang vom Nonnenfließ bog ich dann von der eigentlichen Route ab um zum Lisenkrüz zu laufen und dort Mittag zu halten...

    Ich kann diesen Schlenker nur empfehlen und wenn man von der Hütte ostwärts geht kommt man auch mit nur kleinem Umweg wieder auf die Hauptroute.

    Entgegen meinen Befürchtungen blieb ich bisher trocken......doch nun fing es leicht an zu regnen, steigerte sich, und prasselte dann richtig herunter. Es sah nicht so aus als würde es sich demnächst beruhigen. also Regensachen an und weiter.

    Nächstes Highlight war dann der Obelisk von Trampe.....im Stil einer russischen Kasernenumzäunung (bzw. Ummauerung) angemalte Blechplatten....warum. auch immer...

    Weiter ging es Richtung Tiefensee....also der See, nicht der Ort. Das ist der erste See heute, diesmal nach 20 km. Es regnet noch immer....

    Hier könnte man jetzt nach Falkenberg abbiegen zum nächsten Bahnhof, ich wende mich südwärts in den Gamengrund.

    Diesen hab ich, wenn auch nicht oft so weit nördlich, häufig mit Mountainbike befahren.

    Es regnet noch immer

    Nach ca 30 km bin ich so erschöpft (nein, es geht erstaunlich gut) das ich eine längere Pause einlegen.

    Um es bequem zu haben hol ich meine Hängematte aus dem Rucksack.....Huch was finde ich denn da was ich gar nicht gesucht hab....

    Ich Log ja inzwischen nicht mehr, mir reicht das Finden.

    Da es inzwischen dunkel geworden ist (es regnet immer noch) warte ich den Morgen in der kleinen Hütte ab....

    Die nassen Füße haben mich nicht gestört...allerdings fehlen mir jetzt Campschuhe um meine Schlafsocken trocken zu halten.....naja Innensohlen entfernt, und beim Prasseln des Regens driften ich ins Land der Träume.

  • Abschnitt 2: Zweiter Tag

    Nach einer äußerst erholsamen Nacht zeigte sich der Morgen von seiner besten Seite.

    Da heute nur 10 km zu laufen waren konnte ich ganz gemütlich in den wunderschönen Tag starten

    Mücken gab es so gut wie keine mehr aber aufgrund der vielen Weberknechte in der Hütte war ich froh um das Moskitonetz.

    Leider machte mein Wasserfilter Probleme, das Gewinde der Wasserflasche saß zu fest auf der Endkappe des Filters und ließ sich Werkzeugfrei nicht mehr lösen....ich würde nicht verdursten musste aber Haushalten.

    Ich hoffte auf den Friedhof in Leuenberg.


    Für mich sind das meist die schönsten Momente des Outdoor-Lebens....den heißen Kaffee in der Hand beobachtet man wie die Sonne über den noch regennassen Wald steigt....

    So ging es im Gamengrund Richtung Süden.....an verschiedenen Seen vorbei

    Die Innensohlen der Schuhe waren zwar über Nacht nicht getrocknet, aber in Verbindung mit Merinosocken war das absolut in Ordnung.

    Der Weg ist recht abwechslungsreich, hoch und runter und immer wieder eine Kurve, also das Gegenteil von Forstautobahn. Meist auch recht dichter Bewuchs der Strauchschicht.

    Diverse Wühlspuren am Weg in Verbindung mit Dickicht am Wegesrand ließen mich meine Trekkingstöcke aneinanderklappern um Schweine aufzuschrecken....bevor ich drüber stolper.

    Hier ein LostPlace voller Müll....müsste am Langen See sein, nicht zu verwechseln mit dem Langen Haussee

    Insgesamt ist die Benamung im Gamengrund seltsam, z. Bsp. gibt es zweimal nen Gamensee

    Das letzte Mal dass ich im Zandergrund war ist schon eine Weile her.....hatte es als potentielle Übernachtungsstelle abgespeichert:

    Kurz hinterm Zandergrund war dann fast undurchdringliche Wildniss....wer keine langen Hosen anhat sollte den Röthsee am Ostufer umrunden...

    Aber je größer die Anstrengung um so größer der Lohn.....

    Mindestens 3 verschiedene Apfelsorten konnte ich hier probieren, herrlich erfrischend vor allem in Hinblick auf meine eingeschränkten Wasservorräte.

    Da ich ja Wasser wollte ging ich in Leuenberg Richtung Kirche.....da ich keinen 4-Kant beihatte hoffte ich auf nen normalen Wasserhahn und wurde nicht enttäuscht.....

    leider war das Wasser schon abgestellt.

    Trotzdem ne schöne kleine Feldsteinkirche....

    Ab Leuenberg wirkte der Wald wieder etwas aufgeräumter. Über einen alten Bahndamm kommt man zum Malerblick, vermutlich gab's da vor 100 Jahren noch mehr zu sehen

    Beim Country-Camping in Tiefensee konnte ich dann zumindest für die Heimfahrt meine Wasserreserven auffüllen. Und wurde von einer wunderbaren Brandenburger Weite verabschiedet:

    Auf dem Weg zur Bushaltestelle gab es dann doch noch was zu schauen:

    Ich fand das winzige Auto mit dem Riesenanhänger vor dem stattlichen Gebäude einfach total niedlich...

    Ich musste auch nur 1:15 warten bis der nächste Bus Richtung Werneuchen fuhr...

    Mit mir wieder zu Hause waren ca. 900 gr Lebensmittel....davon 2x 200 gr Nüsse.

    Bis jetzt hab ich ca. 76 km hinter mir und je nach Zählweise ca. 15 Seen gesehen.....

    Auffällig war wie grün noch alles ist, trotz Anfang Oktober schien der Wald noch nicht herbstlich geschmückt.

    Einmal editiert, zuletzt von Sandtreter (25. Oktober 2023 um 09:30)

  • Wirklich schöne Fotos und ich finde die Gegend echt toll. Diese Hütte, krass. Danke für den Bericht <3

    Der Weg steht auf jeden Fall auf meiner Liste für 2024. Meinst Du, man kann die Tour auch mit dem Rad machen? Ich habe zwar kein MTB, aber ein Tourenrad mit "Mischbereifung". Das müsste doch machbar sein, oder?

  • Wanderstöcke empfand ich als hilfreich, ich brauch aber unbedingt eine Möglichkeit diese schnell zu verstauen

    Ich nutze die Schlaufen an der äußeren Unterseite meines Rucksacks. Dort habe ich zwei shockcord angebracht. Einfach im Gehen die gefalteten Stöcke drunterklemmen. Seitlich an den Tragegurten funktioniert bei mir nicht, bei mir hängen vorne an den Gurten die Wasserflaschen ;)

  • Levi : grössten Teil den ich schon gelaufen bin schon, evtl. Wetterabhängig. Teilweise gab es Aufwühlungen von Rückefahrzeugen, wenn es dann noch schlammig ist könnte teilweise schwierig sein.

    Das mtb-news-Forum hat nen Berlin/Brandenburger Regionalteil, evtl. fragst du da Mal nach.

    Mit MTB würd ich es machen aber unter 2.0er Reifen und mit Gepäcktaschen eher nicht.

  • Sandtreter

    Schade, dass Du keinen gpx-track von Deiner Tour erzeugt hast. Ich habe einen gpx-track von jemandem erhalten, der die Runde an fünf Tagen mit dem Gravelbike gefahren ist. Die hätte ich gerne mal verglichen, ob es Abweichungen gibt. Allerdings liegt seine Tour auch schon ein paar Jahre zurück ... da kann sich ja viel ändern.

  • Ich Lauf einfach den gpx von jemand anders hinterher......Für manche ist die Via Augustina ja auch n Alpencross.....mich störts nicht das Bike auch Mal 600 hm den Hang hochzutragen.

    Alles ne Frage der persönlichen Leidensfähigkeit und aus dem Leiden evtl. Freude zu ziehen.

    Gravel bin ich noch nicht gefahren aber das ist ja schon noch anders als n Trekkingbike, das gehört ja doch eher maximal auf Schotterwege.

    Mit Gravel/Mountain mit der Bereitschaft für kürzere Passagen auch Mal abzusteigen sollte das gut funktionieren.

  • Vielen Dank für diesen ausführlichen und so toll bebilderten Bericht, Sandtreter !
    Eine Augenfreude! :thumbup:


    OffTopic

    Mich juckt`s auch schon die ganze Zeit, mir diesen 66-Seen-Weg mal näher anzugucken, allerdings hat mein Rad keine Schaltung und nur eine Übersetzung von 25 auf 10, s. Profilbild. Steigungen werden damit unweigerlich zur Qual, denn dafür ist es ursprünglich nicht gedacht.

    Auf den Elbe- und dem Weserradwegen war`s damit hingegen toll zu fahren.

    Levi und alle, die eine Radwanderung erwägen (und/oder vielleicht noch nicht mit Fahrradtaschen ausgestattet sind):
    Guckt Euch bitte den Radanhänger BOB YAK an.
    Er ist leicht und verhält wirklich absolut spurtreu: Wo Du mit dem Rad durchkommst, kommt er einfach hinterher. Dazu ist er auch noch geländegängig. Ich halte ihn, gerade im Gelände, für viel einfacher zu fahren, als ein schwer beladenes Rad.
    Guck(t) z.B. hier: youtube.com/watch?v=n15UzlS6R6Y (Fahrbilder, auch im Gelände, ab 2`38) Das Schutzblech habe ich inzwischen stark eingekürzt.
    Es gibt ihn immer wieder mal in den online Kleinanzeigen.

    Back2Topic

  • Moin ins Forum,
    ja, der 66-Seen-Weg geistert mir immer wieder durch den Kopf...
    Inzwischen habe ich mir eine entsprechende Wander- und Radkarte gekauft und in aller Ruhe durchblättert.
    Wandern kann ich nicht, aber mit dem Radgespann würd`s ich wohl doch gern mal angehen.
    Mit Übernachtungen ausschließlich draussen unterwegs an schöner Stelle in der Hängematte (heißt: keine Hotels, Pensionen, Campingplätze, das ist ua. auch eine Kostenfrage für mich).

    Es sieht da in Brandenburg, bei allem Grün und Seenlandschaft, gleichzeitig ganz schön dicht besiedelt aus.

    Wie ist es da mit "durchgehend Hänegmatte" -> tatsächlich machbar?

    Den Podcast (il)legal abhängen kenne ich natürlich.

    Wie und wo bekomme ich heraus, was im Land Brandenburg zu diesem Thema gilt?

    Naturschutzgebiete sind tabu, klar.
    Was ist mit "Landschaftsschutzgebieten"?
    Wird Wildcampen in Brandenburg toleriert?
    Oder darf man sich eben einfach nur nicht erwischen lassen (diese Herangehensweise würde mir den Schlaf rauben...).

    Fragen über Fragen.

    Ich freue mich über konkrete Hinweise, links, Adressen, persönliche Erfahrungen.

    :)

  • Ich bin in den letzten Jahren mit meinem (Liege-) Rad und der CrossHammock immer wieder in Brandenburg unterwegs gewesen.

    Dabei habe ich im vergangenen Jahr des Öfteren die Option "Wasserwanderer-Rastplatz" genutzt. Diese sind ausdrücklich auch für Radwanderer für eine Nacht freigegeben !

    Da der Seenwanderweg ja anscheinend "wassernah" verläuft, würde ich solche Plätze - falls vorhanden - jederzeit bedenkenlos nutzen. Otfmals gab es auch Schutzhütten dabei...

    Gefunden habe ich solche Platze unter der Rubrik: ""Campingplätze ""oder ""Schutzhütten"" in meiner Komoot-App.

    Allerdings "ploppen" diese Plätze meist erst auf, wenn du in der entsprechenden (Ziel) Region ziemlich nah heranzoomst....

  • Ich kann die Einschätzung von tiptarp bestätigen. Man findet auf dem 66-Seen-Weg eigentlich immer einen Platz zum Abhängen. Im letzten Herbst war ich mit Moch drei Tage zwischen Strausberg und Fürstenwalde unterwegs, und wir hatten zwei sehr schöne Hängplätze. Beim ersten kam uns noch Omorotschka besuchen, der ganz in der Nähe wohnt. Und Platz fürs Hot-Tent ist auch immer gewesen.

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