Bishop Bag mit Kompression

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  • Moin aus Kiel,

    gestern Nacht habe ich endlich noch mein ganzes Zeug für mein Bikepacking-Abenteuer bestellt.

    Nun stellt sich die Frage nach der Verstauung und ich bin verwirrt.

    Ich habe hier gesehen, dass einige Ihr Zeug in eine "Bishop Bag" verstauen, oder?

    Aber ich habe nirgendwo eine solche Tasche mit Kompressionsriemen gefunden?

    Gibt es das nicht, oder habe ich nur nicht die richtigen Händler entdeckt.

    eine 7l Tasche (unkomprimiert) wäre ausreichend, denke ich.

  • Der Sinn eines "Bishop Bag" (auf einer Seite ein kleines Loch, auf der anderen eine Öffnung mit Kordelzug) ist ja, dass du die Hängematte schnell und unkompliziert auf- und abbauen kannst.

    Ich denke nicht, dass ein solcher Beutel mit Kompression besonders praktisch ist. Wenn der komprimierte Beutel zudem nicht exakt in deine Fahrradtasche passt, dann verlierst du damit eher Volumen, da du unweigerlich eine kugelige Form erhältst. Viele hier ziehen einen etwas zu grossen Beutel vor, weil der sich viel besser verstauen lässt.

    Isolation zu komprimieren mag Sinn ergeben, wobei ich bei Daune nicht übertreiben würde: Die braucht auch ohne extreme Komprimierung weniger Platz als Kunstfaserisolation.

  • Mein Plan war, einen Kompressionssack zu finden der vom Durchmesser knapp in meine Fronttasche passt. So war das auch bei meinem Alten Decathlon Schlafsack, wobei der vermutlich mehr Volumen hat als mein ganzes Setting.

    In diesen Sack würde ich gerne alles am Stück hineinstopfen (HM, UQ, TQ, Netz und Tarp), in der Hoffnung, das sich das alles nicht hoffnungslos verheddert. Eine Packtasche wie die Larva von Lesovik würde ich wegen Gewicht und Volumen gerne vermeiden, wenn ich kann. Ggf, würde ich mir mit 3-5 Ringen aus elastischer Kordel behelfen um alles zu Bündeln, bevor es verstaut wird.

    Nur falls von Interesse, ich habe mir jetzt folgendes Setup (Sommer) bestellt:

    - Hängematte: SUL – Super Ultra Light von Lesovik

    - Underquilt: SELVA 120 von Cumulus

    - Schlafsack: X-LITE 200 von Cumulus (Die Werte waren einfach besser als vom Taiga 150 wegen den besseren Dauen, nur teuerer)

    - Tarp: ASYM TARP WITH DYNEEMA® COMPOSITE FABRIC von Dutchware (sollte knapp ausreichen, mal sehen)

    - Moskitonetz: Mosquito Net Ultralight for Hammocks von Cocoon (Mücken sind mein Horror, mehr noch als Kälte, deshalb war mir ein Bottom Entry Netz nicht sicher genug, das war mir die 27g mehr wert)

    Damit bin ich bei 1058g + Ridgeline und sonstigen Kleinkram (Organizer, Leinen, Packsack) und sollte um die 6 Liter landen.

    Noch leichter und kleiner habe ich es nicht geschafft, ohne noch mehr Komfort zu verlieren. Bei Bedarf könnte man das Moskitonetz noch gegen einen Windbreaker tauschen der Wasserabweisend ist und das Tarp sparen, aber dazu müsste ich das BOTTOM ENTRY SOCK/NET von Simply Light Designs nehmen, denn alle anderen Cover die ich kenne sind mindestens 90g schwerer und fressen die Einsparung von dem Tarp wieder auf.

  • Meiner Erfahrung nach kommt man mit Kompressionsbeuteln auf ein höheres Volumen als wenn man die locker gepackte Ausrüstung direkt in die Gepäcktaschen stopft. Die Gepäcktaschen sind dann die Kompressionstaschen. Ein Bishop Bag (ein Packsack mit einer großen Öffnung und Tunnelzug an einem Ende und einem kleinen Loch im Boden) oder ein doppelendiger Packsack (ein kurzer Schlauch mit großen Öffnungen und Tunnelzügen an beiden Enden) dienen nur der Aufbewahrung der Hängematte.

  • In diesen Sack würde ich gerne alles am Stück hineinstopfen (HM, UQ, TQ, Netz und Tarp), in der Hoffnung, das sich das alles nicht hoffnungslos verheddert.

    Würde ich ja nicht tun. Das wird den Aufbau deutlich erschweren und mit dem Tarp bringst du potenziell Nässe (mehr) Nässe in dein Setup.

    Schließe mich der vorherigen Frage an: was hast du denn sonst in deinem Setup, dass das letzte Quäntchen Volumen und Gewicht herausgequetscht werden muss?

  • - Underquilt: SELVA 120 von Cumulus

    - Schlafsack: X-LITE 200 von Cumulus

    Um möglichst warm zu schlafen, wäre es wichtig, dass v.a. der Underquilt an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist. Ist dir von unten warm, dann braucht es nicht mehr viel, um auch oben rum warm eingepackt zu sein. Unten rum brauchst du mehr Reserve als oben. - Das sagen viele Leute mit Erfahrung: Nicht umsonst redet man oft vom "Cold Butt Syndrome" (CBS), das "Cold Chest Syndrome" (CCS) hingegen hat es bisher meines Wissens nicht geschafft, einen eigenen Namen zu erhalten.

  • Du willst auf gar keinen Fall dein (eventuell nasses und) dreckiges Tarp zusammen mit deinem Schlaf-Equipment einpacken...

    Das wird schon ohne solche Einfälle früh genug anfangen zu riechen ᐛ

    Ich habe mein Tarp (als auch die Aufhängung der Hängematte) in einem "Food Pouch" inkl. Heringe. Das kann alles nass werden und ist sofort griffbereit. Außerdem möchtest du eventuell noch eine Snakeskin für dein Tarp oder Hängematte nutzen. Das erleichtert und beschleunigt den Auf- und Abbau enorm was m.M. nach beim bikepacking elementar ist.

    Mein Moskitonetz mit Loch unten (ist sicher genug!) bleibt am Kopfende hängend, oder bei ständig akutem Bedarf auch direkt über der der Hängematte. Mein Underquilt bleibt ebenfalls an der Hängematte, der Quilt liegt in der Hängematte bevor diese mit etwas System (damit es sich eben nicht verheddert) im Bishop Bag verstaut wird.

    Damit bin ich bei 1058g + Ridgeline und sonstigen Kleinkram (Organizer, Leinen, Packsack) und sollte um die 6 Liter landen.

    Noch leichter und kleiner habe ich es nicht geschafft, ohne noch mehr Komfort zu verlieren. Bei Bedarf könnte man das Moskitonetz noch gegen einen Windbreaker tauschen der Wasserabweisend ist und das Tarp sparen, aber dazu müsste ich das BOTTOM ENTRY SOCK/NET von Simply Light Designs nehmen, denn alle anderen Cover die ich kenne sind mindestens 90g schwerer und fressen die Einsparung von dem Tarp wieder auf.

    Kleiner geht auf jeden Fall wie Bikepacker schon erwähnte. Einen wasserabweisenden Windbreaker als Einsparung für ein Tarp halte ich für fragwürdig - ich freue mich über deine Erfahrungswerte...

    Wenn es dir auf jedes g ankommt solltest du unbedingt Mal deine Ridgeline und sonstigen Kleinkram wiegen.

    Sind deine Heringe schon mit dabei?

    Was für Abspannschnüre & welches Abspannsystem möchtest du für dein Tarp verwenden?


    Bei welchem Wetter möchtest du mit dem Tarp unterwegs sein? Ich würde mit deinem Tarp nicht bei Regenwetter unterwegs sein wollen.

  • Flogge was hast du eigentlich sonst so in deinem Setup, dass du so krampfhaft das Gewicht reduzieren musst?

    Du redest sicher von meinem übrigen Bikepacking Sachen, oder? Ja, da ist noch viel Luft nach oben, aber irgendwo muss man ja mal anfangen und irgendwie habe ich mich die letzten Tage daran festgefressen :) Aber meine anderen Sachen werden auch Stück für Stück optimiert :)

    Bezüglich Tarp ist DCF natürlich vom Packmaß her deutlich voluminöser als Silnylon/Silpoly.

    Das hat mir heute morgen infrastellar auch schon gesagt, da hatte ich den Kauf jedoch bereits abgeschlossen. Ich habe beide Materialien aber noch nie bewusst gesehen. Ich werde das mal im Blick behalten, vielleicht suche ich mir irgendwann ja noch ein kleineres Tarp :)

    Würde ich ja nicht tun. Das wird den Aufbau deutlich erschweren und mit dem Tarp bringst du potenziell Nässe (mehr) Nässe in dein Setup.

    Hmm mal sehen, wenn ich das nicht so verpackt bekomme das es simple aufbaubar ist, dann muss ich mir halt was neues überlegen. Das mit der Nässe ist aber tatsächlich ein Problem. Sollte ich eine nasse Nacht gehabt haben, dann darf das Tarp da eben nicht mit rein. Mal sehen.

    Um möglichst warm zu schlafen, wäre es wichtig, dass v.a. der Underquilt an die zu erwartenden Temperaturen angepasst ist. Ist dir von unten warm, dann braucht es nicht mehr viel, um auch oben rum warm eingepackt zu sein. Unten rum brauchst du mehr Reserve als oben. - Das sagen viele Leute mit Erfahrung: Nicht umsonst redet man oft vom "Cold Butt Syndrome" (CBS), das "Cold Chest Syndrome" (CCS) hingegen hat es bisher meines Wissens nicht geschafft, einen eigenen Namen zu erhalten.

    Ja, ich habe auch hart mit mir gerungen ob ich mich auf einen Selva 120 gehen kann. Deshalb hatte ich ja extra einen Thread aufgemacht. Ich habe von Freitag auf Samstag nur mit einem Schlafsack in der Hängematte geschlafen und ja gegen Morgen erwischte mich das CBS. Nun habe ich zwar einen besseren Schlafsack, aber auch Daune, was eventuell noch stärker Kältebrücken schafft. Deshalb der kleine UQ. Ich hoffe er reicht mir für die Tour. Und es geht ja ab in den Süden und da soll es ja bekanntlich wärmer sein als bei uns an der Küste :) Ich werde sehen. Ich habe mir aber auch gedacht, ich probiere es mal mit dem Extremsten UQ, einen dickeren kann ich mir ja immer noch kaufen wenn es mich friert :)

  • Ich habe mir aber auch gedacht, ich probiere es mal mit dem Extremsten UQ, einen dickeren kann ich mir ja immer noch kaufen wenn es mich friert :)

    Falsch. Einen dickeren kannst Du Dir kaufen nachdem Du gefroren hast. So eine kalte Nacht kann verdammt lang werden. Vielleicht werden es auch zwei, drei oder noch mehr, bevor Du überhaupt zum Kaufen kommst (je nach Tour).

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Außerdem möchtest du eventuell noch eine Snakeskin für dein Tarp oder Hängematte nutzen.

    Das muss sich noch zeigen. Wenn Plan A nicht funktioniert weil sich alles verheddert, oder das Tarp tatsächlich häufig dreckig und nass ist, wäre das eine Option. Das Tarp müsste ich leicht entkoppelbar hinbasteln, dass ein nasses Tarp tatsächlich seperat verstaut werden kann und andererseits, dass ich bei strömenden Regen meine Matte halbwegs trocken in den Sack bekomme. Es bleibt spannend, zumindest für mich :)

    Einen wasserabweisenden Windbreaker als Einsparung für ein Tarp halte ich für fragwürdig - ich freue mich über deine Erfahrungswerte...

    Das habe ich bisher noch nicht vor, eventuell Richtung Herbst. Aber wie Hammock Fairy in einem anderen meiner Threads schrieb, müsste man da schon echt hart im nehmen sein um das zu machen. Mal sehen ;)

    Wenn es dir auf jedes g ankommt solltest du unbedingt Mal deine Ridgeline und sonstigen Kleinkram wiegen.

    Sind deine Heringe schon mit dabei?

    Was für Abspannschnüre & welches Abspannsystem möchtest du für dein Tarp verwenden?

    Da bin ich noch am basteln, zum Glück mit erfahrener Unterstützung hier aus dem Forum. Wenn ich aber schätzen müsste, würde ich sagen dass es schon zu 70% optimiert ist. Die ganz großen Gewichtssünden haben wir vermieden. Alles andere muss ich sehen.

    Bei welchem Wetter möchtest du mit dem Tarp unterwegs sein? Ich würde mit deinem Tarp nicht bei Regenwetter unterwegs sein wollen.

    Es ist Sommer, es wird kein Regen geben! ;) So zumindest der Plan und gegen ein bisschen Regen hilft das schon. Mein jetziges China-Tarp ist noch kleiner und ich wurde selten nass. Ich muss aber auch zugeben, dass ich da das Tarp auch immer direkt auf der Ridge Line hatte. Stehen gibt es dann nicht mehr.

  • Also nach ner Regennacht an der Küste kannst Du das tarp auch problemlos mit zu den anderen Sachen packen, die sind dann nämlich auch nass 😀 Habe das gute Stück auch im Fuhrpark und es ist ein Hauch von nichts, dass Dich gerade so vor Regen von oben schützt. Der primäre Einsatzzweck ist bei mir bei stabilen Wetterlagen mit ein bißchen Wind und dient in erster Linie dem Schutz vor Dreck der aus den Bäumen fällt und als Notfeigenblatt wenn es doch ein bißchen tröpfelt. Bei einigermaßen wahrscheinlichem Regen oder langen touren würde ich es nicht mitnehmen. Wobei kleine Asymtarps schon besser sind als ihr Ruf, man muss sich halt der Grenzen bewußt sein.

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