Es gibt genügend europäische Hersteller im Outdoorbereich, deren Produkte unbedingt mit amerikanischen vergleichbar sind (z.B. Hilleberg, Wechsel, Exped und viele andere) . Wenn wir die Preise in beiden Kontinenten vergleichen, fällt auf, dass für Hängematten aus dem Premiumsegment in Europa ungleich mehr bezahlt werden muß, als im Zelt-oder Schlafsackbereich. Es fehlen auch nach wie vor echte europäische Hängemattenhersteller, die in der Qualiät zu Warbonnet, Hennessy, Dutch und anderen vergleichbare Produkte im hiesigen Wirtschaftsraum anbieten. Exped hat sich im HM-Segment frühzeitig hervorgetan und sich dann auf recht niedrigem Aktivitätsniveau in seiner Niesche etws bequem gemacht, schade.
Es muß klargestellt sein, dass die Preise im nordamerikanischen Endkundenmarkt oft die Umsatzsteuer nicht enthalten und daher nicht mit den Preisen in europäischen Shops erhältlichen Produkten vergleichbar sind.
Vermutlich dürfte im HM-Segment die Angebotspalette und eine Zunahme der Hersteller in Europa in der nächsten Zeit weiter steigen. Grund dafür ist die durch die Pandemie entstandene Zunahme individualisierter Urlauber. Da gibt es ja z.B. ungarische, polnische und auch spanische Unternehmen. Das zeigt auch auf allen Webseiten der Versender kolportieren Nachrichten, dass man mit der Anzahl der Bestellungen nicht nachkäme und Kunden sich auf eine erhöhte Dauer der Bestellbearbeitungen einzustellen hätten.
Eine ähnliche Entwicklung haben wir vor wenigen Jahren etwa im Bike-Packing-Markt gesehen, wo z.B. Ortlieb einen Teil des Kuchens sich geschnappt hat.
Seht Ihr das auch so?