Baumabstand 5m reicht mit Whoopy Slings nicht
Wie hoch mußtest du bei den Aufhängungen gehen? Bist du noch gut hingekommen?
Baumabstand 5m reicht mit Whoopy Slings nicht
Wie hoch mußtest du bei den Aufhängungen gehen? Bist du noch gut hingekommen?
barfuß : Eher niedrig, Augenhöhe. Da meine Ridgeline offenbar immer noch zu kurz ist, und meine Matte noch zu stark durchhängt, spannte die Ridgeline hier ohne Last fast horizontal, ich hab die Whoopies beim Abbauen fast gar nicht mehr locker bekommen.
Wenn ich die Ridgeline (und Baumabstand) vergrössere, müsste natürlich auch die Höhe am Baum wieder etwas wachsen, aber ich glaube, viel fehlt nicht mehr zur vollkommenen Zufriedenheit (bzw. zum Filmriss).
Auch ist nochmals zu sagen, für meinen elastischen Stoff habe ich mit 16cm Kettenlinien-Durchhang auf 2m (Schablone, also vor Dehnung) definitiv zu wenig Bogendifferenzial eingebaut. Deshalb muss ich sicher stärker spannen als Waldläufer70 mit seiner Konstruktion (?). Die Nähte ächzen schon jetzt, v.a. an den Säumen neben dem Allerwertesten kann man durch die Nahtlöcher durchsehen... ![]()
Mit Kamera wäre ne Möglichkeit, v.a. wenn man ebenes Gelände hat.
Ich habe letzthin mein kleines Dreibein wieder ausgegraben. ![]()
ich hab die Whoopies beim Abbauen fast gar nicht mehr locker bekommen.
Für die Brücken-Hängematte würde ich aus den folgenden Gründen Woopie Slings eher nicht empfehlen:
Nach meiner groben Berechnung, unter Hinzunahme vieler Annahmen, Vereinfachungen, Daumen und etwas Bauchgefühl, gehe ich von einer Winkelvergrößerung (Geringe Punktlast zu Mensch-Last) von ca. 2 Grad pro Seite aus. Vielleicht auch etwas mehr.
Ich hab dummerweise den Last-Durchhang heute Nachmittag nicht sehr aussagekräftig gemessen, ich wiederhole das später noch einmal.
So oder so, ich verlängere die Ridgeline erst mal um weitere 15cm auf 450cm. Und sobald ich kann teste ich nochmal.
Was ich heute als sehr positiv empfand, war die freie Aussicht, das auch innerhalb überraschend großzügige Raumgefühl und das tolle Schaukelerlebnis. (Da wird man gleich wieder zwanzig Jahre jünger!
)
Ist definitiv eine gute Alternative bei illustren Kurzausflügen mit schönem Wetter.
Liegekomfort ist vielversprechend aber das Optimum habe ich vermutlich noch nicht erreicht, also zu früh, um Schlüsse zu ziehen.
Die Schultern spüre ich anders, aber "mehr" als bei einer GE??? So richtig weiss man das wohl erst nach der einen oder anderen durchlebten Nacht.
Ein Kniekehlen-Kissen zur Kalbsvertreibung brauche ich hier jedenfalls keins, die Knie wollen gern aber noch etwas flachere Aufhängung.
Dass ich meinen Cumulus-UQ an beiden HM-Typen gut nutzen kann, freut den Geldbeutel. Auch unters Wintertarp passt alles gut.
Etwas Sorgen mache ich mir noch um die waltenden Kräfte am DD-Biner und an den Seiten. Wenn die Säume reissen, dann ist das zwar schade aber sicher glimpflich. Aber wenn die Loops aufgehen, wäre das sicher nicht so nett. Da schau ich mir später den Hänge-Rechner noch mal an und tausche evtl. die geknoteten loops und kleinen Karabiner gegen was besseres aus.
Und was nun meine entgültige Spreizstab-Lösung wird, überlege ich mir noch. Die momentanen Skistöcke funktionieren sehr gut, aber der am Fussende sollte definitiv kürzer sein, um die Beine zu senken.
(Gehe ich richtig in der Annahme, den Stab an den Schultern zu verkürzen brächte eher Nachteile? Habe ich noch nicht getestet.)
Gruß Jörg
kürzerer Stab an den Schultern -> tieferes Einsinken -> mehr Druck auf die Schultern
Ich sehe das auch so wie Mittagsfrost: Zwar kann ein kürzerer Stab am Kopfende zu einer flacheren Liegeposition führen und auch die Querbelastung des Stoffes wird deutlich herabgesetzt (=> dadurch nimmt der Druck auf die Schultern ein wenig ab), dafür wird der Winkel, in welchem der Stoff auf die Schultern drückt, aber deutlich ungünstiger (steiler). Aus meiner Erfahrung sollte das Verhältnis von Stoffbreite und Stab nicht über 1,2 steigen, sondern besser so um 1,15 rum liegen. Ich denke, das ist auch der Grund, weshalb die Warbonnet Ridgerunner und die Dendronaut Koma am Kopfende einen deutlich breiteren Spreizstab verwenden. Bei den Modellen, bei denen man praktisch unter dem Stab liegt, sieht das wieder anders aus; man muss ja auch noch unter dem Stab durchkommen. ![]()
Ok, das bestätigt zumindest meine Vermutung.
Heute noch das hier gemacht:
Heute ist in Finnland Vatertag. Da dürfen die Väter machen, was sie wollen, also mach ich gleich mal ein Nickerchen und teste meine letzten Nachbesserungen.
Alternative Aluminium-Spreizstäbe aus alten Zeltstangen angepasst. Durchmesser aussen 16, Rohrstärke 1mm. 110cm/81cm.
Mit Gummi-Kinderfahrradgriffen (gekürzt) passen die optimal rein, die Trekkingstock- wie auch die Schnitzholzlösung sind weiterhin möglich.
Die Ridgeline passt jetzt von der Länge her (445cm), liege ziemlich gerade. Ein schlaffes Luftkissen unter die Knie empfiehlt sich aber trotzdem.
Die Amsteel-Whoopy Slings wurden zu zweifarbigen UCRs gewandelt.
Aber habe dann einen weiteren Grund festgestellt, warum Whoopies bzw. UCRs keine gute Lösung für Brücken-HM-Aufhängung sind: Bei den hohen Zugbeanspruchungen rutschen sie leider hin und wieder durch. Zum Glück gedämpft, aber eben nutzlos. Die Bremsstränge waren gut gemolken, aber offenbar müssten die Bremstunnel für diese Anwendung deutlich länger sein.
Also erst mal auf Daisy Chains gewechselt.
(Die UCRs kann ich immer noch an der GE verwenden.)
Als Underquilt heute mal den DD drunter gehängt. Etwas kurz aber OK für die Mittagspause.
Bilder:
Genieße den (jetzt endlich mückenfreien) Vatertag und viel Spaß noch beim Basteln!
Danke! ![]()
Habe noch eine Sache gelernt:
(hammockforums, Grizz, UCR Constrictors):
Eine UCR sichert gradiell entlang des Bury, also nicht mit voller Reibungslänge, da ein Ende ja ohne Zugspannung ist, ein Whoopy Sling aber entlang der gesamten Länge des Bury.
Wenn man beide Enden des UCR Constrictors etwas nachspannt (oben einen SlipperyHalfHitch, unten etwas Gewicht), dann sollte das Durchrutschen abgestellt sein. Mit den sicher bekannten Vorteilen des UCR. Sicher nicht wirklich neu, aber in meinem Falle wohl der entscheidende Unterschied.
(Huh, noch mal testen gehen...)
Aber habe dann einen weiteren Grund festgestellt, warum Whoopies bzw. UCRs keine gute Lösung für Brücken-HM-Aufhängung sind: Bei den hohen Zugbeanspruchungen rutschen sie leider hin und wieder durch. Zum Glück gedämpft, aber eben nutzlos. Die Bremsstränge waren gut gemolken, aber offenbar müssten die Bremstunnel für diese Anwendung deutlich länger sein.
Whoopie Slings funktionieren auch mit Brückenhängematten wunderbar, wenn man sich an die empfohlenen Burylängen hält. Samson empfiehlt 3,5 Fids = Seildurchmessser x 21 x 3,5. Mir ist da noch nie etwas durchgerutscht.
Danke Treegirl!
Mittlerweile hat sich das aufgeklärt. Whoopies sind OK.
Bei UCRs ist die Spannung aufrecht zu erhalten, da eines der Enden des (äusseren) Druckschlauchs von Haus aus "lose" hängt und die Spannung (und damit Reibung) gradiell abnimmt. Ich spanne ab nun das lose (äussere) Ende, zB durch Gewicht oder durch einen Prusik.
Das obere (bzw. innere) freie Ende kann man auch spannen, oder zB. mit einem SHH gegen reinrutschen sichern, muss man aber nicht, da sich dieses Ende ohnehin nicht aufweiten kann. Man könnte höchstens aus Versehen daran ziehen, dann lösst sich die Verbindung auch.
Hier meine integrierte Prusik-Variante, der Baum wie man sieht links, die HM rechts.
Im Prinzip kann man es sicher auch anders herum halten.
Dazu gibts auch ein schönes Shug-Video, viel kurzweiliger...
Mann, echt ein super Projekt! Da hast du ja schon was Tolles hinbekommen!
Mann, echt ein super Projekt! Da hast du ja schon was Tolles hinbekommen!
Danke für die Blumen! ![]()
Ich vermute, die Reise geht noch etwas weiter. Man weiß ja nie, wann sich hier in Finnland die Frostmücke durchsetzt, ein geeignetes Moskitonetz fehlt noch. Und vielleicht nähe ich noch ein Einschubfach für eine Isomatte an, mal sehen. Dann Eine feine Reling, eine passende Daunendecke, Kühlfach, Dolby Surround...
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Habe deinen Hängematten-Rechner gefunden ![]()
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und geschaut, ob ich die Belastung meiner Aufhängung (dynamisch aber ohne S-Faktor) abschätzen kann.
(Geht der auch für Brücken-HM? (Spreizstangeneinfluss?)
Bei 70kg Masse (ich schummle hier immer etwas
), 445cm Ridgeline, angenommener HM-Länge 480cm (inkl. Dreiecke, grob geschätzt anhand der Ridgeline), 20Grad Hängewinkel (tatsächlich sicher etwas mehr) komme ich da auf ca. 154kg dynamischer Last, das war wohl pro Aufhängung. Passt das deiner Erfahrung nach? Die Spreizstangen erhöhen die Last auf die Aufhängung noch etwas, oder?
Danke im Voraus!
(Geht der auch für Brücken-HM? (Spreizstangeneinfluss?)
Dazu müsstest du den tatsächlichen Hängewinkel kennen und zusätzlich die Länge der Stangen plus die Maße der Aufhänge-Dreiecke. Ich habe dafür mal eine Excel-Tabelle gemacht, aber nirgends veröffentlicht.
Die Spreizstangen haben keinen Einfluss auf den Baumgurt / die Whoopie Slings (da reichen Hängemattenlast und Hängewinkel aus), aber auf die Seile, die Bestandteil des Aufhänge-Dreiecks sind.
PS: Hier noch die grobe Mathematik für Brücken-Hängematten.
Danke für die Lektüre!
Das mit der Belastung der Aufhängung leuchtet ein, ausserhalb der Dreiecke selbe Regeln wie bei ner GE.
Die damals berechneten Spreizstab-Kräfte verwundern mich noch ein wenig. Oder vielmehr die Angaben des einen Herstellers, was Skistöcke aushalten. Das Problem ist wohl, dass Skistöcke gegen andere Belastungsrichtungen ausgelegt und getestet werden. Zumindest, wenn die Spreizstäbe nicht im Einsatz gebogen werden, ist das hier etwas anders. Bedeutend ist m.E. wie die Aufhängung der Stöcke ausgeführt ist, also Freiheiten in alle Richtungen ausser entlang der Stabachse (Stauchen).
Ich habe sowohl billige Skistöcke mit asymmetrischer Verjüngung (Discounter-Preisklasse mit Billigplastik-Schneetellern) als auch recht dünne Alu-Zelt-Steckrohre Baujahr 197X verwendet. Da die Aufhängung recht nachgiebig ist und das Rohr sich darin "seinen Platz findet" und nicht wirklich verbiegen will, hält bisher alles bestens.
Die Plastikschneeteller der ursprünglichen Skistöcke haben sich allerdings bisher auch nie dauerhaft verbogen oder gar gelöst, diese hingen schon etwas ungleichmäßiger in den Riemen. >100kg???
Probeweise habe ich bei den Alusteckrohren auch mal leicht (paar cm weit?) quer zur Stauchrichtung daran gezogen, unter Last (und Vorsicht). Ich hatte dabei nicht das Gefühl, dass die seitliche Federkraft sehr schnell einer destruktiven plastischen Verbiegung bzw. sogar Bruch weichen würde. Ich habs natürlich nicht bis zum bitteren Ende weiter getestet, aber etwas Spielraum war da schon.
Bei den Steckrohren musste ich nach Last- Gebrauch etwas stärker ziehen, um die Verbindung zu lösen. Sie waren gut verpresst. Ich gehe also davon aus, die kritische Belastung liegt dort beim Auftreiben/Spalten des äusseren Rohrendes, das auf die Walzung des inneren Rohres der Steckverbindung aufgepresst wird. (?) Aber bisher alles OK.
Wenn sich in anderen Fällen die Rohre unter Last biegen, würde ich die Aufhängung der Spreizstäbe prüfen. Also mit genügend Freiheiten v.a. in Biegerichtung gestalten. Und ansonsten kräftesymmetrisch einhängen, also keine Tendenz, den Spreizstab unter Spannung der "beiden" Lastdreiecke pro Seite in einen bestimmten Winkel zwängen zu wollen. Kugelkopf/Pfannengelenke mit Lastaufnahme nur in Stauchrichtung.
Interessant auch die Unterschiede bzgl. TopQuilt-Breiten, die ihr beschrieben habt. Ich muss unbedingt mal eine kalte Nacht in meiner "Green-Golden Gate" verbringen! Dann weiss ich auch endlich, ob meine Schultern nun beengt werden oder nicht...
Frage(n) übrigens an die Nutzer der Dutch Stabaufnahmen mit Zapfen/Lochplatten:
Wievel Spiel (in mm etwa oder in Grad) had der Zapfen im Loch der Zapfenplatte?
Und ist die Zapfenbasis (breites Stabende, das an der Platte anliegt) flach oder rund (halbkugelförmig)?
Die Fragen deshalb, weil die Winkel der Zapfenplatten (links vs. rechts) ja von den Lastdreiecken (Aufhängedreieck plus Stoff-Lastdreieck) abhängen. Das Stoffdreieck ändert sich dynamisch.
Bei enger Zapfenpassung und breiter, flacher Anlagefläche pressen die Zapfenplatten die Stabenden (links vs. rechts) in unterschiedliche Richtungen. Die Biegebeanspruchung steigt dadurch je nach Sitz-/Liegeposition und Gewicht enorm.
Abhilfe (falls erforderlich/gewünscht): Passung und Anlagefläche mit etwas Winkelspiel versehen, im einfachsten Fall einen Gummiring zwischenlegen, ggf. Loch aufweiten.
Aber wie ist das bei dieser Aufnahme genau, habt ihr das bei Euch mal nachgesehen? Liegt das Stabende unter Last immer flach an oder kommt es zu (vorteilhaftem) Winkelspiel dazwischen?
Bei mir liegt das flache Ende immer flach an. Viel Spiel ist im Loch nicht, da müsste ich mal messen.
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