Aus zwei mach drei - weitere Recycling-Experimente und Brückenbau

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Nachdem ich in verschiedenen Fäden schon versucht habe, einen eigenen roten Ebensolchen für meine optimale Hängematte zu finden, auch andere Fäden mit langer Fragerei zu "bereichern" (oder zu entführen?), wird es langsam Zeit einzusehen, dass es das ja eventuell gar nicht gibt.


    Und Zeit, diesen neuen Faden zu öffnen.


    (Querlinks / Referenzen folgen, werde sicher auch alte Fragen hier noch einmal neu stellen, der Ordnung halber).


    Mein Hauptziel ist mir absolut und völlig klar:

    Es gibt keins. Ich will jedenfalls probieren, testen, auftrennen, umnähen, viele Fehler begehen und viel Vergnügen haben. Hoffentlich unverletzt bleiben.


    Ich bin von Geburt an eher sparsam, von daher recycle ich gern, nehme alte Projekte und Stoffe her und ändere sie ab, und mache eben gern auch alle Fehler selber anstatt vernünftig zu sein und immer auf die Erfahrenen zu hören. Das heisst, hören/lesen schon, und dankbar sein. Aber eben gerade selber schön scheitern ist doch der Spaß heute! 8o


    Diese Failures möchte ich dann auch gern teilen, falls jemand genau so unvernünftig sein möchte und meine Dummheiten noch mal selber zu erfahren (oder gar zu toppen).


    Mehr in Kürze!

    Jörg aus dem frostigen Norden.

  • Danke Fagorian für deine wieder sehr ermutigenden Worte! Da fühlt man sich so richtig zu Hause!

    Danke auch Waldläufer70 für deinen fachmännischen Rat und deine Geduld!



    Also los geht’s.


    Wie schon im sehr guten Faden von Waldläufer70 angedeutet, habe ich nun endlich begonnen, meine erste Brückenhängematte zu kreieren.

    Bzw. eigentlich hat das ganze seine Wurzeln ja hier (da bin ich wohl ein klein wenig vom ursprünglichen Weg abgekommen).



    Die Entstehung der Schablone für die Kurven habe ich hier und hier beschrieben.



    Im folgenden Bild seht ihr die (nun leider geschlachtete) Eierlegende Wollmilchsau. Hat mich lange Überlegung und viele Tränen gekostet, aber jede Sau endet halt irgendwann entweder als Schinken oder als Brückenhängematte.

    Ich wollte wie gesagt erst mal recyclen und experimentieren, bevor ich gleich neues Material bestelle und alles perfekt mache (was ist schon perfekt?). Auch je nachdem, ob ich nun zum notorischen Brückenschläfer werde oder nicht. (?)



    Die Spezifikation des Nylon-Stoffs ist mir unbekannt aber er scheint recht dehnbar, ich werde also entweder sehr weich liegen oder sehr hart aufschlagen, je nachdem.


    Diese Dehnbarkeit hat mich auch schon beim Anzeichnen der Kurven einiges an Nerven gekostet. Falls ich nach diesem Projekt noch mal eine „exakte“ Brückenhängematte machen will, muss ich den Stoff vorher aufwändig festpinnen, und sicher sowieso weniger dehnbaren Stoff wählen. Bügeln sowieso.

    Mein guter Freund Augenmass hat dieses Mal beim Stoffhalten geholfen, während die Knie ihn immer wieder verschoben haben. Man hätte die Schablone natürlich auch festpinnen oder ankleben können, aber so arbeitet doch kein Künstler!


    Das Nähen hat mich dann auch noch die letzten Zentimeter meiner ersten Rolle Gütermann Mara 70 gekostet, die ich mal bei der Hammock-Fairy gekauft hatte. (Wirklich gute Ware! Gerne wieder!)

    Beide Kantenvernähungen sind aber nun mit jeweils 3 Nähten soweit fertig und akzeptabel. Wobei ich jede Umlegung mit jeweils einer neuen, einzelnen Naht versehen habe. Was heisst, dass nur eine einzige Naht - die letzte - durch alle Lagen hindurch geht.

    Den zweiten Rollsaum wollte ich deshalb gleich zweimal komplett umlegen und beide Nähte nachher nebeneinander hindurchnähen, das ging aber kräftig schief – der Stoff ist dafür viel zu dehnbar, das musste ich also wegen zu starker Verzerrung wieder auftrennen. Sobald ich mehr Garn habe, setze ich eventuell noch eine vierte Naht auf jeden Saum, rein gefühlsmässig ist das dann besser.


    Die Tunnel hatte ich übrigens als erstes vernäht, dafür hätte ich allerdings lieber dünneren Garn nehmen sollen, wäre schneller gegangen und dann hätte es eventuell auch für die vierten Nähte noch gereicht.

    Die gespannte Liegefläche ist knapp über 2m, den Kurvendurchhang habe ich erst mal mit je 16cm gewählt, so symmetrisch wie das meine Genauigkeit eben hergab. Die schmalste Stelle ist ca. 1,05m, und die breiteste (flach ausgelegt) ca. 137cm.

    (So richtig viel Raum für weitere experimentale Verengungen - mit neuen Rollsäumen - ist da also nicht wirklich. Bestenfalls noch ein Mal kann ich die Schere ansetzen, falls nötig.)


    Als Stöcke nehme ich fürs erste die Alpinskistöcke meiner Tochter, die sind ca 120cm lang (effizient etwas kürzer, wenn eingehängt). Wie sich der Durchhang damit anfühlt: schauen wir mal, dann sehen wir schon. Für die Stöcke muss ich mir noch geeignete Aufnahmen basteln, entweder einfach aus gelegten Amsteel-Schlaufen oder aus Gurtmaterial genäht. Je nach erstem Hängetest.

    (Für eine spätere Variante übe ich mich eventuell noch im 3D-Drucken??? Ist ja auch bald Weihnachten...)


    Die überstehenden Enden der original knapp 3m langen ELWMS-HM habe ich einfach unbeschnitten belassen und mit weiteren Tunneln für die Aufhängungs- Leinen links und rechts versehen, das werden dann also gleich die Hut- und die Sandalen- und Klopapierablage. Auch die abgeschnittenen Stoffstreifen und den Packbeutel werde ich sicher noch verwenden.


    Die AmSteel-„Drahtseile“, etwas mehr (kräftigen) Garn sowie ggf. stärkere Gurte für die Schlaufen kaufe ich die Tage noch und dann geht’s weiter. Dann könnte ich endlich auch mal spleissen lernen.

    (Die Arbeitswoche liegt auch dieses Mal irgendwie wieder total dumm und unterbricht die schöne Bastelei. Mit dem Fertigstellen, Test-Liegen und ggf. Ausflug mit Krankenwagen muss ich mich also noch etwas gedulden. Aber vielleicht schneits ja auch bis dahin, dann falle ich ja auch weicher…)


    Soviel erst mal für heute.

    Euer Jörg!

  • ...und weiter geht's:


    Beim Spleissen hat mir das hier geholfen:

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    Auf dem Bild kann man anhand der Falten sicher schon raten, wo die Nähte spannen. Na mal sehen, morgen hänge ich sie mal auf.


    Die Hutablagenkordeltunnel muss ich auch noch anpassen...


    Bis die Tage,

    Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • Die sieht schon mal sehr gut aus! Ja, und Tac Blades ist echt hilfreich, wenn es ums Spleissen geht!


    Ich wage mal eine Prognose: (am besten erst nach deinen Tests anschauen, damit deine Wahrnehmung nicht gelenkt wird)

    Ich bin gespannt auf deinen Bericht! :)

  • In Bild 3 sieht es so aus, als hättest du die Hundeknochen (zusätzlich) am Griff der Skistöcke befestigt. Mach' das besser nicht. Aus meiner Sicht kann das zu einer ungünstigen Belastung der Stöcke führen. Dogbones besser nur an den weissen Schlaufen befestigen.

  • Aus schierer Ungeduld hab ich nicht gewartet, bis ich in den Wald komme, sondern hab unsere zwei knorrigen Apfelbäume genutzniest.


    Die guten Nachrichten zuerst:


    1- Ich bin wohlauf. (Ich weiss, ihr habt Euch alle schon unheimliche Sorgen gemacht. Alles ist OK! :D)


    2- Alles hat gehalten. (Das freut meine geschwollene Ingenieurenbrust natürlich insbesondere.)


    3- Ich bin so froh, es gibt Verbesserungspotential, ich kann also weiter machen. (Mehr im folgenden).




    Das Aufhängen war trotz vorher vorbereiteter Schnell-mal-das-hier-Ridgeline (Maurerschnur) eine langwierige Prozedur. Alles gab unheimlich nach. Vor allem die elastische Matte selber - im Liegebereich - aber auch die gesamt Aufhängung inkl. Bäume aufgrund des flachen Anfangswinkels und der dadurch hohen Kräfte. Am Anfang ging ich recht naiv auf geschätzte 25Grad ohne Last und sass erst zwei Mal durch. Der Winkel verändert sich unter Last enorm, mehr als erwartet.

    (Ich muss die Dehnung irgendwann mal unter Last nachmessen!)


    Nach mehreren Anläufen (tiefer und noch straffer hängen) gings dann halbwegs. Das Bild zeigt dies wegen der Perspektive mglw. nicht so richtig.


    Hineingelegt und von der noch starken Bananenlage doch überrascht. Noch mal raus und noch mal gestrafft. Noch vorsichtiger wieder rein, etwas besser aber noch nicht 100-%ig. ich lag relativ mittig.


    Dann versuchte ich mich mit den Händen am Rand in Richtung Fussende zu ziehen. Das wurde deutlich besser. Als ich die Waden/Kniekehle ungefähr unter der Spreizstange hatte, wars super bequem, auch die Schuhablage mit ihrer "Schlüpfergummi"-Kordelspannung gab (ungeplant) in genau richtigem Masse nach:


    So konnte man es richtig aushalten. Nicht nur die Beine waren jetzt perfekt und sehr bequem gestützt und nicht mehr überdehnt, auch der Oberkörper schien jetzt sehr viel flacher zu liegen.


    Am Kopfende war jetzt gefühlt allerdings fast ein Meter nutzloser Platz. (!)


    Dies, und das bessere Liegegefühl zum Fussende hin, hat dich Waldläufer70 wohl auch zum Verschieben der Kurve veranlasst(?).

    Aber hier verstärkt wohl das enorme Nachgeben des elastischen Stoffs am Körperschwerpunkt, je nach Position über der Stoffbreite, dieses Phänomen noch zusätzlich.

    Dann habe ich das ganze mit eingelegter, recht steifer Schaum-Isomatte noch mal getestet, mit ähnlichem Ergebnis. Gut ist, dass man mit der ganzen Isomatte, wenn man erst mal gerade darauf liegt, schön längs rutschen kann (mit den Händen an den Rändern ziehen), beim Finden der optimalen Liegeposition im Realbetrieb also sicher hilfreich. Einen Underquilt muss man dann eben gleich sehr Fusslastig anbringen(?).

    Alles in allem bin ich mit der Liegeposition mit den Beinen unter dem Spreizstab sehr angetan.


    Ich denke, ich werde als nächstes mit kürzeren Stöcken (zumindest für das Fussende) experimentieren. (Was meint ihr, das düfte doch noch mal was bringen?)


    Auch denke ich nähe ich noch vier alternative Spreiz-Aufhängeschlaufen weiter zur Mitte hin an (die Matte ist momentan für dieses elastische Material und diesen Kurvenschnitt unnötig viel zu lang.) Dann kann man wählen bzw. probieren, welche Spreizpunkte sich wie auswirken. Ggf. die unnötigen danach entfernen und die jeweiligen Ablagen (Stoffüberhänge) effektiv vergrößern.

    Im Prinzip käme das auch einem Kurvenversatz gleich, je nachdem wie ich die Spreizpunkte versetze. Mal sehen.


    Eine Option ist auch weitere Verengung in der Mitte, was aber praktisch einem Neuanfang gleich käme, da die ganze Umnähung dann weg und erneuert werden müsste.


    Über kurz oder lang, zumindest für ein Folgeprojekt, wuerde ich aber sicher eine Materialänderung erwägen, also weniger elastisch. ZB zur Doppelbodenmatte abändern. Aber zum Auftrennen ists momentan definitiv noch zu früh.


    Wie vermutet und gehofft, wird hier also noch viel und lange getüftelt und abgeändert. Eine neue Reise hat begonnen.

    Bin einerseits, was das Material angeht, nun durch eigene Erfahrung etwas klüger, andererseits aber auch froh, erst mal einen Prototypen aus Altmaterial genommen zu haben.


    Auch habe ich noch über drei Meter AmStahl und noch nie SoftShackles gespleisst. Eine ordentliche Ridgeline muss her, Mückenschutz, UQ-Tests usw.

    Herrlich!!!


    Weiter gehts!!! :)

    Dieser Tag ein Leben!

  • Dies, und das bessere Liegegefühl zum Fussende hin, hat dich Waldläufer70 wohl auch zum Verschieben der Kurve veranlasst(?).

    Nein, das war – wie in meinem Faden beschrieben – purer Zufall. Ich wollte den tiefsten Punkt der Kurve eigentlich zum Körperschwerpunkt hin verschieben (ca. 60% vom Fussende her), habe ihn dann aber viel zu weit verschoben. Dann wurde eine Knieunterstützung daraus.


    So wie dein Bericht klingt, solltest du dich mal in Richtung »Town's End« orientieren. Da gibt es eine ganze Menge Videos auf YouTube:

    • Knie unter der Stange ist dort eine Möglichkeit.
    • Spreizstäbe näher zusammenrücken scheint mir dort auch verwirklicht.

    Wenn du näher am Kopfende bequem liegen möchtest, so denke ich, müsste dort der Stoff stärker gespannt sein, so dass du weniger einsinkst: also längere Stäbe oder besser schmalerer Stoff.


    Mehr Durchhang am Fussende ist vielleicht gar nicht nötig, wenn du in Richtung »Knie unter der Spreizstange« weitergehst.


    Viel Spass beim Experimentieren!

  • Ich denke, ich werde als nächstes mit kürzeren Stöcken (zumindest für das Fussende) experimentieren. (Was meint ihr, das düfte doch noch mal was bringen?)

    Aber klar doch, unbedingt ausprobieren! Erstens verringert es wesentlich die Knickbelastung und verbessert damit die Sicherheit und zweitens besteht die Möglichkeit, daß die Hängematte noch bequemer wird. Außerdem lernst Du eine Menge über Brückenhängematten.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Jep, danke euch schon mal.

    Aber klar doch, unbedingt ausprobieren! Erstens verringert es wesentlich

    die Knickbelastung und verbessert damit die Sicherheit und zweitens besteht die Möglichkeit, daß die Hängematte noch bequemer wird. Außerdem lernst Du eine Menge über Brückenhängematten.

    Danke dir, ich denke, so mach ich das. Kost ja auch nix ausser etwas Sägen am Besenstiel der Schwiegermutter.

    :/


    Wenn du näher am Kopfende bequem liegen möchtest, so denke ich, müsste dort der Stoff stärker gespannt sein, so dass du weniger einsinkst: also längere Stäbe oder besser schmalerer Stoff.


    Es war eher so, dass (bei zentraler Lage) der Hintern zu tief und der Kopf wie auch die Beine zu hoch lagen (Banane).


    Bei weiterer Überlegung auf meiner kurzen Fahrradtour inzwischen kam mir in den Sinn, dass meine Maurerschnur-Ridgeline u.U. zu kurz war und ich deshalb immer noch zu konservativ aufgehängt hatte. Mittlerweile habe ich noch 5m Dynema (2.7mm? mit Mantel) gefunden, werde also auch dahingehend noch weiter experimentieren.


    Ich glaube hier begreift man gut, um wieviel komplexer so eine Brückenhängematte ist. Bei einer GE lässt sich die Ridgeline-Länge relativ einfach über die Gesamtlänge abschätzen (ausrechnen) und dient damit als Hilfsmittel, den richtigen Durchhang relativ sicher zu finden.

    Bei der Bridge hingegen sind offenbar eine große Zahl verschiedener Parameter zu berücksichtigen, einschliesslich der Stoffelastizität, Gewicht, bevorzugte A****-Position innerhalb der Kurven, die Kurvensteilheit selbst, natürlich die Länge, der letztliche Hängewinkel (unter o.g. komplexer Last!), die Stockbreite(n), die Dreiecksseitenlängen, noch was?


    Es schent also, der einzig richtige Weg zur optimalen Ridgeline geht nur über probeliegen, wieder raus, ändern, nachspannen, Gurte lösen und höhenverschieben, nochmal reinlegen, usw.. Oder gibts da einfache Modelle?


    Aber egal, das ist ja genau das Schmankerl dabei, fertig kaufen kann ja jeder!


    Gruß Jörg

    Dieser Tag ein Leben!

  • Es war eher so, dass (bei zentraler Lage) der Hintern zu tief und der Kopf wie auch die Beine zu hoch lagen (Banane).

    Okay, in dem Fall zu elastischer Stoff und dafür eine zu wenig tiefe Kurve. Bei elastischem Stoff sind 16 cm auf 200 cm Länge eher wenig. Da musst du das Ganze sehr stark spannen.


    Die Stoffelastizität ist vor allem in Querrichtung wichtig. In Längsrichtung ist primär wichtig, dass die eingearbeiteten Bänder nur wenig elastisch sind.

  • Jep, macht Sinn. Dass 16cm vielleicht etwas knapp sind, hatte ich auch im Gefühl. Aber wollte nicht gleich zu grob schnippeln. Jetzt zahle ich mit hoher Spannkraft drauf. Selbst wenn das Material hält, brauch ich trotzdem auch immer ausreichend kräftige Bäume, die wenig nachgeben.


    Hier kopiere ich mir schon mal ein Video zur eigenen Erinnerung, wie ich meine Dyneema-gemantelte Ridgeline später evtl. mit Augen versehen könnte, sobald die Länge klar ist. Ob das mit so dünner Flechtware überhaupt klappt, ist sicher ne gute Frage, im Video scheint das Seil etwas dicker. Aber so oder so ein interessantes Vorgehen, den Mantel durch den Kern und dann wieder zurück, muss man schon zweimal ansehen, bis mans kapiert...


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  • Post by Waldläufer70 ().

    This post was deleted by the author themselves ().
  • Heute bin ich endlich mit etwas Zeit und

    passendem Gepäck unterwegs. Habe angepasst, probiert und gemessen.


    Erst die Ridgeline länger gemacht, das hat schon was geholfen.

    Dann einen kürzeren Stock (den Alpinskistock meines Jüngsten) am Fussteil reingesteckt, und tataa: Ich liege auch mittig schon viel besser!


    Den Cumulus Selva600 Underquilt druntergehängt, mit den stirnseitigen Kordeln um die Stockenden in die Ridgeline: Passt perfekt:


    Dann Messungen vorgenommen:


    Stocklängen 112cm/81cm (gemessen Schlaufe innen).

    Ridgeline gespannt ohne Last 435cm.

    Hängewinkel am Dreieck gespannt ohne Last 20/23/3 Grad (Kopfende/Fussende/Ridgeline).


    Länge Stock-Stock

    Urspr. Schnitt (Schablone + Schlaufe) 208cm,

    Gespannt, ohne Last (vorgedehnt) 230cm,

    unter Last ca. 240cm.


    Höhe Ridgeline

    ohne Last Seitenkanten ca.40cm

    EDIT: ohne Stöcke Seitenkanten ca. 75cm

    ohne Laste Boden mittig ca 70cm

    unter Last Boden mittig (zw. Beinen) ca. 100cm


    Schreibe übrigens gerade aus der Matte, über mir etwas nachlässig aufgehängt mein 12ft Wintertarp, hier ohne UQ nur mit Isomatte:


    Die Winkel unter Last kann ich leider nicht ohne weiteres messen, kann dazu jemand was sagen?


    Aber sieht so aus, dass ich noch ein klein wenig straffer spannen könnte, der Baumabstand mit Whoopy Slings reicht dazu heute nicht mehr aus.


    LG Jörg

  • Klingt doch schon recht erfolgreich im Vergleich zu gestern! :)

    Die Winkel unter Last kann ich leider nicht ohne weiteres messen, kann dazu jemand was sagen?

    Vermutlich nicht, da es kein Foto deiner Hängematte von der Seite gibt. Stell doch mal deine Kamera exakt auf die Seite und nutze den Selbstauslöser (falls die Zeit zum gemütlichen Reinliegen reicht) oder filme ein wenig: Davon kannst du anschliessend einen Screenshot machen und die Winkel am Bildschirm recht genau messen. Schau' hier.


    Bei meiner ersten Brücken-Hängematte bin ich bei etwa 23° gelandet, bei der zweiten habe ich bisher noch nicht gemessen (kein Foto genau von der Seite), aber ich schätze sie mal auf gut 25° ein.

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