Sooki, Hammooki oder Höookie, ihr wisst schon eine Kopie von einem allseits bekannten und beliebten Underquillt.
Bei mir intern bekam das Projekt folgenden Namen.
-Die fette Wutz-
(Liebe Ultraleicht Freunde ab hier könnt ihr aufhören zu lesen.)
Nachdem zumindest einige hier im Forum schon ihre Liebe (ironisch) zu Apex Verarbeitung kundgetan haben war es bei mir nun auch soweit.
Gleich vorneweg ich kann mich anschließen diese dicke Isolierung zu verarbeiten ist kein Spaß. Weder für Mensch noch Maschine und heraus kammen teilweise Nähte aus der dritten Dimension. Aber vielleicht fehlt mir auch einfach die Übung, solch dicke Materialien zu verarbeiten fand ich jedenfalls nicht einfach.
Aber von vorne....
Überlegungen zur Isolationsleistung:
Ziel war es einen möglichst warmen Underquillt herzustellen der im besten Fall bis ca. -10°C (*ursprüngliche Planung-5°C) funktioniert um ihn auch im Winter nutzen zu können.
Vorsichtig realistisch vermutte ich dass er dies auch bis mindestens -5 °C tut.
Die ersten Tests hat er schon hinter sich und letztes Wochenende hat er meine bessere Hälfte bei 3° in der Nacht wunderbar warm gehalten.
Test bei tieferen Temperaturen stehen noch aus.
Bei der Planung war diese Tabelle von Waldläufer70 sehr hilfreich.
Vielen Dank dafür 😊
Da 200er Apex Climashild bei ExTex ausverkauft war müsste 167er Apex herhalten und wurde in zwei Schichten übereinander verarbeitet und punktuell mit "August Alles Kleber" fixiert sowie umlaufend mit einer groben Heftnaht versehen damit sich beim Nähen nichts verschiebt. Genäht wurde anschließen nur am Rand umlaufend.
*Da zwischenzeitlich meine Freundin auch kundgetan hat dass sie mich gerne auf der ein oder anderen Wintertour begleiten möchte hab ich kurzerhand noch eine dritte Isolationsschicht aus einem alten Armee Deckenschlafsack hinzugefügt der zwischenzeitlich auch schon Mal ein Leben als Poncholiner Underquillt führte.
Diesen musste ich noch ca. 20 cm verlängern damit er zum Schnittmuster des Apex passte.
Der Schlafsack hatte/hat eine Apex ähnliche Kunstfaserisolierung leider ohne Temperatur Angaben, von der Dicke des Loft war er deutlich unter dem 167 Apex. Daher kann ich zur Isolationsleistung wenig sagen und nur schätzen.
Hoffe aber mit dieser dritten Isolationsschicht in den Bereich von -10°C Komforttemperatur zu kommen.
Schnittmuster und Ausrichtung der Liegeposition habe ich übrigens letztes Jahr von Mittagsfrost Hammooki auf dem Herbsttreffen in Hängerschied kopiert.
Vielen Dank nochmal dafür!
(Ja solange hab ich das Projekt vor mir hergeschoben )
Als Trägerstoff diente eine alte Hängematte aus Robic XL die ich als plastikartig und als unbequem empfand, nach ihrem trostlosen wegetieren in meinem Ausrüstungsschrank bekam sie nun neues Leben als UQ eingehaucht. Die Enden habe ich mit einem Warbonnet Whip versehen um sie dadurch zu verkürzen. So passt sie nun unter eine 11 Fuß Hängematte.
Bis auf eine abgebroche Nadel beim nähen und die teilweise gruseligen Nähte bin ich insgesamt mit der "Fetten Wutz" zufrieden.
Das monströse Packmass und das hohe Gewicht war im Vorfeld schon abzusehen, daher kommt der Underquillt wohl eher bei kürzeren Touren oder auf der Pulka, Kanu etc. zum Einsatz und bei längeren eher einer mit daunengefüllter Isolation.
Zugegebenermaßen ist der Unterschied (Packmass/Gewicht) zu einem Wooki etc. schon enorm.
Eher aus optischen Gründen habe ich umlaufend noch ein Gummiseil eingenäht damit die Seiten nicht abstehen und das Unterbewusstsein denkt es würde weniger warme Luft entweichen.
Materialien:
-Garn: Gütermann TERA 80
-Trägerstoff: 11" Robic XL
-Isolation: Apex Climashild 167 x 2 + Deckenschlafsack
-August Alles Kleber
-Shockcord 3mm + 2mm / Tankas 2x
Gewicht: 1700g
Packmass: keine Ahnung (ich stopfe das Monster ohne Packsack in den Rucksack)😉
Loft der 2x Apex 167 Schichten war schon recht erstaunlich.
Und noch ein paar Bilder von meiner ersten Test-Übernachtung.