Synthetik vs. Daune

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  • Moin,

    da ich häufig mehrere Nächte am Stück in Gewässernähe abhänge verwende ich außer bei Temperaturen deutlich unter Null keine Daunen UQ. Jede mir bekannte Daune (auch behandelte) hat bei viel Feuchtigkeit einfach zu viel Wärmeverlust durch teilweises verklumpen der Daune und lässt sich dann draußen sehr schlecht wieder trocknen. Dadurch geht für mich der Gewichtspluspunkt (feuchte Daune ist schwerer) gegenüber hochwertiger Kunstfaser verloren. Dabei ist es eigentlich egal wie die Feuchtigkeit in den UQ kommt. Ob durch Feuchtigkeit von außen ( Nebel, Spritzwasser o.ä.) oder Feuchtigkeit von innen (Schweiß).

    Man kann die Feuchtigkeit in der Füllung ja nicht sehen aber wenn man sich mal die Mühe macht den UQ vor einer mehrtägigen Tour mit z. B. hoher Luftfeuchtigkeit und nach einer solchen Tour zu wiegen wird man überrascht sein. Da kommen schnell mal über 100g mehr dazu.

    Ein UQP hilft die Feuchtigkeit in der Füllung zu reduzieren, kann es aber nicht verhindern. Nimmt man einen wasserdichten UQP können die Körperausdünstungen nicht entweichen.

    Hochwertige Kunstfaser nimmt so gut wie keine Feuchtigkeit auf und trocknet viel schneller. Sie behält sogar ca. 60% ihres Wärmerückhaltungsvermögen wenn sie richtig nass ist.

    Ich habe vor vielen Jahren mal zu Testzwecken einen TNF Bigfoot Polarguard HV Schlafsack (Komfort bis ca. -10C) komplett durchnässt, ihn dann ausgewrungen und eine Nacht bei +2C darin genächtigt.

    Der Schlafkomfort war natürlich nicht so toll aber ich habe nicht gefroren. Versucht das mal mit einem Daunenschlafsack!

    Schlafausrüstung aus Daune hat auf jeden Fall ihre Berechtigung (besserer Schlafkomfort, wenn trocken geringeres Gewicht, kleineres Packmaß, sie hält bei guter Pflege deutlich länger). Aber bei Gefahr das sie feucht wird ist sie eher ungeeignet.

    Der Gewichtsvorteil der Daune gegenüber hochwertiger Kunstfaser ist heutzutage nicht mehr so groß. Das Packvolumen schon. Ich finde das Schlafklima in Daune deutlich besser.

    Aber wieviele von euch machen hauptsächlich Kilometer lange Fußmärsche wo es zwingend aufs Gewicht ankommt?!

    Wenn ich hier so mitlese sind doch sehr viele eher mit Kanu/Kajak, Fahrrad, Moped o.ä. unterwegs oder sie laufen keine vielen Kilometer, sondern von irgendeinem Parkplatz ein paar Kilometer in einen Wald hinein oder campieren im eigenen Garten. Und da kommt es meiner Meinung nach auf ein paar hundert Gramm nicht an.

    Anders ist es wohl bei sehr begrenztem Platz im Rucksack. Daune lässt sich halt sehr kompakt komprimieren.

    Hänger die hauptsächlich zuhause rumhängen können sich im Prinzip auch eine alte Bettdecke o.ä. unter die Hm binden oder nähen. Sie müssen es ja nicht schleppen und können notfalls ins Haus verschwinden.

    Deshalb empfehle ich außer bei zwingender Notwendigkeit eines kleinen Packmaß oder aus Gründen des besseren Schlafklimas oder bei Temperaturen ab ca.-10C keinen Daunen UQ, TQ oder Schlafsack.

    Nicht zu vergessen, nicht alle können sich hochwertige Daunen Produkte leisten oder reagieren Allergisch auf Daunen.

    Ich empfehle und benutze bei Temperaturen um die 0C eigentlich immer einen Kufa UQ wie z.B. den SLD Trail Winder, Carinthia HUQ180, DD Underblanket oder die Teile von Arrowhead Equipment.

    Ich selbst habe oder hatte zu den oben genannten noch einen DIY UQ, ein Snugpak Underblanket, den Amazonas Ultralight XXL UQ (den kann ich nicht empfehlen) und durfte noch in ein paar andere mal 1-2 Nächte Probe liegen.

    Als Daunen UQ benutze ich bei Temperaturen weit unter Null den Incubator Econ 0F +2oz Overfill mit einem UQP. Mit dem komme ich sehr gut zurecht. Vor allem bei Hm mit Bögen wie meine Clark NX250 oder meine DD Frontline XL.

    Er funktioniert auch sehr gut mit Hm die seitliche Pull Outs oder UQ Hooks besitzen weil der UQ so schön dicht an liegen kann und nicht mehr verrutscht.

    Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich seit mitte der Neunziger überwiegend in Hm draußen nächtige. Und das in so ziemlich allen Klimazonen.

    Ich war knapp 15 Jahre meines Lebens auf Weltreise 7 Jahre mit Rucksack und fast 8 Jahre mit dem Fahrrad. Seitdem ich keine langen Reisen mehr unternehme schlafe ich jedes Jahr ca. 50-70 Nächte draußen. Zu allen Jahreszeiten meist in heimischen Gefilden.

    Meine 2. Empfehlung: testet so viele verschiedene UQ wie möglich (von Kumpels ausgeliehene, zur Ansicht bestellte oder auf Hm Treffen). Nur so könnt ihr euch einen wirklichen Eindruck der Unterschiede der verschiedenen UQ machen. Denn letztendlich möchte man draußen bequem und warm schlafen.

    So ihr Gartenschläfer🤭😂🤗 ich wünsche euch trotz vielem Bla...Bla...meinerseits 😁💪 eine erholsame Nacht.......

    Liebe Grüße von der Ostsee

  • Nein den Orginal Warbonnet Wooki hatte ich noch nicht unterm Hintern.

    Aber bei so viel positiver Resonanz denke ich es ist ein Top UQ. Der hängt nur noch nicht in meinem Schrank wegen meiner Erfahrungen mit Daune auf längeren Touren und der Feuchtigkeit.

    Das ist vielleicht bei 2-3 Nächten draußen in heimischen Gefilden kein großes Problem, auf längeren Touren schon!

    Ich habe ja quasi einen Kufa „Wooki“, den SLD Trail Winder! Der ist bei etwa gleichem Temperatur Bereich etwas schwerer und voluminöser als der Wooki. Dafür deutlich günstiger und weniger „schwierig“ bei Feuchtigkeit.

    In den USA traf ich einige Hammock Camper die sich einen Daunen UQ in einen UQ Protector nähen und sich so quasi einen DIY „Wooki“ bastelten. Das gleiche funktioniert natürlich auch mit einem Kufa UQ.

    Versteht mich nicht falsch: Daune ist unter bestimmten Gegebenheiten super! Aber halt nicht auf längeren Touren wo die Gefahr besteht dass sie feucht wird! Sehr feuchte oder gar nasse Daune ist nutzlos und sehr schwer zu trocknen (außer vielleicht in einem großen Wäschetrockner).

    Aber bei diesem Thema ging es ja eh um andere UQ neben dem Wooki.

    Gruß von der z.Z. stürmischen Ostsee

  • Moin :)

    Hast du im Vergleich zu all deinen UQs schon mal den Wooki ausprobiert, mich würde sehr deine Vergleichs-Erfahrung interessieren.

    Grüße

    Rocketman

    Ich melde mich mal zu Wort, ich habe den SLD Trailwinder in 20°F und 40°F Ausführung und den Wooki in 20°F und 0°F Ausführung. Den SLD Trailwinder habe ich mir aus den von Wuppitom genannten Gründen angeschafft und natürlich aus Neugierde. Im direkten Vergleich ist der Wooki minimal bequemer, u.a. da er keine seitliche Raffung benötigt, um optimal anzuliegen. Ist aber Jammern auf hohem Niveau, einmal eingestellt ist das Ding fast genauso genial wie der Wooki. Packmaß ist zwar schon größer, aber auch nicht dramatisch, man kann da jetzt auch nicht statt einem 45 Liter Rucksack einen 32 Liter Rucksack nehmen oder so. Je höher die Isolation sein soll, desto mehr geht das natürlich auseinander, der -5° Fahrenheit SLD Trailwinder wird schon ein Brocken sein. Der 20°F TW geht gut bis knapp an 0°C für mich (!) und wiegt ziemlich exakt das gleiche wie der 20°F Wooki. Wenn ich nur eins von beiden hätte kaufen können und Geld eine Rolle spielt, würde ich für den Temperaturbereich über 0°C zum SLD greifen.

    • Offizieller Beitrag

    Der Gewichtsvorteil der Daune gegenüber hochwertiger Kunstfaser ist heutzutage nicht mehr so groß.

    Das würde mich wundern. Welchen Trail Winder hast du, und was wiegt er? Ich würde schätzen, dass ein Synthetik-Quilt das 1,5-fache eines Daunen-Quilts wiegt. Und das bei einem kleineren Komfortbereich. Dazu kommt, das sich Synthetik im Vergleich zu Daune viel langsamer aufwärmt.

    Aber wieviele von euch machen hauptsächlich Kilometer lange Fußmärsche wo es zwingend aufs Gewicht ankommt?!

    Ich. Und da ich so verfroren bin, muss ich deutlich mehr Isolierung einpacken als ein Durchschnittsmann. 15 kg Rucksack Gewicht sind für mich das Äußerste - und selbst mit Daune habe ich im Sommer schon um die 14 kg. Bis sich das Gewichts-Leistungsverhältnis von Synthetik deutlich verbessert, kommt sie für mich leider nicht in Frage.

  • Ich schwanke gerade enorm zwischen dem Trail Winder in 10oz (-20°C) und dem Wooki in 0°F (-15°C).

    Ich will in Kombination mit meinem Defence 6 ein richtiges Wintersetup bauen.

    Da der D6 ja aber schon ein mega riesen Ding ist, habe ich Angst das nicht mehr in den Rucksack zu bekommen. Gewicht ist mir nicht so wichtig da ich im absoluten maximum damit 10km wandere (meistens eher 3-5km).

    Etwas Geld sparen mit dem TW wäre schön und ich habe bis jetzt Daune immer wegen Feuchtigkeit gemieden... ich weiß nicht weiter :/

  • Ich bin selten mehr als eine Woche unterwegs und dann meist eher von Frühling bis Herbst. In unseren Gefilden (wo man zur Not auch mal irgendwo rein könnte) konnte ich bei Daune noch nie ein Problem feststellen. Dazu muss ich aber sagen, dass ich nachts – mit ganz seltenen Ausnahmen, wenn sich mitten in der Nacht (z.B. durch ein Gewitter) Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhöhen und ich deshalb plötzlich zu viel Kleidung anhabe – kaum schwitze und entsprechend nur wenig Feuchtigkeit abgebe. Auch bin ich eigentlich nie geplant über mehrere Tage bei Regenwetter unterwegs.

    Wer nachts viel schwitzt oder auch gezielt feuchte Umstände (Klima / Wetter) ansteuert, mag das natürlich anders sehen.

  • Ich schwanke gerade enorm zwischen dem Trail Winder in 10oz (-20°C) und dem Wooki in 0°F (-15°C).

    Ich will in Kombination mit meinem Defence 6 ein richtiges Wintersetup bauen.

    Da der D6 ja aber schon ein mega riesen Ding ist, habe ich Angst das nicht mehr in den Rucksack zu bekommen. Gewicht ist mir nicht so wichtig da ich im absoluten maximum damit 10km wandere (meistens eher 3-5km).

    Etwas Geld sparen mit dem TW wäre schön und ich habe bis jetzt Daune immer wegen Feuchtigkeit gemieden... ich weiß nicht weiter :/

    Also der Defence 6 ist ja für ne Hängematte maximal unsinnig und auch ansonsten kann man sich bei dem Teil schon grundsätzlich die Sinnfrage stelle. Ich habe bei deutlich unter 0°C nie Probleme mit Feuchtigkeit gehabt wenn ich den 0°F Wooki benutze. Daune funktioniert auch und gerade im richtigen Winter. 4 Kilo Gloft und Climashield würde ich mir nicht in den Rucksack stopfen wollen...

  • Also der Defence 6 ist ja für ne Hängematte maximal unsinnig und auch ansonsten kann man sich bei dem Teil schon grundsätzlich die Sinnfrage stelle.

    Weil?

    Ist nun mal vorhanden. Warum denn nicht nutzen?


    4 Kilo Gloft und Climashield würde ich mir nicht in den Rucksack stopfen wollen

    Heißt du würdest auf Daune gehen, obwohl du eher für Synth bist?

  • Weil?

    Ist nun mal vorhanden. Warum denn nicht nutzen?

    Weil er auch als Schlafsack nur bedingt Sinn macht, weil der ja doch ein sehr spezielles militärisches Anforderungsprofil erfüllt.

    Ich habe nicht gesagt dass ich generell für Kufa bin, sondern es kommt immer auf den Anwendungsbereich und den Geldbeutel an. Im Winter bei Minusgraden benutze ich den 0°F Wooki zusammen mit einem Cumulus Taiga 480 Topquilt, was wunderbar funktioniert und die Hälfte eines Defence 6 wiegt. Bei Mehrtageswanderungen von Frühjahr bis Frühherbst nutze ich auch gerne Kunstfaser.

    Aber das wird jetzt alles ein bißchen offtopic, sorry!

  • Ich bin jetzt auch nicht so der Winterdraussenschläfer - ich habe es ein paar mal gemacht, würde aber nicht von einer grossen Erfahrung sprechen. Ich war aber bisher der Meinung, dass Frost (also Temperaturen deutlich unter Null, wie wuppitom beschreibt) doch eher trockene Luft mit sich bringt. Probleme mit Daunen bei Feuchtigkeit sind für mich eher ein Thema bei Plusgraden und viel Regen, bzw nasser Boden, nicht gefrorener Boden.

    Wenn es um die Liegerichtung geht, frage ich mich, ob man dabei wirklich die diagonale Richtung meint, oder sogar einen Wechsel vom Kopfende zum Fussende, oder nur Rücken-, Seiten- oder Bauchlage. Kopf- und Fussende tauschen käme, abgesehen von der Akrobatik, sowieso nicht in Frage, weil dann der Kopf ja höher läge als die Füsse. Ich bin jemand, der vor dem Einschlafen noch viel Bewegung braucht. Die Beine werden angezogen, ausgestreckt, der Körper rechts-Rücken-links und zurück. Daher auch meine Vorliebe zur Ridgerunner. Allerdings komme ich nicht auf die Idee, die Diagonale in der Hängematte zu ändern - obwohl ich das auch bei meiner symmetrischen Matte von Dreamhammocks durchaus könnte. Der Aufwand würde mich wieder komplett aufwecken, das Einschlafritual (ähnlich dem Aufschlag von Nadal) müsste von vorne beginnen.

    Waldläufer70 : ich habe 2 Incubator mit denen ich sehr zufrieden bin. Trotzdem liebäugle ich mit den Wookies für die Dreamhammock -schade, dass ich es nicht nach Mengerschied geschafft habe, um die mal auszuprobieren. Sicherlich eine sehr gute Lösung, wenn man immer in der gleichen Diagonale und immer im Gathered-End Hängematten schläft.

    Andererseits würde ich auch gerne mal einen EnlightenedEquipment Revolt ausprobieren - ich wäre an der Apex-Version interessiert. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Daunen-Topquilts von EE. Der Revolt ist rechteckig, also verjüngt sich nicht zum Fussende und ich meine auch, dass Kopf- und Fussende nicht festgelegt sind - alles hängt von der Einstellung der Gummischnüre ab. Die Daunen werden nicht in rohrförmigen Sektionen sondern in quadratischen aufgeteilt. Somit erscheint mir der Revolt als die flexibelste Lösung.

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

  • Moin

    ich habe meinen Trail Winder 0F noch nie selbst gewogen.

    Ich sagte ja, wem es zwingend auf jedes Gramm ankommt der ist grundsätzlich mit Daune gut beraten. Aber nicht wenn man länger unter feuchten Bedingungen unterwegs ist. Da die Daune mehr Feuchtigkeit speichern kann als Kufa die kaum Feuchtigkeit in den Fasern aufnimmt und viel schneller wieder trocknet!

    Durch die Speicherung der Feuchtigkeit in der Daune, wird sie mit der Zeit immer schwerer und wärmt immer weniger weil sie irgendwann anfängt zu klumpen wenn man sie unterwegs nicht trocknen kann. Und dann ist der Gewichtsvorteil der im trockenen Zustand besteht dahin. Das ist selbst bei meinem mit Nocar behandelten Daunenschlafsack mit Gore Dryloft Außenhülle so.

    Wie in einem anderen Beitrag schon mal geschrieben, spielt die Feuchtigkeit von außen ab ca. -10C keine große Rolle mehr. Ab da benutze ich auch oft Daune! Schwitzt man Nachts aber viel wird es schon wieder schwierig ohne VBL.

    Aber hier ging es ja auch um einen anderen UQ als den Wooki für 3 Jahreszeiten. Und da finde ich Daunen Produkte auf Touren, sagen wir mal ab 1 Woche Länge, eher ungeeignet. Besonders dort wo man oft mit Feuchtigkeit zu kämpfen hat.

    Grundsätzlich sehe ich es so: Schlafe ich gut, bequem und warm in einem XY Produkt ist für mich das Ziel erstmal erreicht! Die Feinabstimmung und Verbesserungen kann ich dann später noch vornehmen.

    In diesem Sinne......

    Hui der Wind nimmt zu.... höre die Wellen der Ostsee bis zu mir nach Hause 👍

    Wohne ja nur 3 Minuten zu Fuß vom Strand 🏝👍😁

  • Wenn es um die Liegerichtung geht, frage ich mich, ob man dabei wirklich die diagonale Richtung meint, oder sogar einen Wechsel vom Kopfende zum Fussende

    Damit ist in der Regel schon gemeint, ob Kopf respektive Füsse links oder rechts von der Firstleine zu liegen kommen, also die diagonale Ausrichtung in der Gathered-End-Hängematte. Mir (wie auch meinen Freunden) ging es im anderen Faden jedenfalls darum.

    Ich entscheide bei einem Hängplatz in der Regel zuerst, in welche Richtung Kopf- und Fussende der Hängematte zeigen sollen (aufgrund der Aussicht oder den sonstigen örtlichen Begebenheiten), dann entscheide ich, in welcher Liegerichtung (Diagonale) ich liegen möchte. Manchmal hilft mir dann ein Wechsel der diagonalen Ausrichtung, wenn ich keinen Schlaf finde. In ganz seltenen Fällen habe ich auch mal die Hängematte umgehängt, also Kopf- und Fussende getauscht, wenn sonst alles nicht geholfen hat.

    Waldläufer70 : ich habe 2 Incubator mit denen ich sehr zufrieden bin. Trotzdem liebäugle ich mit den Wookies für die Dreamhammock -schade, dass ich es nicht nach Mengerschied geschafft habe, um die mal auszuprobieren. Sicherlich eine sehr gute Lösung, wenn man immer in der gleichen Diagonale und immer im Gathered-End Hängematten schläft.

    Ja, einen Wooki würde ich auch gerne mal ausprobieren. Ich kann mir gut vorstellen, dass der so ziemlich das Optimum wäre. Andererseits bin ich mit meinem Incubator aber insgesamt so zufrieden, dass ich gar nicht unbedingt etwas Neues anschaffen möchte. Und dann kommt noch die Geschichte mit der Beschränkung der Liegerichtung (diagonal) beim Wooki.

    Andererseits würde ich auch gerne mal einen EnlightenedEquipment Revolt ausprobieren - ich wäre an der Apex-Version interessiert. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Daunen-Topquilts von EE. Der Revolt ist rechteckig, also verjüngt sich nicht zum Fussende und ich meine auch, dass Kopf- und Fussende nicht festgelegt sind - alles hängt von der Einstellung der Gummischnüre ab. Die Daunen werden nicht in rohrförmigen Sektionen sondern in quadratischen aufgeteilt. Somit erscheint mir der Revolt als die flexibelste Lösung.

    Der ist mir auch schon begegnet. Es scheint, dass bei der Daunenversion davon V2 (wie auch beim Uprising) eine kräftigere Kordel direkt nach dem Gesäss nach oben geht, die einen weniger in die Gerade zurückdrückt (war bei mir mit dem Incubator zwar nie wirklich ein Problem). Eine dünnere Kordel geht dann bei den Füssen nach oben: Die dürfte dann die Beine etwas weniger in die Gerade zurückdrücken. Bei V2 ist dann natürlich Kopf- und Fussende klar definiert.

    Sorry, meine Antwort an Womble passt jetzt hier nicht mehr wirklich zum Thema. Die Kehrseite bei Postverschiebungen, die nicht eindeutig zu einem Thema passen. Am Schluss passen sie nirgends mehr so wirklich dazu.

  • Moin zusammen,

    ich hänge mal wieder 2 Nächte am Ostseestrand 🏝rum.

    Da kam mir die Idee mal meinen Daunen UQ vorher, also trocken und nachher zu wiegen.

    Es soll kein Regen geben dafür aber eine hohe Luftfeuchtigkeit und morgens eventuell ein wenig Nebel.

    Das sind jetzt gerade zwar nicht die richtigen Temperaturen für meinen -17C UQ, aber am Strand wird es so um +5C und ich hoffe es lässt sich aushalten und wird nicht zu warm.

    Ich werde extra meinen leichten Sommer Schlafsack (Komfort bis ca. +10C) mitnehmen damit ich nachts nicht zu sehr schwitze und das Ergebnis einigermaßen realistisch bleibt.

    Ich werde wie immer wenn ich diesen UQ benutze zusätzlich einen UQ Protektor verwenden.

    Ich bin gespannt was da in 2 Tagen und Nächten zusätzlich an Gewicht zusammen kommt!

    Das Trockengewicht des UQ beträgt 1030g ohne Packsack und UQP.

    Gruß vom Strand

  • Moin zusammen,

    so wieder zurück von einem weiteren sehr schönen Wochenende am Strand 🏝

    Also vielleicht als erstes kurz zu den Wetterbedingungen.

    Tagsüber war es an beiden Tagen trocken und es wehte ein leichter bis mäßiger NO Wind.

    Meine Stelle liegt tagsüber überwiegend im Schatten.

    In beiden Nächten gab es kurze leichte Regenschauer und die relative Luftfeuchtigkeit betrug morgens an beiden Tagen 95% und es war nur schwach windig.

    In der ersten Nacht lag die Tiefsttemperatur laut Thermometer bei +4C. In der zweiten Nacht bei +6C.

    Eigentlich zu warm für den -17C Incubator Econ! Aber dadurch dass ich nur einen leichten Sommerschlafsack mit hatte, konnte ich es gut aushalten und ich habe wie immer sehr gut geschlafen 👍

    Als Schlafwäsche trug ich in beiden Nächten lange Polartec 100 Unterwäsche.

    Durch Wollunterwäsche kann man den Schweißtransport in den UQ reduzieren weil Wolle bis 30% seines Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ich mag aber Wolle nicht direkt auf der Haut. Deshalb Fleece!

    Heute Vormittag habe ich den UQ dann Luftdicht verpackt weil ich meine Waage nicht mit hatte und ihn zuhause gewogen.

    Ergebnis:1150g ohne Packsack und UQP!

    Das sind 120g mehr als vor 2 Tagen im trockenen Zustand!!!

    Einen Wärmeverlust konnte ich nicht feststellen.

    Ich werde den UQ jetzt bis Morgen auslüften und trocknen lassen und ihn dann noch einmal wiegen.

    Man kann also erkennen: Daune als „Naturfaser“ speichert Feuchtigkeit.

    Und wenn man unterwegs keine Möglichkeit hat seine Daunensachen zu trocknen sammelt sich mit jeder Nacht mehr Feuchtigkeit in ihnen die man dann mit rumschleppen muss.

    Das größere Übel ist aber das verklumpen der Daune mit der Zeit.

    Das ist, wie erwähnt, auf einer Wochenendtour kein Problem da viel mehr Feuchtigkeit vorhanden sein muss um die Daune zu verklumpen. Aber auf längeren Touren, wie ich es eigentlich schon lange weiß, kann es schon zum Problem werden.

    Ich weiß nicht ob es mittlerweile neue Beschichtungen der Daunen gibt die dies verhindern können. Ich kenne nur Nocar und Teflon. Und da fängt die Daune nach ca. 5-7 Tagen unter diesen Bedingungen an zu klumpen. Dadurch wärmt sie dann natürlich nicht mehr so wie sie soll.

    Man hat früher (in den 1970gern und 1980gern) versucht das Problem des verklumpens durch einen höheren Stützfedernanteil(70:30 oder 80:20) in den Griff zubekommen. Funktioniert aber auch nur kurz.

    Heute werden wohl überwiegend bei hochwertigen Produkten 90:10 oder sogar 95:5 Mischungen verwendet. Dafür sind sie i.d.R. feuchtigskeitabweisend beschichtet.

    Bei günstigen Daunen Produkten werden oft unbeschichtete 70:30 bis 50:50 Mischungen verwendet die dann aber kaum noch einen Gewichtsvorteil und/oder Volumenvorteil gegenüber hochwertigen Kufa haben.

    Das Problem des verklumpens gibt es bei Kufa nicht. Ein sehr feuchter Kufa UQ oder TQ verliert Max. 40% seines Wärmeruckhaltungsvermögen (das ist doch mal ein Wort 😁) und trocknet viel schneller.

    Ein anderes Problem ist das komprimieren!

    Wenn man auf längeren Touren jede Nacht seinen Schlafplatz wechselt und seinen UQ wieder in seinen Kompressionspacksack stopft, verträgt dass Kufa auf langer Sicht deutlich besser. Daune kann feucht komprimiert leicht brüchig werden mit der Zeit. Deshalb verwende ich für Daunen Produkte keine Kompressionspacksäcke sondern stopfe sie in etwas großzügigeren Rollverschluss Packsäcken und packe sie bei nichtgebrauch in große Baumwollsäcke zum lagern.Damit ist der Volumenvorteil der Daune für mich auch dahin.

    Man sollte seine feuchte Schlafausrüstung auf keinen Fall längere Zeit in einem wasserdichten Packsack lassen. Im besten Fall fängt es irgendwann an zu müffeln, im schlimmsten Fall an zu schimmeln.

    Mein Winter Daunenschlafsack ist nur so alt geworden weil ich ihn wirklich sehr gut gepflegt habe!

    Mir ist in den Tropen mal mein Brooks Ledersattel weggeschimmelt😳😂

    Obwohl Top für den Hintern, würde ich dort keinen Ledersattel mehr mitnehmen.

    Wie schon mal gesagt: Versteht mich bitte nicht falsch! Daune hat unter trocken-kalten Bedingungen auf jeden Fall Vorteile gegenüber Kufa. Sie hat immer noch, soweit ich weiß, das beste Wärme zu Gewicht Verhältnis! Und das Schlafklima in trockenen Daunensachen ist unschlagbar!!!👍

    Noch ein paar Worte zur Verarbeitungstechnik der Daunen UQ. Die meisten Hersteller stopfen ihre Daunen in Längskammern, Querkammern oder Kassetten. Bei günstigen Produkten meist durchgenäht. Bei hochwertigen Sachen in Differenzial Bauweise mit oft H-Kammern also mit Zwischenstegen.

    Leider kenne ich keinen Daunen UQ der in Chevron Baffle oder Radialkammer Bauweise (wie mein TNF Solar Flare Dryloft Schlafsack) produziert wird. Die haben den Vorteil dass die Daunen nur sehr schwer verrutschen und gleichmäßig verteilt bleiben. Diese Nähtechniken sind aber viel aufwendiger zunähen und würden dadurch dann wohl auch noch teurer.

    Es soll sich jeder seine eigenen Gedanken machen was für ihn eher auf längeren Touren in Frage kommt.

    Dann noch der Hinweis dass ich keinerlei Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit erhebe! 🤓

    Das war einfach mal nur ein Test. An anderen Tagen, unter anderen Bedingungen kann die Sache schon wieder ein bisschen anders aussehen.

    Meine langjährigen Erfahrungen auf meinen Reisen und Touren daheim sagen mir aber: Feuchtigkeit und Daune passt nicht!

    In diesem Sinne...... einen schönen Rest-Sonntag und Gruß von der Ostsee

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