Da meine Zeit es seit längerem wieder mal zulässt, will ich euch an einer Unternehmung vom Sommer teilhaben lassen, nämlich einem Segeltörn rund um Rügen. Wie schon 2019 bin ich mit Freunden Anfang August in zehn Tagen um Rügen gesegelt - diesmal mit dem leisen Vorbehalt, ob denn wohl der coronabedingte Run auf die deutschen Strände dieses Unternehmen zu dem Erlebnis machen würde, das ich letztes Jahr so genossen habe. Diese Befürchtung - soviel gleich vorweg - erwies sich zum Glück als unbegründet. Wir haben an den meisten Plätzen eine Ruhe und Einsamkeit gefunden, die man sich von den Meldungen der Presse her geurteilt kaum vorstellen kann!
Los ging es wieder in Altefähr, dem Standort der Segelschule Rügen, von der wir die Boote haben. Übernachtet habe ich dort wieder in einer alten, halb umgebrochenen Weide, in der man mit etwas Phantasie und Kletterei auch zwei Cross Hammock aufhängen konnte, denn diesmal waren wir schon zwei Hänger.
Der erste Tag des Segeltörns begann, wie man hier sieht, mit ziemlich gutem Wind vor der Silhouette Stralsunds. Aber leider mussten wir bis in den Nachmittag warten, bevor die Vormieter angekommen und die Boote wieder startklar waren. Und dann schlief der Wind ein.
Wir dümpelten stundenlang in der Fahrrinne nach Hiddensee und hatten dabei das zweifelhafte Vergnügen, die Motorboote an uns vorbeiziehen zu sehen.
Erst kurz vor Sonnenuntergang war der Wind wieder richtig gut, und so erreichten wir mit dem letzten Licht unser Tagesziel.
Dann hieß es schnell die Hängematte aufzuhängen und schon kam die Dämmerung - und die Mücken. Ich glaube, ich hatte an diesem Abend dreißig Mückenstiche - und zwar an einem Fuß. Danach habe ich zu zählen aufgehört.
So stellt sich der Süden von Hiddensee aus der Luft dar, vorn die glasklare Ostsee, hinten der Bodden und ganz hinten Rügen.
Und hier geht es auf die offene See hinaus, mit Blick Richtung Dänemark.
Am nächsten Morgen waren die Mücken nicht etwa verschwunden, sodass man erst mal wenig Lust hatte, unterm Moskitonetz hervorzukommen.
Irgendwie hat man dann sein Frühstück eingenommen...
und dann ging es ohne Gepäck in den Norden von Hiddensee, wo wir die Boote am Strand ließen und den Dornbusch - den bewaldeten Hügel oben rechts - erkundeten.