Hängematte im Garten aufhängen ohne Bäume und Beton

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  • Moin JockelH,

    moin zusammen,

    ich sehe da schon zwei Punkte die zum schräg einbringen eines Pfosten interessant sein sollten. Wie will man heischest ein seitlichen abwandern des schrägen Pfosten verhindern (noch fetteres Fundament) und at last, wie will man ein Fundament wo der Pfosten dann ja schräg rein soll baulich ausführen?

    Natürlich könnte man so wie ich dann das HT-Rohr zur Aufnahme des Holzpfosten auch angewinkelt einbetonieren. Ist aber trickreicher und würde auch mehr Beton mit sich bringen.

    Alles Dinge die nicht gerade sehr überzeugend wirken.

    Und noch einen hinterher geschoben, wenn man so ein Teil schräg einbetoniert, den Holzpfosten da rein steckt, wird man dann nicht automatisch den Zugpunkt nach hinten verlängern, also quasi nochmals wo im Boden abspannen? Ist doch auch Mumpitz.

  • Moin

    Bei den MSR Groundhogs steh ausdrücklich dabei, dass sie ca. in einem 10° Winkel eingeschlagen werden sollen.

    Nach meinem einmonatigen Elternzeiturlaub mit Zelt, Tarp und Familie durch Italien, hatte ich das Gefühl, dass die Teile tatsächlich stabiler stehen, wenn ich sie nahezu gerade (also 10°) einschlage.

    Hatte ich sie schräg (um die 45°) eingeschlagen, konnte ich sie mühelos nach oben raus ziehen. Fast senkrecht musste ich immer mehr Kraft aufwenden.

    Woran das liegt kann ich nicht sagen :/

  • wie will man ein Fundament wo der Pfosten dann ja schräg rein soll baulich ausführen?

    Ich war da gedanklich noch bei den Schraub- oder Einschlaghülsen, Die würde man schon schräg in den Boden bekommen.

    Mich interessiert das Thema besonders, weil wir zwar einen schönen Gräten haben, aber leider keinen geeigneten Baum in Reichweite.

    Dazu kommt ein sehr hoher Grundwasserspiegel. Bei längeren Regenphasen steht bei uns eine Handbreit Wasser in den Senken des Rasens.

    Als Mieter bin ich zurückhaltend, was das Einbetonieren angeht.

    Also wenn ich entfernbare Schaubhülsen, verwenden wollte, sollte das Drehmoment so klein wie möglich gehalten werden, damit die nicht aus dem feuchten Boden gehebelt werden.

    Mit zwei Abspannleinen im Dreieck nach hinten kann man sicherlich etwaige Kräfte auffangen, die den Pfosten drehen würden.

    Das wäre dann so eine Abspannung ähnlich wie beim 3-Person-Hammock-Stand (auch ein cooles Projekt).

    Da wäre das statische Problem sicherlich gelöst und für viele Hänger ein ästhetisches geschaffen.

    Wie sooft: Einen Tod musst Du sterben.

    Danke auf jeden Fall für den Austausch! Ich würde nach all den Anregungen aus diesem Thead inzwischen meine Mühe eher in einen freistehenden Holzständer investieren, wenn ich wieder Zeit zum Basteln finde.

    Den kann ich beliebig im Garten platzieren, im Herbst ins Trockene stellen und die Kinder rennen nicht barfuß gegen irgendwelche Hülsen, die aus dem Boden ragen. =O

  • Moin,

    falls keine Bäume genutzt werden können/sollen würde ich persönlich einem Mobilen Hängematten Stand wie z.B. meinem Cuba Gigante Stand gegenüber einer fest installierten Lösung immer den Vorzug geben ............

    Einmal ist es sehr einfach, dank der Rollen auf einer Seite, den Stand bei Bedarf umzustellen, dann kann ich den Stand sehr leicht in Länge und Höhe verstellen (es sind bis 425cm in der Länge und 175cm in der Höhe möglich) und da er verhältnismäßig klein auseinander nehmbar ist, kann ich den Stand auch mal (im Auto) mitnehmen und ihn z.B. auch mal bei Omma und Oppa im Garten aufstellen ............👵🧙‍♂️

    In meiner alten Heimat hatte ich dieses Hm Gestell mit 11ft Hängematten zusammen mit meinem 4x3m Aqua Quest King Camo im Garten stehen.

    Hier habe ich jetzt leider keinen Garten mehr und für mit an den Strand ist mir der Stand mit seinem 25kg Gesamtgewicht deutlich zu schwer..............

    Dafür steht das Teil selbst bei stärksten Gewitterböen in Verbindung mit einer guten Tarpabspannung wie betoniert 👍

    Gruß von der Ostsee

  • Moin wuppitom ,

    Ich hab's mal im Netzt angeschaut, der Cuba Gigante sieht definitiv nach einem soliden Biest aus :thumbup: .

    Da könnte ich auch mal wieder meine alte Edit: 20.8.2023 Brazilian Baumwoll-HM aufhängen, die leider seit Ewigkeiten im Keller liegt.

    Wenn ich die Zeit dazu finde, schwebt mir allerdings eher ein Eigenbau aus Holz vor (da sind wir wieder bei der Ästhetik..).

    Vom Prinzip her so etwas wie dieser Portable Hammock Stand.

    Der asymmetrischen Konstruktion traue ich nicht so ganz, das würde ich lieber anpassen.

    Einmal editiert, zuletzt von JockelH (20. August 2023 um 16:10) aus folgendem Grund: Inhaltlich bearbeitet. Ich dachte Anfangs, "Amazonas"-HM sei hier im Forum ein Synonym für den Typ Brasilianische Baumwoll-Hangematte mit den geflochtenen Ende. Habe jetzt erst festgestellt, dass Amazonas ein Markenname ist, daher die Bezeichnung korrigiert.

  • JockelH Du kannst dir auch den Tensa4 anschauen. Zwei Betonfliesen an den Boden, ein stabiler Abspannpunkt (ein zweiter ist optional aber hilfreich) und das Teil ist erheblich steifer als weitaus massivere Stahlgestelle. Wenn dir das ganze zu teuer ist, ist selbst bauen auch nicht schwer...

  • Danke für die Empfehlungen DL1JPH und Naphtet!

    Der Holzständer aus dem doppelten X lacht mich besonders an!

    Wenig Material, ohne Werkzeug zusammenzulegen. Klingt super! :thumbup: :thumbup:

    Edit: Ich musste gleich mal ein Modell anfertigen.

    Die Konstruktion überzeugt!

    Auf der Suche nach Holz für das große Gestell leider noch keinen 100% Treffer gelandet. Lärche wäre chic und wetterfest, geht aber ganz schön ins Geld.

    Ich würde die Stützen auch gern etwas länger als die 3,05m (10') des Originals ansetzen, was dann ja noch größeren Querschnitt erfordert.

    Das wird dann noch schwerer und teuer ?(

    Mal sehen, wann ich Zeit dafür finde.

    Einmal editiert, zuletzt von JockelH (30. Juli 2023 um 16:59)

  • Sehr viel kann ich nicht beitragen zu dem Thema. Außer, wie es nicht geht. Schwachpunkte waren die Heringe - da hatte ich die Last auf jeweils drei pro Seite aufgeteilt. Den Zug auf die einzelnen Stränge gleichmäßig zu verteilen hätte eine ausgeklügeltere Lösung gebraucht.

    Und nur eine Stange pro Seite (hier die Teleskopstangen von Lichtstativen) bewährt sich auch nicht. 😂

  • Edit: Ich musste gleich mal ein Modell anfertigen.

    Die Konstruktion überzeugt!

    Im Original ist dann vermutlich noch die Ridgeline der Hängematte dabei, die Last aufnimmt. So wie es jetzt da steht ist der größte Teil der Last, die du oben dran hängst, auf den kleinen Schnüren unten. Oder hast du das statisch mal durchgerechnet? Hast du dich mal drauf gelehnt und geschaut was am meisten unter Zug steht? Einen Faden als Hängematte hast du ja drin :) Willst du dann eine Seite höher machen oder nimmst du eine CH oder eine Brückenhängematte? Wie lang sollen die Stangen im großen Modell werden? Damit die Aufhängepunkte noch weit genug auseinander sind. Du kannst bestimmt ganz toll Knoten machen (ich nicht), aber rutschen die da nicht weg?

    Soweit mal mein Senf :/

  • Im Original ist dann vermutlich noch die Ridgeline der Hängematte dabei, die Last aufnimmt. So wie es jetzt da steht ist der größte Teil der Last, die du oben dran hängst, auf den kleinen Schnüren unte

    Moin Achhisan! Fragen über Fragen..

    Wieviel Zug auf eine Ridgeline kommt, hängt wohl vom Hängewinkel im Bezug zu den lange Pfosten ab.

    Im Idealfall zieht die Hängematte dann entlang der Pfosten und es landet gar nicht so viel Kraft auf den Seilen.

    Das Modell war nur eine grobe Annäherung an die Konstruktion und tatsächlich kann man sich auf die Schnur, die die Hängematte simuliert, ordentlich draufstützen und es kommt hauptsächlich Zug auf das Seil-"Z" zwischen den Füßen, aber die Konstruktion setzt sich kaum nach unten.

    Im Original würde ich wie hier beschrieben mit Bolzen / Schlüsselschrauben arbeiten und verschiedene Löcher machen, so dass das X auch asymmetrisch sein kann (eine Seite höher stellen).

    Die Spitzen vielleicht mit Soft Shackles verbinden, an denen auch die Matte hängt? Zusammengepresst werden die Spitzen dann m.E. allein durch den Zug der HM.

    Im Verlauf des originalen Threads im hammockforum kommt die Idee auf,

    auf der einen Seite ein X, auf der anderen Seite ein V zu formen, was einen leichteren Einstieg ermöglichen soll.

    Die Option würde ich auch gern mal testen.

    Ich denke an ca 3,5m Lärchen Kanthölzer in 45 x 58 mm, die ich um das Scharnier herum verstärken würde, zB mit Inforce Schrauben.

    Zimmerleute bitte aufschreien, wenn Ihr meint, dass das ins Auge geht!

    Wenn ich aus dem Urlaub zurück bin, und ich Zeit dafür finde, gibt es eine ausgiebige Beschreibung mit Maßen und Materialliste.

    Ach ja, lieb, dass Du mir die statische Berechnung zutraust, aber das ist leider nicht so easy 2-dimensional wie meine Bierdeckelrechnung weiter oben. Da muss es noch einen richtig verregneten Tag geben, bevor ich mich da ran mache!

  • Da muss es noch einen richtig verregneten Tag geben, bevor ich mich da ran mache

    Da soll es die nächsten Tage Gelegenheit geben laut Wetterbericht ;) zumindest bei mir.

    Ist schon ein paar Jahre her, dass ich mal bissle Statik berechnet habe, ich habe da die Programme auch nicht mehr auf dem Rechner. Die Bücher hab ich verschenkt... :( Ich kann das nicht mehr.

    Dein Modell find ich auf jeden Fall toll :thumbup:

  • Das Modell war nur eine grobe Annäherung an die Konstruktion und tatsächlich kann man sich auf die Schnur, die die Hängematte simuliert, ordentlich draufstützen und es kommt hauptsächlich Zug auf das Seil-"Z" zwischen den Füßen, aber die Konstruktion setzt sich kaum nach unten.

    Das Seil-"Z" zwischen den Füßen hatte ich gemeint mit 'den kleinen Schnüren unten' in meinem Post oben :)

  • So, Achhisan , das Wetter ist auch in Südschweden mies genug, dass ich eins meiner Kinder für einen Lasttest begeistern konnte.

    Ich habe dem Ständer eine Ridgeline gegönnt und die "Hängematte" mit einem Dyneema Dogbone simuliert.

    Soäter aber abgenommen, weil im Weg.

    Hier in meiner Cloud sind Videos dazu:

    Bitte melde dich an, um diesen Inhalt zu sehen.

    Die sind zu groß, um sie hier hochzuladen.

    Man hört beim Anzupfen ganz gut die Spannung auf der Paketschnur.

    Beim ersten Test stützt er sich mit einem Scheit auf die "Matte" (roter Dogbone).

    Egal, von welcher Seite man schaut, da biegt sich kaum etwas.

    Den zweiten Test mit dem Schuh auf der Matte habe ich dann abgebrochen, weil mir das Modell zu schade war.

  • Guck mal: https://www.hammockforums.net/forum/showthre…g-hammock-stand

  • Danke Schaumkuppel , den Beitrag aus dem Hammockforum hatte Naphtet Ende Juli schon in diesem Thread verlinkt.

    Das hatte mich inspiriert, im Urlaub das 1:10-Modell zu basteln.

    Mittlerweile habe ich meine alte Brazilian Hammock ausgegraben und mal gemessen: 4,3m.

    An der Matte hänge ich total und würde den Ständer gern so bauen, dass sie da auch dran hängen kann.

    Alles, was ich mir ausgezirkelt habe, wird irgendwie zu groß und zu schwer (>25kg, Streben >3,5m), um den Ständer mal eben zusammenzuklappen und unterzustellen, wenn es regnet.

    Im Moment habe ich zu viel um die Ohren und noch einige MYOG-Projekte in der Warteschlange.

    Insofern habe ich das Projekt mit dem mobilen Holzständer vorerst auf Eis gelegt.

  • Hallo zusammen,

    ich überlege wie ich ohne Beton und Bäume eine Hängematte im Garten aufstellen kann. Ich hab schon ne Idee zu der ich im Netz aber bisher wenig gefunden habe. Ich möchte hier fragen, ob sich jemand damit schon auskennt und Erfahrungen gemacht hat.

    Ich plane mit einem Erdboher zwei Löcher zu bohren und darin zwei Holzpfosten (wahrscheinlich Robinie) direkt in der Erde zu versenken. Die Pfosten würde ich leicht anstellen, damit die Querkraft und das Drehmoment, dass die Pfosten aushalten müssen, reduziert wird. Siehe Skizze.

    Mich würde interessieren, ob das jemand schon gemacht hat?

    Wie tief sollte man die Pfosten im Erdreich versenken?

    Wie stark sollten die Pfosten sein (Durchmesser)? Wir haben eine Familienhängematte in der wir auch mal zu vier liegen (ca. 200kg).
    Über welche Schwierigkeiten seid ihr evtl. bei eurer Umsetzung gestolpert? z.B.
    - Wie schwer ist das Bohren mit dem Erdbohrer? Was für ein Bohrer eignet sich?
    - Wie schwer ist es die Pfosten ins Erdreich zu treiben?)

    Bin gespannt auf eure Antworten.

    Liebe Grüße

  • Ich habe in meiner Jugend jede Menge Fußballtore, Zaunsäulen und Wäschepfähle im Boden versenkt. Faustregel beim Einbuddeln war: ⅓ der Länge im Erdreich, ⅔ in der Luft.

    Wenn Du nicht gerade Eichenpfähle (oder andere geeignete Holzsorten) verwendest, solltest Du Dir Gedanken machen, wie Du die Pfähle gegen Fäulnis schützt. Bitumenbinden oder eine sehr gute Drainage können dabei helfen.

    Den Pfostendurchmesser würde ich nicht unter 10 cm wählen.

    Wie schwer die Arbeit wird, hängt von den örtlichen Verhältnissen ab. Norddeutscher Sandboden bohrt sich einfacher als Geröll in einem ehemaligen Bachbett oder knochenharter ausgetrockneter Lehmboden.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

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