Testberichte: Lesovik Draka Hängematte - Lesovik Otul Underquilt - Lesovik Heksa Tarp

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

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  • Leider konnte ich nichts testen, da beim Auspacken des Tarps keine Heringe zu finden waren.

    Sehr schade.


    Bei den meisten höherpreisigen Tarps sind keine Heringe dabei, weil der Hersteller zurecht davon ausgeht, dass der Kunde sich seine Heringe lieber selbst aussucht. Ich weiß nicht, wie viele Billigheringe ich schon verschrottet habe, und mich über die Ressourcenverschwendung geärgert habe. Wenn ich gewusst hätte, dass das Fehlen von Heringen ein K.O.-Kriterium ist, hätte ich eigene beigelegt. Ich bin davon ausgegangen, dass alle Tester bereits 4 Heringe besitzen.

  • Leider konnte ich nichts testen, da beim Auspacken des Tarps keine Heringe zu finden waren.

    Es regnete nonstop und die HM baute ich daher auch nicht auf.

    Die Woche darauf kam die Frage, wann ich sie weiter schicke.

    Leider erging mir sehr ähnlich. Zwar lag es nicht an den Häringen, Aber ersten Wochenende an der nicht vorhandenen Zeit und dann am stürmischen Regen.


    Das Wochenende drauf sollte das Set schon beim nächsten Tester sein.


    Aber: ich habe den Underquilt ausgepackt und war positiv von der Kompaktheit angetan auch die Verarbeitung fand ich - im Vergleich zu Amazonas und Co - gut bis sehr gut. Gewicht und Packmaß fand ich sehr interessant, kann ihn mir aber eher in den wärmeren 3 Jahreszeiten im Einsatz vorstellen als im Winter. Getestet habe ich das allerdings leider nicht.


    Die Hängematte habe ich versucht zuhause aufzuhängen. Meine Aufhängepunkte sind aber nicht verstellbar, weshalb ich die Hängematte sehr hoch und für mich ungewöhnlich straff abspannen musste, damit die Ridgeline etwas Spannung bekommt. Durch die straffe Aufhängung war mir weniger diagonales liegen möglich als üblich, was aber in den paar Minuten nicht unbequem war.


    Das Tarp habe ich leider nicht mal ausgepackt. Zuhause bringt es nix und draußen war ich leider nicht. Sehr schade. Das Tarp hätte ich sehr spannend gefunden.

  • Ich hatte mit dem Wetter Glück und konnte immerhin eine gute Nacht in der Lesovik Hängematte verbringen, die Nachttemperatur lag bei ca. 9°C.

    Die Hängematte und der Underquilt haben gleich beim Auspacken einen prima Eindruck und Lust auf die Nacht darin gemacht.

    Beim Aufhängen musste ich die HM deutlich flacher spannen, als ich das mit meinen selbst genähten Hängematten bisher gemacht habe. Selbst in der gezeigten Aufhängung war die Ridgeline noch mit einem gewissen Durchhang versehen, straffer aufzuhängen habe ich mich aber nicht getraut.

    Das ersten Probeliegen war ganz gut, allerdings hatte ich nie das Gefühl so bequem zu liegen, wie in meinen Hängematten (die allerdings alle ohne Mückennetz sind). Auch mit den seitlichen Abspannungen bin ich nicht wirklich warm geworden, vielleicht ist das aber auch nur die Ungewohntheit gewesen und ich hätte sie noch zu schätzen gelernt, wenn ich es ab und zu mal wieder versuchen würde.

    Der Underquilt hat mir wirklich gut gefallen und war auch flugs unter die Hängematte gehängt. Da eine schöne Nacht angekündigt war habe ich das Tarp nicht aufgehängt.

    Ich habe die Nacht wirklich gut geschlafen, obwohl ich auch beim abendlichen "InDieHängematteGehen" nicht das Gefühl hatte völlig entspannt und bequem zu liegen, von oben hatte ich einen selbst gemachten Topquilt mit einer 133 ClimaShieldApex gefüttert, mir war immer schön mollig warm.

    Besonders gefallen hat mir der große Ridgeline Organizer mit sehr vielen Möglichkeiten Dinge unterzubringen, davon werde ich mich sicher noch inspirieren lassen, sobald die Nähmaschine aus der Wartung wieder zurück ist. Dazu war das meine erste Begegnung mit den BeetleBuckles, die nun auch auf meiner Wunschliste stehen.


    Das Tarp habe ich nur kurz ausgepackt und angeguckt. Das hat auf mich auch einen wirklich guten Eindruck gemacht, daran könnte ich jetzt nichts aussetzen, ohne es jedoch selber wirklich genutzt zu haben, ich hätte jedoch absolut keine Bedenken dies auch zu einer Nacht im Wald mitzunehmen, wo das warme Haus nicht direkt nebenan steht.


    Herzlichen Dank TreeGirl , dass du den Test möglich gemacht hast!




  • Dann mache ich mich auch gleich an einen Testbericht:

    Hängematte und Quilt wurden heute bei etwa 15°C im Wald getestet, darin schlafen ging leider noch nicht, da ich ohne Auto ziemlich lange bis zu einem passenden Platz im Stadtwald radeln muss und dann in der Dunkelheit aufbauen... vielleicht schaffe ich es ja heute, das gute stück hinter dem Haus in der Nacht einem Kältetest zu unterziehen.


    Hängematte:

    Wie zu erwarten ist die Matte ist deutlich besser als meine billige Ama*on Banane und ja, ich brauche dringend eine größere Hängematte für meine 1,80. Auch die Breite hat mich überzeugt, die Lesovik kommt mir ziemlich geräumig vor.


    Wie mein Vortester bin auch ich vom Organizer begeistert und da ich bisher noch keine Hängematte mit Ridgeline testen konnte, verstehe ich nun auch, warum so viele ihre Matten damit versehen. Fand ich richtig angenehm, auch wenn man sich daran gewöhnen muss, ständig einen Strick am Kopf zu haben.

    Das Netz lässt sich komplett abmachen, benötigt dazu aber etwas fingerspitzengefühl. Jedoch würde ich im Sommer nicht ohne Netz gehen und im Winter... da ist man wohl über die leichte Wärmekapsel dankbar.

    Das Netz ist sehr fein gewebt und nimmt leider auch etwas die Sicht nach aussen, hält aber auch etwas Wind ab.

    Die Gummileinen, mit denen sich die HM seitlich aufspannen lässt sind eine nette Dreingabe.


    Underquilt:

    Der Underquilt bringt bei mir knapp 900g auf die Wage und ist damit schon schwerer als die angegebenen 820g.
    Dafür ist er aber auch ziemlich groß und schlägt meine budget-bananenschale bei weitem. Ob er sich auch in der Herbstkälte beweisen kann wird sich ggf. heute Abend zeigen.

    Bei der Aufhängung waren wir anfangs kurz ratlos, da ich mich erinnerte, dass bereits andere Tester damit ihre schwierigkeiten hatten, habe ich mir die Methode von der Herstellerseite abgeschaut und dann war es doch leichter als gedacht.

    Auch gut: DER UQ lässt sich mit den beiden zusätzlichen Karabinern unten zumachen, dadurch schließt er bei Füßen bis zur Brust hoch ab. Das geht aber nur ohne netz und finde ich daher nicht wirklich praktisc. Trotzdem nice to have. Auch das Material fühlt sich gut und wertig an.

    An sich ein wirklich schickes teil, wobei ich gerne noch ein paar °C mehr hätte, einfach um noch Luft nach unten zu haben, wenn die Sonne weg ist und Wind und Regen kommen. Hier lohnt es sich vielleicht doch noch mehr Geld in die Hand zu nehmen und in einer höher Preisklasse zu investieren.


    Tarp:

    Zum ausführlichen testen des Tarps war das Wetter zu gut, ich schließe mich hier meinen Vortestern an: solides Tarp, was aber bei der Preis-Leistung hinter dem Paria Sanctuary Tarp zurückstecken muss. (Danke an das Forum für den Tipp)

    Hier noch ein kurzer Vergleich der beiden:
    Größe: Identisch (360×300 cm)
    Aufhängung: fast identisch

    Material: Identisch? 100% nylon ripstop (Lesovik spezifiziert hier nicht genauer, Paria benutzt 30 Denier rip-stop nylon)

    Verarbeitung: Bei beiden sehr gut! Die Verstärkung der Kanten des Lesovik wirken hochwertiger, hier wurde ein dickeres Material untergenäht.

    Gewicht: Lesovik: 490g (10g über den Herstellerangaben, aber noch OHNE Haken). Paria 440g MIT haken

    Preis: Eigentlich der einzige deutliche Unterschied. Hier zieht das Paria mit 79€ incl. Heringen deutlich am 129€ teurem Lesovik vorbei



    Aufhängung:

    Der überaschungssieger des Abends. Ich hätte nicht erwartet, mich über so eine kleinigkeit derartig zu freuen, aber meine alten Baumgurte (Öse am einen Ende, mehrere Laschen am anderen) fliegen endgültig raus. Die hier getestete Aufhängung ist leichter, länger und lässt sich vor allem deutlich einfacher justieren. Endlich muss ich meine Bäume nicht mehr nach der perfekten Distanz auswählen. Herzlichen Dank dafür!


    Den Kältetest versuche ich heute Nacht durchzuführen.



    Fazit:

    Ein tolles Paket, auch wenn die HM mit 170€ nicht wirklich für Schnäpchenjäger ist und ich nun mit dem Gedanken spiele, gleich ins hochpreisige Segment vorzustoßen. (Vor allem, da mein billig-UQ nicht gut mit der größeren HM abschließt)


    Vielen Dank an TreeGirl für die Möglichkeit eine hochwertige HM zu testen, ich habe mich sehr gefreut.



    Nachtrag: Der UQ ist vom Hersteller auf 10°C/-7°C konzipiert. Nach einer Nacht bei ca. 6°C kann ich dem soweit zustimmen, gerade in kombination mit einem guten Schlafsack wird es wohlig warm. Ich hatte nur Tshirt und Jogginghose an, an der Stelle lässt sich also sicher noch etwas drehen, um an den 0-Punkt zu kommen.


    Anhang:

    1 Bild - Lesovo HM mit Billig-Bananen-Quilt (passt offensichtlich nicht gut)

    2 Bild - Lesovo und meine alte

    3 Bild - Detailaufnahme des Netzes

    4 Bild - Das Lesovo-Paket (Tarp befindet sich leider bereits verpackt hinter der Matte)

  • Und los gehts:


    Eigentlich wollte ich das Lesovik Set ja zumindest einmal im Wald am Hausberg testen. Allerdings war da bei uns in Österreich zuerst dieser Lockdown light ab 20 Uhr und dann der totale Lockdown. Somit hab ich das Tarp leider nicht testen können dafür aber 14 Tage bei Temperaturen von +8 Grad bis -4 jede Nacht damit auf der eigenen Terasse verbracht.

    In der ersten Nacht hatten wir minus 1 Grad und ich bin um ca. 3 Uhr aufgewacht weil völlig ausgefroren. Am Vormittag hab ich dann erstmal meine bessere Hälfte in die Hängematte gelegt um den Underquilt besser anpassen zu können und siehe da auf einmal Durchgeschlafen. Bis -2,5 Grad hatte alles gut geklappt darunter war der Underquilt für mich dann an seiner Grenze (-4C).

    Ich hab den Underquilt auch noch als Topquilt probiert da war mir bei ca +2Grad in der Testnacht ausreichend warm (allerdings am Boden und nicht in der HM).


    Fazit:


    Die Hängematte: Ich muss sagen ich hab nach etwas herumspielen wirklich nicht schlecht darin geschlafen, als Vergleich habe ich allerdings nur eine Amazonas Matte. Der Ridgeline Organizer ist wirklich nice to have! Bei der Hängematte würde ich für mich aber eher dazu tendieren gleich die paar Euro mehr für eine Warbonnett Eldorado zu riskieren die Draka kostet 169€ (laut HP Lesovik) und die Eldorado bei Alissa im Shop 202€


    Der Underquilt hat mich allerdings sehr überrascht von der Haptik hätte ich gedacht der würde so ca in der Temperaturklasse wie mein Carinthia Tropen liegen (bis plus 5 Grad) das er mich bei -2,5 Grad noch warm gehalten hat fand ich Klasse und auch den Preis finde ich sehr OK.


    Mir sind dann noch ein paar kleine lose Fäden aufgefallen (siehe Fotos) ansonsten war ich mit der Qualität zufrieden.


    Die Beetle Buckles fand ich klasse und werden Österreich nicht mehr verlassen danke TreeGirl und auch danke für die Testmöglichkeit und das Vertrauen :thumbup:


    Achja irgendwer hat seine Kopfhörer im Ridgeline Organizer liegen lassen, vermisst die wer?

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