Anfängerprobleme

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  • Hallo Zusammen,

    ich habe mich soeben erst angemeldet und bin neu im Thema Hängematten unterwegs.

    Nachdem ich über Wochen meine Ausrüstung gesammelt habe und heute meine erste Nacht draußen im Wald verbringen wollte, musste ich leider feststellen, dass meine Planung schlichtweg nicht funktioniert. Ich bekomme meine Ausrüstung einfach nicht in den Rucksack, da der Platz vorne und hinten nicht reicht.

    Mein Rucksack:

    Tasmanian Tiger Raid Pack MKIII (52 Liter)

    48L Hauptfach + 2x2L Außentaschen

    • DD Tarp 3x3
    • DD Frontline Hängematte
    • DD Underblanket
    • Carinthia Tropen Sleeping Bag M

    Und schon ist mein Rucksack voll!

    • Was mache ich falsch?
    • Brauche ich einen größeren Rucksack oder sind meine Produkte die falschen?

    Danke für die Hilfe.

    • Offizieller Beitrag

    Grundsätzlich gibt es da sicher erheblich Einsparpotential, sowohl beim Volumen als auch beim Gewicht - ggf. sogar bei erheblichem Komfortgewinn... Die Frage ist natürlich immer, was du dafür ausgeben kannst bzw. willst.

    Wenn ich mich nicht sehr täusche, ist der Schlafsack alleine in seinem Stopfsack fast so groß, wie mein Topquilt in seiner Lagerhülle... Wie groß das DD Underblanket ist, weiß ich nicht (habe nie eines in der Hand gehabt), aber die DD Frontline ist für ihre Größe ein ziemlicher Brocken. Selbiges gilt für das Tarp.

    Das Problem bei Outdoor-Ausrüstung ist, dass der Preis mit sinkendem Gewicht grob exponentiell wächst...

  • Ich habe soeben DD mit Amazonas verglichen.

    Ein Optimierungspotenzial sehe ich dort nicht.

    Welche Ausrüstung verwendest du?

    DD Amazonas
    Tarp 875 24x14x4 800 13x25x13
    Hängematte 1.050 35x15x10 650 16x29x8,5
    Underquilt 950 20x17x17 1180 30x19x19
    • Offizieller Beitrag

    Ich sehe das so: wenn die Ausrüstung nicht in den Rucksack passt, kannst du dir entweder einen größeren Rucksack besorgen, oder zumindest Ausrüstung mit großem Packvolumen gegen Ausrüstung mit kleinerem Packvolumen austauschen.

    Deine Produkte sind nicht "falsch" - das DD Tarp 3x3 wird dich vor Regen schützen; in der DD Frontline Hängematte kannst du schlafen; die DD Underblanket wärmt dich von unten und der Carinthia Tropen Sleeping Bag M von oben. Aber in den Tasmanian Tiger Raid Pack MKIII passen eben nur 52 Liter, und die Ausrüstung, die du dir ausgesucht hast ist zwar günstig, aber dafür eben voluminös.

    • Offizieller Beitrag

    Welche Ausrüstung verwendest du?

    • Warbonnet Blackbird 1.7 Single Layer Hängematte
    • Warbonnet Thunderfly Tarp
    • Warbonnet 0°F Wooki Underquilt
    • Z-Packs 20°F Schlafsack
    • Deuter ACT Lite 35+10 SL Rucksack (45 Liter)

    Die Isolierung passt in das Schlafsackfach. Der Rest plus Kocher, Lebensmittel, Klamotten ins Hauptfach.

    • Offizieller Beitrag

    Das könnte daran liegen, dass auch Amazonas eher im Basissegment unterwegs ist...

    Bei den Tarps (Einfach rausgegriffen, ist halt ein beliebtes) wäre beispielsweise das größte Warbonnet Thunderfly erheblich unter 500g, gleichzeitig aber deutlich größer als das DD 3x3. Eine dazu passende Hängematte (bspw. eine Warbonnet Blackbird XLC, wiederum erheblich größer und komfortabler) liegt bei knapp über 600g. Dazu ein passender Wooki-Underquilt für leichten Nachtfrost, nochmal knapp über 600g. Das ganze dürfte insgesamt in den Stopfsack deines Schlafsacks passen. Der Kostenpunkt ist halt auch ein vollkommen anderer.

    Wenn du bereit bist, geringe Abstriche beim Komfort zu machen, bekommt man das ganze noch ein gutes Stück weiter runter...

  • Klar, mit Warbonnet ist man ja im "Mercedes-Segment" unterwegs... Es gäbe auch andere Hersteller, die ein bisschen billiger sind und deren Produkte trotzdem weniger Platz einnehmen... DD ist halt einfach schwer und billig.

    Welche Ausrüstung verwendest du?

    HM: Selber genäht, 424 g (3,40 m lang)

    Tarp: Selber genäht, 3,40 m lang, 557 g

    Schlafsack: von Decathlon, Trekking-Schlafsack, 1 kg, 8 l Packvolumen

    Allerdings beim Unterquilt habe ich es noch viel zu schwer und zu groß... aber schaue nach einem UQ von SimplyLightDesign (Trailwinder).

  • Welche Ausrüstung verwendest du?

    Ich habe mir nach dem Kauf einer recht kurzen und dennoch nicht ganz leichten Hängematte meine aktuelle Ausrüstung teilweise selber gemacht. Ich zähle mal auf, was ich in letzter Zeit einige Male dabei hatte:

    • MYOG Brücken-Hängematte: ca. 450g Hängematte + 311g Spreizstäbe + 170g Aufhängung
    • MYOG Hex-Tarp: 365cm x 280cm, 550g(?)
    • Topquilt: HammockGear Burrow 20, ca. 650g
    • Unterquilt: HammockGear Incubator 20, ca. 650g

    Das bekomme ich alles in meinen GossamerGear Kumo 35-Liter-Rucksack und kann damit bis etwa 5°C problemlos draussen übernachten.

    Für eine kleine Tour nehme ich den Gorilla mit etwa 45 Litern Volumen.

    Für eine grössere oder grosse Tour mit Hängematte z.B. GossamerGear mariposa oder den noch grösseren GoLite Jam 70, den ich dann aber eher lose fülle. Die Quilts sind dann nur wenig komprimiert und füllen den halben Rucksack aus.

    Die Quilts stopfe ich meistens eh nur lose unten rein. Kompressionssäcke führen zu sperrigen Klumpen, die sich nur schwer einpacken lassen.

  • Danke für die vielen Informationen.

    Ich habe den Eindruck dass es super schwierig ist, alles in einen 48 Liter Rucksack (Außentaschen ausgenommen),

    rein zu bekommen.

  • Wenn ich im Sommer mal viel Wasser benötige, lege ich das in einem Wasserbeutel zuoberst quer und nahe am Rücken in den Rucksack. Ich habe den Eindruck, dass grosse Wassermengen so am wenigsten Raum benötigen.

    Ich packe wie folgt (Reihenfolge):

    • Quilts (lose oder in grossem wasserdichtem Sack)
    • Kleidung
    • Kochset
    • Tarp
    • Hängematte
    • Proviant
    • Wasser
    • Offizieller Beitrag

    Waldläufer70 bei mir sieht es ähnlich aus, nur packe ich das Tarp prinzipiell in eine der Außentaschen. Damit ist ziemlich sicher, dass eventuelle Überreste des letzten Regens oder Morgentaus keinen Weg auf die restliche Ausrüstung finden... Das ist mir einmal zu oft schiefgegangen :)

    Wie gesagt, für eine Wochenendtour komme ich problemlos mit 45l aus. Für längere Touren wird das allerdings knapp.

  • Ich habe den Eindruck dass es super schwierig ist, alles in einen 48 Liter Rucksack rein zu bekommen.

    Die anderen haben ja schon Produkte genannt, die genau das ermöglichen könnten, ist halt eine Preisfrage.

    Die Frage die du dir stellen musst ist: Willst du Geld in die Hand nehmen, dafür aber bequemer schlafen UND weniger schleppen müssen? Wenn ja wird dein neues Zeug vielleicht in deinen vorhandenen Rucksack passen.

    ODER willst du einen schwereren größeren Rucksack für wenig Geld kaufen und dafür mehr schleppen aber dein aktuelles Setup behalten.

    Du hast die Wahl!

    Waldläufer70

    Da fehlt bei mir dann noch die Stirnlampe, Ersatz-Taschenlampe, PowerBank, Akkus, IFAK, Raincover, Poncho...

    Wie bekommst du das alles rein? Oder nimmst du das einfach nicht mit.

    Wenn du dich für die Gewichtsreduzierung entschieden hast gilt es ab jetzt umzudenken! Dein neuer Leitspruch wird sein: "Was brauche ich wirklich unbedingt". Wenn die Antwort beim packen mit "nein" beantwortet werden kann darf es nicht mit!

    Eine Ersatztaschenlampe zum Beispiel wird ja im Regelfall nicht zum Einsatz kommen, außerdem hast du im Handy ja noch ein Licht!

    Wenn du dich dazu entscheidest ein Poncho mit zu nehmen lass aber deine Regenjacke und den Raincover zuhause! Oder lass eben den Poncho weg und nimm dafür das andere mit.

    Ob du eine Powerbank brauchst musst du dir auch überlegen und wenn ja wieviel mAh sollte sie haben. Reicht vielleicht eine kleine 5000-10000 mAh?

  • Ich kann dich absolut gut verstehen. Mit beinahe dem gleichen Equipment habe ich vor ettlichen Jahren auch angefangen und musste ebenfalls feststellen dass es nicht passt bzw. gewichtsmäßig jeglichen Spaß raubt. Du kannst natürlich einen größeren Rucksack verwenden, aber dann schleppst du dir einen ab. Das DD Zeug ist schon in Ordnung, aber halt nicht wirklich gut für Backpacking geeignet. Eher für Carcamping oder meinetwegen für ne Quadtour. Wenn du nicht gerade Bodybuilder bist, hast du bei ner Rucksacktour, bei der du einiges an Kilometern machen willst, keinen Spaß.

    Das hatte dann zur Folge, dass ich dieses Hängematten-Setup eben nur noch für Carcamping genutzt habe, und mit dem Rucksack lange eher auf Biwaksack oder Tarp gesetzt habe. Aber ich vermute mal, dass du dich damit nicht abfinden willst.

    Entsprechend habe ich gerade mein komplettes DD Equipment verkauft und in anderes investiert.

    Damit spare ich mehr als die Hälfte an Gewicht und mehr als zwei drittel beim Packmaß.

    Wenn du willst kannst du ja mal in meinem Thread nachlesen, wo ich gerade genau diesen Umstellungsprozess beschreite. ( Leichte Ausrüstung für Bikepacking - BItte um Mithilfe ) Ich habe das Schlafsetup, aber auch das sonstige Equipment so herunterreduziert, dass ich jetzt bequem mit einem 38l Rucksack mehrere Tage entspannt, ohne Rückenschmerzen, unterwegs sein kann. Preislich ist das neue Equipment alles noch in Ordung. Ist natürlich nur ein Beispiel. Die Profis hier haben mit Sicherheit noch ganz andere Ideen bzw. Lösungen für dich.

    Wenn du dich aber noch nicht komplett umstellen willst, kannst du statt der DD Unterblanket erstmal mit einer aufblasbare Isomatte, einem kleineren Schlafsack oder Quilt (Daune) und vielleicht einem leichteren Tarp arbeiten. Damit solltest du bei deinem Rucksackvolumen dann locker hinkommen. Aber ich denke auf lange Sicht wirst du dich sowieso komplett umstellen. Auch so wäre es eher ein Kompromiss der nur halb gut funktioniert.

    Ach ja eins würde ich gerne noch nachschieben:

    Dein Equipment klingt ein wenig nach der classischen Bushcraft-Ausstattung. Ich komme auch eher aus dem Bereich. Gewicht und Packmaß spielt da ja oft eher eine untergeordnete Rolle. Hauptsache robust soll es sein. Und in diese Sparte passt DD ja auch perfekt rein. Ich bin immernoch alles andere als ein ULer. Dazu hängt mein Herz zu sehr an diversen Dingen. Aber schau dich aus Fortbildungsgründen ruhig mal bei der Ultraleichtfraktion und bei den Thruhikern um. Deren Herangehensweise hilft einfach enorm Gewicht und Packmaß einzusparen. Ich bin in den letzten Wochen mit einer Küchenwage durch mein Haus gewandert und habe wirklich ALLES abgewogen. ^^ So eine Inventur hilft dabei genau aufzudecken was die Gewichtsfresser sind und wo man vielleicht einsparen kann. Man muss das ja alles nicht dokmatisch sehen, aber bei den einen Dingen sparen die einem nicht so wichtig sind, hilft dabei Platz zu schaffen für die Spielzeuge, die vielleicht nicht ganz so vernünftig sind.;) Viel Spaß beim ausprobieren und beim erkunden von neuen Wegen.:thumbup:

    3 Mal editiert, zuletzt von Basti G. (3. Mai 2020 um 03:53)

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